-
Stereobetrachtungsgerät für rückseitig zu beleuchtende Steieo#bilder
Die Erfindung betrifft ein Stereobetrachtungsgerät für rückseitig zu beleuchtende
Stereobilder, insbesondere Filmbilder, die in eine innerhalb des Gehäuses gelegene
Bildebene zu bringen sind und durch ein Binokular zu betrachten sind, das an einem
Deckelteil für ein zur Bildebene paralleles vorderes Gehäusefenster befestigt ist,
durch dessen Öffnen das Binokular in die Gebrauchsstellung und durch dessen Schließen
es in das Gehäuse hineingeklappt werden kann.
-
Gemäß der Erfindung ist dabei vorgesehen, daß das vordere Gehäusefenster
durch zwei Deckelteile verschließbar ist, an deren einem .die Halterung für das
Binokular starr befestigt ist und die um neben zwei gegenüberliegenden Seiten des
Fensterausschnittes angeordnete und parallel zu diesen verlaufende Achsen schwenkbar
sowie mit Seitenwänden zur Abschirrmung des seitlichen Lichteinfalls in das Gehäuse
versehen sind.
-
Bei diesem Aufbau des Gerätes ist Gewähr dafür gegeben, däß das Binokular
eine möglichst eindeutige Betrachtungsstellung gegenüber der Bildebene einnimmt
und daß daher in der Gebrauchslage in. das Gehäuse des Stereobetrachters
von
der -Seite her kein störendes Licht einfallen kann.
-
Die Deckelteile können unter der Wirkung von Federn stehen, vorzugsweise
von auf den Schwenkachsen angeordneten Torsionsfedern, die sie aus ihrer Verschlußstellung
auszuschwenken versuchen. Damit eine Scharfeinstellung ermöglicht wird, ist das
Binokular in dem Deckelteil senkrecht zur Objektebene verschiebbar gelagert.
-
Bei einer bevorzugten Ausführungsform besteht der das . Binokular
aufnehmende Deckelteil- aus einem abgwinkelten Blech, das Ausschnitte zur Aufnahme
des Binokulars aufweist.
-
Die Seitenwände des Deckelteils können' mit kreisbogenförmigen Schlitzen
versehen sein, in denen am Gehäuse angeordnete Führungsbolzen gleiten, die durch
Anschlag an den Schlitzenden die Schwenkbewegung -der Deckelteile begrenzen.
-
Die Deckelteile können unter der Wirkung von Federn stehen, vorzugsweise
von auf den Schwenkachsen angeordneten Torsionsfedern, die 'sie aus ihrer Verschlußstellung
auszuschwenken versuchen. Damit eine Scharfeinstellung ermöglicht wird, ist das
Binokular in dem Deckelteil senkrecht zur Objektebene verschiebbar gelagert.
-
Bei einer bevorzugten Ausführungsform besteht der das Binokular aufnehmende
Deckelteil aus einem abgewinkelten Blech, das Ausschnitte zur Aufnahme des Binokulars
aufweist.
-
Die Seitenwände des Deckelteils können mitkreisbogenförmigen Schlitzen
versehen sein, in denen am Gehäuse angeordnete Führungsbolzen gleiten, die durch
Anschlag an den Schlitzenden, die Sehwenkbew-egwng der Deckelteile be: grenzen.
-
Vorzugsweise ist in dem rechteckigen Gehäuseausschnitt ein Rahmen
aus Metall oder Kunststoff eingesetzt. Mindestens einer der Deckelteile weist einen
Federknopf auf, der durch Anschlag an dem Rahmen die ausgeschwenkte Lage des Deckelteils
sichert.
-
-An. dem das Binokulär tragenden Deckelteil ist vorzugsweise eine
parallel zu dessen Schwenkachse verlaufende Welle angeordnet, auf der ein durch
einen Schlitz des Deckelteils hindurchtretendes Betätigungsrad und ein Zahnrad sitzt,
das in eine an dem Binokular befestigte Zahnstange eingreift und diese bei einer
Drehung der Welle gegenüber dem Deckelteil verschiebt.
-
Eine besonders zweckmäßige und formschöne Ausführungsform besteht
darin, daß die Deckelteile so ausgebildet sind, daß sie in ihrer ausgeschwenkten
Lage einen Pyramidenstumpf, dessen Basis der Gehäuseausschnitt ist, und in eingeschwenktem
Zustand eine ebene Abschlußfläche bilden.
-
Die Deckelteile werden : vorzugsweise in ihrer Verschlußstellung durch
eine Klinke gehalten, die mittels eines Betätigungsknopfes auslösbar ist. Die Klinke
ist dabei vorzugsweise in dem Gehäuse gegenüber der Wirkung einer Blattfeder verschiebbar
gelagert und greift mit einem Haken in ein Ansatzstück, das von einem der Deckelteile
rechtwinklig abgebogen ist, ein. -In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel
des Erfindungsgegenstandes, dargestellt. Es zeigt Fig. i eine Vorderansicht des
Stereobetrachters bei geschlossenem Deckel, Fig.2 eine Vorderansicht des Stereobetrachters
nach Fig. i mit dem Binokular in Betrachtungsstellung, Fig. 3 einen Schnitt längs
der Linie III-III in Fig. i, Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV in Fig.
2, Fig. 5 und 6 die Einrichtung zum Verschieben des Binokulars zur Scharfeinstellung,
Fig. 7 eine Einzelheit.
-
Der Stereobetrachter besteht im wesentlichen aus einem Gehäuse i,
das Einrichtungen aufweist, mittels deren die zu: betrachtenden Bilder in, eine
innerhalb des Gehäuses gelegene Objektebene gebracht werden können. Bei dein in
den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel besteht diese Einrichtung aus
zwei Filmspulehwellen 2 und 3, von denen eine -durch ein Betätigungsrad 3" angetrieben
werden kann,. Die beiden Filmspulenwellen 2 und- 3 können mittels eines Getriebes
so miteinander verbun--den sein, daß ein Vor- und. Rückwärtsspulen des über sie
laufenden Films ermöglicht wird. Auf eine der Filmspulenwellen wird eine Filmrolle
aufgesetzt und der Film an der Rückseite i" des Gehäuses i vorbeigeführt und in
die andere der Filmspulenwellen eingehängt. In der Rückseite i" des Gehäuses i ist
ein rechteckiger Ausschnitt ib vorgesehen, der von einer in einem Rahmen i, gelagerten
Mattscheibe 4 abgedeckt ist. Gegenüber der Mattscheibe ist in dem Gehäuse i ein
kastenartiger Rahmen 5" zur'Führung des zwischen ihm und der Mattscheibe 4 hindurchlaufenden
Filmstreifens eingebracht. In den Rahmen 5, ist ein der Größe der Mattscheibe 4
entsprechendes Fenster 5 vorgesehen, das gegebenenfalls von einer Platte 5b aus
Glas oder Kunststoff abgedeckt ist. Das Gehäuse kann, wie bei derartigen Vorrichtungen
üblich ist, aus zwei um eine Achse 6 schwenkbaren Teilen bestehen, wodurch ein leichtes
Einlegen des Films ermöglicht wird.
-
An der Vorderseite des Gehäuses i, d. h. an der der Mattscheibe 4
gegenüberliegenden Seite, ist ein rechteckiger Ausschnitt 7 vorgesehen, der mit
einem Rahmen 8 ausgelegt ist. Neben den Längsseiten des Ausschnittes 7 sind je eine
zu diesen parallele Achsen 9 und ii vorgesehen, um die Deckelteile 12 und 13 schwenkbar
sind. Die Deckelteile 12 und 13 können selbstverständlich auch unmittelbar an dem
Rahmen 7 angelenkt sein.
-
Der Deckelteil 12 besteht aus einem abgeknickten Blech, dessen Biegungswinkel
dabei dem größtmögiichsten Sch enkwinfkel des Deckelteils 12 entspricht, so daß
in der ausgeschwenkten Lage des Deckelteils 12 dessen abgeknickter Teil 14 parallel
zur Mattscheibe 4 (Fig. 2) und in der eingeschwenkten Lage dessen Deckelstreifen
15 parallel zur Mattscheibe 4 zu liegen kommt (Fig. i).
-
Der.Deckelteil 13 besteht aus einem im wesentlichen ebenen Blechstreifen,
dessen Breite so gehalten
ist, daß er in eingeschwenkter Stellung
an die Knickkante des Deckelteils 12 anschließt. In der eingeschwenkten Lage der
beiden Deckelteile wird also der Ausschnitt 7 durch eine ebene Deckelfläche verschlossen.
-
In dem abgeknickten Teil 14 des Deckelteils 12 ist ein Binokular 16
verschiebbar gelagert. Das Binokular 16 besteht in bekannter Art und Weise aus zwei
gefaßten Linsen 17 und i8, .die durch einen Streifen i9 aus Blech oder Kunststoff
miteinander verbunden sind. In dem Streifen i9 ist ein Nasenausschnitt 2o vorgesehen.
-
Parallel zur Knickkante des Deckelteils i2 verläuft eine Welle 21,
auf der ein durch einen Schlitz des Deckelteils 12 hindurchgreifendes Betätigungsrad
22 und ein Zahnrad 29 sitzt. Das Zahnrad 29 greift in eine Zahnstange 24, die an
dem in dem Deckelteil 12 verschiebbar gelagerten Binokular 16 befestigt ist. Bei
Drehung des Betätigungsrades 22 wird auf diese Weise das Binokular 16 in dem Deckelteil
12 verschoben.
-
In dem Gehäuse i ist eine Klinke 23, die unter der Wirkung der Blattfeder
30 steht, verschiebbar gelagert. Die Klinke 23 greift mit einem Haken 25
in den Deckelteil 13 ein und hält diesen in seiner Verschlußstellung. Die
Deckelteile 12 und 13 stehen unter der Wirkung von auf den Achsen g und i i aufgeschobenen
Torsionsfedern 26 und 27. Bei Verschiebung der Klinke 23 mittels ihres Betätigungsknopfes
28 gibt diese den Deckelteil 13 frei, der unter der Wirkung der Feder 27 ausschwenkt
und seinerseits den Deckelteil 12 freigibt, der unter der Wirkung seiner Torsionsfeder
26 ebenfalls -ausschwenkt.
-
Die Deckelteile 12 und 13 sind mit Seitenwänden 34 32, 33, 34 versehen,
die das Gehäuse gegen seitlichen Lichteinfall abschirmen. In jeder der Seitenwände
31, 32, 33, 34 ist je ein kreisbogenförmiger Schlitz 35, 36, 37, 38 vorgesehen,
in denen am Gehäuse angeordnete Führungsbolzen 39 gleiten, die durch Anschlag an
den Schlitzenden die Schwenkbewegung der Deckelteile begrenzen. In der Seitenwand
31 ist ein Federknopf 43 vorgesehen, der durch Anschlag an dem Rahmen 8 , die ausgeschwenkte
Lage der Deckelteile 12 und 13 sichert.
-
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Bei Druck auf den
Betätigungsknopf 28 gibt der Haken 25 den Schwenkdeckel 13 frei, so daß dieser und
der Deckel-i2 unter der Wirkung der Torsionsfedern 26 und 27 ausschwenken, wobei
diese einen über den Ausschnitt 7 aufgebauten Pyramidenstumpf bilden. Die ausgeschwenkte
Lage der Deckelteile wird durch den ausspringenden Federknopf 43 gesichert. Wird
die Mattscheibe 4 von einer geeigneten Lichtquelle beleuchtet, so lassen sich die
Bilder des in das Gehäuse i eingelegten Films durch das Binokular 16 betrachten.
Das Binokular 16 wird dabei durch Drehers des Betätigungsrades 22 auf die Bildebene
scharf eingestellt.» Zum Verschließen des Stereobetrachters wird der Federknopf
43 eingedrückt und die Deckelteile 12 und 13 entgegen der Wirkung ihrer Torsionsfedern
26 und 27 eingeschwenkt, wobei die Klinke 23 mit ihrem Haken 25 in den Deckelteil
13 einrastet und dessen eingeschwenkte Lage sichert. In der Verschlußstellung liegt
das Binokular, wie insbesondere Fig. 3 zeigt, geschützt in dem Gehäuse i.