DE293447C - - Google Patents

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DE293447C
DE293447C DENDAT293447D DE293447DA DE293447C DE 293447 C DE293447 C DE 293447C DE NDAT293447 D DENDAT293447 D DE NDAT293447D DE 293447D A DE293447D A DE 293447DA DE 293447 C DE293447 C DE 293447C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01FMEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
    • G01F23/00Indicating or measuring liquid level or level of fluent solid material, e.g. indicating in terms of volume or indicating by means of an alarm
    • G01F23/14Indicating or measuring liquid level or level of fluent solid material, e.g. indicating in terms of volume or indicating by means of an alarm by measurement of pressure
    • G01F23/16Indicating, recording, or alarm devices being actuated by mechanical or fluid means, e.g. using gas, mercury, or a diaphragm as transmitting element, or by a column of liquid
    • G01F23/162Indicating, recording, or alarm devices being actuated by mechanical or fluid means, e.g. using gas, mercury, or a diaphragm as transmitting element, or by a column of liquid by a liquid column

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Filling Of Jars Or Cans And Processes For Cleaning And Sealing Jars (AREA)

Description

KAISERLICHES Jk
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 293447 KLASSE 74 b. GRUPPE
OTTO SCHWERIN in BERLIN-FRIEDENAU.
Füllungsfernanzeiger für Flüssigkeitsbehälter. Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. November 1915 ab.
Der Füllungsfernanzeiger hat folgende Zwecke:
1. den Füllungsgrad von Flüssigkeitsbehältern anzuzeigen, deren Lage die Anbringung der bekannten einfachen Einrichtungen zum Erkennen des Füllungsgrädes (Wasserstandsgläser usw.) nicht zuläßt, ζ. B. Doppelbodenzellen von Schiffen, Sammelbrunnen, in der Erde liegende Behälter feuergefährlicher Flüssigkeiten usw.;
2. den Füllungsgrad von Flüssigkeitsbehältern anzuzeigen, deren Füllstelle (Pumpe oder Ventil an der Fülleitung) in einer größeren Entfernung von dem Behälter oder in einem anderen Raum wie der Behälter liegt;
3. den Füllungsgrad von Flüssigkeitsbehältern, wie sie unter 1. und 2. beschrieben, gefahrlos anzuzeigen, wenn die Behälter feuer- oder explosionsgefährliche Flüssigkeiten enthalten.
Der Füllungsfernanzeiger ist folgendermaßen eingerichtet:
Ein Glaszylinder D steht durch die Rohrleitungen α und b mit dem Flüssigkeitsbehälter A in Verbindung. Das Rohr α ist fast bis auf den Boden des Behälters geführt. Seine Durchführung durch das Entlüftungsrohr B ist nicht erforderlich; es kann unmittelbar in den Behälter geführt werden.
Der Saugraum einer Luftpumpe G steht durch Rohrleitung c mit dem Glaszylinder und
30. ihr Druckraum durch Rohrleitung f mit dem Entlüftungsrohr in Verbindung. Die Rohrleitung f braucht nicht in das Entlüftungsrohr zu münden, sondern" kann nach einer anderen geeigneten Stelle geführt werden.
Fin Federdruckmesser F, an Stelle dessen auch ein Flüssigkeitsdruckmesser treten kann, ist durch ein Rohr G mit einem Dreiwegehahn E verbunden, der durch die Feder h in der Stellung ι gehalten wird und, wenn in Stellung 2 gebracht, beim Freigeben selbsttätig wieder in Stellung 1 zurückgezogen wird. Er verbindet in Stellung 1 den Druckraum der Luftpumpe mit dem Glaszylinder D durch die Rohre e, d und c und in Stellung 2 den Luftdruckmesser F mit. dem Glaszylinder durch die Rohre g, d und c.
C ist ein Absperrhahn, der durch Plombenverschluß in geöffneter Stellung gehalten wird, und nur zu schließen ist, wenn der Glaszylinder zerbrechen sollte oder Beschädigungen an anderen Teilen vorkommen sollten.
Der Füllungsfernanzeiger arbeitet in folgender Weise:
i. Sobald die durch das Füllrohr H in den Behälter A eintretende Flüssigkeit das in bekannter Weise angeordnete Entlüftungsrohr B erreicht, wird die über der Flüssigkeit stehende Luftmenge von der Außenluft abgeschlossen und 'zusammengedrückt und hindert in gewissem Grade den weiteren Eintritt von Flüssigkeit in den Behälter. Hierdurch steigt die Flüssigkeit (in gleicher Weise wie im Entlüftungsrohr) durch die Rohre α und b in den Glaszylinder D, aus dem die Luft durch die Rohre c, d und e entweicht. Sobald die Flüssigkeit die auf dem Glase angebrachte Marke erreicht hat, soll der festgesetzte Füllungsgrad des Behälters erreicht sein. Es muß daher die Länge des in den Behälter ragenden T-eiles des Entlültungsrohres so bemessen sein, daß bei dem in Aussicht genommenen höchsten Flüssigkeitsstand die abgeschlossene Luft in dem Maße zusammengedrückt ist, daß sie die
Flüssigkeit bis zur Marke des Glaszylinders drückt.
2. Soll während des Füllens des Behälters, oder nachdem ein Teil'seines Inhalts entleert ist, der vorhandene Flüssigkeitsstand oder Flüssigkeitsinhalt festgestellt werden, so wird der Dreiwegehahn E in die Stellung 2 gebracht, wodurch der Luftdruckmesser mit dem Glaszylinder verbunden und die Verbindung des Glaszylinders mit der Außenluft unterbrochen wird. Alsdann wird mit der Luftpumpe eine so große Luftverdünnung im Glaszylinder erzeugt, daß die Flüssigkeit aus dem Behälter A bis zur Marke des Glaszylinders steigt. Die Größe der hierzu erforderlichen Luftverdünnung wird vom Luftdruckmesser abgelesen. Es läßt sich hieraus der Höhenunterschied zwischen Marke und Flüssigkeitsspiegel, ferner die ■ Flüssigkeitshöhe und die Flüssigkeitsmenge im Behälter in bekannter Weise berechnen. Da bei demselben Behälter einer bestimmten Luft Verdünnung im Glaszylinder immer derselbe. Flüssigkeitsstand oder dieselbe Flüssigkeitsmenge im Behälter entspricht, so kann auf dem Zifferblatt des Luftdruckmessers anstatt des Luftdruckes unmittelbar der Flüssigkeitsstand oder die Flüssigkeitsmenge, welche den verschiedenen Zeigerstellungen entspricht, angegeben werden.
Zu der Ausführung des Füllungsfernanzeigers wird folgendes bemerkt:
i. Sämtliche Einzelheiten sind bekannt und werden für sich nicht als schutzfähig angesehen; neu ist dagegen ihre Anordnung und Anwendung für die oben angegebenen Zwecke.
2. Die Bestimmung der Flüssigkeitshöhe im Behälter durch Erzeugung und Messung derjenigen Luftverdünnung, die zum Ansaugen der Flüssigkeit bis zu einer bestimmten Höhe (Marke im Glaszylinder) notwendig ist, hat gegenüber dem bekannten Apparat, der auf Erzeugung und Messung der Luftpressung beruht, die zum Überwinden des Druckes der im Behälter befindlichen Flüssigkeitshöhe nötig ist, den Vorteil, daß Undichtigkeiten, besonders des Kolbens der Luftpumpe entweder ohne Einfluß auf das Meßergebnis sind oder sich dadurch bemerkbar machen, daß das Ansaugen der Flüssigkeit bis zur Marke nicht möglich ist.
Beim Messen mit dem Druckluftapparat kommt es dagegen häufig vor, daß der Kolben oder andere Teile so viel Luft durchlassen, daß der zur Überwindung der Flüssigkeitshöhe erforderliche Druck gar nicht erreicht wird und daher ein kleinerer Füllungsgrad angezeigt wird als tatsächlich vorhanden ist.
3. Die in dem Füllungsfernanzeiger aufsteigende Flüssigkeif oder sich aus der Flüssigkeit entwickelnde Gase können in den Raum, in dem sich der Apparat befindet, selbst bei Überfüllung des Behälters nicht austreten; diese Anordnung ist hauptsächlich für Behälter vorteilhaft, in denen feuergefährliche Flüssigkeiten oder solche, aus denen sich explosionsgefährliche Gase entwickeln können, gelagert werden.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Füllungsfernanzeiger für Flüssigkeitsbehälter, dadurch gekennzeichnet, daß ein Glaszylinder, von dessen unterem Ende ein Rohr bis fast auf den Boden des Flüssigkeitsbehälters führt, mit einem Luftdruckmesser und einer Luftpumpe verbunden ist und die Höhe des Flüssigkeitsstandes oder der Inhalt des Behälters dadurch ermittelt wird, daß die zum Ansaugen der Flüssigkeit bis zur Marke des Glaszylinders erforderliche Luftyerdürinung mit der Luftpumpe hergestellt und durch den Luftdruck- messer angezeigt wird, dessen Skala zweckmäßig gleich nach den den Luftdrücken entsprechenden Flüssigkeitshöhen geeicht ist.
2. Füllungsfernanzeiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Dreiwegehahn unter der Wirkung einer Feder für gewöhnlich den Luftdruckmesser abschaltet und das obere Ende des Glaszylinders, um das Entweichen der in ihm befindlichen Luft zu ermöglichen, offen hält, hingegen bei Drehung um 90 ° den Luftdruckmesser mit dem Glaszylinder verbindet, und diesen selbst von der Außenluft absperrt, damit nunmehr mit der Luftpumpe der Füllungsgrad des Flüssigkeitsbehälters festgestellt we den kann.
3. Füllungsfernanzeiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die.bcim Füllen oder Überfüllen des Flüssigkeitsbehälters etwa aus dem Glaszylinder und den Rohrleitungen austretende Flüssigkeit oder die durch die Luftpumpe aus dieser herausgesaugten Gase durch eine Rohrleitung in das Entlüftungsrohr des Flüssigkeitsbehälters oder nach einer Stelle geführt werden, wo ihr Austritt unschädlich ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2625042A (en) * 1948-01-07 1953-01-13 Magnetrol Inc Liquid level responsive mechanism

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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