DE39595C - Gasbürette - Google Patents
GasbüretteInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
- G01N7/00—Analysing materials by measuring the pressure or volume of a gas or vapour
- G01N7/02—Analysing materials by measuring the pressure or volume of a gas or vapour by absorption, adsorption, or combustion of components and measurement of the change in pressure or volume of the remainder
- G01N7/04—Analysing materials by measuring the pressure or volume of a gas or vapour by absorption, adsorption, or combustion of components and measurement of the change in pressure or volume of the remainder by absorption or adsorption alone
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
BRUNO FRANKE in BERLIN. Gasbürette.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. December 1886 ab.
Eine Gasbürette, die durch einen Hahn b, der eine Bohrung von mindestens 1 cm Weite
besitzt und an welchen die beiden Rohre ohne Verjüngung geradlinig angesetzt sind, in
zwei Räume getheilt wird, wovon der eine Raum A der eigentliche Gasmefsraum ist, der inclusive
der Bohrung des Verbindungshahnes b ein bestimmtes Volumen (100 ecm) ,enthält
und an seinem anderen Ende durch einen Hahn α abgeschlossen werden kann. Der
Nullpunkt der Theilscala liegt in der Verbindungshahnbohrung b. Der andere Raum B,
der zur Einführung der Reagentien dient, soll ungefähr 50 ecm Inhalt besitzen und wird an
seinem offenen Ende durch eine gut eingeschliffene Kappe c mit Hahn, luftdicht abgeschlossen.
Bei eingeschobener Kappe und offenem Verbindungshahn b besteht die Bürette
dann aus einem Raum A und B, der in seiner ganzen Ausdehnung als Absorptionsraum dient und an beiden Seiten durch Hähne
abgeschlossen werden kann.
Diese Gasbürette soll ermöglichen, dafs mit einem Male viel Reagens ohne jedwedes Saugen
zugeführt werden und dafs dasselbe nach dem Gebrauch auf demselben Wege aus der Bürette entfernt werden kann, so dafs kein
Verlust an Reagens stattfindet. Ferner soll durch die einfache Stellung des Verbindungshahnes b ein bestimmtes Gasvolumen unter
gewöhnlichem Luftdruck abgeschlossen werden können.
Man gebraucht die Bürette in folgender Weise:
Nachdem durch Durchsaugen oder Durchdrücken die Bürette mit dem zu untersuchenden
Gase gefüllt ist, schliefst man Hahn a, schaltet die Bürette aus der Leitung und
schliefst sogleich Hahn b, wodurch man genau 100 ecm des zu untersuchenden Gases unter
gewöhnlichem Atmosphärendruck eingeschlossen hat. Hierauf wird die Kappe herabgenommen
und die betreffende Absorptionsflüssigkeit bis zur vollständigen Füllung des Raumes B eingegossen.
Es wird sodann die Kappe mit offenem Hahn eingeschoben, der sogleich geschlossen
wird. Die geringe Menge Reagens, die sich oberhalb der Kappe befindet, wird
ausgegossen. Es wird nun der Verbindungshahn b geöffnet, wonach dann die Absorptionsflüssigkeit
nach Raum A fliefst, während das Gas nach Raum B wandert. Nach gutem
Durchschütteln stellt man die Bürette in senkrechte Lage, und zwar so, dafs der Kappenhahn
nach unten steht. Man wartet nun die kurze Zeit, bis die Absorptionsflüssigkeit den
Raum B wieder vollständig angefüllt hat, schliefst dann Hahn b, zieht die Kappe mit
offenem Hahn ab, giefst die Kalilauge aus, spült den Raum B gut mit Wasser aus, füllt ihn
sodann vollständig mit Wasser und schiebt die Kappe in angegebener Weise ein. Hierauf
taucht man die Bürette in Wasser ein, öffnet Hahn b, wobei man bemerkt, dafs das Wasser
im Mefsraum bis zu einer gewissen Höhe steigt. Man taucht nun die Bürette so weit in Wasser ein,
bis dasselbe innen und aufsen gleich hoch steht, und liest die Anzahl Cubikcentimeter ab, wobei
man direct die Volumenprocente des ab-
sorbirten Gases kennen lernt. Man kann nun auf dieselbe Weise leicht ein zweites oder
drittes Gas in demselben Gase bestimmen, indem man einfach die betreffende Absorptionsflüssigkeit
anwendet.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Gasbürette, deren zur Aufnahme des Reagens dienender Behälter (B) mit dem Mefsraum (A) durch einen mit weiter Bohrung versehenen Hahn (b) verbunden ist, an welchen die beiden Behälter (A und B) ohne Verjüngung angesetzt sind und durch dessen Stellung im Mefsraume (A) ein bestimmtes Gasvolumen abgeschlossen wird, während das offene Ende des Behälters (B) durch einen eingeschliffenen Stopfen mit Hahn (c) luftdicht abgeschlossen wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE39595C true DE39595C (de) |
Family
ID=315214
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT39595D Expired - Lifetime DE39595C (de) | Gasbürette |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE39595C (de) |
-
0
- DE DENDAT39595D patent/DE39595C/de not_active Expired - Lifetime
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