DE30351C - Geldtasche mit Kontrolvorrichtung - Google Patents
Geldtasche mit KontrolvorrichtungInfo
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- DE30351C DE30351C DENDAT30351D DE30351DC DE30351C DE 30351 C DE30351 C DE 30351C DE NDAT30351 D DENDAT30351 D DE NDAT30351D DE 30351D C DE30351D C DE 30351DC DE 30351 C DE30351 C DE 30351C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G07—CHECKING-DEVICES
- G07B—TICKET-ISSUING APPARATUS; FARE-REGISTERING APPARATUS; FRANKING APPARATUS
- G07B11/00—Apparatus for validating or cancelling issued tickets
- G07B11/02—Apparatus for validating or cancelling issued tickets for validating inserted tickets
- G07B11/07—Apparatus for validating or cancelling issued tickets for validating inserted tickets by separating part of ticket
- G07B11/09—Apparatus for validating or cancelling issued tickets for validating inserted tickets by separating part of ticket combined with receptacle for separated part of ticket
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Control Of Vending Devices And Auxiliary Devices For Vending Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Juni 1884 ab.
Diese Geldtasche mit Controlvorrichtung ist für die Conducteure von Omnibuswagen, Pferdebahnwagen
etc. bestimmt und so eingerichtet, dafs sie das hineingeworfene Fahrgeld in sich
aufnimmt, ohne dafs es dem Conducteur möglich ist, dasselbe wieder herauszunehmen. Aufserdem
ist mit der Tasche ein Mechanismus verbunden, welcher die Billets coupirt, jede Coupirung
durch den Ton einer Signalglocke anzeigt, die Anzahl der ausgegebenen und coupirten
Billets auf einem Zifferblatt markirt und die beim Coupiren ausgestofsenen Billetstückchen
in eine besondere Abtheilung des Apparates behufs Controle sammelt.
Auf beiliegenden Zeichnungen stellt;
Fig. ι den ganzen Apparat, bestehend aus Geldtasche mit Einwurfbüchse, von vorn und
Fig. 2 denselben von der Seite gesehen dar.
Fig. 3 zeigt die innere Büchse von hinten gesehen mit dem Mechanismus zum Betriebe
des Schlagwerkes in punktirten, den Hammer, die Hammerfedern und den Drücker in vollen
Linien.
Fig. 4 ist die innere Büchse und
Fig. 5 die in derselben befindlichen Theile von oben gesehen.
Fig. 7 ist das die Billetausgabe anzeigende Zifferblatt nebst Zeiger und Triebwerk und
Fig. 8 ein Verticalschnitt durch die innere Büchse nach der Linie α-β-γ-S.
Fig. 9 zeigt die Einwurf büchse, vollständig montirt, von hinten und
Fig. 10 dieselbe von oben gesehen.
Fig. 11, 12, 13 und 14 sind Details des die
Einwurf büchse mit der Geldtasche verbindenden Rohres.
Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, besteht
der Apparat aus der Einwurf büchse A, der Geldtasche B, dem Verbindungsrohr C und
dem Riemen D mit der Oese E. Das Rohr c besteht aus biegsamem Material, wie z. B.
Gummi, so dafs, wenn der Riemen D über die Schulter des Conducteurs gelegt ist, die
Büchse A vermittelst des Hakens / in die Oese E eingehängt werden kann.
Die Einwurf büchse A mit dem Haken / und der Handhabe H ist aus Weifsblech oder anderem
entsprechenden Material gemacht. Sie ist oben durch eine Glasplatte N abgeschlossen,
in welcher ein Schlitz O zum Einwerfen des Fahrgeldes angebracht ist.
Unten ist die Büchse A offen; die Wände derselben sind mit einem nach innen vorspringenden
Rand oder Flantsch versehen, welcher dazu dient, die innere Büchse F und das
obere Ende des Rohres C am Herausfallen aus der Büchse A zu hindern.
Vermittelst des Scharniers K kann die hintere Wand X, Fig. 10, der Büchse aufgeklappt und
dieselbe geöffnet, durch den Schliefskolben M aber verschlosen werden.
Auf der Seite der Büchse ist ein schräger Schlitz P zum Einstecken des zu coupirenden
Billets.
In die äufsere Büchse A pafst die den Mechanismus enthaltende innere Büchse F. Dieselbe
ist in den Fig. 3, 4 und 8 dargestellt und enthält in ihrem hinteren Theil, durch Schrauben
oder anderweitig an der Wand der Büchse befestigt, den Rahmen G, in welchem die den
inneren Mechanismus des Apparates bildenden
Theile angeordnet sind, wie in Fig. 5, 6 und 7 und in Fig. 3 in punktirten Linien gezeigt ist.
Die innere Büchse F ist, dem Einschnitt P der äufseren Büchse A entsprechend, ebenfalls
eingeschnitten.
Wie aus Fig. 4 und 10 zu sehen, ist die vordere Seitenwand der äufseren Büchse A sowie
der inneren Büchse F halbrund.
In letzterer ist, von dem vorderen Punkte des oberen Randes sich nach abwärts erstreckend,
unmittelbar unter der Glasplatte N, die schräge Wand Q. und an dem gegenüberstehenden
oberen Rand vermittelst des Scharniers S, Fig. 4 und 8, die Platte R beweglich
angebracht. Letztere steht durch die Stange T mit dem unteren Ende der Drückerstange d in
Verbindung.
Die Platte R nimmt in normalem Zustande die Stellung Fig. 8 ein und bildet mit der
Wand Q. einen das eingeworfene Geld aufnehmenden Trichter.
Da die Platte R und die Wand Q. oben mit Leuchtfarbe bestrichen sind, so ist der Conducteur
durch das Glas N hindurch auch bei Nacht im Stande, zu erkennen, ob das Fahrgeld
richtig ' eingeworfen wurde; Sobald auf den Knopf / des Drückers gedrückt wird, wird
durch die Stange T die Platte R nach abwärts gezogen, so dafs die eingeworfene Geldmünze
in das Rohr C und in die Tasche B fallen kann.
In der hinter dem Scharnier S liegenden Abtheilung der inneren Büchse F ist, wie schon
erwähnt, der Rahmen G befestigt. Derselbe besteht aus zwei Seitentheilen a, zwischen welchen
auf dem Zapfen b der Hebel c drehbar montirt ist.
An dem entgegengesetzten Ende des Rahmens G sind dessen Seitentheile α α zu einer
kreisrunden Scheibe mit auf beiden Seiten vorspringendem Rand vereinigt, wie Fig. 5 in
punktirten Linien zeigt.
Auf der vorderen Fläche dieser Scheibe ist das Zifferblatt r, auf der hinteren Fläche derselben
in einer entsprechenden Oeffhung der hinteren- Wand der Büchse F der Hammer W
für die Glocke V montirt.
An dem den Drehzapfen b entgegengesetzten Ende des Hebels c ist die Drückerstange d befestigt,
welche sich nach abwärts erstreckt und in einem Ohr des Rahmens G geführt ist, wie
Fig. 6 und 8 zeigen.
Nahe an dem Drehzapfen b des Hebels 0 befindet sich der Stecher e, welcher die in den
Schlitz P eingeschobenen Billets durchstöfst, sobald auf den Knopf J gedrückt wird. Die
ausgestofsenen Cartonscheibchen fallen durch eine Oeffnung in die unterhalb P befindliche
Kammer j.
Aufser dem Stecher e befindet sich noch ein Arm / an dem Hebel c. Das die Spitze g
bildende Ende dieses Armes ist gehärtet und trägt auf der Seite einen kleinen Stift h.
Die Feder i dient dazu, den Hebel in seiner Normalstellung zu halten. Zwei andere Federn
k und / haben den Zweck, den Hammer W wieder in seine Normalstellung zu
bringen und in derselben zu halten, nachdem er durch den Stofs der Spitze g aus derselben
gebracht wurde.
Fig. 6 zeigt den Stift h auf dem Arm/ und den Eingriff desselben in einer Auskerbung des
um w drehbaren Hebels m. Auf letzterem ist ein durch die Feder u nach abwärts gedrückter,
in Eingriff mit den Zähnen des Schaltrades 0, Fig. 7, stehender Schalthaken η montirt. Auf
der Achse des Schaltrades sitzt ein Trieb, welcher in ein auf der mittleren Zeigerachse
des Zifferblattes r sitzendes Zahnrad ρ eingreift.
Vermittelst einer Feder wird das Schaltrad in seiner Normalstellung gehalten; Schaltrad o,
Haken n, die Feder, sowie das Rad ρ und dessen Trieb sind in Fig. 7 in punktirten Linien gezeichnet.
Der mittlere Zeiger q dreht sich über das in 100 Theile eingetheilte Zifferblatt, bei jeder
Umdrehung des Schaltrades 10 Theile desselben durchmessend.
Am Rad ρ ist ein Stift angebracht, welcher
bei jeder Umdrehung dieses Rades einen Zahn des Rades s erfafst und den Zeiger q1, welcher
auf der Achse des letzteren Rades sitzt, über einen Theil der Eintheilung eines zweiten kleineren
Zifferblattes dreht, so dafs der Zeiger q' z. B. bei je zehn Umdrehungen des Zeigers q
sich einmal um seine Achse dreht.
Die Fig. 11 und 12 zeigen den oberen Theil
des Rohres C im Schnitt. An dem oberen Rand sieht man einen kleinen Wulst x, welcher
über an den inneren Wänden der Büchse A angebrachten Rippen oder Flantschen hingleitet,
wenn das obere, trichterförmige Ende des Rohres in den unteren Theil der Büchse A
von hinten eingeschoben wird. Durch Verschliefsen des hinteren Theiles L sowie durch
die Seitenwände und die an denselben inwendig angebrachten Rippen der Büchse wird das Rohr
in der letzteren gehalten. Nahe unterhalb der trichterförmig erweiterten Rohrmündung sind
im Innern des Rohres die beiden schrägen Wände t und t' angebracht und an dem einen
derselben eine Klappe jr, welche durch eine kleine Feder von unten gegen den zwischen
den Wänden 11' befindlichen Spalt gedrückt wird.
Das Geld, welches durch die Büchse und diesen Spalt in das Rohr c gefallen ist, kann
nicht wieder herausfallen, auch wenn der Apparat umgedreht wird, weil durch die Klappej^
der' Weg abgesperrt ist.
Fig. 13 und 14 stellen die Verbindung des
Rohres c mit der Geldtasche B dar, und zwar
Fig. 13 im Schnitt, Fig. 14 von oben gesehen.
An dem Leder der Tasche sind die Verstärkungsflantschen ff1 angebracht; auf dem
äufseren Flantsch f1 sitzt auf der einen Seite
ein Rohr d' und gegenüber ein Bolzen a'.
Auf den äufseren Flantsch pafst der Rohrflantsch h', welcher mit einem Ohr e', Ausschnitt
e" und dem Loch c' mit Schlitz versehen ist.
Das Rohr c wird mit dem Flantsch h' so auf den Flantsch f1 der Tasche gesetzt, dafs
das Ohr d' in den Ausschnitt e" des Flantsches h!
und der Bolzen a' in das Loch c' zu stehen kommt. Durch eine Drehung des Rohres legt
sich das Ohr d' des Flantsches/7 an das Ohr e'
des Flantsches h', ebenso wie der Bolzen a'
des Flantsches/7 in den Schlitz des Flantsches h'
neben dem Loch e' zu stehen kommt, wie Fig. 14 zeigt. In dieser Stellung hält der Kopf
des Bolzens den Flantsch f1, während eine
Drehung des Rohres dadurch verhindert wird, dafs man die beiden Ohren d' e' vermittelst
eines Vorlegschlosses oder irgend eines anderen Mittels an einander schliefst. Beim Gebrauch
der Geldtasche zum Empfang des Fahrgeldes und Coupiren des Billets verfährt der Conducteur
folgendermafsen:
Er steckt, sobald er durch das Glas N das durch den Schlitz O eingeworfene Fahrgeld
gesehen hat, ein diesem Fahrgeld entsprechendes Billet in den Einschnitt P. Alsdann
drückt er den Knopf J herab, so dafs die Drückerstange durch die an ihrem unteren Ende
angebrachte Stange T die Platte R nach abwärts
dreht. Das Geld fällt durch das Rohr c in die Tasche B. Gleichzeitig durchstöfst der
Stecher e das Billet; die herausgestofsene Scheibe fällt in die Kammer j. Durch die
Spitze g des Armes f wird bei dessen Herabbewegung der Hammer W um seine Achse
gedreht, so dafs er nach oben schwingt, aber, durch die Feder k wieder herabgezogen, gegen
die Glocke V schlagen mufs.
Die Feder / bringt den Hammer in die Normalstellung zurück, in welcher er verharrt,
bis er beim Coupiren des nächstfolgenden Billets wieder eine Schwingung macht und auf
die Glocke schlägt. Der Arm / bewirkt bei seiner Herabbewegung zugleich mit dem Glockenschlag
die Zeigerdrehung. Es geschieht dies durch die Drehung des Hebels m in Verbindung
mit dem Schaltwerk und dem mit demselben zusammenhängenden Räderwerk, welche Theile hinter dem Zifferblatt r montirt sind,
wie Fig. 7 zeigt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die auf Fig. 1, 2, 9 und 10 dargestellte, mit der Geldtasche B combinirte Einwurfbüchse A, in welcher, sobald der Knopf / gedrückt wird, durch den Hebel und den damit verbundenen, auf Fig. 3, 5, 6, 7 und 8 dargestellten Mechanismus die vier folgenden Arbeiten gleichzeitig ausgeführt werden: a Einkassirung des eingeworfenen Geldes, b Coupirung der Billets, c Zählung der coupirten Billets, d Anschlagen einer Signalglocke.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE30351C true DE30351C (de) |
Family
ID=306479
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT30351D Expired - Lifetime DE30351C (de) | Geldtasche mit Kontrolvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE30351C (de) |
-
0
- DE DENDAT30351D patent/DE30351C/de not_active Expired - Lifetime
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