DE297650C - - Google Patents

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DE297650C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01FMEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
    • G01F17/00Methods or apparatus for determining the capacity of containers or cavities, or the volume of solid bodies

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  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measuring Fluid Pressure (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein durch Gasdruck wirkender Raummesser zu dem besonderen Zwecke des Messens leerer Fässer und der Messung der in nicht mehr vollen Fässern und ähnlichen Gefäßen noch vorhandenen Flüssigkeitsmengen. Er unterscheidet sich von schon bekannt gewordenen Raummessern ähnlicher Bestimmung wesentlich dadurch, daß durch ihn nicht wie in jenen dem zu messenden Räume eine voraus genau bestimmte, für alle Messungen gleich große Luftmenge zugeführt oder entzogen und der so entstehende, verschieden hohe Druck gemessen wird, sondern daß dem zu messenden Räume
1S immer gerade so viel Luft zugeführt oder entzogen wird, als zur Erreichung eines bestimmten, allen Messungen zugrunde liegenden Überdrucks nötig ist, und daß diese, Luftmenge gemessen wird. Daraus ergeben sich zwei wesentliche Vorteile,- einmal die Möglichkeit, mit dem Messer ohne jede Veränderung sowohl ganz kleine Räume, z. B. von V201 °- ä· und auch große Räume von vielen Hektolitern Inhalt messen zu können, was bei Zugrundelegung einer immer gleich großen Luftzufuhr und darauf folgender Druckmessung nicht möglich ist, und zum zweiten, daß es dem Hersteller des Messers in die Hand gegeben ist, eine gleichmäßige, in arithmetischer Reihe steigende und genügend weite Skala anbringen zu können.
Auch ist es bei der neuen Vorrichtung möglich, die Luftveränderung und zugleich die Messung der Luft und damit die Bestimmung der zu messenden Raumgröße von demselben Mittel, einer Tauchglocke, ausführen zu lassen, wodurch eine wesentliche Vereinfachung eintritt.
Der Messer besteht gemäß der Erfindung im wesentlichen aus einem Wassergefäß a (Fig. 1), in das irgendwie ein Rohr b eingeführt ist, das am anderen Ende, vielleicht unter Zwischenschaltung· eines Schlauchs, an die Öffnung c des zu messenden Raumes luftdicht angeschlossen werden kann. In diesem Wassergefäße schwebt die Tauchglocke d und drückt durch ihre Schwere so viel Luft durch b und c in den zu messenden Raum, bis der Gasdruck in diesem so groß ist, daß er einer Wassersäule von ,bestimmter Höhe, z. B. 10 bis 15 cm usw., standhält, wodurch dann der Auftrieb der Tauchglocke so groß geworden ist, daß sie schwebt. Es ist nun selbstverständlich, daß sie bei Einwirkung auf einen größeren Raum auch tiefer einsinkt. So zeigt sie durch den Weg des Einsinkens von selbst die verschiedenen Raumgrößen an, wenn die zur Ablesbarkeit nötige Skala noch irgendwo angefügt ist, wie in Fig. ι über der Brücke e, wobei irgendwelche andere Mittel zur Erreichung größerer Leichtigkeit der Ablesung, wie in Fig. 1 die Führungsstange f, noch angebracht sein können.
Um die Einflüsse der verschiedenen atmosphärischen Druckverhältnisse und anderer nicht immer gleicher Größen, z. B. der Wasserschwere, so weit unschädlich zu machen, als es zu den beabsichtigten Messungen nötig ist, trägt die Tauchglocke eine Vorrichtung, in Fig. ι den Becher g, mittels derer und unter

Claims (6)

  1. Verwendung von Kleingewichten die Tauchglocke vor Beginn der Messung genau belastet wird. Zu diesem Zwecke wird Rohr b verschlossen, die Tauchglocke sinken gelassen und dann mit so viel Kleingewicht beschwert, bis die anzeigenden Mittel genau, auf Null weisen. Zur Erreichung einer längeren Skala kann die Führungsstange f als Zahnstange gestaltet werden und an dem in ihr laufenden Trieb ein
    ίο Zylinder mit aufgezeichneter Skala angebracht sein.
    Dem Zwecke einer ausreichenden Skala dient auch die in Fig. 2 in schematischem Schnitt dargestellte Ausführungsform. Hier befinden sich in dem Wassergefäß die zwei Tauch- ; glocken h und i, erstere von größerem, letztere von möglichst kleinem Durchmesser, beide Räume verbunden durch ein Rohr k. Während die Tauchglocke i genau belastet und vor der Benutzung auf den Nullstand tariert werden muß, so ist das bei Tauchglocke h nicht nötig. Sie trägt eine mit Zähnen oder Löchern versehene Führungsstange /, deren Zähne o. ä.
    • an der Brücke eingehakt werden können. Der Benutzer läßt bei der Messung erst die weite Tauchglocke frei einsinken; sobald er bemerkt, , daß die enge anfängt, zu steigen, hängt er die große Tauchglocke unter Niederdrücken an den nächsten Zahn oder in die nächste Öffnüng. Die hierbei dem zu messenden Räume überschüssig zugeführte Luft bewirkt dann ein weiteres Steigen der kleinen Tauchglocke bis zum völligen Ausgleich. Der Benutzer kann hierauf die groben Zahlen, möglichst nach Zehnergruppen abgestuft, an der Skala der weiten Tauchglocke, die ergänzenden und hinzuzufügenden feineren Maßzahlen an der Skala des engeren Tauchkörpers ablesen.
    Diese Ausgestaltung der Meßvorrichtung kann noch dahin erweitert werden, daß Mittel angebracht werden, welche ein selbsttätiges Einhaken der größeren Tauchglocke beim Beginn der Bewegung der kleineren Glocke bewirken, z. B. ein hier angebrachter · elektrischer Kontakt punkt und ein dort wirkender elektromagnetisch bewegter Sperrkegel usw.
    Der Erreichung einer weiten Skala dient auch die in Fig. 3 dargestellte Ausführung. Die Führungsstange m kann hier nach erfolgtem Einsinken der Tauchglocke durch ein Sperrmittel, ζ. B. die Schraube η oder ein kleines Exzenter, in jeder Lage festgepreßt werden. Ist das geschehen, so wird die Zahnstange ,0 bis auf die Meßplatte der Tauchglocke gesenkt, worauf der mitgedrehte Skalazylinder p · die Maßzahl ablesbar zeigt. Selbstverständlich ist es, daß bei dieser Ausführungsform zwischen Zahnstangentrieb und Skalazylinder noch Übersetzungsräder eingeschaltet sein können, wodurch eine beliebig lange Skala gewonnen werden kann.
    Eine, weitere Ausführungsform fügt zwischen die Führungsstange f (Fig. 1) und die Tauchglocke einen leicht beweglichen, mit einem Zeiger 'verbundenen Hebel ein und gestaltet die Führungsstange wie / in Fig. 2, aber lose auf der Tauchglocke ruhend. Nach dem Einhängen zeigt die Führungsstange die groben, der Zeiger die feineren Messungsergebnisse.
    Jede dieser Ausführungsformen kann auch für Luftentnahme gebaut "sein, wenn statt Eigenbelastung der Tauchglocken eine Gegenbelastung unter Einfügung eines Wagebalkens zwischen Tauchglocke und Gegengewicht erfolgt, wobei dann statt Einsinkens ein Anheben der Glocken stattfinden würde.
    Pa τ u'n.t -Ansprüche:
    ,ι. Durch Gasdruckänderung wirkender Messer zur Ermittlung von Flüssigkeitsmengen in nicht vollen Gefäßen und zum Messen des Rauminhalts leerer Gefäße, gekennzeichnet durch eine mit einer Anzeigevorrichtung verbundene Tauchglocke, die beim Einsinken vermöge ihres Eigengewichts durch eine luftführende Verbindung dem zu messenden Räume Luft zuführt, bis der hierbei entstehende Gasüberdruck so viel Wasser aus der Tauchglocke verdrängt hat, daß der vermehrte Auftrieb hinreicht, die Tauchglocke zu tragen.
  2. 2. Messer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel vorgesehen sind, um die Tauchglocke je nach verändertem Luftdruck und anderen Auftriebsbedingungen verschieden zu belasten.
  3. 3. Messer nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch die Verwendung von zwei verschieden großen Tauchglocken, von denen die weitere mit einer gelochten oder gezahnten Führungsstange oder ähnlichen Mitteln versehen ist, mittels derer sie zur Angabe der größeren Maßeinheiten an bestimmten Punkten ihres Weges festgestellt werden kann, die engere Tauchglocke die überschüssige oder unzureichende Luftzufuhr durch Steigen oder Sinken ausgleicht und dadurch die kleineren Maßeinheiten anzeigt.
  4. 4. Messer nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die kleineren Maßeinheiten von einem leicht beweglichen Zeiger angegeben werden, dessen Drehpunkt sich an der Tauchglocke befindet, und der in einer der Tauchglocke folgenden, in bestimmten Punkten ihres Weges feststellbaren losen Stange, wie I, ruht, deren Stellung die größeren Maßeinheiten anzeigt.
  5. 5. Messer nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch die Vereinigung einer an der Tauchglocke befindlichen Führungsstange (in), die an jedem beliebigen Punkte
    ihrer Bahn festgehalten werden kann, und eines zur Messung des Weges der Tauchglocke gegen diese beweglichen Getriebeteiles (Zahnstange o, Hebel eines Zahngetriebes, Schraube usw.) zum Antriebe eines Anzeigewerks.
  6. 6. Messer nach Anspruch, ι bis 5, gekennzeichnet durch ein durch einen Wagebalken mit der Tauchglocke verbundenes Gegengewicht, das durch Umkehr der Bewegungen die Messung durch Luftentnahme aus dem zu messenden Gefäß ermöglicht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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