DE297445C - - Google Patents
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- DE297445C DE297445C DENDAT297445D DE297445DA DE297445C DE 297445 C DE297445 C DE 297445C DE NDAT297445 D DENDAT297445 D DE NDAT297445D DE 297445D A DE297445D A DE 297445DA DE 297445 C DE297445 C DE 297445C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F9/00—Rotary intaglio printing presses
- B41F9/06—Details
- B41F9/061—Inking devices
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Inking, Control Or Cleaning Of Printing Machines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 297445 KLASSE 15^. GRUPPE
Rakelfarbwerk. Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. Juli 1916 ab.
Beim Tiefdruck bedient man sich zum Einfärben der zylindrischen Druckform u. a. einer
oder mehrerer Walzen, welche unterhalb der Rakel gelagert sind. Für den Drucker ist der
Farbenauftrag auf die Druckform nicht sichtbar, weil dies die darüber gelagerte Rakel verhindert.
Auch liegt es nicht in der Hand des Druckers, den Farbenauftrag auf einem bestimmten
Maße dauernd zu erhalten. Dem
ίο Drucker ist auch nicht die Möglichkeit gegeben,
eine Druckform in einzelnen Teilen bezüglich der Farbgebung verschieden zu behandeln.
Die Beschaffenheit der Farbe selbst verändert sich, weil sie einem vollständig offenen
,Kasten entnommen wird, durch Verdunsten der sich leicht verflüchtigenden Verdünnungsmittel
fortwährend. Die Folgen sind ein großer Farbenverbrauch und Schwankungen im Aussehen der Druckerzeugnisse. Bei schnellern
Gang der Maschine geht außerdem viel Farbe durch Schleudern und Spritzen verloren.
Gegenstand der Erfindung ist ein Rakelfarbwerk
mit doppeltem Farbenauftrag, der oberhalb des Rakelmessers stattfindet.
Das Rakelfarbwerk ist auf dem Träger k befestigt.
Durch die Zahnräder I1 und P, welche jn die Zahnstangen m1 und m2 eingreifen, kann
das Farkwerk vor- und rückwärts sowie auf- und abwärts bewegt werden, um sich verschiedenen
Größen des Tiefdruckformzylinders anzupassen. Der Farbkasten 0 ruht auf dem abgeschrägten
Träger -py welcher an seinem unteren
Ende Q verstärkt und durchbrochen ist, um der Führungsschiene r als Lager zu dienen.
Die Führungsschiene r ist im Querschnitt halbkreisförmig und trägt auf der flachen Seite
die mit s bezeichnete Rakel. Die Verlängerung des Rakelhalters, welche bei y in einem
Haken endet, hält ein Drahtseil, welches am unteren Ende ζ mit einem Gewicht belastet
werden kann, um die Rakel dauernd und gleichmäßig gegen den Tiefdruckformzylinder
zu drücken. Der Farbkasten 0 ist fast vollständig geschlossen, um die Farbe gegen Verdunstung
und Staub zu schützen.
Als Hauptmittel zur Farbgebung kommen die in der Zeichnung mit ν und w bezeichneten
Walzen in Betracht, welche die Farbe aus dem Farbkasten 0 auf den Formzylinder χ
übertragen. Die Walzen ν und w können in bekannter Weise teilbar sein, um sich etwaigen
Querteilungen des Farbkastens 0 anzupassen, wenn- mehrere Farben gleichzeitig nebeneinander
gedruckt werden sollen. An dem Farbkasten 0, dem Formzylinder χ zugewandt, befindet
sich die Schließwand t, ein- oder auch mehrteilig, den etwaigen Querteilen des Farbkastens
entsprechend, eingesetzt. Die Schließwand kann nach Bedarf im ganzen oder in Teilen gehoben werden, um einen Farbausfluß
über die schräg nach unten gerichtete Fläche u zu ermöglichen. Die Fläche u endet unmittelbar
über der Rakel s. Durch die Schrägstellung der Rakel hat die Farbe das Bestreben,
nach der Druckform hinzulaufen. Diese Einrichtung dient im Bedarfsfalle zu einer
zweiten Einfärbung der Druckform. Die Farbzufuhr nach dem Tiefdruckformzylinder kann
damit auf ein Mindestmaß beschränkt werden, während bei der bisherigen Farbgebung dies
nicht der Fall ist. Um ein Ineinanderlaufen verschiedener Farben beim Drucken zu verhüten,
werden in den Teilräumen der Farbwalze w die üblichen auswechselbaren Filzwischer eingeschaltet.
Aus dem oben Angeführten geht hervor, daß dem Drucker folgende bekannte und neue
Möglichkeiten für die Anwendung des Rakelfarbwerkes gegeben sind:
1. Anwendung einer Farbe über die ganze Druckformbreite mit einfacher oder doppelter
ίο Farbgebung. Desgleichen mit geteilter einfacher
oder doppelter Farbgebung, je nach dem Charakter der Tiefdruckform.
2. Anwendung mehrerer Farben nebeneinander durch Einsetzen von Querteilungen in
den Farbkasten. Auch hierbei kann doppelte oder einfache Farbgebung stattfinden.
3. Das Verdrucken von öl- und Wasserfarben gleichzeitig auf einer Druckform.
4. Wäre noch die Ausführung des Duplexdruckes zu nennen unter Anwendung zweier
übereinandergestellter Rakelfarbwerke. Das obere Farbwerk würde die Tiefenfarbe abgeben,
während das darunterstehende für die leichtere Tonfarbe in Anwendung käme.
Der Arbeitsgang beim doppeltwirkenden einstellbaren Rakelfarbwerk ist folgender. Der Farbkasten p wird im ganzen oder in Teilen, welche durch die Querteilungen gebildet sind, mit Farbe gefüllt. Sodann legt man die in ganzer Breite oder in Teilen auf einer gemeinsamen Spindel befestigte Farbwalze ν ein. Das Farbwerk 0 wird, nachdem die Rakel s (mit der scharfen Seite nach oben) aufgelegt ist, durch die Zahnstangentriebe I1, l% in die richtige Stellung zur Tiefdruckform gebracht. Jetzt wird die zweite Farbwalze w eingelegt. Diese füllt den Raum zwischen der im Farbkästen liegenden Farbwalze ν und dem Formzylinder χ aus. Wird jetzt die Maschine in Gang gesetzt, so übertragen die Walzen v, w die Druckfarbe auf den Formzylinder, der sich, wie. üblich, gegen die Rakelschneide dreht. Die Rakel streicht hierbei die Farbe in die Tiefdruckform ein. Je nach dem Charakter der Druckform können beide Farbengebungen gleichzeitig angewandt werden.
Der Arbeitsgang beim doppeltwirkenden einstellbaren Rakelfarbwerk ist folgender. Der Farbkasten p wird im ganzen oder in Teilen, welche durch die Querteilungen gebildet sind, mit Farbe gefüllt. Sodann legt man die in ganzer Breite oder in Teilen auf einer gemeinsamen Spindel befestigte Farbwalze ν ein. Das Farbwerk 0 wird, nachdem die Rakel s (mit der scharfen Seite nach oben) aufgelegt ist, durch die Zahnstangentriebe I1, l% in die richtige Stellung zur Tiefdruckform gebracht. Jetzt wird die zweite Farbwalze w eingelegt. Diese füllt den Raum zwischen der im Farbkästen liegenden Farbwalze ν und dem Formzylinder χ aus. Wird jetzt die Maschine in Gang gesetzt, so übertragen die Walzen v, w die Druckfarbe auf den Formzylinder, der sich, wie. üblich, gegen die Rakelschneide dreht. Die Rakel streicht hierbei die Farbe in die Tiefdruckform ein. Je nach dem Charakter der Druckform können beide Farbengebungen gleichzeitig angewandt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Rakelfarbwerk für Tiefdruckrotationsmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß'der Farbkasten oberhalb eines abwärts geneigten Rakelmessers liegt und auch über dieses Farbe an die Form abgeben kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE297445C true DE297445C (de) |
Family
ID=551741
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT297445D Active DE297445C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE297445C (de) |
-
0
- DE DENDAT297445D patent/DE297445C/de active Active
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