DE290441C - - Google Patents

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DE290441C
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film
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DENDAT290441D
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B17/00Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor
    • G03B17/42Interlocking between shutter operation and advance of film or change of plate or cut-film

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Details Of Cameras Including Film Mechanisms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Filmkamera, bei der eine Doppelbelichtung des Films dadurch verhindert wird, daß in bekannter Weise der Verschluß mit dem FiImschaltwerk gekuppelt ist, und zwar liegt das Wesen der Erfindung darin, daß eine solche Kupplung zwischen Verschluß und Filmspule angeordnet ist, daß der Filmvorschub gleichzeitig mit dem Lösen der Sperrung mit dem Verschlußschieber erfolgt. Es wird dieses erreicht durch ein die Verschlußschieber beherrschendes Schieberstück, welches zum Fortschalten des Films dient. Das Schieberstück selbst ist durch ein Zwischengelenk mit einer Stange verbunden, die bei ihrer einen Bewegung die Filmaufwinderolle dreht. Ferner wird durch das mit dem Verschluß zusammenarbeitende Schieberstück bei seiner hin und her gehenden Bewegung in der Endlage desselben der Verschluß gesperrt.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι eine Seitenansicht des Erfindungsgegenstandes in Form einer Filmkamera nach bekannter Bauart, bei welcher der innere Mechanismus durch Abnahme des Deckels sichtbar wird.
Fig. 2 ist eine offene Unteransicht der Kamera.
Fig. 3 ist eine Seitenansicht des Verschlußmechanismus.
Fig. 4 ist eine Seitenansicht des Teiles, welcher den Verschluß in seiner Arbeitslage zwangläufig führt.
Fig. 5 ist eine Teilansicht einer Konstruktion zur Betätigung der Filmrollen.
Fig. 6 ist eine Teilansicht des Filmrollenknopfes, in welcher in punktierten Linien der Schlitz angedeutet ist, in den der Filmrollenknopf bewegt werden kann, um entweder mit dem Hebel 11 oder mit den Hebeln 11 und 12 in Eingriff zu kommen.
Mit ι ist das Kameragestell bezeichnet, in welchem die erforderlichen Mechanismen angeordnet sind. 3 ist die Verschlußvorrichtung, welche an dem Kameragestell befestigt ist, und zwar an den Wänden 31, welche das Objektiv 2 tragen. Ein Film 5 wird auf der Filmrolle 4 aufgewickelt; er kann in eine Anzahl von Bildflächen unterteilt sein und geht über eine Führungsrolle 6 an einem Ende der Verschlußvorrichtung und über eine ähnliche Rolle 7 an dem anderen Ende der Verschlußvorrichtung, um dann auf der Rolle 8 zu endigen, auf der er in geeigneter Weise befestigt ist. Der Film wird unter der Verschlußvorrichtung hindurchgezogen und geht dabei an der Belichtungsöffnung 9 vorbei. Die Führungsrollen 6 und 7 sind durch Arme 61, 71 gehalten. Der Film ist mit Durchbrechungen 10 versehen, welche in bekannter Weise seiner Fortschaltung dienen.
Der Verschluß besteht aus den gleitenden Gliedern oder Platten a. und b, die durch ein Paar Hebel 11 und 12 in ihrer Lage festgehalten werden. Der Hebel 11 hat einen Haken T3, der mit einem Stift 14 in Eingriff steht, der auf dem Gliede b sitzt. Der Hebel
12 hat einen Vorsprung oder eine Schulter 15, die in die Bahn des Stiftes 16 des anderen Gliedes α gebracht werden kann. Die Hebel werden durch einen geeigneten Knopf 17 gesteuert. Dieser ist regulierbar an der Außenseite der einen Kamerawand befestigt. Der eine Teil des Knopfes geht durch einen Schlitz in der Wand, so daß er in der einen Stellung mit dem oberen vorspringenden Teile des Hebels 11 in Eingriff kommen kann. Nach Verschiebung des Knopfes tritt er in der anderen Stellung zuerst mit dem oberen Teil des Hebels 12 in Eingriff und führt diesen nach vorn, so daß der Vorsprung 15 in Eingriff mit dem Stift 16 tritt und den Verschluß α somit festhält. Durch eine weitere Einwärtsbewegung des Knopfes 17 tritt er mit dem oberen Ende des Hebels 11 in Eingriff. Das Verschlußglied b, welches den Stift 14 trägt, der mit
ao dem Haken 13 des Hebels 11 in Eingriff steht, ist mit den Stiften 20 versehen, die durch Längsschlitze 21 in den Seitenwänden ragen. An der unteren Seite des Gliedes b befindet sich ein Vorsprung c, welcher mit einer kleinen Aussparung d des Gliedes a in Eingriff steht, so daß, wenn der Schieber b betätigt wird, auch der Schieber α mittels der Stifte 20 angehoben wird. Es werden beide Glieder a und b entgegengesetzt der Federkraft der Federn e und f bewegt, β ist an dem einen Ende des Gliedes b und f an dem einen Ende des Gliedes α befestigt, während die anderen Enden der Federn an dem Kasten selbst angebracht sind und dazu dienen, die Verschlußglieder zurückzuziehen, wenn sie freigegeben werden. Der Hebel 12 mit seinem Haken 13 hält beide Verschlußglieder in ihrer gespannten Lage, wenn sie mit dem Stift 14 in Eingriff stehen, so daß, wenn die Schulter durch den Knopf 17 freigegeben ist, beide Verschlußglieder schnell bewegt werden, jedoch so, daß das eine (δ) dem anderen (a) um ein geringes vorauseilt, so daß in bekannter Weise eine Momentbelichtung erfolgt. Wird aber eine Zeitaufnahme gewünscht, so ist es bloß nötig, den Knopf 17 in die Lage zu bringen, daß er mit den freien Enden der beiden Hebel 11 und 12 in Eingriff kommt. Wenn der Knopf nach innen bewegt wird, so gibt zwar der Hebel 11 den Stift 14 frei, worauf das Verschlußglied b durch die Feder zurückgezogen wird, die Schulter 15 am Hebel 12, der an seinem oberen Ende etwas über den Hebel 11 hinaus verlängert ist, legt sich aber vor den Stift 16, so daß das Verschlußglied a festgehalten wird. Während dieses Zeitraumes wird der Film belichtet. Wenn der Knopf 17 wieder freigelassen wird, tritt der Hebel 12 und gleichzeitig die Schulter von dem Stift 16 zurück, so daß das Verschlußglied a die Belichtungsöffnung schließen kann.
An jeder Seite des Verschlußstückes ist ein mit Nuten 23 versehener Riegel 22 angebracht (Fig. 4). Durch die Nuten gehen Kopf stifte oder Schrauben zur Führung dieser Riegel. Diese Kopfstifte sind an den Seiten des Organs 3 befestigt. Jeder der Riegel ist mit Gabelungen 27 an seinem dem Knopf 17 zugekehrten Ende versehen, die mit den Stiften 20 des Gliedes b in Eingriff kommen und dadurch beide Verschlußstücke in ihrer einen Endlage sperren können. Das Verschlußstück ist mit einem Bock 28 versehen, der eine Welle 29 mit Kurbelarmen 30 trägt, die durch Stangen 31 an die Riegel 22 seitlich angelenkt sind. Diese Welle 29 ragt aus dem Kasten 1 heraus und ist mit einer Kurbel 32 versehen, wodurch die Riegel durch den Handgriff verschoben werden können. Ist der Verschluß abgelaufen und wird die Kurbel aus der mit 8p vollen Linien gezeichneten Stellung in die gestrichelte Stellung gedreht, so wird das Verschlußglied b und damit das Glied α durch die Vorsprünge 20 nach dem Knopf 17 hin verschoben, und die Stifte 14 und 16 werden in eine solche Lage gebracht, daß sie mit dem Haken des Hebels 11 bzw. der Schulter des Hebels 12 in Eingriff kommen, und zwar bleibt dieser Zustand so lange bestehen, wie die Kurbel in der in punktierten Linien angegebenen Stellung bleibt. Der geschlitzte Riegel wird mit den Stiften 20 des Verschlusses in Eingriff kommen und diesen gegen Freigabe durch den Knopf 17 oder durch eine andere Vorrichtung sichern, so daß es nicht möglich ist, den Verschluß zu betätigen, bis der Handgriff 32 heruntergedrückt wird. Mit den Riegeln ist eine Filmtransportvorrichtüng in Verbindung gebracht, welche aus einem Paar Armen 35 besteht, die mit Haken versehen sind und durch eine Welle 36 gehalten werden, die in ösen yj der Riegel 22 befestigt ist und welche nachgiebig durch die Feder 38 gegen den Film gedrückt wird. Wenn die Riegel mittels der Kurbel 35 bewegt werden, treten die Filmhaken in Tätigkeit und kommen mit den Durchbrechungen des Films in Eingriff. Gleichzeitig wird ein Teil des Films von der Rolle 4 abgezogen und ein ebenso großes Stück auf die Rolle 8 aufgerollt. Die Aufnahmerolle 8 sowie die Filmrolle 4 haben Seitenflansche 81, 41 zur Führung des Films (Fig. 1). Die Flansche 41 und 81 werden durch Rändelmuttern 42 und 82 festgehalten und sind zusammen mit den Rollen- und 8 drehbar auf den Wellen 60 und 70 befestigt, die ihrerseits an einer der Kamerawellen befestigt sind. Die Aufnahmerolle 8 ist mit einer Buchse 71 fest verbunden, die Buchse selbst aber ist drehbar auf der Welle 70 angeordnet (Fig. 1). An dem einen Ende der Buchse ist der Flansch 81 befestigt, während
der zweite Flansch abnehmbar angebracht ist, um die Filmrolle von der Buchse 71 herunternehmen zu können. Zwischen dem festen und abnehmbaren Flansch ist in geeigneter Weise zur Drehung der Aufnahmerolle eine Reibungskupplung angebracht, die aus einer flachen Feder bestehen kann. Bei dieser Konstruktion ist jedoch ein Zwischenstück 72 angeordnet, das durch die Rändelmuttern 82 in Reibungseingriff mit einem" der Flansche 81 steht. Das Zwischenstück wird durch das Rad 73 getragen, so daß bei der Drehung des Rades 73 sich die Aufnahmerolle mitdrehen wird, wobei jedoch die Aufnahmerolle entsprechend dem allmählich anwachsenden Durchmesser der Filmrolle gleiten kann. Zur Drehung der Aufnahmerolle ist das Rad 73 mit einer Reihe von Stiften 40 ausgerüstet, die mit einer Zahnung 41 in Eingriff stehen, welche von der Stange 42 betätigt wird. Diese ist an das eine Ende des Kurbelarmes 30 angelenkt. Das Rad kann auch mit Zähnen 45 anstatt mit Stiften 40 versehen sein, und die Stange 42 kann ebenfalls als Zahnstange ausgebildet sein, wie es in der Fig. 5 veranschaulicht ist. Jedesmal, wenn der Handhebel 32 abwärts bewegt wird und die Kamera aufrecht gehalten wird, wird die Stange, welche mit den Stiften des Rades 73 mittels der Federn 43 in Eingriff steht, mit einem der Stifte 40 des Rades zusammenarbeiten und es in dem geforderten Maße drehen. Die Drehung der Aufnahmerolle wird bedingt durch die Reibungskupplung, wobei die Rolle, wenn es notwendig wird, gleiten kann. Wenn der Handhebel angehoben ist, werden die Verschlußglieder in die Stellung gebracht, daß sie mit ihren Stiften 14 und 16 in Eingriff kommen, und sollte in dieser Stellung der Knopf 17 betätigt werden, wird keine Belichtung stattfinden. Wenn der Handhebel abwärts gezogen wird, wie es in Fig. 2 in den ausgezogenen Linien gezeigt ist, wird der vorher belichtete Film automatisch auf die Aufnahmerollen aufgerollt und der Riegel von den Stiften 20 des Verschlußgliedes δ entfernt, so daß dasselbe freigegeben wird und es nunmehr möglich ist, den Verschluß durch den Knopf 17 in Wirksamkeit zu bringen.
Solange der Handhebel sich in der angehobenen Lage befindet, ist eine vorzeitige Belichtung des Films unmöglich. Sollte jedoch zufälligerweise beim Abwärtsdrehen des Handhebels der Film belichtet werden, so wird dieser aufgerollt, und da der Verschluß dann abgelaufen ist, bedarf es eines erneuten Spannens des Verschlusses, was erst möglich ist, wenn der Hebel vollkommen herumgedreht ist. Es würde dann nur ein noch nicht be- ■ lichteter Teil des Films belichtet werden und nicht der schon vorher belichtete den Wirkungen der Lichtstrahlen ausgesetzt sein. Während der Handhebel sich in seiner angehobenen Lage befindet, kann der Verschluß gar nicht geöffnet werden, und eine Doppelbelichtung ist unmöglich.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Photographische Filmkamera, bei der eine Doppelbelichtung des Films dadurch verhindert wird, daß der Verschluß mit dem Filmschaltwerk gekuppelt ist, gekennzeichnet durch eine solche Kupplung zwischen Verschluß und Filmspule, daß der Filmvorschub gleichzeitig mit dem Lösen der Sperrung der Verschlußschieber erfolgt.
2. Photographische Kamera nach Anspruch i, gekennzeichnet durch ein die Verschlußschieber beherrschendes Schieberstück (22), das zum Fortschalten des Films dient. Das Schieberstück ist durch ein Zwischengelenk mit einer Stange (42) verbunden, die bei ihrer einen Bewegung die Filmaufwinderolle dreht.
3. Photographische Kamera nach An-Spruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das mit dem Verschluß zusammenarbeitende Schieberstück (22) bei seiner hin und her gehenden Bewegung in der einen Endlage den Verschluß sperrt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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