DE299481C - - Google Patents
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- DE299481C DE299481C DENDAT299481D DE299481DA DE299481C DE 299481 C DE299481 C DE 299481C DE NDAT299481 D DENDAT299481 D DE NDAT299481D DE 299481D A DE299481D A DE 299481DA DE 299481 C DE299481 C DE 299481C
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01P—MEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
- G01P3/00—Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
- G01P3/02—Devices characterised by the use of mechanical means
- G01P3/12—Devices characterised by the use of mechanical means by making use of a system excited by impact
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- Measurement Of Unknown Time Intervals (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Zählen der Geschwindigkeit von bewegten Teilen
an Maschinen usw., beispielsweise umlaufender Wellen, hin und her gehender Maschinen-
und Apparateteile, mittels Stoppuhr. Man hat bisher die Geschwindigkeit bewegter
Maschinenteile meist mit einer Stoppuhr, die vom Beobachter bedient wurde, gezählt.
Bei dieser Methode treten subjektive Beobachtungsfehler auf, vor allem nach längerem Zählen
wegen der eintretenden Ermüdung des Beobachters. Man kann die Stoppuhr durch
einen Anschlag des Maschinenteils in Tätigkeit setzen und dadurch diese subjektiven Fehler
ausschalten; bei höheren Umlaufzahlen macht das die Einschaltung einer Übersetzung zwischen
dem Maschinenteil und dem Anschlag erforderlich. Bei kleineren Drehmomenten und
überhaupt für genauere Messung kommt in
der Regel jedoch nur die Schließung oder öffnung eines elektrischen Stromkreises durch den
Maschinenteil, dessen Bewegungsgeschwindigkeit gemessen werden soll, in Betracht.
Die Kontaktbiidung oder -unterbrechung kann entweder unmittelbar mechanisch geschehen, z. B. mittels Quecksilberkontaktes, oder nach der Lichtmethode oder auch nach der Funkenmethode.
Die Kontaktbiidung oder -unterbrechung kann entweder unmittelbar mechanisch geschehen, z. B. mittels Quecksilberkontaktes, oder nach der Lichtmethode oder auch nach der Funkenmethode.
Bei verhältnismäßig großer Ümlaufzahl des bewegten Maschinenteils ist die Erregung des
vom elektrischen Kontaktstrom beeinflußten Elektromagnets eines Relais so kurz, daß die
vom Relais in Gang zu setzende Zählvorrichtung nicht folgt.
Dieser Fehler wird durch die Erfindung behoben. Der Anker des bei der Kontaktbildung
durch den bewegten Maschinenteil zuerst erregten Magnets —■ des Relais — wird unmittelbar
nach dem Anziehen in der angezogenen Stellung so lange festgehalten, bis die Klinkung
der vom Relais in Gang gesetzten Zählvorrichtung vollzogen ist. Dieses Festhalten erfolgt
durch den nicht angezogenen Anker eines zweiten Magnets, dessen Erregung durch einen
im selben Takte wie die Zählvorrichtung schwingenden Steuerteil geregelt wird. Dieser Steuerteil
kann durch den Anker eines dritten Magnets gebildet sein, der unmittelbar durch den
Anker des zuerst erregten Magnets in den Stromkreis eingeschaltet wird; dieser Anker
des dritten Magnets ist mit der Klinkvorrichtung zum Schalten einer Zählscheibe verbunden,
und schließt bei seinem Anzug den Kontakt zur Erregung des zweiten Magnets, dessen
angezogener Anker den Anker des ersten Magnets nicht mehr festhält; beim Rückgang
schaltet der Anker des dritten Magnets unter der Wirkung seiner Rückführfeder die Zählscheibe
weiter.
Ferner ist die Einrichtung nach der Erfindung durch zwei auf der Zählscheibe sitzende
Anschläge gekennzeichnet, die bei Beginn und am Ende der Zählperiode die Zähluhr in Bewegung
setzen, und von denen der eine während einer Klinkperiode den Stromkreis eines
Betätigungsmagnets für die Zähluhr vorbereitet, während der zweite verstellbare Anschlag
sowohl diesen vorbereitenden Kontakt
als auch während der nächsten Klinkperiode
einen weiteren Kontakt schließt, der mittels "eines besonderen Magnets den zu Beginn der
Arbeit der Zählvorrichtung eingeschalteten Hauptschalter ausschaltet.
Weiter kann nach der Erfindung für die Stromkreise des die Sperrung des Ankers des
ersten Magnets aufhebenden zweiten Magnets, ferner des dritten Magnets, der die Schaltklinke
betätigt, und schließlich auch des Betätigungsmagnets der Stoppuhr ein gemeinsamer,
vom Anker des ersten Magnets geschlossener Kontakt vorhanden sein.
Die Zeichnung zeigt ein schematisches Ausführungsbeispiel der Meßvorrichtung. Danach
schließt der Kontakt des bewegten Maschinenteils, der nicht dargestellt ist, die Klemmen 1
des Stromkreises einer Batterie 2. In dem Stromkreis der Batterie 2 liegt ein Druckknopfschalter
3 und ein Elektromagnet 4 mit Anker 5, den eine Feder 6 von dem Magneten 4 abzuziehen
sucht. Um eine Achse 7 drehbar ist eine gezahnte Scheibe 8 angeordnet, auf der j
ein fester Anschlag 9 und ein verstellbarer, etwas weiter herausragender Anschlag 10 vorgesehen
sind. In die Zähne der Scheibe 8 greift eine Klinke 11, die drehbar am Anker 12
eines Elektromagnets 13 befestigt ist, der von der Batterie 2 erregt wird, sobald der Elektromagnet
4 seinen Anker 5 anzieht, der bei 14 einen Kontakt schließt. Der Anker 12 des
Elektromagnets 13 steht unter dem Einfluß einer Feder 15, die ihn vom Elektromagnet 13
abzuziehen sucht. . Beim Anziehen durch den Magnet 13 schließt der Anker 12 einen Nebenkontakt
16, der einen den Elektromagnet 17 erregenden, über Kontakt 3 und 14 geschlossenen
Nebenstromkreis der Batterie 2 schließt, solange der Kontakt 14 geschlossen ist. Dieser
Elektromagnet hat einen unter der Wirkung einer Feder 19 stehenden Anker 18, der beim
Anzug des Ankers 5 durch den Elektromagnet 4 diesen sich unter seine Nase 5' legend in der
angezogenen Stellung festhält und erst dann freigibt, wenn er durch seinen Magnet 17 angezogen
wird.
Außerhalb der Scheibe 8 sind um eine gemeinschaftliche
Achse 20 drehbar zwei Doppelhebel 21 und 22 gelagert, von denen der erste
von beiden Anschlägen 9 und 10, der zweite nur vom zweiten Anschlag 10 um die Achse 20
gedreht werden kann. Die Doppelhebel 21 und 22 werden durch Federn 23 und 24 gegen
die Anschläge vorgedrückt und schließen, wenn sie von den Anschlägen 9 oder 10 gedreht werden,
die Kontakte 25 und 26. Der Kontakt 25 bereitet den Stromkreis für einen Elektromagnet
27 vor, dessen unter Wirkung der Feder 29 stehender Anker 28 beim Anzug durch den Elektromagnet 27 den Drücker 31 der
Stoppuhr 30 betätigt. Der zweite Kontakt 26 schließt den Stromkreis für einen Elektromagnet
32, der durch Anziehen des Ankers 33 den Schalter 3 freigibt,1 der vorher durch die
Nase 34 des Ankers 33 entgegen der Wirkung seiner Ausschaltfeder geschlossen gehalten
wurde.
Die Einrichtung arbeitet folgendermaßen: Zur Ingangsetzung wird die Scheibe 8 so
gedreht, daß ihre beiden Anschläge 9, 10 sich, im Uhrzeigersinn gesehen, vor den Kontakthebeln
21 und 22 befinden. Der Abstand der beiden Anschläge 9 und 10 voneinander muß
derjenigen Anzahl von Bewegungsperioden entsprechen, die gemessen werden soll. Der Schalter
3 wird geschlossen. Schließt jetzt der am Maschinenteil angebrachte Kontakt den Stromkreis
an den Klemmen 1, so fließt der Strom der Batterie 2 über 3 zum Elektromagnet 4
und über ι zur Batterie zurück. Der Anker 5 wird vom Elektromagnet 4 angezogen und in
dieser Stellung durch den Anker 18 festgehalten, der unter der Wirkung der Feder 19 links
herumgedreht wird. Der Kontakt 14 ist durch den Anker 5 geschlossen, der Strom der Batterie
fließt durch den Elektromagnet 13, so daß dessen Anker 12 angezogen und der Nebenkontakt
16 von ihm geschlossen wird. Der Elektromagnet 17, der jetzt an die Batterie 2
angeschlossen wird, zieht seinen Anker 18 entgegen der Wirkung der Feder 19 an, der
Anker 5 wird freigegeben, so daß er unter der Wirkung seiner Feder 6 abschnellen und den
Kontakt 14 wieder aufheben kann, nachdem der Stromkreis 2, 3, 4, 1 bei 1 wieder geöffnet
ist. Durch die Aufhebung des Kontaktes 14 wird der Elektromagnet 13 stromlos, der
Anker 12 schnellt unter der Wirkung seiner Feder 15 zurück, der Kontakt 16 wird unterbrochen,
der Elektromagnet 17 stromlos, gleichzeitig aber nimmt die in die Zähne des Rades
8 eingreifende Klinke 11 das Klinkenrad (Zählscheibe 8) im Uhrzeigersinn um eine Zahnteilung
mit.
Kommt nun der Anschlag 9 des in dieser Weise weitergeschalteten Klinkenrades 8 in
den Bereich des Doppelhebels 21, so wird der Kontakt 25 geschlossen. Der Kontakt wird
aber erst dann wirksam, wenn nach Unterbrechung bei Kontakt 14 der Anker 12 zurückgeht
und dadurch das Rad weiterklinkt. Es wird daher der Uhrmagnet 27 durch Schließen
des Kontaktes 25 erst erregt, sobald durch den nächsten Kontaktschluß durch den bewegten
Maschinenteil der Anker 5 von neuem angezogen und der Kontakt 14 wieder geschlossen
wird. Der entgegen der Wirkung seiner Feder 29 angezogene Anker 28 legt sich gegen
den Drücker 31 der Stoppuhr 30 und setzt die Uhr in Gang. Nachdem der Kontakt, wie vorher
beschrieben, bei 14 wieder unterbrochen worden ist, wird auch der Elektromagnet 27
Claims (2)
- stromlos, sein Anker geht in die Ruhelage zurück. Gleichzeitig mit Magnet 27 wird auch der Magnet 13 stromlos, sein Anker 12 fällt ab und nimmt beim Zurückgehen mittels der Klinke 11 die Zählscheibe 8 mit. Der Anschlag 9 gleitet über den Doppelhebel hinweg, und der Kontakt 25 ist wieder unterbrochen. Bei jedem weiteren Kontaktschluß des Kontaktes ι durch den umlaufenden Maschinenteil werden wieder nacheinander nur die Elektromaghete 4, 13 und 17 erregt und jedesmal nach Unterbrechung der Erregung durch den zurückschnellenden Anker 12 mittels der Klinke 11 die Scheibe 8 um einen Zahn weitergeschaltet. Am Ende der zu messenden Bewegungsperiode betätigt der Anschlag 10 mittels des Doppelhebels 21 die Uhr genau so wie. vorher der Anschlag 9, die Uhr wird also angehalten. Beim nun folgenden Abfallen des Ankers 12 und Weiterklinken der Scheibe 8 kommt der Anschlag 10 in Berührung mit dem Hebel 22, schließt den Kontakt 26 und löst dadurch die Sperrung 33, 34 des bis dahin eingeschalteten Hauptschalters 3 aus.' ;■■ Patent-Ansprüche:i. Vorrichtung zum selbsttätigen Ein- und Ausrücken einer Stoppuhr bei der Messung der Geschwindigkeit periodisch bewegter Maschinenteile, bei der am Ende einer jeden Periode von den bewegten Teilen ein elektrischer Stromkreis geschlossen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (5) eines zuerst erregten Elektromagnets (4) den Stromkreis für einen Magnet (13) schließt, dessen Anker (12) auf die Klinkvorrichtung (11) einwirkt, die beim Anziehen des Ankers (12) leerlaufend den Kontakt für einen Verriegelungsmagnet (17) schließt, beim Rückgang jedoch unter der Wirkung einer Rückführfeder (15) ein Zählrad (8) weiterschaltet. ,
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Zählscheibe (8) zwei Anschläge vorgesehen sind, von denen der in ■ der Umlaufrichtung der Scheibe vorn sitzende Anschlag (9) während einer Klinkperiode einen Kontakt (25) schließt, der den Stromkreis eines Betätigungsmagnets (27) für die Stoppuhr (30) "vorbereitet, während der zweite Anschlag (10) diesen vorbereitenden Kontakt (25) nochmals' schließt und während der nächsten Klinkperiode einen weiteren Kontakt (26) schließt, welcher mittels eines Elektromagnets (32) die Ausschaltung des zu Beginn des Arbeitens der Meßeinrichtung eingeschalteten Hauptschalters (3) bewirkt.'Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE299481C true DE299481C (de) |
Family
ID=553569
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT299481D Active DE299481C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE299481C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE748790C (de) * | 1937-07-08 | 1944-11-13 | Angabe des Patentinhabers und des Erfinders unterbleibt Die | Vorrichtung zur Drehzahlmessung umlaufender Wellen mit einem elektromagnetisch kuppelbaren Zaehlwerk |
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- DE DENDAT299481D patent/DE299481C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE748790C (de) * | 1937-07-08 | 1944-11-13 | Angabe des Patentinhabers und des Erfinders unterbleibt Die | Vorrichtung zur Drehzahlmessung umlaufender Wellen mit einem elektromagnetisch kuppelbaren Zaehlwerk |
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