DE301798C - - Google Patents

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DE301798C
DE301798C DENDAT301798D DE301798DA DE301798C DE 301798 C DE301798 C DE 301798C DE NDAT301798 D DENDAT301798 D DE NDAT301798D DE 301798D A DE301798D A DE 301798DA DE 301798 C DE301798 C DE 301798C
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B21/00Apparatus or methods for working-up explosives, e.g. forming, cutting, drying
    • C06B21/0008Compounding the ingredient

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Crushing And Grinding (AREA)
  • Disintegrating Or Milling (AREA)

Description

Das im Patent 292382 beschriebene Mahlverfahren kann dadurch erheblich vereinfacht werden, daß man statt zweier Holländer mit verschieden bemesserten Walzen einen einzigen Holländer mit zwei Messerwalzen von verschiedener Bemesserung verwendet, die nacheinander arbeiten. Während zuerst die mit sehr scharfen, nur für Schneidarbeit berechneten Messern . besetzte Walze arbeitet, wird die zweite Walze gehoben, so daß sie, wenn erwünscht, nur als Stofftreiber wirkt. Ist ein gewisser Feinheitsgrad des Stoffes erreicht, so daß die erste Walze ihrer Bemesserung entsprechend eine weitere Zerkleinerung nicht mehr leistet, so wird diese Walze vom Grundwerk abgehoben und die andere Walze mit weniger scharfen Messern gesenkt, so daß dieses Geschirr dann Ganzzeug herstellt. Die erste Walze kann dann als Stoff-
ao treiber wirken. Darauf übernimmt die Kegelstoff- oder Planscheibenmühle das Fertigmahlen des Stoffes. Nach diesem Verfahren fällt also die Überführung des Stoffes von einem Holländer in den anderen fort.
Eine weitere noch erheblichere Vereinfachung des Mahlverfahrens nach dem Hauptpatent kann dadurch erzielt werden, daß man die Kegelstoff- oder Planscheibenmühle mit dem Holländer verbindet, sie entsprechend bemessert und so ausbildet, daß sie auch als Stofftreiber wirken kann. Im Anfang übernimmt dann die Holländerwalze die grobe Vorschneidearbeit, während die Kegelstoffoder Planscheibenmühle so eingestellt wird, daß die Messer nicht mahlen, die Mühle vielmehr als Stofftreiber wirkt, zu welchem Zweck ihre Welle mit Transportschnecken oder Treibflügeln besetzt ist, die · den Stoffumlauf besorgen.
Ist dann ein gewisser Feinheitsgrad des Stoffes erreicht, so daß die Walze ihrer Bemesserung entsprechend eine weitere Zerkleinerung nicht mehr vorteilhaft leistet, so wird die Walze vom Grundwerk abgehoben, so daß sie nun als Stofftreiber wirken kann. Die mit entsprechender Bemesserung ausgestattete Kegelstoff- oder Planscheibenmühle wird dann so eingestellt, daß sie die Fertigarbeit übernehmen kann.
Der gleiche Erfolg läßt sich auch erzielen, wenn die Kegelstoff- oder Planscheibenmühle nicht unmittelbar mit dem Holländer verbunden ist, nur muß dann der Holländer in bekannter Weise mit einem Stofftreiber verbun- ■ den werden, der; aber abweichend von den bisherigen Einrichtungen mit einer Absperrvorrichtung versehen ist, die während der Fertigarbeit den Stoff der Kegelstoff- oder Planscheibenmühle zuführt.
Im Anfang ist dann die Kegelstoff- oder Planscheibenmühle ausgeschaltet und der Stofftreiber bewirkt oder unterstützt den Stoffumlauf. Ist das Vorschneiden beendet, so wird wieder die Messerwalze des Hollän-
ders abgehoben und die Verbindungskanäle | zwischen Stoff treiber und Holländertrog werden so umgeschaltet, daß der Stofftreiber nunmehr den Stoff.der Kegelstoff- oder Plan- i scheibenmühle zuführt, von der aus die Ni- ■ trozellulose zur weiteren Verwendung ab- j fließt.
Da die Einstellung der Mahlgeschirre so veränderlich ist, daß fertiges Erzeugnis durch
ίο Umstellungen in der Rohrleitung aus dem j Holländer herausgeschafft werden kann, läßt sich das Arbeitsverfahren ununterbrochen durchführen, bis der Holländer entleert ist; ; was nicht durch die Kegelstoff- oder Planscheibenmühle als fertig abgegeben wird, verbleibt im Kreislauf des Holländers, indem es in'diesen zurückfließt.
Hinter der Kegelstoffmühle kann ein Knotenfänger angeordnet werden, der die in der feingemahlenen Nitrozellulose etwa noch enthaltenen groben Teile zurückhält, die dann in den Kreislauf des Holländers zurückgeführt werden. Dadurch erhält man die Gewähr, daß keine unzerkleinerte Nitrozellulose aus dem Arbeitsbereich entfernt wird, die fertig gemahlene Nitrozellulose dagegen nicht länger als notwendig im Kreislauf verbleibt.
Auf der Zeichnung stellt Fig. 1 den mit einer Kegelstoffmühle verbundenen Holländer |
in senkrechtem Längsschnitt dar; Fig. 2 ist \ ein Grundriß mit wagerechtem Schnitt durch das Gehäuse der Kegelstoffmühle.
Das Gehäuse der Kegelstoffmühle g ist mit dem Trog t des Holländers durch zwei Ka- \ näle α und b verbunden. Die Welle der Ke- | gelstoffmühle ist mit einer Transportschnecke s und Treibflügeln / ausgestattet. Während der Arbeit der Holländerwalze to wird die Kegelstoffmühle so eingestellt, daß nur die Transportschnecke und der Treibflügel als Stofftreiber wirken und den Stoff- | umlauf im' Holländertrog im Sinne der Pfeile j besorgen. Ist die Zerkleinerung des Stoffes j genügend weit vorgeschritten, so wird die Walze w vom Grundwerk abgehoben und die Kegelstoffmühle so eingestellt, daß sie die I weitere Zerkleinerung des Stoffes übernimmt, wobei der Stoff wieder wie vorhin im Trog des Holländers umläuft, die Mahlwirkung der j
Walze w aber ausgeschaltet ist. j
Bei der Ausführungsform Fig. 3 und 4 ist !
der Holländer in bekannter Weise mit einem i Stofftreiber h derart verbunden, daß während \ der Arbeit der Walze w der Stoff durch Kanal α dem Stofftreiber zugeführt und durch Kanal b wieder in den Holländertrog zurückbefördert werden kann. In dem Kanal b ist aber abweichend von bekannten Einrichtungen ein Schieber I eingebaut und von dem Ge- j
häuse des Stofftreibers h zweigt sich hinter 1 der Stofftreiberschnecke ein mit einer Ab- , sperrvorrichtung η versehenes Rohr m. ab, das nach dem1 Kasten r führt. Der Kasten ist durch Scheidewände in drei Abteilungen x, y und s (Fig. 5) geteilt. Von der Abteilung ζ führt ein Rohr 0 nach der Kegelstoffmühle g und von der Abteilungy ein Rohr/» nach dem Holländertrog t.
Solange die Walze w arbeitet, ist der Schieber I geöffnet und die Absperrvorrichtung η ηα des Rohres to geschlossen. Der Stofftreiber h besorgt dann den Umlauf des Stoffes im Holländertrog t. Soll die Kegelstoffmühle g die Mahlarbeit vollenden, so wird wieder die Holländerwalze w abgehoben, der Schieber I geschlossen und die Absperrvorrichtung n geöffnet. Der Stofftreiber befördert nun den Stoff aus dem Trog t durch Kanal α und Rohr w in den Kasten r, und zwar in die Abteilung^, aus der er über die mittlere Scheide- wand in die beiden Abteilungen y und ζ gelangt. Der in die Abteilung y fließende Stoff wird durch Rohr p in den Holländertrog zurückbefördert, während aus der Abteilung ζ Stoff zur Kegelstoffmühle g fließt, die das Fertigmahlen des Stoffes besorgt. Die oberen Kanten der Scheidewände des Kastens r können in bekannter Weise verstellbar sein, um die Menge des nach der Kegelstoffmühle g fließenden Stoffes zu regeln. Aus der Kegelstoffmühle wird der Stoff durch Rohr q nach dem Orte seiner Verwendung geleitet.
Vorher kann ein Knotenfänger ν angeordnet werden, der die in dem feingemahlenen Stoff etwa noch enthaltenen groben Teile zurückhält, die dann in den Kreislauf des Hol- · länders zurückgeführt werden.

Claims (2)

Patent-An Sprüche: ■ ■ . ' .
1. Mahlverfahren für Nitrozellulose nach Patent 292382, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Holländer zwei verschiedenartig bemesserte Messerwalzen angeordnet sind, von denen die schärfere zunächst Halbzeug herstellt, während nach Ausschaltung dieser Walze die andere Walze Ganzzeug herstellt, worauf in einer Kegelstoff- oder Planscheibenmühle fertig gemahlen wird. ·
2. Abänderung des Mahlverfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Messerwalze durch eine mit dem Holländer verbundene . Kegelstoff- oder Planscheibenmühle ersetzt ist, die in der Weise benutzt wird, daß die Messerwalze unter Ausschaltung der Kegelstoff- oder Planscheibenmühle zunächst Halbzeug herstellt, das dann unter Ausschaltung der Messerwalze in der Kegelstoff- oder Planscheibenmühle zu Ganzzeug fertig gemahlen wird.
'■;— 3 ■■■ —
3· Zur Ausführung des Mahlverfahrens wohl den Stoffumlauf im Holländer wähnach Anspruch 2 ein Holländer, der mit rend der Arbeit der Messerwalze bewireinem Stoff treiber und einer Kegelstoff- j ken, als auch den Stoff aus dem Holländeroder Planscheibenmühle durch Rohrlei- I trog nach Ausschaltung der Messerwalze tung mit Absperrvorrichtungen derart i der Kegelstoff- oder Planscheibenmühle verbunden ist, daß der Stofftreiber so- 1 zuführen kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
!BERLIN. GEDRUCKT IN DER REiCHSDRUCKEREl.
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