DE29109C - Photographische Wechselkassette mit lichtdichtem Aermel - Google Patents

Photographische Wechselkassette mit lichtdichtem Aermel

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DE29109C
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Germany
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DENDAT29109D
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Dr. H. KAYSER, Privatdozent an der Universität in Berlin NW., Neue Wilhelmstr. 16a
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B17/00Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor
    • G03B17/26Holders for containing light sensitive material and adapted to be inserted within the camera

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Photographic Developing Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE B7: Photographs.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 2. März 1884 ab.
Die meisten bisher construirten Wechselkassetten, welche den Zweck haben, exponirte Trockenplatten in vollem Licht aus der Kassette herausnehmen und neue hineinlegen zu können, beruhen auf dem Princip, dafs die Kassette sich auf einen Plattenkasten aufschieben läfst, aus welchem eine Platte nach der anderen in die Kassette gelangt, während die exponirten Platten in den Plattenkasten zurückfallen.
Bei der vorliegenden Construction ist ein besonderer Plattenkasten vermieden; die Kassette selbst enthält vielmehr eine gröfsere Anzahl von Platten, von denen jedesmal die vorderste, unmittelbar hinter dem Schieber befindliche exponirt werden kann. Nach der Exposition wird sie vorn weggezogen und zu hinterst gesteckt, so dafs die bisher zweite Platte nun die zur Exposition geeignete Lage hat.
Das Herausziehen und Hineinschieben der Platten an den verschiedenen Stellen wird dadurch ermöglicht, dafs die eine Seitenwand der Kassette nicht fest ist, sondern sich öffnen läfst, so dafs man mit der Hand in die Kassette hineingreifen kann, die Platten fassen, herausziehen und hineinschieben kann. Diese Manipulation mufs aber im vollen Licht geschehen können, ohne dafs solches die Platten trifft. Dazu ist an der erwähnten Seitenwand ein weiter Aermel von etwa !/4 m Länge aus lichtdichtem Stoff angebracht, dessen Ende beim ■Gebrauch mit einer Schnur am Ellbogen festgeschnürt wird. Bei der Ortsänderung der Platten werden dieselben daher in den Aermel hineingezogen, dann wieder hinten in die Kassette eingeschoben, und es körinen so die verschiedenen Platten nach einander an die vorderste Stelle gebracht werden, ohne dem Licht ausgesetzt zu sein. Natürlich sind die einzelnen Platten durch schwarzes Papier von einander getrennt
So viel über das Princip der neuen Wechselkassette. Ich gehe nun an der Hand der einen Querschnitt darstellenden Zeichnung, Fig 1, zu ihrer genauen Beschreibung über.
A ist der Schieber, dahinter liegen die Platten B; dieselben werden durch Vermittelung des Brettes C von der Feder D stets nach vorn gedrückt, so dafs sie sich im Focus befinden. Das Seitenthürchen, durch welches die Platten in den Aermel gezogen werden, ist im Querschnitt in E sichtbar; dasselbe legt sich gegen einen Rahmen, von dem in F und G Theile im Querschnitt erscheinen. Das Thürchen E ist mittelst eines angeleimten Leinwandstreifens, der unter F angeschraubt ist, drehbar befestigt, und die Schlinge H dient zum Aufziehen desselben. Durch den Thürrahmen F G wird gleichzeitig der Aermel aus lichtdichtem Stoff J, von welchem in der Zeichnung nur der Anfang dargestellt ist, an der Kassette befestigt. Die Kassette ist in der Längsrichtung der Platten um den Raum K verlängert, welcher den Aermel in zusammengefaltetem Zustande aufzunehmen vermag, und welcher durch ein zweites, punktirt gezeichnetes Thürchen L abgeschlossen werden kann.
Während die Platten bei der Exposition kräftig nach vorn gedrückt werden sollen, müssen sie beim Herausziehen der vordersten Platte und ihrer Einschiebung hinten ganz lose liegen und genügender Spielraum zu dieser Operation vor^ handen sein. Zu dem Ende ist an dem Brett C,
durch die Feder D hindurchgehend, ein runder Metallstab M befestigt, welcher bei N ein Gelenk besitzt, so dafs er unter rechtem Winkel umgelegt werden kann. Derselbe geht durch eine in der Hinterwand O der Kassette befestigte Metallhülse P und ist an seinem herausragenden Ende mit einem Ring Q versehen. Zieht man an diesem Ring den Stab so weit durch P heraus, dafs auch das Gelenk N herausragt, bei welcher Stellung das Brett C dicht an O anliegt, nur durch die nun gestreckte Feder D davon getrennt, und legt nun das Gelenk um, so kann der Stab nicht wieder zurück. Diese Stellung ist in Fig. 2 gezeichnet. Dadurch ist der Plattenraum in der Kassette genügend vergröfsert, um mit Bequemlichkeit die Stellung der Platten verändern zu können. Es wird dazu also Thürchen L geöffnet, der Aermel herausgenommen und, nachdem der Unterarm hineingeschoben, am Ellbogen festgebunden ; dann wird das Thürchen E geöffnet, und der Zugang zu den Platten ist frei. Nachdem die vorderste Platte hinten gesteckt, wird durch Geraderichten des Gelenkes die Feder wieder in Freiheit gesetzt und sie schiebt die Platten in die zur neuen Exposition geeignete Stellung. Uebrigens ist die Hinterwand O der Kassette als Thür eingerichtet, welche sich um die Scharniere R dreht; nach Oeffnen des Vorreibers 5 läfst sie sich aufklappen und nimmt dabei das Brett C mit in die Höhe, so dafs die Platten frei liegen und herausgenommen· bezw. andere hineingelegt werden können.
Die Kassette ist für gewöhnliche Trockenplatten, welche die Emulsion auf Glasplatten enthalten, brauchbar und fafst bei den angenommenen Dimensionen je nach der Glasdicke 12 bis 20 solcher Platten. Ganz besonders aber ist die Kassette für Trockenplatten construirt, die aus biegsamen, durchsichtigen, mit Emulsion überzogenen Häuten bestehen, wie sie jetzt in verschiedener Weise angefertigt werden. Für solche Platten sind die gewöhnlichen Wechselvorrichtungen unbrauchbar, während die vorliegende für sie vorzüglich geeignet erscheint und deren etwa 50 fafst. Durch die enorme Verminderung des Gewichts und der Zerbrechlichkeit scheint die Kassette berufen, die Photographie auf Reisen sehr wesentlich zu erleichtern.

Claims (2)

Patent-An Sprüche: An einer Wechselkassette zur Aufnahme einer Anzahl nach einander zu belichtender Platten:
1. Der durch Zeichnung und Beschreibung dargestellte Mechanismus MND zum Vorwärtsbewegen und darauf folgendem Losestellen der Platten.
2. Die Anordnung des lichtdichten Aermels J zum Auswechseln der Platten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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