DE288355C - - Google Patents

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DE288355C
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05CEMBROIDERING; TUFTING
    • D05C11/00Devices for guiding, feeding, handling, or treating the threads in embroidering machines; Machine needles; Operating or control mechanisms therefor
    • D05C11/08Thread-tensioning arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
~ M 288355 KLASSE 52 b. GRUPPE
Firma ADOLPH SAURER in ARBON, Schweiz. Fädengebevorrichtung für Schiffchenstickmaschinen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. September 1912 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fadengebevorrichtung für Schiffchenstickmaschinen mit zwei schwingenden Fadenleitern und feststellbarer, die Nadelfaden bremsender Walze zur Herstellung von Feston in der Weise, daß die Schiffchenfäden von den Nadelfäden auf die Vorderseite des Stoffes gezogen werden. Bei bekannten Schiffchenstickmaschinen dieser Art wurde das Durchholen der Schiffchenfäden
ίο auf die Vorderseite des Stoffes dadurch bewirkt, daß während des Herausgehens der Nadeln aus dem Stoff die Bremswalze rückwärts gedreht wurde. In der übrigen Zeit wurde die Bremswalze von einer federnden Bremsbacke gebremst.
Diese Anordnung hat sich im Betriebe nicht bewährt, weil sehr häufig ein Reißen der Fäden eintrat, audererseits auch die einzelnen Stiche nicht genügend angezogen werden konnten, weil hierbei die nur gebremste Bremswalze nicht genügend Widerstand bot.
In einem älteren, aber nicht vorveröffentlichten Patent ist vorgeschlagen worden, das Durchholen der Schiffchenfäden auf die Vorderseite des Stoffes durch die Bewegung des kleinen Fadenleiters zu bewirken, und zwar in der Weise, daß der kleine Fadenleiter zunächst bei gelöster Bremswalze Fadenvorrat von der Walze abholt, daß dann aber die Walze gesperrt wird, so daß der Fadenleiter bei der weiteren Bewegung die Nadelfäden anzieht und die Schleifen der Schiffchenfäden von der Rückseite durch die
x Stichlöcher auf die Vorderseite des Stoffes holt.
Während der ganzen übrigen Stichbildung bleibt die Fadenwalze gesperrt.
Gegenüber dieser Einrichtung besteht die Neuerung im wesentlichen darin, daß die Bremswalze während des größten Teiles der Stichbildung nur leicht gebremst ist und zweimal gesperrt wird, das erste Mal, wenn vor dem Einstechen der Nadeln in den Stoff der kleine Fadenleiter vorschwingt, um die Schiffchenfäden auf die Vorderseite des Stoffes zu holen, das zweite Mal, wenn nach dem Austritt der Nadeln aus dem Stoff der große Fadenleiter bei seiner Schwingbewegung zum Anziehen ■ der Stiche nahezu seine größte Entfernung vom Stoff erreicht hat.
Da die Bremswalze zwischen der beendeten Ausschwingung des kleinen Fadenleiters und dem Anziehen der Stiche durch den großen Fadenleiter nicht gesperrt ist, können die Nadelfäden in dieser Zeit, also Während der eigentlichen Stichbildung und Stoffvorschiebung, jederzeit nachgeben, so daß ein Verziehen des Musters oder ein Abreißen der Fäden, wie es bei der fast beständig gesperrten Bremswalze leicht vorkommt, vermieden wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist auf den beiliegenden Zeichnungen dargestellt.
Fig. ι zeigt die wesentlichsten Teile der Vorrichtung in Seitenansicht.
Fig. 2 zeigt die zum Antrieb der Sperrvorrichtung dienende Einrichtung in Vorderansicht.
Fig. 3 bis 7 zeigen die wesentlichsten Teile der Vorrichtung in verschiedenen Arbeitsstellungen.
Fig. 8 zeigt in größerem Maßstab die Bildung des Festonstiches.
Die Anordnung des Nadeln k, der Schiffchen i, der Fadenleiter d, e und der Spannwalze w, um welche die von den Spulen h kornmenden .Fäden ein oder mehreremal herumgeführt werden, ist die übliche. Auf der Spann-
walze w ist das Sperrad η befestigt, dessen Sperrklinke α an die Stange p angelenkt ist. Diese ist an ihrem unteren Ende von dem Lenker r geführt und trägt die Rolle f, die mit der auf der Welle t verschiebbaren Kurventrommcl b, c zusammenarbeitet. Deren Verschiebung erfolgt mittels der Stange s, die in die Ringnut g der Kurventrommel eingreift. Teil b der Kurventrommel b hat zwei Abflachungen ι und 2,
ίο während Teil c der Kurven trommel c nur eine Abflachung 3 besitzt, welche in die Abflachung 1 überläuft.
Beim gewöhnlichen Sticken läuft die Rolle r auf der Kurvenbahn c, so daß die Klinke α bei jedem Stich nur einmal in das Sperrad η eingreift und die Spannwalze w sperrt. Dies Sperren erfolgt, wenn der große Fadenleiter e. seine Schwingbewegung nach außen zum Anziehen des Fadens ausführt. Wenn aber zum Sticken von Feston oder ähnlichen Stickarten übergegangen werden soll, so wird durch die Stange s die Kurventrommel so weit verschoben, daß die Rolle f mit der Kurvenbahn b zusammenarbeitet. Die Arbeitsweise ist dann die folgende :
Wenn die Schiffchen i aus der Mittelstellung (Fig. 3) sich nach unten bewegen und die Nadeln k gegen den Stoff m vorgehen, um in ihn einzustechen, schwingt der kleine Fadenleiter d nach links. Während dieser Schwingung ist die Sperrklinke α in das Sperrad in eingefallen und hat die Spannwalze w gesperrt, so daß durch die Bewegung des kleinen Fadenleiters die Nadelfäden η die hinter dem Stoff liegende Schleife o1 der Schiffchenfäden durch die Stichlöcher auf die Vorderseite des Stoffes ziehen. Wenn die Schiffchen die unterste Stellung er-. reicht haben (Fig. 4), schwingt der kleine Fadenleiter d in seine Mittellage zurück, die Nadeln treten durch den Stoff hindurch, und der große Fadenleiter e schwingt gegen den Stoff, um den Nadeln zu folgen und Faden zu geben. Während dieser Bewegung ist die Spannwalze w nicht gesperrt. Dann gehen die Nadeln zurück, die Schiffchen gehen durch die sich bildenden Nadelschleifen, und der große Fadenleiter e geht in die Mittellage zurück, wodurch er die Nadelfaden entsprechend der Rückwärtsbewegung der Nadel gespannt hält. Auch bei dieser Bewegung ist die Spannwalze nicht gesperrt, damit, falls erforderlich, von den Spulen h Faden nachgegeben werden kann. Der große Fadenleiter e schwingt dann weiter nach rechts (Fig. 6), um die Nadelfäden anzuziehen. Kurz bevor dor große Fadenleiter e seinen größten Ausschlag erreicht hat, wird die Spannwalze w wieder gesperrt, so daß nunmehr das Anziehen der Stiche erfolgt. Nach dem Anziehen geht der große Fadenleiter e in die Mittellage zurück (Fig. 7), während die Schiffchen aus der oberen Stellung sich der Mittelstellung nähern. In diesem Augenblick erfolgt die seitliche Verschiebung des Stickrahmens.
Wie aus Fig. 8 zu ersehen, stechen die Nadeln abwechselnd in die Löcher p1, p2, p3, p* ein, und es werden bei jedem Stich die Schleifen 0 der Schiffchenfäden um den halben Abstand der Stichlochreihe voneinander heratisgeholt, so daß bei den fertigen Stichen der Nadelfaden η in der Mitte zwischen den beiden Lochreihen liegt. Durch Änderung der Exzenter können natürlieh auch andere Muster hergestellt werden, bei denen der Nadelfaden der einen oder der anderen Lochreihe mehr genähert wird oder ganz auf der einen Lochreihe liegt.

Claims (1)

  1. 75 Patent-Anspruch:
    Fadengebevorrichtung für Schiffchenstickmaschinen mit zwei schwingenden Fadenleitern und feststellbarer, die Nadelfaden haltender Bremswalze zur Herstellung von Feston und ähnlichen Stickarten, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Einstechen der Nadel in den Stoff die Bremswalze (w) während der Schwingung des Meinen, die Schiffchenfadenschleifen auf die Vorderseite des Stoffes holenden Fadenleiters (d) gegen den Stoff gesperrt gehalten wird, bei der Zurückschwingung des kleinen Fadenleiters aber wieder freigegeben wird und dann zum go zweitenmal wieder gesperrt wird, kurz bevor nach dem Austritt der Nadeln aus dem Stoff der große Fadenhalter (<?) bei seiner Schwingbewegung zum Anziehen der neu gebildeten Stiche nahezu seine größte Entfernung vom Stoff erreicht hat.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT288355D 1912-09-17 Active DE288355C (de)

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