DE2913103C2 - - Google Patents
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B1/00—Explosive charges characterised by form or shape but not dependent on shape of container
- F42B1/02—Shaped or hollow charges
- F42B1/032—Shaped or hollow charges characterised by the material of the liner
-
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- General Engineering & Computer Science (AREA)
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- Drilling And Exploitation, And Mining Machines And Methods (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Flachkegelladung gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine solche Ladung ist eine Ladung, die auf ihrer dem
Ziel zugewandten Seite einen Hohlraum aufweist, der
einen Kegel mit einem Öffnungswinkel von mehr als 110° bil
det oder eine ähnliche Form aufweist und mit einer
metallischen Einlage ausgekleidet ist.
Üblicherweise besteht eine solche Einlage aus Kupfer
und kann eine konstante oder unterschiedliche (von
der Spitze zur Kegelbasis zunehmende oder abnehmende)
Dicke aufweisen.
Die Detonation des Sprengstoffes verursacht die Ver
formung der Einlage, die sich in ein Geschoß verwan
delt, dessen Geschwindigkeit einige Kilometer pro Se
kunde erreicht. Dieses Geschoß kann in einer Platte
aus Stahl einen Krater verursachen, dessen Tiefe im
allgemeinen das 1,5- bis 3fache des Durchmessers der
Basis der Einlage beträgt.
Versuche haben gezeigt, daß die Formgebung der Einlage
die Eindringtiefe beeinflußt; ferner nimmt die Ein
dringtiefe mit der Masse der Einlage zu. Schließlich
wurde auch eine empirische Formel entwickelt, gemäß
deren die Eindringtiefe mit der spezifischen Masse des
Materials der Einlage zunimmt. Versuche mit einer
wolframhaltigen und somit sehr schweren Einlage haben
jedoch gegenüber einer solchen aus Kupfer keine nennens
werte Vergrößerung der Eindringtiefe erbracht.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Er
findung die Aufgabe zugrunde, die eingangs genannte
Flachkegelladung dahingehend weiterzubilden, daß ihre
Eindringtiefe verbessert wird.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1
gelöst.
Es hat sich nämlich herausgestellt, daß eine Einlage
aus einer Legierung, die einen erheblichen Anteil an
Tantal besitzt, eine erhebliche Vergrößerung der Ein
dringtiefe herbeiführt, wobei es jedoch erforderlich
ist, der Legierung
eine höhere Dichte als diejenige des Kupfers zu verleihen.
Im optimalen Grenzfall kann die "Legierung" vollständig
aus Tantal bestehen.
Nachdem die Einlage dank dem Vorhandensein des Tantals
eine höhere Dichte erhalten hatte, stellte man fest, daß
eine derartige Legierung auch ein verbessertes Fließver
mögen aufwies und dieses sogar unter den besonderen Be
dingungen der Detonation, d. h. unter den Bedingungen
einer schnellen Verformung, beibehielt. Auf diese Weise
wird eine Zerlegung vermieden, und das Geschoß erreicht
eine Eindringtiefe, die um 50% größer ist als die mit
den klassischen Einlagen erreichte.
Was die Legierung anbelangt, so kann das Tantal z. B.
mit Wolfram, Molybdän, Niobium oder anderen Metallen mit
spezifischen Eigenschaften legiert sein.
Die Dicke der Einlage nimmt vorzugsweise von ihrer runden
Grundfläche an zur Spitze hin ab, und das Verhältnis der
extremen Werte der Dicke liegt vorzugsweise zwischen 1,5
und 2. Auf diese Weise wird die Bildung des Geschosses
durch Implosion erleichtert.
Die erfindungsgemäße Einlage kann kegelförmig - mit einem
Öffnungswinkel größer als 110° - oder kugelhaubenförmig
sein, wobei die Höhe der Kugelhaube ungefähr 0,3mal so
groß ist wie der Durchmesser des Grundkreises oder darunter
liegt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung
werden anhand der Zeichnung näher
erläutert.
In der ohne Beschränkung der Allgemeinheit beigefügten
Zeichnung
- - stellt die Fig. 1 den axialen Schnitt einer ersten Ausführung der erfindungsgemäßen Ladung dar,
- - ist die Fig. 2 der entsprechende Schnitt einer zwei ten Ausführung der erfindungsgemäßen Ladung.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 1 besteht eine erfindungs
gemäße Ladung aus einer annähernd zylindrischen Spreng
stoffmasse 1, die an einem Ende mit einer symbolisch dar
gestellten Zündvorrichtung 2 versehen ist. Der Durchmes
ser der Ladung beträgt 25,4 Millimeter.
An ihrem anderen Ende besitzt die Ladung einen konischen
Hohlraum, der mit einer metallischen Einlage 3 verkleidet
ist. Diese Einlage hat eine konstante Dicke, so daß die
sie definierenden Kegel verschiedene Öffnungswinkel ª und
b haben. In dem beschriebenen Beispiel beträgt der Öffnungs
winkel ª des Innenkegels 129° und derjenige (b) des Außen
kegels 140°. Hieraus ergibt sich, daß die Dicke der
Einlage von der runden Grundfläche an zur Spitze hin
abnimmt.
Die parallel zur Achse der Ladung an der Grundfläche
gemessene Dicke h 1 beträgt 1,8 Millimeter.
Die Einlage 3 ist aus praktisch reinem Tantal hergestellt.
Eine Einlage ungefähr gleicher Masse, die aus Kupfer her
gestellt ist und die gleichen Öffnungswinkel ª und b
aufweist, würde eine Dicke h 1 von 2,5 Millimetern haben.
Versuche mit einer derartigen Einlage erlaubten, eine
Eindringtiefe von 63 Millimetern in Weichstahl zu erzie
len. Mit einer Einlage aus Tantal nach Fig. 1, erreicht
diese Tiefe 105 Millimeter, d. h. eine Verbesserung von
über 50%.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die Herstellung
von Einlagen aus reinem Tantal, sondern sieht auch die
Verwendung von Legierungen mit ausreichendem Tantalgehalt
vor, um eine größere Dichte als diejenige des Kupfers
zu erhalten. Diese Legierungen können Wolfram, Molybdän
oder Niobium enthalten. Als Beispiel können die Legie
rungen mit der Bezeichnung Ta-W10; Ta-W5, D 2,5; Ta-Nb 30
V 7,5 angeführt werden.
Die Einlage muß nicht genau konisch sein, sie kann auch
eine abgerundete Form ungefähr in denselben Proportionen
aufweisen.
In Fig. 2 wurde eine erfindungsgemäße Ladung wiederge
geben, die aus einer zylindrischen Sprengstoffmasse 11
mit einem Durchmesser von 25,4 Millimetern und einer Zünd
vorrichtung 12 besteht. Diese Ladung ist mit einer kugel
haubenförmigen Einlage 13, genauer gesagt einer durch zwei
nicht konzentrische Kugelhauben 13 ª und 13 b begrenzten
Einlage versehen, so daß die Dicke der Einlage von der
Grundfläche zum Scheitelpunkt hin abnimmt.
Die Höhe h 2 der äußeren Kugelhaube 13 ª beträgt 8 Milli
meter und muß in jedem Fall ungefähr 0,3mal so groß wie
der Durchmesser der Grundfläche sein oder darunter liegen,
um die Eigenschaften der Flachkegelladung beizubehalten.
Die Höhe h 3 der äußeren Kugelhaube 13 b beträgt 7 Milli
meter, wodurch sich am Scheitelpunkt eine Dicke von 1 Milli
meter ergibt. Die schräg, längs h 4, an der Grundfläche ge
messene Dicke beträgt 2 Millimeter.
Die Einlage 13 kann aus reinem Tantal oder aus einem der
für die Einlage 3 angegebenen Material hergestellt wer
den.
Selbstverständlich beschränkt sich die Erfindung nicht auf
die beschriebenen Beispiele, und man könnte zahlreiche
Varianten mit einer Einlage ähnlicher Zusammensetzung
oder Form konzipieren, vorausgesetzt man bleibt in den
angegebenen Grenzen.
Allgemein gilt, daß die Eindringtiefe des von der Ladung
gebildeten Geschosses mit zunehmender Dichte der Metall
einlage, also mit zunehmendem Tantalgehalt derselben
wächst. Optimale Ergebnisse werden daher mit einer voll
ständig aus Tantal bestehenden Einlage erzielt. Wird,
wie dies aus wirtschaftlichen oder anderen Gründen zweck
mäßig sein kann, ein geringerer Tantalgehalt der Einlage
gewählt, so ist darauf zu achten, daß die Legierung duktil
ist.
Claims (8)
1. Flachkegelladung mit einem eine Metalleinlage
enthaltenden Hohlraum an der dem Ziel zugewandten
Seite, dadurch gekennzeichnet, daß
diese Einlage (3; 13) aus einer Legierung besteht,
die mindestens 20% Tantal enthält und eine Dichte
aufweist, die größer ist als diejenige des Kupfers.
2. Ladung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Tantalgehalt über 50% liegt.
3. Ladung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß die Legierung zusätzlich
Wolfram enthält.
4. Ladung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Legierung zusätzlich Molybdän enthält.
5. Ladung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Legierung zusätzlich Niobium enthält.
6. Ladung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Dicke der Einlage (3; 13) von
der Grundfläche zur Spitze hin abnimmt.
7. Ladung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verhältnis zwischen der größten und kleinsten
Dicke der Einlage (3; 13) zwischen 1,5 und 2 liegt.
8. Ladung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einlage annähernd eine Kugel
haube (13) bildet, deren Höhe das 0,3fache des Durch
messers des äußeren Grundkreises beträgt oder kleiner
ist.
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