DE297410C - - Google Patents

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DE297410C
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B3/00Extraction of metal compounds from ores or concentrates by wet processes
    • C22B3/20Treatment or purification of solutions, e.g. obtained by leaching
    • C22B3/44Treatment or purification of solutions, e.g. obtained by leaching by chemical processes
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Für die Gewinnung von Schwefel aus den natürlich vorkommenden Sulfaten des Calciums, Bariums und Strontiums ist zuerst deren Überführung in die Sulfide notwendig. Aus diesen
5 auf heißem Wege erhaltenen sulfidischen Verbindungen kann der Schwefel auf verschiedene Weise als Schwefelwasserstoff entbunden werden, um als solcher als elementarer Schwefel oder schweflige Säure nutzbar gemacht zu werden.
Eines dieser Zersetzungsverfahren der sulfidischen Verbindungen besteht in der gleichzeitigen Aufarbeitung von Magnesiumsalzen, insbesondere des Chlormagnesiums, das als Ab-
X5 fallauge der Kaliindustrie in großer Menge anfällt.
Bei dieser Umsetzung hinterbleibt das Magnesium als Hydroxyd, das je nach den Bedingungen mit verschiedenem Gehalt von Magnesiumoxychlorid vermischt ist, wodurch die unmittelbare Verwertung dieses Rückstandes zu den bisher gebräuchlichen Verwendungszwecken des Magnesiumoxydes oder des Hydrates, z. B. für feuerfeste Steine, verhindert ist.
Dagegen eignen sich diese so anfallenden basischen Verbindungen des Magnesiums zur Fällung von Schwermetallen aus schwefelsäurehaltigen Laugen, deren Fällung stets auf Schwierigkeiten stieß, weil die hierfür bisher in. Betracht gekommene Base, der Kalk, Gips bildet und die Metallniederschläge damit verunreinigt, wodurch deren Wert sehr herabgesetzt wird. Zur Umgehung dieses Überstandes war man genötigt, die Schwefelsäure als Glaubersalz auszufrieren oder durch eine Vorfällung mit Chlorcalcium abzuscheiden, oder durch beides.
Diese Nachteile werden durch Anwendung der obenerwähnten, bei der Schwefelgewinnung anfallenden Rückstände vermieden, weil das Magnesium wasserlösliche Salze mit der Schwefelsäure gibt. Gleichzeitig eröffnet diese Verwertung durch die Absatzmöglichkeit dieses Haldenmaterials für die neue Schwefelindustrie eine wirtschaftlich bessere Aussicht.
Als Schwermetalle, die auf diese Art abgeschieden und dann in Metall oder in reine Salze überführt werden können, kommen Zink, Kupfer, Kobalt, Nickel, Eisen und Aluminium in Betracht.
Beispiel:
Zinkhaltige Abbrände, in denen das Zink durch chlorierende Röstung löslich gemacht wurde, werden ausgelaugt. Diese Lauge enthält Chlorzink, Zinksulfat, schwefelsaures Natrium und Chlornatrium und die das Zink im Kies begleitenden wertvollen Metalle, wie z. B. etwas Kobalt oder Kupfer neben Eisen und Tonerde. Sie wird mit oder ohne vorherige Eisenabscheidung, je nach dem Gehalt der Lauge an diesen Verunreinigungen,
mit den basisch wirkenden Verbindungen des Magnesiums versetzt und nach Bedarf erhitzt, bis alle Schwermetalle ausgefallen sind. Der Niederschlag, der vornehmlich eine basische Zinkverbindung ist, wird abgepreßt, und die Lauge .Hießt weg. Auf diese Art entsteht ein technisch gipsfreies Zinkmaterial, dessen Zinkgehalt hoch genug ist, um seine Verhüttung lohnend zu machen.

Claims (1)

  1. Patent- Anspruch :
    Anwendung der basisch wirkenden Verbindungen des Magnesiums, welche entstehen bei der Zersetzung der Neutralsalze des Magnesiums mit den Sulfiden, SuIfhydraten und Oxysulfiden der Alkalien und alkalischen Erden, zur Fällung von Schwermetallen aus sulfatischen oder sulfatisch-chloridischen Lösungen.
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