DE287840C - - Google Patents

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DE287840C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G3/00Aiming or laying means
    • F41G3/22Aiming or laying means for vehicle-borne armament, e.g. on aircraft
    • F41G3/24Bombsights

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Navigation (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die durch das Patent 238211 geschützte ! Zielvorrichtung mit einer drehbaren Scheibe, die eine mit einer feststehenden Strichmarke zum Schnitt kommende Kurve trägt, wird gemaß der vorliegenden Erfindung derart weiter ausgebildet, daß sie von Luftfahl zeugen aus zum Anvisieren von Zielen dienen kann, die mit Geschossen beworfen werden sollen.
Um zu treffen, dürfen die Geschosse nicht
ίο herabgeworfen werden, wenn sich das Luftfahrzeug genau über dem Ziel befindet, da in diesem Falle das Wurfgeschoß, das bei seiner Trennung vom Luftfahrzeug die Vorwärtsgeschwindigkeit des letzteren besitzt, nicht auf
!5 das Ziel, sondern eine Strecke weiter zur Erde fallen würde. Die Größe dieser Strecke ist eine Funktion der Geschwindigkeit des Luftfahrzeuges und seiner Höhenlage.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist nun die zu der festen Strichmarke drehbare Scheibe mit Kurven versehen, die den verschiedenen Höhenlagen und den verschiedenen Geschwindigkeiten des Luftfahrzeuges entsprechen, so daß durch Einstellen des der jeweiligen Höhenlage und Geschwindigkeit des Luftfahrzeuges entsprecheflKien Schnittpunktes der Kurven mit der festen Strichmarke in die Visierlinie das mit diesem Schnittpunkt sich deckende Ziel durch ein in diesem Augenblick abgeworfenes Geschoß getroffen wird.
Auf den Zeichnungen sind mehrere Ausführungsformen der Erfindung dargestellt, und zwar zeigen die Fig. 1 und 2 eine Seitenansicht und eine Draufsicht eines gemäß der Erfindung konstruierten Zielfernrohres. Fig. 3 ist eine Vorderansicht, und Fig. 4 stellt die Kurvenscheibe in ihrer Beziehung zur festen Strichmarke besonders dar. Die Fig. 5 und 6 zeigen in einer Vorderansicht und in einem Schnitt eine andere Ausführungsform der Scheibenanordnung. Fig. 7 stellt hierzu in größerem Maßstab die mit Kurven versehenen Scheiben dar.
Ebenso wie im Hauptpatent ist bei der in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsform die Scheibe 1 drehbar zu der mit einer Strichmarke b1 versehenen festen Scheibe 2. Auf der Scheibe 1 ist eine Anzahl von kleinen Kurven A aufgezeichnet, von denen jede einer bestimmten Flughöhe des Luftfahrzeuges entspricht. Die einzelnen Kurven sind mit Zahlen bezeichnet, die die Flughöhen in Hunderten
*) Frühere Zusatzpatente: 268632 und 284743.
angeben, ζ. B. entspricht die erste mit der Zahl 3 bezeichnete Kurve einer Flughöhe von 300 m.
Die einzelnen Kurven A sind nun so ausgebildet, daß der nach dem Scheibenumfang zu liegende Anfangspunkt bei der betreffenden Flughöhe der geringsten in Betracht kommenden Fluggeschwindigkeit entspricht. So gibt z. B. der Anfangspunkt a1 der ersten Kurve den Visierwinkel an, unter dem das Ziel bei einer Flughöhe von 300 m und einer Geschwindigkeit von 15 m/sek. anvisiert werden muß, um von einem vom Luftfahrzeug abgeworfenen Geschoß getroffen zu werden, während der Endpunkt a2 dieser Kurve den Visierwinkel für die gleiche Flughöhe bei der höchsten in Betracht kommenden Geschwindigkeit des Fahrzeuges, also etwa bei 25 m/sek., angibt. Dazwischen liegen auf den einzelnen Kurven die Visierwinkel für die mittleren Fahrzeuggeschwindigkeiten. Diese sind im einzelnen nicht an den Kurven besonders bezeichnet, was auch möglich wäre. Bei dem Ausführungsbeispiel befindet sich eine Skala an dem Handrädchen a3, durch dessen Drehung unter Vermittelung eines Schneckentriebes in an sich bekannter Weise die Scheibe 1 gedreht und auf den richtigen Schnittpunkt der richtigen Kurve A mit der festen Strichmarke der Scheibe 2 eingestellt werden kann. Die in Betracht kommende Geschwindigkeit wird an der Skala des Handrädchens a3 gegenüber einer festen Marke a4 angebracht.
Die Anordnung der einzelnen Kurven A muß natürlich so gewählt sein, daß der Endpunkt a2· einer Kurve und der Anfangspunkt a1 der nächsten Kurve nicht gleichzeitig den festen Markenstrich der Scheibe 2 decken können. Die Übersetzung zwischen dem Handrädchen as und der Scheibe 1 läßt sich ohne weiteres so einrichten, daß eine Umdrehung des Handrädchens die Scheibe 1 um den Zentriwinkel weiterdreht, dessen Schenkel durch die Anfangspunkte zweier aufeinanderfolgender Kurven hindurchgehen.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 4 ist die Kurvenscheibe 1 noch mit zwei Kurven b2 und δ3 versehen, die dazu dienen, die Geschwindigkeit des Luftfahrzeuges zu messen. Diese Messung geschieht in Verbindung mit einem Nullpunkt an der Strichmarke b1 der festen Scheibe, der in Fig. 4 im unteren Teil angedeutet ist.
Die Schnittpunkte der Kurven Ψ und b3 mit dem senkrechten festen Strich b1 nähern sich mit der Zunahme der Flughöhe dem Fernrohrnullpunkt, d. h., der Abstand der Schnittpunkte dieser Kurven vom Nullpunkt wird bei der Drehung der Kurvenscheibe im Sinne zunehmender Flughöhe ständig hleiner. Der Abstand vom Nullpunkt bis zu jedem möglichen Schnittpunkt durch die Kurve b2 entspricht einer konstanten Größe (Flugstrecke), z. B. von 400 m, und der für die Kurve b3 einer solchen von z. B. 200 m. Die Zeit zum Durchfliegen einer dieser Strecken wird an einer Stoppuhr abgelesen, und hiernach die Geschwindigkeit an der Teilung des Triebes a3 eingestellt. .
Statt eines Triebes können auch zwei getrennte Stelleinrichtungen vorgesehen werden, ähnlich denen nach Patent 269391. Statt drehend kann die Kurvenscheibe auch geradlinig durch das Fernrohrsehfeld bewegt werden.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 5 bis 7 sind innerhalb eines drehbaren Rahmens w zwei verschiedene drehbare Scheiben χ und y vorgesehen, von denen χ die den Visierwinkel für die verschiedenen Flughöhen und Fluggeschwindigkeiten bezeichnenden Kurven trägt, während die Scheibe y die Kurven b2 und b3 für die Geschwindigkeitsmessung enthält. Der drehbare Rahmen w kann derart herumgeschwenkt werden, daß die eine oder die andere Kurvenscheibe in den Bereich der festen Strichmarke b1 tritt, und außerdem kann jede Scheibe mit Hilfe ihres gerändelten Randes z1 und z2 für sich gedreht werden.
Das Instrument kann statt als Fernrohr auch in anderer Weise ausgebildet sein; z. B. läßt sich die Anordnung auch mit Mattscheiben oder mit Spiegeln treffen. Die Anordnung läßt sich selbstverständlich auch so treffen, daß nur eine drehbare Scheibe vorhanden ist, die nur eine Art von Kurven trägt und die mit einer die andere Art von Kurven tragenden Scheibe vertauscht werden kann.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Zielfernrohr und Geschwindigkeitsmesser nach Patent 238211, insbesondere für Luftfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, daß die zu der festen Strichmarke drehbare Scheibe mit Kurven versehen ist, die derart den verschiedenen Höhenlagen und den verschiedenen Geschwindigkeiten des Luftfahrzeuges entsprechend gezogen sind, daß durch Einstellen des der jeweiligen Höhenlage und Geschwindigkeit des Luftfahrzeuges entsprechenden Schnittpunktes der Kurven mit der festen Strichmarke in die Visierlinie das mit diesem Schnittpunkt sich deckende Ziel durch ein in diesem Augenblick abgeworfenes Geschoß getroffen wird.
2. Zielfernrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß außer den zur Festlegung des Visierwinkels für die verschiedenen Flughöhen-und Fluggeschwindigkeiten dienenden Kurven auf der dreh-
baren Scheibe noch Kurven angeordnet sind, die in Verbindung mit einem im Instrument vorgesehenen Nullpunkt die Feststellung der zum Durchfliegen einer bestimmten Strecke erforderlichen Zeit und damit der Fluggeschwindigkeit gestatten.
3. Zielfernrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß außer der drehbaren Scheibe mit den die Visierwinkel bezeichnenden Kurven noch eine zweite, die Kurven zur Bestimmung der Geschwindigkeit tragende drehbare Scheibe derart in einem Raum angeordnet ist, daß jede der beiden Scheiben in den Bereich der festen Strichmarke geschwenkt und für sich gedreht werden kann.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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