DE29628C - Gasdruck-Regulator vor Gasmotoren - Google Patents

Gasdruck-Regulator vor Gasmotoren

Info

Publication number
DE29628C
DE29628C DENDAT29628D DE29628DA DE29628C DE 29628 C DE29628 C DE 29628C DE NDAT29628 D DENDAT29628 D DE NDAT29628D DE 29628D A DE29628D A DE 29628DA DE 29628 C DE29628 C DE 29628C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gas
bell
pressure regulator
transmission
gas pressure
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT29628D
Other languages
English (en)
Original Assignee
E. schrabetz in Wien
Publication of DE29628C publication Critical patent/DE29628C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D16/00Control of fluid pressure
    • G05D16/04Control of fluid pressure without auxiliary power
    • G05D16/12Control of fluid pressure without auxiliary power the sensing element being a float

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 2&f Gas -Bereitung und -Beleuchtung.
EMIL SCHRABETZ in WIEN. Gasdruck-Regulator vor Gasmotoren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Mai 1884 ab.
Zweck der Einrichtung ist, den Einflufs des stofsweisen und unregelmäfsigen Gasconsums des Gasmotors auf den Gasdruck in den Rohrleitungen (Zucken der Flammen) aufzuheben.
Der vor dem Gasmotor in die Leitung einzuschaltende Apparat besteht aus einer in einer Flüssigkeit schwimmenden leichten Glocke a, Fig. ι, von beliebiger Form (am einfachsten cylindrisch) mit verticalen Seitenwänden, unter welche Gas durch eine Leitung b zu und durch eine Leitung c zum Motor abgeführt wird.
Die Glocke ist derart belastet, dafs das Gas unter derselben geringere Spannung hat als die Minimalspannung in der Zuleitung.
Wesentlich ist, dafs die verticale Wand der Glocke dünn und am unteren Rande schneidig ist.
Wird nun durch die Leitung c Gas durch den Motor abgesaugt, so wird die Glocke niedersinken. Da die Glocke hierbei infolge der dünnen schneidigen Wand nur sehr geringe FlüssigkeitsVerdrängung zu bewirken und sehr geringen Widerstand zu überwinden hat, so vollzieht sich diese Bewegung ohne jede merkliche Druckschwankung im Innern der Glocke. Infolge dessen strömt aber das Gas durch b auch während des Absaugens unter unveränderten Verhältnissen unter die Glocke, so dafs das Zucken der Flammen, welche an und vor der Leitung b liegen, verhindert wird.
Die Glocke sinkt somit rasch bei jeder Cylinderfüllung und steigt dann langsam bis zur nächsten Entnahme von Gas.
Nachdem behufs Regulirung des Ganges des Motors entweder die Cylinderfüllung variabel gemacht oder diese unverändert, dagegen zu einzelnen Füllungen gar kein Gas verwendet wird (todte Füllung), auch der Druck in der Leitung b schwankt, so wird das nicht verbrauchte Gas die Glocke successive heben. Die Glocke kann selbstverständlich nur ein begrenztes Spiel haben.
Wenn nun dieselbe in ihre höchste Stellung gelangt (arretirt), so würde in der Glocke der Druck steigen, bei darauf folgender Entnahme sinken' und die Flammen müfsten zucken. In dieser höchsten Stellung wäre aber auch kein Raum mehr für überflüssiges Gas. Die Glocke würde in der höchsten Stellung spielen und das Zucken wiederholen.
Um dies zu vermeiden, regulire ich die Gaszuleitung durch irgend einen Verschlufs, Ventil, Klappe, Hahn etc.
Diesen Verschlufs mit variabler Oeffnung mache ich mittelst irgend einer Transmission abhängig vom Stande der Glocke, und zwar in der Weise, dafs, wenn die Glocke steigt, die Zuleitung verringert, endlich, noch bevor die Glocke oben arretirt wird, ganz abgeschlossen, und umgekehrt, wenn die Glocke wegen zu geringer Gaszuführung tiefer sinkt, die Zuleitung geöffnet wird.
Die Verbindung der Glocke mit dem Ventil mufs eine derartige sein, dafs wohl ein Steigen oder Sinken der Glocke im allgemeinen die vorerwähnte Wirkung ausübt, aber für die Bewegung der Glocke während einer Füllung (Oscillation), wenn die Gaszufuhr mit dem Consum Schritt hält, das Ventil nicht beeinflufst wird.
Um nicht bei jeder todten Füllung gleich zu reguliren, erweitere ich auch noch diesen todten Gang, so dafs die Regulirung in gröfseren oder
kleineren Pausen, je nach der Unregelmäfsigkeit des Ganges der Maschine, vor sich geht.
Bei Verwendung der bisher gebräuchlichen Gummibeutel influenzirt jede todte Füllung den Druck in der Leitung.
Eine derartige Regulirungseinrichtung ist in Fig. ι dargestellt. Durch das Rohr d, welches gleichzeitig als Führung bei Bewegung der Glocke dient, geht ein Stab e nach abwärts, welcher unten die Anschläge / und g besitzt. In der Zuleitung befindet sich die Drosselklappe h, welche mit dem Hebel / verbunden ist, der zwischen den Anschlägen f und g liegt.
Die Function ist nach dem Obigen verständlich.
Die Entfernung der Anschläge / und g gewährt innerhalh gewisser Grenzen der Glocke freies Spiel, ohne die Klappe zu beeinflussen. Da die Glocke nach abwärts stets stofsweise sich bewegt, so ist es zweckmäfsig, um die Klappe, namentlich in den oberen Glockenstellungen, nur langsam zu öffnen, dem Hebel an den Gleitseiten entsprechende Schleifcurven zu geben.
Man kann auch nur einen Ansatz, zwischen einem gabelförmigen Hebel liegend, anwenden.
Zweckmäfsig ist es, den Hebel mehrfach zu gabeln und mit mehreren Anschlägen arbeiten zu lassen, wodurch ein ähnlicher Eingriff wie bei Zahnrad und Zahnstange stattfindet, und es eben leicht möglich wird, die Bewegung der Klappe in jeder Stellung willkürlich zu gestalten.
Fig. 2 zeigt eine solche Anordnung mit zwei Gabeln und zwei Anschlägen, wobei ein Anschlag nach dem anderen zur Action kommt.
In Fig. ι und 2 ist zur Erläuterung der Erfindung eine Anordnung gewählt, bei welcher die Transmission central nach unten mit Hebel und Klappe in Verbindung gebracht ist, weil dies die einfachste und zweckmäfsigste Anordnung ist. Der Angriff der Glocke auf die Transmission kann jedoch auch oben oder von anderen Stellen ausgehen; für die Uebertragung der Bewegung zum Ventil kann ferner irgend ein bekannter Mechanismus verwendet werden.
Ebenso ist es für jeden Sachverständigen leicht, nach vorstehendem der Klappe ein Ventil, einen Schieber etc. zu substituiren. Die Glocke kann auch mit Gegengewicht versehen sein.
Bei grofsem Gasconsum speise ich den Motor durch mehrere neben einander gestellte Apparate, oder ich nehme einen oder mehrere grofse Apparate, welche naturgemäfs, weil stärker construirt, nicht so weiches Spiel haben können, und verbinde diese mit einem kleinen Apparat, welcher die nicht ganz behobenen Druckschwankungen der grofsen Apparate aufhebt. Der Gasdruck im kleinen Apparat soll dann höher gehalten werden als in den grofsen.
Ich kann nun diese Apparate hinter einander in die Leitung schalten. Besser ist die in Fig. 3 angezeigte Schaltung.
Die Zuflufsregulirungen in den grofsen Apparaten A und B können auch entfallen, zweckmäfsig ist es jedoch, dieselben beizubehalten.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Ein Apparat, bestehend aus schwimmender Glocke α mit dünnen, verticalen Seitenwänden, Gaszuleitung b und Ableitung c, in Verbindung mit der Zufiufsregulirung, welche ans Klappe h oder deren Aequivalenten und der Transmission efg i (mit den angegebenen Variationen und Ausbildungen) besteht, welche Transmission innerhalb der angegebenen Grenzen todten Gang besitzt, wie beschrieben und zu dem angeführten Zwecke.
2. Die Vereinigung zweier oder mehrerer Apparate hinter einander unter Einhaltung eines gröfseren Gasdruckes in dem ersten kleineren Apparate C, Fig. 3, zum Zwecke der Beseitigung des schädlichen Einflusses der bewegten Massen der grofsen Apparate B und A, Fig. 3, wie beschrieben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT29628D Gasdruck-Regulator vor Gasmotoren Active DE29628C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE29628C true DE29628C (de)

Family

ID=305796

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT29628D Active DE29628C (de) Gasdruck-Regulator vor Gasmotoren

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE29628C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE29628C (de) Gasdruck-Regulator vor Gasmotoren
DE1710357A1 (de) Vorrichtung zum periodischen Strecken und Nachlassen von Kettfaeden
DE2060908C3 (de) Kettfaden-Überwachungsvorrichtung für Webmaschinen
DE701932C (de) Ausziehbares Schuettrohr fuer Beton
DE959317C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Abteilen von Glasplatten vorgeschriebener Abmessung aus einem vorrueckenden Glasband
DE216390C (de)
DE608073C (de) Schaltvorrichtung fuer den Antriebsmotor von in Fluessigkeitskanaelen angeordneten Siebreinigern
AT134194B (de) Antrieb für Wähler, insbesondere für Selbstanschluß-Fernsprechanlagen.
DE478064C (de) Steuerung fuer Auftriebkraftmaschinen
DE11987C (de) Flacher mechanischer Kulirstuhl mit Mindervorrichtung und hoher Leistungsfähigkeit
DE138643C (de) Vorrichtung zum Reinigen von Kesselröhren
DE354621C (de) Selbsttaetiges Trommelwehr
DE80821C (de)
DE66989C (de) Regulir-Ventil für das Gaszuleitungsrohr von Gasmaschinen
DE186968C (de)
DE63536C (de) Steuerung für Pulsometer mit Walzenventil
DE647903C (de) Vorrichtung zum Blaettern (Trittelieren) der Webschaefte
DE221020C (de)
DE128400C (de)
DE45034C (de) Sicherheitsvorrichtung mit Schwimmer für Dampfkessel
DE60024C (de) Saugvorrichtung: für Papiermaschinen
DE873138C (de) Vorrichtung zum Biegen von fuer Heftvorrichtungen bestimmten Kammrollen aus thermoplastischem Kunststoff
DE312851C (de)
DE110147C (de)
DE55425C (de) Einrichtung zum wechselnden Vorführen von Anzeigen