DE88033C - - Google Patents
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- G01—MEASURING; TESTING
- G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
- G01N7/00—Analysing materials by measuring the pressure or volume of a gas or vapour
- G01N7/02—Analysing materials by measuring the pressure or volume of a gas or vapour by absorption, adsorption, or combustion of components and measurement of the change in pressure or volume of the remainder
- G01N7/04—Analysing materials by measuring the pressure or volume of a gas or vapour by absorption, adsorption, or combustion of components and measurement of the change in pressure or volume of the remainder by absorption or adsorption alone
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. Juli 1895 ab.
Durch den nachstehend beschriebenen Apparat soll die Ausführung chemischer Analysen von
Gasen genügend vereinfacht werden, um solche fortlaufend selbstthä'tig in so kleinen Zeitabschnitten
wiederholen zu können, dafs ein beliebig genauer Durchschnitt der veränderlichen
Zusammensetzung erzielt wird und nur abgelesen zu werden braucht.
In Fig. ι der beiliegenden Zeichnung ist a
eine bis zur Linie b mit Quecksilber gefüllte pneumatische Wanne. Im Boden derselben ist
ein Rohr c c1 angebracht, dessen eines Ende c
mit der zu untersuchenden Gasquelle, das andere c1 mit einem Aspirator (ζ. Β. einem
Schornstein) verbunden ist, so dafs beständig ein Strom des zu untersuchenden Gases in der
Richtung der Pfeile durch dieses Rohr geht.
An das Rohr ist ein Hahn d angeschlossen, dessen Kegel eine Höhlung besitzt, die in der
gezeichneten Hahnstellung mit einer entsprechenden Menge Gas gefüllt ist. Wird der Hahn
um etwas mehr als 90° gedreht, so entweicht das Gas aus der Höhlung durch das Quecksilber
nach oben in die ebenfalls eingetauchte Bürette e e1, welche mit einer chemisch wirkenden
Flüssigkeit (z. B. Kalilauge) gefüllt ist. Während die Gasblase emporperlt, giebt sie
einen entsprechenden Bestandtheil (z.B. Kohlensäure) ab, und der Rest wird in der Bürette
oben aufgefangen, indem eine entsprechende Menge Flüssigkeit durch den Stutzen g in eine
damit verbundene Flasche m verdrängt wird.
Wird der Hahnkegel wieder zurückgedreht, so fällt das in die Höhlung getretene Quecksilber
aus dieser heraus, in den Rohrsack h und fliefst aus diesem über in den untergestellten
Quecksilbernapf k, aus welchem es am Schlufs wieder in die Wanne zurückgegossen
wird. Bei jedem Umgiefsen geht das Quecksilber durch ein Filter f und fl. Nach einer
bestimmten Zeit, während welcher bei nicht reducirtem Gase die Bürette gerade gefüllt sein
würde, wird die Flasche m gehoben, bis der Flüssigkeitsspiegel in ihr mit dem in der Bürette
gleich hoch steht. Diese Höhe über dem Nullpunkte der Scala giebt das absorbirte, durch
Flüssigkeit ausgefüllte Gasvolumen an.
Eine solche Bürette mit Mefshahn kann für jeden Bestandtheil eines Gases vorhanden sein,
dann lassen sich sämmtliche Bestandteile sofort hinter einander ablesen. Wird eine dieser
Büretten mit reinem Wasser gefüllt, so findet in ihr keine Absorption statt; man kann dann
zu jeder beliebigen Zeit die Gasmengen ablesen und durch den Vergleich der verschiedenen
Büretteninhalte mit dem in der nicht absorbirenden Bürette die Mengen ' der einzelnen
Gasbestandtheile erkennen.
Endlich kann man den in einer Bürette aufgefangenen Gasinhalt am Schlüsse der Sammelzeit
nach einander in die übrigen Büretten in passender Reihenfolge überführen und die
jedesmal absorbirte Gasmenge ablesen.
Als Beispiel für einen einfachen und billigen, den Apparat selbsttätig treibenden Motor ist
in der Zeichnung (Fig. 1) ein regelmäfsig fliefsender Wasserstrahl / angenommen, welcher
in einen im Gestell des Apparates angebrachten Kippkasten η fliefst und die Achse desselben
in eine schwingende Bewegung versetzt, die
auf den Hahnkegel mittelst einer Kuppelstange übertragen wird. Das verbrauchte, bei ρ abfliefsende
Wasser kann in einem untergestellten Gefäfse aufgefangen und durch Hochstellen desselben kann die motorische Energie wieder
hergestellt werden.
Um zu erreichen, dafs nicht nur der Durchschnitt, sondern auch der Verlauf der Veränderungen
in der Zusammensetzung eines Gases festgestellt werde, ist die Einrichtung so zu treffen, dafs, wie in Fig. 2 dargestellt, ein
gröfseres Schöpfgefäfs d1 angewendet wird, dessen Inhalt mit dem der Bürette gerade übereinstimmt.
Ein beständiger Strom des zu untersuchenden Gases wird, wie die Pfeile andeuten,
durch den Raum R hindurchgeleitet. Soll eine Analyse ausgeführt werden, so wird die Kurbel
k nach der anderen Seite A:1 gelegt, wodurch das Schöpfgefäfs sich theilweise aus dem
Quecksilber hebt und durch die Oeffnung 0 entleert, also mit Probegas sich anfüllt'. Darauf
legt man die Kurbel wieder zurück, wobei eine bestimmte Menge Gas abgefangen wird,
welche bei der tiefsten Lage des Mefsgefäfses durch die kleine Oeffnung i entweicht und in
der Bürette emporperlt, um dort, wie schon beschrieben, die absorbirte Menge eines Gasbestandtheiles
anzuzeigen.
Claims (2)
1. Ein Apparat zur Ausführung von Gasanalysen in grofser Anzahl, bestehend aus
einer pneumatischen Wanne, die eine chemisch wirkende Absorptionsflüssigkeit
über Quecksilber enthält, unter dem mittels eines Mefsgefäfses in bestimmten Z wischen-
: räumen Gasproben geschöpft und emporgelassen
werden, welche in der chemischen Flüssigkeit den zu bestimmenden Gasbestandtheil
abgeben, während die Gasreste der einzelnen Proben in einer Bürette gesammelt und ihrem Gesammtvolumen nach
gemessen werden, um aus dieser Messung den Durchschnittsgehalt der entnommenen Probenreihe unmittelbar zu erhalten.
2. Die mehrfache Anordnung des unter 1. benannten Apparates an einer gemeinschaftlichen
Gasquelle zu dem Zwecke, um gleichzeitig gleiche Gasmengen durch verschiedene Absorptionsflüssigkeiten zu leiten und mehrere
Gasbestandtheile gleichzeitig zu bestimmen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE88033C true DE88033C (de) |
Family
ID=359957
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT88033D Active DE88033C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE88033C (de) |
-
0
- DE DENDAT88033D patent/DE88033C/de active Active
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