DE296332C - - Google Patents

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DE296332C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R11/00Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
    • G01R11/56Special tariff meters

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Current Or Voltage (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
"JVr 296332 KLASSE 21 e. GRUPPE
SIEMENS-SCHUCKERT WERKE G. m. b. H. in SIEMENSSTADT β. BERLIN.
Strombegrenzer in Pauschaltarif anlagen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. Dezember 1914 ab.
Um in Pauschaltarifanlagen dem Verbraucher zu ermöglichen, gelegentlich einen höheren als den Pauschalstrom zu entnehmen, hat man Anordnungen getroffen, um das von dem Strombegrenzer herbeigeführte Abschalten des Lichtes bei Stromüberschreitung durch eine Umschaltvorrichtung zu beseitigen. Man kann den Überstrom dann durch einen Elektrizitätszähler messen oder aber, um die Vorteile des
ίο Pauschaltarifsystems beizubehalten, einen Zeitzähler anordnen, der angibt, wie lange der höhere Strom entnommen worden ist. Diese Zeitzähler hat man bisher durch ein Uhrwerk mit Feder oder Gewicht angetrieben.
Die Erfindung besteht darin, den bekannten Antrieb der Zeitzähler zu ersetzen durch ein Hitzdrahtinstrument, das dem Uhrwerk durch Einfachheit und Billigkeit- überlegen ist. In der Zeichnung ist die neue Anordnung dargestellt. Im Hauptstromkreis liegen außer den Lampen α der Schalter b, dessen öffnen und Schließen von den Spulen C1 und e2 bei Überstrom abhängig ist, und. der Umschalter d.
In der gezeichneten Stellung des Umschalterhebels d, die dem normalen Stromverbrauch der Anlage entspricht, sind die Spulen C1 und C2 in Reihe geschaltet und wirken gemeinsam auf den Eisenkern e des Strombegrenzers. Wächst der Verbrauchsstrom über ein bestimmtes Maß, so wird der Kern e herabgezogen und der Stromkreis durch den Schalter b geöffnet, bis nur noch so viel Lampen eingeschaltet sind, als normal zulässig sind. _ '
Will der Verbraucher eine größere als normale Zahl von Lampen brennen, so schaltet er von Hand den Umschalter d um. Dadurch : wird die Spule C1 ausgeschaltet, und es bleibt nur die Spule C2 im Stromkreis. Der Schalter b ist dann geschlossen, weil die Amperewindungszahl der Spule c2 zunächst nicht genügt, ihn zu öffnen.
Durch das Umlegen des Hebels d wird parallel zum Verbrauchsstromkreis ein Nebenschlußstromkreis eingeschaltet, der einen Hitzdraht f nebst Vorschaltwiderstand g und einen Schalter h enthält, die zusammen als Selbstunterbrecher wirken. Mit dem Hitzdraht ist eine Stange i verbunden, die, wenn der Zug des Hitzdrahtes nachläßt, von einer Feder k nach unten gezogen wird. Bei Stromdurchgang dehnt sich der Hitzdraht f aus und gelangt beispielsweise in die gestrichelt gezeichnete Lage. Die Stange i dreht bei ihrer Abwärtsbewegung das Steigrad η mittels der Falle 0 um. einen Zahn weiter und öffnet gleichzeitig den Schalter h mittels des Anschlages m. Dadurch wird der Hitzdraht stromlos. Er zieht sich wieder straff, hebt die Stange i, so daß die Falle 0 mit dem nächsten Zahn in Eingriff kommt und gleich-* zeitig der Schalter h geschlossen wird. Das Spiel wiederholt sich so lange, als der Nebenschlußstromkreis eingeschaltet ist. Da die Spannung an dem Nebenschlußstromkreis kon-
stant ist, so arbeitet der Hitzdraht in einem ganz bestimmten Tempo. Durch Bemessung des Steigrades η und durch die Übersetzung auf das Zeitzählwerk kann man erreichen, daß das Zählwerk unmittelbar die Zahl der Minuten angibt, welche der hohe Tarif in Gebrauch war.
Wenn der Verbraucher auch die für den hohen Tarif zulässige Lampenzahl überschreitet, so wächst der Verbrauchsstrom derart, daß er auch in der Spule c2 mit wenig Windungen eine genügende Zugkraft hervorruft, um den Schalter b zu öffnen. Durch Ausschalten von Lampen kann man den Stromverbrauch' wieder auf die zulässige Höhe herabsetzen.
Ungünstige Einflüsse auf den Hitzdraht durch Zugluft o. dgl. werden durch Einschließung des Drahtes beseitigt. Es kann auch eine Kompensationseinrichtung getroffen werden, die den Durchgang des Drahtes von Schwankungen der Außentemperatur unabhängig macht.
Anstatt die Spulen C1 und c2 zu vereinen, wie dies in der Zeichnung dargestellt ist, kann man nach Bedarf auch zwei getrennte Spulen zur Erreichung des gleichen Zweckes verwenden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Strombegrenzer in Pauschaltarifanlagen mit Umschaltvorrichtung, durch welche die Entnahme eines den Pauschalstrom übersteigenden Stromes mittels eines Zeit-Zählers überwacht wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Zeitzählwerk durch einen im Nebenschluß zum Verbrauchsstromkreis liegenden Hitzdraht mit Selbstunterbrechung betätigt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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