DE3000347C2 - - Google Patents
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- Fittings On The Vehicle Exterior For Carrying Loads, And Devices For Holding Or Mounting Articles (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Schutzvorrichtung für einen
Kampfwagen, z. B. einen Panzer, der ein Geschützrohr hat,
das aus dem Wagen herausragt. Die Schutzvorrichtung soll
den Wagen im wesentlichen gegen Schäden schützen, die durch ge
gen den Wagen gerichtete Munition mit Aufschlagzünder
oder speziell durch
Granaten, Geschosse usw. mit Hohlladungen verursacht werden,
wobei die Gra
nate oder ähnliches mit einem inneren Kegel gebaut sind,
der nach vorne gerichtet ist, und welcher bei der Zündung
der Sprengladung einen nach vorne gerichteten Strahl aus
löst, der durch die Wagenpanzerung schlagen soll. Bei sol
chen Granaten oder ähnlichen wird die Zündung der Sprengla
dung erreicht mit Hilfe von elektrischen Kontaktteilchen in
der Granate, die beim Aufschlag auf das Wagengehäuse mit
einander Kontakt machen, wodurch die Granate bei der Zün
dung so nahe beim Wagen ist, daß der mit dem Strahl be
zweckte Effekte erreicht werden kann.
Aus offensichtlichen Gründen besteht der Wunsch, den frag
lichen Kampfwagen vor solcher Munition zu schützen. Die
Schutzvorrichtung muß so gebaut werden, daß die normalen
Funktionen des Wagens beibehalten werden, wie z. B. Feuerbe
reitschaft, Sicht usw.
Aus der DE-AS 11 85 090 ist eine Schutzvorrichtung gemäß
dem Oberbegriff des neuen Hauptanspruches bekannt.
Bei dieser Schutzvorrichtung wird der Schutzschild aufge
baut durch rotierende Ablenkmittel, die sich im Rotations
zustand vom Geschützrohr wegspreizen und so den Schutz
schild aufbauen. Eine derartige Schutzvorrichtung ist auf
grund der Notwendigkeit, die rotierende Nabe am Geschütz
rohr zu befestigen überaus stör- und verschleißanfällig.
Insbesondere würde ein nabennaher Treffer mit hoher Wahr
scheinlichkeit die Rotationsfähigkeit des Schutzschildes
außer Kraft setzen und damit jegliche Schutzwirkung aufhe
ben.
Außerdem hat die bekannte Schutzvorrichtung den Nachteil,
daß aufgrund der Rotation und der dadurch verursachten Vi
brationen das Geschützrohr in Vibration gerät, wodurch des
sen Zielungenauigkeit bzw. Feuergenauigkeit herabgesetzt
wird. Diese Zielgenauigkeit bleibt solange bestehen, wie
der Schutzschild aufgebaut bleiben soll.
Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Schutzvorrichtung
ist, daß durch die rotierenden Schlagkörper die Sicht des
Schützen in erheblichem Maße behindert wird.
Aus der DE-AS 11 19 724 ist eine Schutzvorrichtung bekannt,
die aus etwa parallelen Stangen, die mittels nur weniger
Verbindungsorgane zusammengehalten wird, besteht, wobei sie
zwischen zwei Stellungen näher und weiter vom Schutzobjekt
entfernt verschiebbar ist.
Da es sich um eine ruhende Schutzvorrichtung handelt, muß
das Gitter verhältnismäßig eng sein und darf allenfalls
einen Abstand von 7 cm zwischen den einzelnen Stangen be
sitzen, während die von den Stangen überdeckte Fläche min
destens 1 m2 sein soll. Damit ergibt sich jedoch ein be
trächtliches Gewicht und schlechte Sicht, während die Wir
kung ebenfalls begrenzt bleibt.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Ein
richtung zu schaffen, die Flugkörper und Geschosse in aus
reichender Entfernung von der Panzerung zur Explosion
bringt und dabei keine störenden Einflüsse auf die Rohr
waffe bewirkt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die neuen kenn
zeichnenden Merkmale gelöst.
Bei der Schutzvorrichtung gemäß der Erfindung ist der
Schutzschild auf einem Schirmfaltmechanismus angebracht,
wobei langgestreckte Teile 4 a auf dem am Rohr festsitzenden
angebrachten Ring an einem Ende schwenkbar gelagert sind
und weitere langgestreckte Teile 8 mit ihren Enden einer
seits an einem zweiten Ring 7, der auf dem Rohr verschieb
bar angebracht ist, und andererseits am Mittelteil der
erstgenannten langgestreckten Teile 4 a schwenkbar befestigt
sind.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbei
spiels unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es
zeigt
Fig. 1 perspektivisch und schräg von vorne oben einen Panzer,
der die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung benutzt;
Fig. 2 eine Seitenansicht der Teile, aus denen die Schutzvor
richtung von Fig. 1 besteht;
Fig. 3 einen seitlichen teilweisen Querschnitt im Detail, der
Teile von Fig. 2;
Fig. 4 eine Frontansicht eines Teils des Schutzschirms der
Schutzvorrichtung nach Fig. 1.
Fig. 1 zeigt einen Raupenkampfwagen 1, der an sich herkömmlich
ist. Der Wagen trägt eine oben liegende Kanone 2 mit einem Geschütz
rohr 3, das sich erheblich über die Wagenkarosse herauserstreckt.
Am vorderen Teil des Geschützrohres ist der Schutzschirm 4 angeord
net, der im folgenden genauer beschrieben wird. Im Beispiel dieser
Ausführungsform ist der Schutzschirm im wesentlichen kreisförmig,
und im vorliegenden Fall hat er einen Durchmesser von 2,5-3
Meter. In Fig. 2 sind aus Gründen der Klarheit nur einzelne
Teile gezeigt. Der Schirm besteht aus einer Anzahl von längli
chen Teilen 4 a aus Stahl oder entsprechendem Material, die sich
radial vom Geschützrohr 3 aus erstrecken. An ihren inneren Enden
sind die ersten Teile drehbar in Stützlagern 5 auf einem ersten
Ring 6 gelagert, der auf der Ummantelung des Geschützrohres in
bekannter Weise befestigt ist. Die Stützmittel können herkömmli
che Zapfenlager mit zwei Seitenteilen und einem Zapfen, der sich
durch ein Loch in dem länglichen ersten Teil erstreckt
und der in den Seitenteilen befestigt ist, aufweisen. Auf dem größten Teil
seiner Länge kann das längliche Element einen profilierten Quer
schnitt haben, der z. B. I- oder T-förmig sein kann. Die Stützmit
tel sind ferner so gemacht, daß die nötige Stabilität für die
ersten Teile erreicht wird, und daß eine ausreichende Anzahl von
Teilen auf dem Geschützrohr abgestützt werden kann.
Diese ersten Teile können auf- und zugefaltet werden; die Stel
lung in der der Schirm den Schutz gibt, ist die völlig ausgefalte
te Position (siehe die durchgezogenen Linien in Fig. 2). Die zusam
mengefaltete Stellung der ersten Teile ist durch gestrichelte Linien
gekennzeichnet und mit 4 a′ bezeichnet.
Der Faltmechanismus für die ersten Teile enthält einen zweiten
Ring 17, der auf dem Rohr verschiebar angebracht ist und zwischen
den Stellungen, die durch durchgezogene und gestrichelte Linien
gekennzeichnet sind, verschoben werden kann, deren letztere in Fig. 2
durch 7′ bezeichnet ist. Zweite längliche Teile 8 verbinden den
zweiten Ring mit den ersten länglichen Teilen. Die zweiten Teile
8 werden an ihrem ersten Ende in drehbaren Stützmitteln 9 auf dem
zweiten Ring und an ihrem zweiten Ende in Stützlagern 10 im Mittel
teil der ersten Teile 4 a abgestützt. Wenn der zweite Ring in die
Stellung 7′ verschoben wird, werden die zweiten Teile mitgezogen
und nehmen die Stellung 8′ ein, die im wesentlichen parallel zum
Geschützrohr und innerhalb der ersten Teile in ihrer zusammenge
falteten Stellung 4 a′ liegt. Auch die Teile 8 und der Ring 7 sind
aus Metall.
Um die Ein- und Ausfaltbewegung des Schirmfaltmechanismus zu
bewirken, werden nach Fig. 3 herkömmliche hydraulische Zylinder 11
benutzt. In Fig. 3 sind zwei Zylinder gezeigt, die diametral auf
dem Rohr angebracht sind, wodurch gewährleistet ist, daß der
Schirmfaltmechanismus keine Neigung zum Sich-Schiefstellen zeigt.
In Fig. 3 ist der Ring 7 mit durchgezogenen Linien in seiner zu
rückgezogenen Position und mit gestrichelten Linien in seiner
Frontposition gezeigt. Die Stellungen des Kolbens des hydraulischen
Zylinders sind mit 11 a und 11 a′ bezeichnet.
In Fig. 4 ist der Schutzschirm teilweise gezeigt. Zwischen den
verschiedenen radial verlaufenden ersten Teilen sind Kettenteile
12 a angebracht, die mit ihren Enden in verschiedenen radialen Ab
ständen an den ersten Teilen befestigt sind, die dabei maximal aus
genutzt werden. Die Kettenteile 12 a wiederum können miteinander
durch weitere Kettenteile 12 b verbunden sein, damit die Kettenteile
zusammen kleine Maschen 13 mit einer Größe, die kleiner ist als
das Kaliber der Munition, gegen die der Schirm Schutz bieten soll,
bilden. An ihren äußeren Enden sind die Kettenteile 12 a durch
Schweißen usw. in Löchern an den ersten Teilen befestigt. Die
Teile und Ketten sind so gebaut, daß im Schirm und seinen Bestand
teilen die nötige mechanische Festigkeit erreicht wird und daß
der Schirm in der Lage ist, gegen den Wagen gerichtete Projektile
zu zünden. I- oder T-Profilträger mit einer Höhe von 30-40 mm
und Kettenstärken von ungefähr 25 mm können als ausreichend ange
sehen werden, die Anforderungen sehr wohl zu erfüllen.
In Fig. 4 sind die Seitenteile der ersten Stützmittel 5 als 5 a
und 5 b gezeigt, und der Zapfen ist mit 5 c bezeichnet. Die zweiten
und dritten Stützmittel sind in entsprechender Weise ausgestaltet.
Der äußere Durchmesser des Schirms hängt von der Länge des
Rohres ab. Je weiter das Rohr aus dem Wagen herausragt, desto ge
ringerer Schirmdurchmesser ist erforderlich und umgekehrt. Die
Größe des Schirms wird auch durch die Breite und Höhe des Wagens
bestimmt. Die zulässige Größe des Schirms wird ferner bestimmt durch
den Raum, der erforderlich ist, um den Schirm zusammenzufalten,
d. h. der Faltradius muß frei vom Wagenkörper laufen.
Um den An- und Abbau der Schutzvorrichtung am Wagen während des
Felddienstes zu erleichtern, können der erste bzw. zweite Ring je
der aus zwei Hälften gebaut sein, die leicht zusammengebaut werden
können. Einige der Kettenteile können so ausgebildet sein, daß sie
in Vertiefungen in den ersten Teilen eingehakt werden können, so
daß auch der Schirm prinzipiell in zwei Hälften aufgeteilt wer
den kann.
Die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung ist aus Teilen zusam
mengesetzt, die leicht herzustellen und in einer Fabrik zusammen
baubar sind. Der Aufbau ist so gestaltet, daß An- und Abbau auf
dem Wagen leicht während des Felddienstes vorgenommen werden kann.
Claims (3)
1. Schutzvorrichtung für Kampfwagen mit Geschützrohr, mit
einem Schutzschild, der am Vorderteil des Geschützrohrs auf
einem Ring angeordnet ist, dadurch gekennzeich
net, daß der Schutzschild auf einem Schirmfaltmechanismus
angebracht ist, wobei langgestreckte Teile (4 a) auf dem am
Rohr festsitzenden angebrachten Ring an einem Ende schwenk
bar gelagert sind und weitere langgestreckte Teile (8) mit
ihren Enden einerseits an einem zweiten Ring (7), der auf
dem Rohr verschiebbar angebracht ist, und andererseits am
Mittelteil der erstgenannten langgestreckten Teile (4 a)
schwenkbar befestigt sind.
2. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Schutzschirm (4) mit Hilfe
von mindestens einem hydraulischen Zylinder (11) oder ent
sprechendem Gerät auf- und zugefaltet werden kann.
3. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schutzschirm aus Ket
ten- oder Drahtseilen besteht, die an den langgestreckten
Teilen (4 a) befestigt sind und zusammen mit diesen Teilen
(4 a) ein Netz mit einer Maschenweite bilden, die etwas
kleiner ist als das Kaliber der Munition, gegen die der
Schirm Schutz bieten soll.
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