DE3002452C2 - Platte aus Holzwerkstoff, z.B. Tischplatte für Garten-, Camping- oder Küchentische - Google Patents

Platte aus Holzwerkstoff, z.B. Tischplatte für Garten-, Camping- oder Küchentische

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DE3002452C2
DE3002452C2 DE19803002452 DE3002452A DE3002452C2 DE 3002452 C2 DE3002452 C2 DE 3002452C2 DE 19803002452 DE19803002452 DE 19803002452 DE 3002452 A DE3002452 A DE 3002452A DE 3002452 C2 DE3002452 C2 DE 3002452C2
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    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47BTABLES; DESKS; OFFICE FURNITURE; CABINETS; DRAWERS; GENERAL DETAILS OF FURNITURE
    • A47B13/00Details of tables or desks
    • A47B13/08Table tops; Rims therefor
    • A47B13/083Rims for table tops

Description

Die Erfindung betrifft eine Platte aus Holzwerkstoff. z. B. Tischplatte für Garten-, Camping-, Küchentische, mit zumindest einer feuchtigkeitsdicht beschichteten Oberseite und einer auf die Schnittflächen unter Druck aufgespritzten Umrandung aus Kunststoff, die mittels einer Leiste wenigstens die Oberkante zwischen den Schnittflächen und der Oberseite übergreift, wobei die Schnittflächen profiliert sind und die aufgespritzte Umrandung dL Profil ausfüllt
Bei Platten der genannten An bildet die Kunststoff-Umrandung in erster Linie einen Kantenschutz sowie eine Abdeckung der offenporige." Schnittflächen. Eine weitere sehr wesentliche Aufgabe muß die Kunststoff-Umrandung bei Garten- und Campingtischen und in vermindertem Umfang auch bei Küchentischen erfüllen, bei denen stets mit Flüssigkeits- und Feuchtigkeitszutritt gerechnet werden muß. Die Kunststoff-Umrandung soll dabei — wie die feuchtigkeitsdichte Beschichtung der Oberseite — den Zutritt von Feuchtigkeit zu den Schnittflächen und damit vor allem ein Aufquellen <3er Platte verhindern.
Herkömmliche Umrandungen, sog. Umleimer, werden aus einem extrudieren Endlosmaterial durch Ablängen und Verkleben bzw. Verschweißen ihrer Enden hergestellt. Diese Umleimer, die eine gewisse Elastizität besitzen, werden auf die Platte aufgezogen. In vielen Fällen wird zuvor an den Schnittflächen Klebstoff angegeben, um eine dichte Verbindung zu erhalten. Diese Umleimer können nicht befriedigen, da sie den Zutritt von Wasser und Feuchtigkeit zumindest auf Dauer nicht verhindern können. Dem gleichen Ziel dient die Maßnahme, den verschweißten Umleimer mit Untermaß herzustellen und anschließend soweit aufzuwärmen, daß er auf die Platte aufgezogen werden kann. Beim Abkühlen wird der Umleimer auf den Plattenrand aufgeschrumpft. Auch ist es bei allen vorgenannten Ausführungsformen des Umleimers bekannt, die randseitigen Schnittflächen mit Nuten und den Umleimer innenseitig mit einem entsprechenden Profil zu versehen, um eine Art Verzahnung zu erhalten (»Holztechnik« 11/1969,427-431).
In neuerer Zeit ist zur Lösung dieser Aufgabe versucht worden, die Kunststoff-Umrandung unmittelbar auf die Schnittfläche aufzubringen. Dies kann beispielsweise durch Einlegen der Platte in eine Gießform geschehen, wobei zwischen Formwandung und Schnittflächen ein Spalt belassen wird, in welchem der Kunststoff entweder aufgeschäumt wird (DE-OS 2447 873) oder der in flüssiger Form eingebrachte Kunststoff ausgehärtet wird (DE-OS 22 46 913, DE-GM 72 05 427). Hierbei macht man sich die Tatsache zu Nutzen, daß der Kunststoff in die offenen Poren der Schnittfläche wenigstens teilweise eindringt und diese verschließt Abgesehen davon, daß geschäumte Kunst-,o stoff-Umrandungen häufig nicht die erforderliche Stoßfestigkeit besitzen, tritt weder bei diesen, noch den aus flüssigem Zustand erhärtenden Kunststoffen der angestrebte Effekt im gewünschten Umfang ein, insbesondere löst sich die Umrandung nach einiger , 5 Gebrauchszeit Auch ist eine Serienfertigung mit hohem Durchsatz kaum möglich, da die Verweilzeit in der Form relativ lang ist Demgemäß ist auch die Werkzeugausnutzung schlecht
Bessere Ergebnisse in gebrauchs- und fertigungstechnischer Hinsicht werden mit druckgespritzten Umrandungen erzielt (DE-GM 76 17 404, DE-GM 76 24 914, DE-OS 21 27 227), da aufgrund des hohen Spriudrucks ein tieferes Eindringen des Kunststoffs in die Poren gewährleistet ist, so daß auch die mit der Zeit eintretenden Formänderungen durch Kriech- und Schwindungsprozesse in weit geringerem Maß zum Lösen der Umrandung führen. Dies wird noch durch eine an den Schnittflächen vorgesehene Profilierung unterstützt, die zu einer Verzahnung zwischen Schnittflächen und Kunststoffumrandung führt (DE-OS 21 27 227). Fertigungstechnisch ergibt sich mit den aus der Spritzgußtechnik bekannten hohen Taktzeiten eine hohe Maschinenleistung.
Kritisch ist jedoch auch hier die Abdichtung an den Kanten, insbesondere an der Oberkante, an der in erster Linie die Flüssigkeit zutreten kann. Ein bündiger Abschluß der Oberseite der Platte mit dem oberen Rand der Umrandung (DE-OS 21 27 227, DE-GM 76 17 404) ist zwar aus gebrauchstechnischen Gründen wünschenswert, führt jedoch zwangsläufig zu einem wenn auch kleinen Spalt der sich durch eindringenden Schmutz ständig erweitert und durch den schließlich doch Wasser zu den Schnittflächen vordringen kann. Auch eine solche Umrandung ist also nicht dauerhaft. Es sind deshalb solche druckgespritzten Umrandungen vorzuziehen (DE-OS 21 27 227 und 27 19 128, DE-GM 76 24 914), bei denen wenigstens eine die Oberkante der Platte übergreifende Leiste vorhanden ist. die also der feuchtigkeitsdichfen Oberseite der Platte aufliegt, so
so daß zumindest ein unmittelbarer Zutritt von Wasser und Schmutz zu den Schnittflächen nicht möglich ist. Gleichwohl läßt sich auch hier nicht völlig ausschließen, Jaß mit der Zeit Feuchtigkeit zwischen Leiste und Platte bis zur Schnittfläche vordringt. Die Ursache liegt im wesentlichen darin, daß die aufgespritzte Umrandung beim Abkühlen nicht nur in Richtung parallel zur Oberfläche schrumpft — dieser Effekt ist erwünscht — sondern auch senkrecht dazu, d. h. zur von den beiden Oberflächen zur Mitte hin. Beide Vorgänge führen dazu, daß die die Kanten übergreifenden Leisten etwas aufklaffen, Wasser durch den Spalt eindringen und um die Kante in die Schnittfläche einwandern kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Platte der bekannten Bauart (DE-OS 21 27 227) so auszubilden, daß der Zutritt von Feuchtigkeit und Flüssigkeiten über die Kanten zu den Schnittflächen wirksam vermieden wird.
Diese Aufgabe wird bei der eingangs angedeuteten
Platte dadurch gelöst, daß die Schnittfläche eine spitzwinklig nach innen gerichtete Ausnehmung im unmittelbaren Anschluß an die Oberkante der Platte aufweist
Durch die Ausnehmung wird zunächst an der Schnittfläche in unmittelbarer Nähe der Oberkante eine Werkstoffanhäufung erhalten, die beim Erhärten des Kunststoffs stärker schrumpft als der sonstige Bereich der Umrandung. Da die Umrandung um die gesamte Platte umläuft, entsteht damit eine durch die Schrumpfungskräfte entstehende starke Zugkraft in Richtung auf die Schnittflächen. Die Umrandung erhält dadurch eine starke Vorspannung gerade im kantennahen Bereich, so daß sie quasi auf die spitzwinklige Kante aufgezogen wird. Zugleich entsteht durch die Schrumpfkräfte eine von der Oberkante nach unten gerichtete Zugkraft, welche die Leiste an die Oberseite der Platte zieht Dabei wird jedoch der Anteil der Zugkraft, der von der Massenanhäufung in der Nut herrührt wegen des spitzwinkligen Vorsprungs der Kante nur zu einem geringen Teil auf die Leiste übertragen.
Praktische Versuche haben gezeigt, daß mit dieser Ausbildung zwar nicht völlig ausgeschlossen werden kann, daß Feuchtigkeit bzw. Flüssigkeit zwischsn der Leiste und der Oberseite der Platte eindringen kann, jedoch ist die Dichtheit direkt im Bereich der spitzen Kante 30 gut daß die Flüssigkeit nicht weiter zur Schnittfläche vordringen kann.
Diese überraschende Wirkung kann man sich natürlich auch an der Unterkante der Platte durch eine « analoge Ausbildung zu Nutze machen, indem die Schnittfläche zur Unterkante hin unter Bildung eines spitzen Winkels mit der Unterseite ausläuft
Es ist zwar bei drucklos gegossenen Umleimern bekannt (DE-GM 72 05 427), die Schnittflächen unmit- r> telbar im Anschluß an die Ober- und Unterseite der Platte schwach nach innen einzuziehen, jedoch schließt dieser Umleimer mit der Ober- und Unterseite bündig ab, weist also keine übergreifenden Leisten auf, so daß der bei der erfindungsgemäßen Umrandung sich einstellende Eftekt hier nicht eintreten kann, zumal bei der speziellen Ausführung dieses bekannten Umleimers die Materialanhäufung im Bereich außerhalb der Hinterschneidungen ebenso groß oder gar größer ist, so daß durch den Schrumpfprozeß Kräfte entstehen ·< > können, die von der Hinterschneidung weggerichtet sind. Auch bei Einlageleisten aus Holz als Umrandung ist es bekannt (»Holztechnik a. a. O.«), die Schnittflächen als V-förmige Nut auszubilden, doch konnte auch dieser Stand der Technik keine Anregung für die ""' Probleme der Abdichtung bei druckgespritzten Umrandungen geben.
Nachstehend ist die Erfindung anhand einiger in der Zeichnung dargestellter Ausführungsformen beschrieben. In der Zeichnung zeigt . 5>
F i g. 1 eine abgebrochene Draufsicht auf eine Tischplatte;
Fig.2 einen Schnitt Ii-JI mit verschiedenen Ausführungsformen in den Darstellungen a bis f.
Die Tischplatte 1 ist mit einer umlaufenden Umrandung 2 aus einem spritzfähigen Kunststoff versehen. Die Platte ist im Bereich der Ecken bei 3 stark verrundet und die Umrandung mit einer entsprechenden Rundung 4' versehen. Die Umrandung 2 wird durch Druckspritzen auf die seitlichen Schnittflächen der aus Holzwerkstoff, beispielsweise Preßspan, bestehenden Tischplatte 1 aufgebracht In Fig.2a—f sind verschiedene Querschnitte im Bereich der seitlichen Schnittflächen der Tischplatte 1 dargestellt
Die Tischplatte besteht bei allen Ausführungsformen aus einer Kernplatte 4 aus Holzwerkstoff, die zumindest an ihrer Oberseite 5, beim wiedergegebenen Ausführungsbeispiel aber auch an ihrer Unterseite 6 mit einer feuchtigkeitsdichten Beschichtung 7 versehen ist Diese Beschichtung kann beispielsweise aus einem in MeI-aminharz getränkten Papier bestehen. Statt dessen kann natürlich at-ch eine witterungs- und stoßsichere Kunststoff-Lackschicht od. dgl. vorgv^jhen sein. Die Kernplatle 4 weist entlang ihrer Stirnseite η Schnittflächen 8 auf, an denen der Holzwerkstoff freiliegt bzw. offene Poren vorhanden sind. Diese Schnittflächen 8 werden durch die Umrandung 2 aus Kunststoff abgedeckt
Die Schnittfläche weist im unmittelbaren Anschluß an die Oberkante 11 eine nach innen eingezogene spitzwinklige Ausnehmung 9 auf, mit der Folge, daß sich unmittelbar unterhalb der Oberkante eint Werkstoffanhäufung 10 bildet Aufgrund dieser Ausnehmung 9 läuft die Oberkante 11 der Tischplatte 1 spitz zu.
Bei der Ausführungsform gemäß F i g. 2a verläuft die Schnittfläche 8 im Anschluß an den spitzwinkligen Einschnitt mit einer waagerechten Fläche 12 nach außen und geht anschließend in einen zur Unterseite 6 etwas schräg nach außen verlaufenden Abschnitt 13 der unverändert gebliebenen Schnittfiäche über.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig.2b iit im Anschluß an die spitzwinklige Ausnehmung 9 eine weitere Ausnehmung 16 vorgesehen, deren der Oberseite 5 nahe Wandung 17 wiederum nach innen eingezogen ist Die Ausnehmung 16 weist damit etwa V-förmigen Querschnitt auf, während sich an diese Nut nach oben und unten Nuten mit gewölbter Wandung anschließen.
Bei den Ausführungsformen gemäß Fig.2c und 2d bildet die spitzwinklige Ausnehmung 9 jeweils einen Teil der Wand einer Ausnehmung 20/21, während der restliche Teil 22 wiederum geradlinig nach außen abgeschrägt ist.
Bei den Ausführungsbeispielen gemäß F i g. 2e und f sind einige Abwandlunger der spitzwinkligen Ausnehmung 9 i.) Form von Ausnehmungen 23, 24 bzw. 25 gezeigt, wobei zur zusätzlichen Verzahnung weitere von der Schnittfläche ausgshende vorzugsweise spi'^winklige Ausnehmungen 26,27 in F i g. 2f gezeigt sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Platte aus Holzwerkstoff, z. B. Tischplatte für Garten-, Camping- oder Küchentische, mit zumindest einer feuchtigkeitsdicht beschichteten Oberseite und einer auf die Schnittflächen unter Druck aufgespritzten Umrandung aus Kunststoff, die mittels einer Leiste wenigstens die Oberkante zwischen den Schnittflächen und der Oberseite übergreift, wobei die Schnittflächen profiliert sind und die aufgespritzte Umrandung das Profil ausfüllt, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnittfläche (8) eine spitzwinklig nach innen gerichtete Ausnehmung (9) im unmittelbaren Anschluß an die Oberkante (11) der Platte (1) aufweist.
2. Platte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnittfläche (8) zur Unterkante (14) hin unter Bildung eines spitzen Winkels mit der Unterseite ausläuft
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