DE294560C - - Google Patents

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DE294560C
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  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
V. St. A.
Der mit dem Zuschneiden von Schuhwerkoberteilen, besonders aus Leder, beschäftigte Zuschneider bekommt das notwendige Leder von der Ausgabestelle und muß dieses Leder so gut als möglich zum Ausschneiden der Schuhwerkteile ausnutzen. Es ist daher erwünscht, daß der Zuschneider nicht mehr Leder bekommt, als zur Herstellung des in Auftrag gegebenen Postens notwendig ist. Man muß daher den notwendigen Lederbedarf annähernd berechnen, und die vorliegende Maschine ist bestimmt, dies mit größerer Sicherheit zu ermöglichen. Offenbar kann die Berechnung des notwendigen Lederbedarfs nicht einfach dadurch erfolgen, daß die Flächenmaße sämtlicher zu schneidender Oberleder teile addiert werden, vielmehr müssen mit Rücksicht auf die besondere Form, die Beschaffenheit des Ledermaterials und die Qualität der herzustellenden Schuhe gewisse Zuschläge gemacht werden. Beispielsweise brauchen die ausgebogenen Teile mit schmalen Spitzen mehr Material als Teile, die einem Rechteck näher kommen. Wenn das zu schneidende Leder schlechte Stellen hat, muß ebenfalls mehr Material angewendet werden, ebenso auch, wenn, z. B. bei farbigem Leder, besonderer Wert auf vollständig gleiche Beschaffenheit der zu einem Schuhpaar gehörenden Teile gelegt werden muß. Eine zur Berechnung des Lederbedarfs geeignete Maschine muß daher einen willkürlich zu wählenden Koeffizienten einführen, der bei der Einstellung der Maschine vom Arbeiter nach ihm
gemachten Angaben berücksichtigt werden muß. Andererseits hat sich herausgestellt, daß der Lederbedarf proportional der Länge und der Weite des Schuhes ist und auch naturgemäß proportional der Anzahl der zu schneidenden Schuhteile. Jedoch ist auch hier zu beachten, daß der Materialbedarf bei den größeren Einzelteilen für längere und für weitere Schuhe etwas größer gewählt werden muß, da es naturgemäß schwieriger ist, fehlerfreie große Stücke aus der Haut zu bilden. Allen diesen Bedingungen trägt die vorliegende Maschine Rechnung.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar ein solches, bei welchem die Schuhlängen und -weiten nach amerikanischem Maß bezeichnet sind. Die Längen sind durch Ziffern, z. B. ioy2, 11, iiVg, 12 usw., angedeutet, die Weiten durch Buchstaben A A, A, B, C, D, E, E E. Der erforderliche Lederbedarf kann nach Dezimetern oder nach Quadratfuß bestimmt werden.
Die dargestellte Maschine ist so eingerichtet, daß gleichzeitig zwei verschiedene Produkte berechnet werden, beispielsweise wenn verschiedene Ledersorten, z. B. Chevreau und Lack, für jeden Schuh gebraucht werden.
Fig. ι ist ein Grundriß der Maschine, Fig. 2 ein Grundriß der Einstellungsvorrichtung für das zur Gewinnung des gesuchten Produktes angewandte Diskuszahlrad. Fig. 3 ist eine Ansicht dieser Einstellvorrichtung von unten, Fig. 4 eine Seitenansicht, zum Teil im Schnitt.
. Fig. 5 bis 7 erläutern Einzelheiten. Fig. 8 ist eine schaubildliche Darstellung des Wagens zur Einstellung des Diskusrades. Fig. g ist eine schaubildliche Darstellung des die Weitenskala tragenden Armes. Fig. io zeigt eine schaübildliche Darstellung eines Details der Schaulochplatte und ihrer Kupplungsvorrichtung mit der Einstellscheibe für den Wagen. Fig. ii ist ein Schnitt nach Linie D-D der Fig. 9. Fig. 12 ist eine Draufsicht auf den die Weitenskala tragenden Arm und auf seine Verbindung mit der Scheibe für die Einstellung des Wagens. Fig. 13 ist eine Draufsicht von unten auf den Mechanismus bei abgebrochener Tragplatte.
Fig. 14 ist eine schaubildliche Darstellung der an dem die Weitenskala tragenden Arm angeschlossenen Platte. Fig. 15 ist eine Draufsicht auf die Kopfscheibe. Fig. 16 zeigt eine Draufsicht auf die Längenscheiben bei abgenommener Kopfscheibe. Fig. 17 zeigt einen Schnitt nach Line A-B der Fig. 16. .
Die Maschine ist mit einer Anzahl von Längenscheiben 2 versehen (Fig. 15 und 16), und zwar ist für jede mit der Maschine zu berechnende Schuhlänge eine besondere Scheibe vorhanden. Alle diese Scheiben sind um eine gemeinschaftliche Achse drehbar und werden um einen Winkel gedreht, der proportional der Anzahl der Schuhpaare ist, die in der betreffenden Länge herzustellen sind. Um dem oben erwähnten Umstand Rechnung zu tragen, daß der Lederbedarf bei größeren Schuhlängen relativ größer ist als bei kleineren Schuhlängen, sind die Längenscheiben nicht von gleichem Durchmesser, sondern abgestuft, und zwar in einem auf den Erfahrungen des Betriebes beruhenden Maße. Auf jeder Längenscheibe sind Teilungen gleicher Bogenlänge angebracht.
Man kann natürlich auch dieselbe Wirkung erreichen, wenn man die Durchmesser der Längenscheiben gleichnimmt, aber die Bogenlänge der Teilungen passend abstuft. Die Teilungen sind mit Ziffern versehen, die der Anzahl der zu schneidenden Schuhpaare dieser Größe entsprechen.
Die Drehungen dieser Längenscheiben werden addiert und auf eine gemeinschaftliche Grundplatte 7 übertragen, an deren ebener Unterfläche 8 ein Diskusrad 11 anliegt.
Alle Längenscheiben, von denen die oberste mit 2, die unterste mit 3 in Fig. 6 bezeichnet sind, sind auf einer gemeinschaftlichen Achse 4 drehbar. Auf dem oberen Ende dieser Achse ist eine Kopfplatte 1 undrehbar befestigt. An dieser Kopfplatte 1 ist ein Hebel 6 drehbar, der an einer Seite mit einem Finger druckstück
200 und an der anderen Seite mit einer Schneide
201 versehen ist (Fig. 17,15 und 16). Letztere ist nach unten gebogen und faßt hinter Kopfstifte 5 der obersten Längenscheibe 2 und wird durch eine Belastungsfeder in dieser Lage gehalten.
Die Kopfstifte sind mit fortlaufenden Ziffern versehen und bilden die oben erwähnte, der Paarzahl entsprechende Gradteilung.
Die oberste Längenscheibe 2 trägt einen ahnliehen Sperrhebel 6, der hinter die Gradeinteilungsstifte der nächstfolgenden Längenscheibe faßt usf. bis zur untersten größten Längenscheibe, welche den kleinsten Schuhen entspricht und an der Grundplatte 7 befestigt ist. An der Grundplatte 7 sind auch Arme 9 befestigt, die ein Handrad 10 stützen, mit welchem die Längenscheiben ged-eht werden können. Die Längenscheiben sind an den inneren Speichen 202 mit nach oben und unten stehenden Anschlagen 203 ausgerüstet (Fig. 16 und 17), welche die Drehung der Scheiben gegeneinander begrenzen. Ebenso besitzt die feste Kopfplatte 1 einen zweckmäßig federnden Anschlag 205, gegen welchen sich ein [Anschlag der obersten Längenscheibe in der Nullstellung anlegt (Fig. 15). In der Grundplatte 7 ist eine Spiralfeder 204 untergebracht, welche die Grundplatte mit einem festen Teil, z.B. der Achse 4, verbindet und die Grundplatte in einer bestimmten Richtung zu drehen strebt (Fig. 16).
Diese Längenscheiben werden in folgender Weise benutzt:
Hat man z. B. drei Paar' von Schuhen in der Größe Nr. 3 und sechs Paar in der Größe Nr. 3Y2 zu schneiden, so drückt man zunächst den mit Nr. 3 bezeichneten Sperrhebel 6 nieder, worauf sich die. von diesem gesperrt gehaltene Längenscheibe und alle darunterliegenden unter der Wirkung der erwähnten Spiralfeder in Drehung setzen. Sobald der mit Nr. 3 bezeichnete Stift 5 vor der Schneide des Sperrhebels liegt, wird letzterer losgelassen und verhindert eine weitere Drehung. Darauf wird der mit Nr. 3V2 bezeichnete Sperrhebel 6 niedergedrückt, bis der mit Nr. 6 bezeichnete Stift 5 vor der Schneide des Sperrhebels liegt. Sind noch weitere Schuhpaare zu schneiden, so werden in gleicher Weise nacheinander die Sperrhebel 6 bedient. Alle unter der dadurch freigegebenen Längenscheibe liegenden Längenscheiben folgen der Drehung, so daß sich eine Gesamt drehung der Grundplatte 7 ergibt. Diese Gesamtdrehung stellt zwei Faktoren des die erforderliche Ledermenge anzeigenden Produktes dar, nämlich die Schuh- no länge und die Paarzahl. Die übrigen Faktoren werden durch radiale Einstellung des die Drehung der Grundplatte messenden Diskusrädchens 11 berücksichtigt.
Wenn man nach Vollendung der Berechnung die Längenscheiben wieder· in die Nullstellung zurückführen will, so genügt es, die Scheibe 7 mittels des Handrades 10 rechtsherum zu drehen. Die Stifte 5 können dann unter den Sperrhebeln 6 hindurchgehen und gestatten eine Drehung der unteren Scheiben gegen die jeweilig oberen, bis die Anschläge 203 an den Speichen
zusammentreffen. Darauf wird die obere mitgenommen und dreht sich gegen die nächstobere, bis schließlich bei Erreichung der Anfangsstellung der bewegliche Anschlag der obersten Längenscheibe 2 mit dem federnden Puffer 205 der festen Kopfplatte 1 zusammentrifft und die in Fig. 7 angedeutete Stellung erreicht ist.
Mit der Bodenfläche 8 der Grundplatte 7 (Fig. 6) steht ein an der Welle 12 befestigtes Diskusrad 11 in Berührung, welches durch Reibung bei der Drehung der Grundplatte mitgenommen wird. Durch Zählung der Umdrehungen des Diskusrades gewinnt man das gewünschte Resultat.
Durch radiale Einstellung des Rades 11 wird bei gleichbleibender Drehung der Grundplatte 7 die Umdrehungszahl der Rades 11 verändert. Diese Verstellung erfolgt gemäß der Schuhweite und einem empirischen Faktor.
Die Welle 12 (Fig. 5, 6 und 8) ist in einem Wagen 13 gelagert, der auf Schienen 14 verschiebbar ist. Die beiden Enden 15 und 16 des Wagens befinden sich zwischen den Führungsschienen 14. Ein an dem Ende 16 angebrachter Stift 17 (s. Fig. 5 und 6) greift unter die Führungskante der Schienen 14. An dem Wagen 13 ist ein U-förmiger Hebel 18 um den Zapfen 19 drehbar angebracht, dessen untere Enden 20 auf die obere Seite der Schienen 14 drücken. Federn 21 drücken die Enden 20 des Hebels 18 nieder. Ein Handgriff 22 dient zur Bewegung des Hebels entgegengesetzt der Federwirkung. Durch diesen federbelasteten Hebel wird das innere Ende 15 des Wagens 13 angehoben und dadurch das Diskusrädchen 11 gegen die Platte 7 gedrückt. Das äußere Ende des Wagens ruht mit einer Rolle 27 (Fig. 5) auf den Schienen 14 auf.
Mittels des Handgriffes 22 kann der Hebel 18 gedreht und dadurch das innere Ende des Wagens 13 gesenkt werden, so daß man den Wagen radial verstellen kann, ohne daß die Diskusscheibe 11 an der Platte 7 schleift. Der Hebel 18 kann durch einen federnden Sperrstift 29, der in eine Vertiefung 290 (s. Fig. 5 und 8) einfällt, in gesenkter Lage gesperrt werden.
An dem Ende der Welle 12 ist ein Zählwerk
23 angebracht, welches mit Hilfe einer Skala 24 die Drehung der Welle 12 abzulesen gestattet. Um bei Beginn jeder Einstellung das Zählwerk mit Sicherheit in die Nullstellung zurückzuführen, ist an der Welle 12 ein Keilstück 25 einstellbar angebracht. Dieses wirkt mit zwei spitzen Schrauben 26 an dem Hebel 18 derart zusammen, daß bei der Senkung des Hebels die Schrauben gegen die Seitenflächen des Keilstückes treffen und dieses in solche Lage drücken, daß das Zählwerk auf Null steht. Da der Hebel 18 gesenkt werden muß, ehe eine neue Einstellung des Wagens möglich ist, ist man sicher, daß die Angaben nicht durch Totgang des Zählwerks verändert werden.
Die Einstellung des Wagens erfolgt mittels der aus Fig. 2 bis 4, Fig. 12 und Fig. 13 ersiehtliehen Scheibe 30.
Die Scheibe 30 ist um eine im Gestell feste Achse 31 drehbar und durch ein Metallband 38 mit dem Wagen verbunden, derart, daß eine Drehung der Scheibe 30 eine Verschiebung des Wagens 13 hervorbringt.
Der Zapfen 31 ist in einer Konsole 32 befestigt, die durch Schrauben 33 am Gestell befestigt ist. Eine kreisförmig gebogene Schiene 34 ist durch Schrauben 35 ebenfalls am Gestell befestigt und liegt ungefähr konzentrisch zum Zapfen 31. Schiene und Kdhsole sind durch eine Strebe 320 miteinander verbunden, welche durch Schraube 321 mit der Achse 31 und durch Schrauben 322 mit der Schiene 34 verbunden ist (Fig. 3 und 4).
Die Scheibe 30 ist ausgeschnitten und mit einer Gradeinteilung versehen, die Quadratdezimeter bedeuten kann. Die Verbindung des Metallbandes 38 mit dem Wagen erfolgt vermittels einer Schiene 28, die in der Achse der Rolle 27 mit dem Wagen verbunden ist und an den Verschiebungen des Wagens teilnimmt, sich aber gegen diesen drehen kann. An der Scheibe 30 ist ein Bogensegment 37 befestigt (Fig. 8), dessen Länge gleich der Länge der Schiene 28 ist. Das bei 39 an der Schiene 28 befestigte Metallband 38 ist um das Segment 37 herumgelegt und dann über einen Arm 40 nach innen um die Nabe der Scheibe 30, dann um einen Arm 42 zurück über das Segment 37 zum anderen Ende der Schiene 28 geführt und bei 43 an dieser befestigt. Um das Band zu spannen, sind die beiden Arme 40, 42 um einen Zapfen 41 drehbar und können durch Schrauben 46, die in mit Gewinde versehene Ansätze 47 fassen, verstellt werden. Die Mitte des Bandes ist durch eine in den Ansatz 45 eingesetzte Schraube 44 fest mit der Scheibe verbunden. Dadurch kann eine so genaue Verbindung der Scheibe mit dem Bande hergestellt werden, daß jeder Einstellung der Scheibe eine bestimmte Einstellung des Wagens entspricht. Die Einstellung der Scheibe kann an der Gradeinteilung abgelesen werden, deren Ziffern (1 bis 22 im vorliegenden Fall) in einer Öffnung (Fig. 1) des Maschinengestells erscheinen.
Um noch eine feinere Einstellung der Scheibe um Zehntelteilungen zu gestatten, ist der Stellsektor 50 (Fig. 2) vorgesehen. Auf dem Rande 11S dieses Sektors sind die Zehntelteilungen 0 bis 9 angegeben, und durch Drehung des Rädchens können diese Zehntel neben den Teilungen der Hauptscheibe in der Schauöffnung sichtbar gemacht werden. Mittels dieses Sektors erhält das Rad 30 eine entsprechende Teildrehung.
Der Sektor 50 ist um einen Zapfen 51 dreh-
bar, welcher in einen radialen Arm 60 eingesetzt ist. Der Arm 60 ist um den Zapfen 31 drehbar und weist an seiner vorderen Kante eine Einteilung 61 auf, an welcher die verschiedenen Schuhweiten AA his E E (Fig. 2) angegeben sind. Der Sektor 50 ist durch ein Metallband 53 mit einer Segmentschiene 52 verbunden. Die beiden Enden des Metallbandes sind an der Segmentschiene befestigt. Die Mitte ist um die Nabe 54 des Armes 50 herumgelegt. . Die Segmentschiene 52 ist auf dem radialen Arm 60 um Zapfen 31 als Mittelpunkt verschiebbar geführt und durch Stifte 55 fest mit einer Platte 56 (s. Fig. 1) verbunden. In dieser Platte 56 ist die' Schauöffnung 570 angebracht, die so groß ist, daß je eine Ziffer der Skala an der Scheibe 30 und die neben diese gebrachte Ziffer der Zehntelteilung am Sektor 50 sichtbar ist. Die Platte 56 verschiebt sich mit der Segmentschiene 52, so daß die Schauöffnung 570 nicht immer an derselben Stelle ist, aber der die Einrichtung verdeckende Abschlußdeckel besitzt eine so große Öffnung 57 (Fig. 1), daß die Schauöffnung stets sichtbar ist.
An der Kante der Scheibe 30 sind Löcher 301 (Fig. 4) vorgesehen, deren Zahl und Abstand der Gradeinteilung der Scheibe 30 entsprechend gewählt ist. An der Schiene 52 ist ein federbelasteter Sperrstift 58 angebracht, der in ein beliebiges der Löcher 301 eingesteckt werden kann und die Segmentschiene 52 mit der Scheibe 30 verbindet. Nach Lösung des Sperrstiftes 58 kann man den Wagen und damit zugleich die Scheibe 30 mittels des Handgriffes 22 frei verschieben und tut dies, bis die gewünschte Zahl der Gradeinteilung der Scheibe in der Schauöffnung erscheint. Nachdem dies geschehen, wird das Rad 30 durch den Sperrstift 58 wieder mit der Schiene 52 gekuppelt.
Nunmehr dreht man den Zehntelsektor 50, bis neben der Skala des Rades 30 die gewünschte Zehntelziffer erscheint, und verschiebt dadurch das Rad 30 samt der Schiene 52 und der Schauöffnung.
Der Zehntelteilungssektor 50 ist mit einem Arm 59 versehen, an dem das Metallband 53 befestigt ist. Dieser Arm 59 trägt einen federbelasteten Sperrstift 591, der in Löcher eines Sperrbogens 592 einfällt.' Letzterer ist durch Schrauben 593 an dem radialen Arm 60 befestigt, der auch die Achse 51 des Armes 50 trägt. Die Strebe 320 besitzt einen radialen Schlitz 323. (s. Fig. 4 und 13), in dem ein Block 324 verschiebbar ist. An dem Block 324 ist ein senkrechter Stift 70 befestigt, der in eine Kurvennut 71 (Fig. 3) an der unteren Fläche des Rades 30 eintritt. Die Kurvennut 71 hat im Hauptteil die Form einer logarithmischen Spirale, so daß die Abstände von der Drehachse gleichmäßig zunehmen. Das vordere Ende einer zweiten radialen Platte 80 liegt auf der Schiene 34 auf. Das hintere Ende ist mit dem Arm 60 drehbar verbunden, und zwar durch einen ringförmigen Flansch 81 (Fig. 13 und 14). Der Arm 80 besitzt einen radialen Schlitz 82, in dem der Stift 70 entlang geht. Die Platte 60 ist so ausgeschnitten, daß sie bei keiner Stellung mit dem Stift 70 in Berührung tritt. Das vordere Ende des Armes 60 liegt auf dem Arm 80. Beide Teile 60 und 80 können durch einen 7°. federnden Sperrstift 83 miteinander verbunden werden, der in ein beliebiges der Löcher 62 des Auflagerflansches 63 des Armes 60 einfallen kann (Fig. 3, 4, 9 und 14).
An der vorderen Kante des Armes 80 ist eine Anzeigevorrichtung 85 durch Schrauben 84 befestigt, die über eine Platte 90 faßt, die an dem Arm 80 angebracht ist. Die Platte 90 ist verschiebbar und wird durch den Stift 83 gehalten, welcher durch ein Loch (Fig. 4) in dem nach unten gebogenen inneren Rande der Skalenplatte hindurchgeführt wird; wenn der Stift 83 zurückgezogen ist, kann die Platte 90 eingestellt werden (Fig. 2 bis 4). Die Skalenplatte 90 besitzt noch zwei Flügel, die über die am Rande des Armes 60 angebrachte Weitenskala 61 greifen und mit χ/2 über bzw. V2 unter bezeichnet sein können. Diese Flügel überdecken die Buchstaben der Skala 61 und lassen den eingestellten Buchstaben zwischen sich frei. Wenn man eine Zwischenstellung des Armes 60 herbeiführen will, so verschiebt man die Platte 90 um eine halbe Teilung nach rechts oder links und bringt dann den erforderlichen Buchstaben wieder zwischen die Flügel der Skala, so daß man für ungewöhnliche Fälle die Einstellung etwas verändern kann, ohne die Angabe der Skala 61 zu ändern.
. Die Maschine besitzt (vgl. Fig. 1) noch eine zweite Zählvorrichtung, welche genau der in Fig. 2, 3 und 4 gezeichneten gleich sein kann und durch (in Fig. 1) das Diskusrädchen in, den Wagen 131 und die Schauöffnung 560 veranschaulicht ist. Diese Zählvorrichtung wird benutzt, wenn Leder einer zweiten Art bei demselben Arbeitspsoten verwendet wird, beispielsweise Lackleder.
Die Benutzungsweise der Maschine ist folgende :
Es wird zunächst empirisch eine Tabelle vor- 11Q bereitet, in welcher der Materialbedarf für ein Paar Schuhe mittlerer' Länge und Weite für die betreffende Machart enthalten ist. Die einzelnen Ziffern dieser Tabelle werden, wie üblich, durch Herstellung einer Abwicklung des Leistens und Hinzufügung von Zuschlägen bestimmt, die sich durch die Erfahrung des Zuschneiders unter Berücksichtigung der besonderen Umstände des Falles ergeben. Beispielsweise bestimmt man den Lederbedarf für ein Schuhpaar in der Größe 5 und der Weite D für Halbschuhe, Spangenschuhe und andere Formen in
üblicher Art und notiert diese in Tabellenform. Der Lederbedarf für andere Größen und Weiten und für eine Mehrzahl von Schuhpaaren wird auf Grund dieser Tabelle mit der Maschine berechnet.
Die aus der Tabelle ersichtliche Ziffer wird
nun auf dem Rad 30 eingestellt, indem die aus der Tabelle entnommene Zahl durch Drehung . der Scheibe 30 und der Sektorplatte 50 in die Schauöffnung gebracht wird. Andererseits wird nach Zurückziehung des Sperrstiftes 83 eine Verdrehung zwischen den Armen 60 und 80 herbeigeführt, wenn die zu schneidenden Schuhe nicht die mittlere Weite D, sondern eine andere Weite haben. Bei einer Drehung des Armes 80 bringt dieser auch eine Drehung des Armes 60 hervor, indem der Zapfen 70 fest bleibt und der Mittelpunkt des Ringflansches 81 entgegengesetzt der Verschiebung des Stiftes 83 sich verschiebt. Der Arm 60 ist mit der Scheibe 30 und der Platte 56 durch den Stift 58 gekuppelt, so daß sich Scheibe und Schauloch gemeinsam drehen und die im Schauloch erscheinende Ziffer sich nicht ändert. Bei der Drehung der Scheibe 30 zwecks Einstellung der Tabellenziffer verschiebt sich der Zapfen 70 radial. Wenn der Zapfen 70 weit nach außen steht und von dem Mittelpunkt des Ringflansches weit entfernt ist, so ergibt die Verstellung gemäß der Schuhweite eine große Verstellung der Scheibe 30 und umgekehrt. Die Verbindung zwischen den Armen 60 und 80 erfolgt durch den Ringflansch eben deshalb, weil der Zapfen 70 wie bei der gezeichneten Stellung bei gewisser Einstellung dicht neben dem Mittelpunkt des Flansches liegen muß. Ist aus irgendwelchem Grunde eine besondere Zugabe nötig oder eine Ersparnis möglich, indem z. B. besonders große Felle zur Verfügung stehen, so verschiebt man die Platte 90 nach rechts oder links. Wenn dann der gewünschte Weitenbuchstabe sichtbar ist, so ist die Einstellung des Rades eine andere als bei der normalen Stellung. Bei der normalen Stellung ist die Skala 90 in der Mittellage, in welcher die Ziffer 5 ersichtlich ist.
Kommen mehrere Ledersorten für denselben Schuh in Frage, so muß man zwei Tabellen aufstellen und stellt dann an jedem der beiden Zählwerke die dort gefundene Nummer ein.
Durch diese Einstellung wird die radiale Lage der Diskusrädchen gegenüber der Scheibe 8 verändert, und zwar für jedes der Rädchen 11 bzw. in gesondert. Es wird dann in der oben beschriebenen Weise durch Drehung der Größenscheiben das Zählwerk entsprechend der Größe uiid Paarzahl eingestellt und dadurch an dem Zählwerk das gewünschte Flächenmaß erhalten.

Claims (6)

Patent-Ansprüche: ""
1. Maschine zum Berechnen des Lederbedarfs beim Ausschneiden von Oberlederteilen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß eine Antriebsscheibe (7) um einen den Schuhlängen und der Paarzahl proportionalen Winkel gedreht wird· und ein Zählrad (11 bzw. in) in Drehung ver.setzt, dessen radiale Einstellung an dem Antriebsrad proportional der Schuhweite verändert und entsprechend einem durch empirische Feststellung ermittelten, der Schuhform und der Lederbeschaffenheit u. dgl. Rechnung tragenden Faktor bestimmt wird.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein System von Längenscheiben angewandt ist, deren Größe oder deren Einteilung nach empirischem Maß abgestuft ist und deren Einteilung die Zahl der zu schneidenden Schuhpaare wiedergibt, und welche auf einer gemeinschaftlichen Achse übereinander drehbar aufgesteckt und miteinander bzw. mit der Reibscheibe (8) derart gekuppelt sind, daß bei der Drehung einer beliebigen der Größenscheiben alle darunterliegenden zusammen mit der Reibscheibe mitgenommen werden.
3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zählrad (11 bzw. in) von der Antriebsscheibe (7) abgehoben werden kann, um die radiale Einstellung der Zählscheibe zu erleichtern. .
4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß beim Abheben der Reibscheibe (11 bzw. in) von der Antriebsscheibe das Zählwerk (23) in die Nullage zurückgeführt wird, wenn diese Nullage nicht genau erreicht sein sollte.
5. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Maschine mehrere unabhängig voneinander einstellbare Zählräder (11 bzw. in) verbunden sind, so. daß beispielsweise bei Schuhen aus verschiedenen Ledersorten Multiplikationen der Angaben der Antriebsscheibe. mit verschiedenen Faktoren erreicht werden können.
6. Maschine, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die radiale Einstellung des Zählrades (11 bzw. in) durch eine mit Gradeinteilung versehene Scheibe ersichtlich gemacht wird, und zwar einerseits an einer den erwähnten empirischen Faktor angebenden Skala und andererseits an einer den Schuhweiten Rechnung tragenden Skala, welche die Schauöffnung für die erstgenannte Skala samt der Scheibe einstellt.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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