DE2928603A1 - Quaternaere ammoniumverbindungen, deren herstellung und deren verwendung als waescheweichspuelmittel - Google Patents

Quaternaere ammoniumverbindungen, deren herstellung und deren verwendung als waescheweichspuelmittel

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DE2928603A1 DE19792928603 DE2928603A DE2928603A1 DE 2928603 A1 DE2928603 A1 DE 2928603A1 DE 19792928603 DE19792928603 DE 19792928603 DE 2928603 A DE2928603 A DE 2928603A DE 2928603 A1 DE2928603 A1 DE 2928603A1
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Adolf Dr May
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Description

2328603
HOECHST AKTIENGESELLSCHAFT HOE 79/F 188 Dr.OT/St
Quaternäre Ammoniumverbindungen, deren Herstellung und deren Verwendung als Wäscheweichspülmittei
Gegenstand der Erfindung sind quaternäre Ammoniumverbin- , düngen der Formel 1
R„ ,-, A-COR , .
A (1) ■ * B-H
worin R1 Alkyl, 2-Hydroxialkyl oder Alkenyl mit jeweils 8 bis 30 C-Atomen, R2 C^-C^-Alkyl, oder Benzyl, A eine Gruppe der Formeln
CH-(CH)m-o4- -CH2-CH-CHO- oder -CH--CHO-
XY ii Oh CH2Oh
B die gleiche Bedeutung wie A hat und zusätzlich eine C1-C4-Alkylengruppe, R Cg-C30-Alkyl oder Alkenyl, X und Y Wasserstoff oder Methyl, wobei X und Y jedoch nicht gleichzeitig Methyl sind, m 1 oder 2, η eine Zahl von 1 bis
und A ein Anion bedeutet.
Bevorzugt sind solche Verbindungen der Formel 1, worin R1 Alkyl, 2-Hydroxialkyl oder Alkenyl mit jeweils 14 C-Atomen, R_ Methyl, R C. .-C24~Alkyl oder Alkenyl, m eine Zahl von 1 bis 5, A ein Halogen-, Methosulfat- oder Methophosphat-Ion bedeutet und A, B, X, Y und m die oben genannte Bedeutung haben.
Insbesondere bevorzugt sind Verbindungen der Formel 1, worin R^ C-g-C-g-Alkyl oder Alkenyl, R„ Methyl, R C16-C18 Alkyl oder Alkenyl, A und B ein. Gruope der Formel
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und A ein Chlorid- oder Methosulfat-Ion bedeutet.
Diese Verbindungen werden hergestellt, indem man eine Verbindung der Formel 2
^ A-H
R1 - N CT (2)
zunächst mit einer Säure der Formel 3
R-COOH (3)
oder dem entsprechenden Säurechlorid umsetzt. Dabei erhält man als Zwischenprodukt die Verbindung der For mel 4
15 ^. A-COR
f (4)
die dann mit einer Verbindung der Formeln
R2~z' (R2O)SO2 oder <R2Oi3PO
quaterniert wird, wobei Z Halogen bedeutet.
Die Umsetzung in der ersten Stufe erfolgt vorzugsweise mit der freien Fettsäure in Abwesenheit von Lösungsmitteln und bei Temperaturen von ca. 130 bis 1800C, vorzugsweise 150 bis 170eC. Zur Beschleunigung der Reaktion setzt man vorteilhaft geringe Mengen eines sauren Katalysators zu, wie etwa p-Toluolsulfonsaure. Das Molverhältnis der Fettsäure der Formel 3 zu dem Aminoxalkylat der Formel 2 beträgt 0,7 bis 1,1 vorzugsweise 0,7 bis 0,9 Mol Fettsäure auf 1 Mol Aminoxalkylat. Das so erhaltene Zwischenprodukt der Formel 4 wird dann in einem Alkohol gelöst oder in {fässer dispergiert und mit einer Verbindung der obigen Formeln in üblicher Heise quaterniert bei Temperaturen unterhalb 100aC, vorzugsweise bei 40 - 8O-C. Man
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kann diese Reaktion auch in Abwesenheit eines Lösungsmittels durchführen. Beim Arbeiten in einem Lösungs- oder Verdünnungsmittel erhält man Konzentrate mit einem Gehalt von ca. 20 bis 35 Gew.-% der Verbindung der Formel 1. Durch Abdestillieren des Wassers bzw. Lösungsmittels lassen sich die Verbindungen der Formel 1 in reiner Form, gewinnen. Die Konzentrate können aber auch zum weiteren Gebrauch direkt verdünnt werden auf einen Gehalt von ca. 1 bis 30, vorzugsweise 4 bis 10 Gew.-%.
■ .. .
Die als Ausgangsprodukte dienenden Verbindungen der Formel 2 sind als solche bekannt. Sie werden erhalten durch Oxalkylierung von Fettalkylaminen oder durch Reaktion von Fettaminen mit 2,3-Epoxypropanol. Als Fettalkylamine kommen beispielsweise Dodecyl-, Myristyl-, Cetyl-, Oleyl-, Behenyl- oder bevorzugt Stearylamin in Frage oder Gemische solcher Fettalkylamine, die sich von natürlich vorkommenden Fetten wie etwa Cocosöl oder Talg ableiten.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel 1 eignen sich als Wäscheweichspülmittel und werden in Form wäßriger Dispersionen mit einem Wirksubstanzgehalt von 1 bis 15 Gew.-% meist 4-10 Gew.-% der Verbindungen der Formel 1 im Anschluß an die Wäsche des Textilmaterial in das letzte Spülbad gegeben. Danach wird das Textilmaterial getrocknet. Diese Wäscheweichspülmittel können außerdem noch weitere Substanzen und Hilfsmittel enthalten wie sie üblicherweise in Wäscheweichspülmitteln mitverwendet werden. Hierzu gehören z.B. kationische oder nichtionische oberflächenaktive Substanzen, Elektrolyte, Absäuerungsmittel, organische1 Komplexbildner, optische Aufhellungsmittel oder Lösungsvermittler sowie Färb- und Duftstoffe. Die Produkte dienen zur zusätzlichen Beeinflussung des Warengriffs oder sonstiger Eigenschaften der zu behandelnden Textilien oder zur Viskositätseinstellung, der pH-Regulierung oder zur Erhöhung der Kältestabilität der Lösungen.
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ORIGINAL-INSPECTED
Die Verbindungen gemäß der Erfindung verleihen beliebigen Textilmaterialien, besonders solchen aus natürlicher oder regenerierter Cellulose, Wolle, Celluloseacdat, Tr iacetat, Polyamid, Polyacrylnitril, Polyester, Polypropylen einen angenehmen und weichen Griff. Besonders vorteilhaft ist der Einsatz als Wäschenachbehandlungsmittel für Frottee- und Leibwäsche.
Die Herstellung der neuen quartären Ammoniumverbindung gemäß der vorliegenden Erfindung wird in folgenden Beispielen weiter erläutert. Sofern nicht anders angegeben beziehen sich alle Prozentangaben auf das Gewicht .
Beispiel 1
In einem 500 ml Kolben*, versehen mit Rührer, Stickstoffeinlaß, Kontaktthermometer und absteigendem Kühler, werden 171,5 g der Verbindung der Formel
C18H37-N
CH2CH2OH CH2CH2OH
104 g Stearinsäure, 2 g Hydrazinhydrat und 2 g p-Toluolsulfonsäure unter Stickstoff vorgelegt und langsam auf 1500C erhitzt. Nach einer Stunde wird die Temperatur auf 1750C erhöht und solange beibehalten, bis die Säurezahl kleiner als 6 ist. Das freiwerdende Reaktionswasser wird dabei kontinuierlich abdestilliert. Danach läßt man auf 700C abkühlen, versetzt mit ca. 112 ml warmen Wasser und überführt die 700C warme Mischung in einen 1 Liter Autoklaven. Nach Verschließen des Autoklaven wird 2 χ Stickstoff aufgedrückt und vorsichtig entspannt. Danach wird aus einer Bombe bei 70 - 800C solange Methylchlorid gasförmig aufgedrückt, bis ein Druck von 4,0 atü erreicht ist. Man rührt zwei Stunden bei 600C nach und entspannt vorsichtig. Man erhält ca. 400 g einer bei Raumtemperatur wachsartiger Masse mit
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ORIGINAL INSPECTED
- sr -
. Λ.
einem Peststoffgehalt von ca» 75 %.
Beispiel 2
In einer Apparatur wie bei Beispiel 1 werden 231 g der Ausgangsverbindung aus Beispiel 1 und 109,5 g Stearinsäure (Molverhältnis Aminoxethylat: Stearinsäure 1 : 0,7 umgesetzt wie in Beispiel 1 beschrieben. Nach 7 h bei 1750C werden 323 g Monoester mit einer Säurezahl von 4,5 erhalten. Es werden 30 Gewichtsprozent warmes Wasser hinzugesetzt und die 700C warme Mischung in einen 1 Liter Autoklaven Überführt. Nach Spülung mit Stickstoff wird aus einer Bombe bei 70 - 800C solange gasförmiges Methylchlorid aufgedrückt, bis ein konstanter Druck von 4,0 atü erreicht wird. Man rührt zwei Stunden bei 60°C nach und entspannt vorsichtig. Man erhält 440 g einer bei Raumtemperatur waehsartigen.Masse mit einem Peststoffgehalt von 74 %.
Beispiel 3
In einer Apparatur wie in Beispiel 1 erwähnt werden 120 g der Verbindung der Formel
. - ^CH2CH2OM
R1= Talgfettalkyl ^ CH2CH2OH -
■■■"/'..■■
und 71,2 g Talgfettsäure (Molverhältnis Aminoxethylat: Talgfettsäure 1:0,8) wie in Beispiel 1 beschrieben umgesetzt« Nach 7 h bei 1750C werden 179 g Ester mit einer Säurezahl von 5,1 erhalten. Es werden 30 Gewichtsprozente Wasser hinzugesetzt und die 70 - 75°C warme Mischung in einem 1 Liter Autoklaven tiberführt. Nach Spülung mit Stickstoff wird aus einer Bombe bei 70 - 800C solange gasförmiges Methylchlorid aufgedrückt, bis ein konstanter Druck von 4,0 atti erreicht ist Man rührt zwei stunden bei 600C nach und entspannt «orstichtig. Man erhält ca. 270 g einer wachsartigen Masse mit einem Peststoffgehalt von 73 %.
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ORIGINAL INSPECTED
-Jir-
Belsplel 4
In einer Apparatur wie bei Beispiel 1 werden 184 g Di-(2,3-dihydroxypropyl)stearylamin und 100 g Stearinsäure (Molverhältnis Aminoxalkylat : Stearinsäure 1:0,89) wie in Beispiel 1 beschrieben umgesetzt. Nach 7 h bei 175°C werden 270 g Monoester mit einer Säurezahl von 5 erhalten. Es werden ca. 30 Gewichtsprozente warmes Wasser hinzugesetzt und die 700C warme Mischung in einen 1 Liter Autoklaven überführt. Nach Spülung mit Stickstoff wird aus einer Bombe bei 70 - 800C solange Methylchlorid gasförmig aufgedrückt bis ein konstanter Druck von 4,0 atü erreicht wird. Man rührt zwei Stunden bei 600C nach und entspannt vorsichtig. Man erhält 400 g einer bei Raumtemperatur wachsartigen Masse mit einem Feststoffgehalt von 75 %.
Beispiel 5
In einer Apparatur wie bei Beispiel 1 werden 176 g Di-2-hydroxyethyl -(2-hydroxypentadecyl/octadecyl)amin und 117 g Stearinsäure (Molverhältnis Aminoxethylat : Stearinsäure 1/0,91) wie beschrieben umgesetzt. Nach 7 h bei 175°C werden 279 g Kondensationsprodukt mit einer Säurezahl von 6 erhalten. Es werden 30 Gewichtsprozent warmes Wasser hinzugesetzt und die 700C warme Mischung in einen 1 Liter Autoklaven überführt. Nach Spülung mit Stickstoff wird aus einer Bombe bei 70 - 800C solange Methylchlorid aufgedrückt, bis ein konstanter Druck von 4,0 atü erreicht ist« Man rührt zwei Stunden bei 600C nach und entspannt vorsichtig. Man erhält 420 g einer bei Raumtemperatur wachsartigen Masse mit einem Feststoffgehalt von 72 %.
Beispiel 6
In einer Apparatur wie bei Beispiel 1 werden 156 g Methyl-(2,3-dihydroxypropyl)-stearylamin und 91 g Stearinsäure (Molverhältnis Aminoxalkylat ! Stearinsäure 1:0,88) wie
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-s-
beschrieben umgesetzt. Nach 7 h bei 175°C werden 225 g Ester mit einer Säurezahl von 6 erhalten. Es werden 30 Gewichtsprozente warmes Wasser eingerührt und die 700C warme Mischung in einen 1 Liter Autoklaven überführt. Nach Spülung mit Stickstoff wird aus einer Bombe bei 70 - 800C solange Methylchlorid gasförmig aufgedrückt bis ein konstanter Druck von 4,0 a tu erreicht wird. Man rührt zwei Stunden bei 600C nach und entspannt vorsichtig. Man erhält 360 g einer bei Raumtemperatur wachsartigen Masse mit einem Feststoffgehalt von 71 %.
Die Konstitution der nach den Beispielen 1 bis 6 erhaltenen Verbindungen der Formel 1 ist aus der folgenden Tabelle ersichtlich
CH2CH2OCC17H35 Beispiel 1: - ^-lN \ Cl* .
H3C
CH2CH2OH
Beispiel 2: Beispiel 3:
gleiches Endprodukt wie Beispiel 1 Ri^ ( + \ ^ CH„CH„OR ,_» R1= Talgfettalkyl
CH2CH2OR
Cl
CH2CH2OH
R= Talgfettacyl
25
Beispiel 4:
CH
A~COC17H35
A-H
Cl
30 35
Beispiel 5:
A= Gemisch der Gruppen -CH--CH-CHO- und
OH
-CH2-CHO-CH2OH
CH2CH2OCC17H35
CH2CH2OH
Cl
Gemisch aus 2-Hydroxipentadecyl und Öctadecyl
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Beispiel 6:
CH3"— ^ CH3 x
A= Gemisch der Gruppen -CH2-CH-CHO- und -CH2-CHO- OH
CH2OH
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Claims (1)

  1. Patentansprüche:
    worin R- Alkyl, 2-Hydroxialkyl oder Alkenyl mit jeweils 8 bis 30 C-Atomen, R2 C1-C4~Alkyl oder Benzyl, A eine Gruppe der Formeln
    --CH- (CH) _ I I m X Y
    -i
    -CH2-CH-CHO-OH
    oder
    -CH0-CHO-
    Δ ι
    CH2OH
    B die gleiche Bedeutung wie A hat und zusätzlich eine
    cr
    C.-Alkenylgruppe, R Cg-C^-Alkyl oder Alkenyl, X und Y Wasserstoff oder Methyl, wobei X und Y jedoch nicht gleichzeitig Methyl sind, m 1 oder 2, η eine Zahl von 1 bis 20 und A ein Anion bedeutet.
    Verbindungen der Formel 1 nach Anspruch 1 , wobei R.. Alkyl, 2-Hydroxialkyl oder Alkenyl mit jeweils 14 bis 24 C-Atomen, R2 Methyl, R C14-C3.-Alkyl oder Alkenyl, m eine Zahl von 1 bis 5, A ein Halogen-, Methosulf at- oder Methophosphat-Ion bedeutet und A, B, X, Y und m die obengenannte Bedeutung haben.
    Verbindungen der Formel 1 nach Anspruch 1, wobei R1 Cjg-Cjg-Alkyl oder Alkenyl, R3 Methyl, R c-\ß~c-\a~ Alkyl oder Alkenyl, A und B eine Gruppe der Formel
    und A ein Chlorid- oder Methosulfat-Ion bedeutet.
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    ORIGINAL INSPECTED
    ZL Verfahren zur Herstellung der Verbindungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der Formel
    ^- A~H
    D ■ R1-N CT
    ^ B-H
    zuerst mit einer Säure der Formel
    R-COOH
    oder dem entsprechenden Säurechlorid und dann mit einer Verbindung der Formeln
    R2-Z, (R2O)SO2 oder (RO)3PO umsetzt wobei Z Halogen bedeutet.
    ^. Verwendung der Verbindungen nach Anspruch 1 als Wäscheweichspülmittel.
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