DE545822C - Winkeleinstellvorrichtung - Google Patents

Winkeleinstellvorrichtung

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DE545822C
DE545822C DE1930545822D DE545822DD DE545822C DE 545822 C DE545822 C DE 545822C DE 1930545822 D DE1930545822 D DE 1930545822D DE 545822D D DE545822D D DE 545822DD DE 545822 C DE545822 C DE 545822C
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teeth
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Description

Die allgemein bei den Feuerwaffen usw.
verwendeten Visiervorrichtungen weisen einen Goniometer zum Auftragen der Azimute und einen Goniometer oder eine Höhenvisiervorrichtung zum Auftragen der Schußwinkel auf.
Die Änderungen des genau aufzutragenden Winkels sind gering und im allgemeinen von der Ordnung eines Dezigrades, d. h. des zehnten Teils (1Ii000) des zu Y400 des Kreisumfanges angenommenen, sogenannten neuen Grades, oder eines Teilstriches (ein Teilstrich
gleich arc tang -^-, d.h. 1J0^ eines Kreisumfangs); andernteils sollen die Abmessungen der goniometrischen Kreise möglichst gering sein.
Aus diesem Grunde verwendet man häufig zur Herstellung des Instruments Schneckenverzahnungen, bei denen jede Umdrehung der Schnecke eine Drehung des Zahnrades um 100 Teilstriche, je nach der gewählten Einteilung, bewirkt. Mit dem Zahnrad ist zwangläufig eine Einteilung in 100 zu 100 Teilstrichen verbunden, während die Schnecke eine Trommel trägt, die in 100 Teile geteilt ist und die Ablesung der kleinen Meßeinheit gestattet.
Diese bei Meß- und Beobachtungsinstrumenten mit Erfolg verwendete Einrichtung ist, wie die Erfahrung erwiesen hat, bei Visierapparaten, die auf den Waffen dauernd, auch während des Abfeuerns \rerbleiben sollen, ungeeignet. Infolge der mächtigen und oft äußerst raschen Reaktionen beim Abfeuern dreht sich nämlich die Schnecke um sich selbst, so daß die aufgetragenen Winkel ihrer absoluten Größe nach nicht konstant bleiben, sondern Änderungen unterworfen sind, und die im allgemeinen durch ein Visierfernrohr oder einen Kollimator bestimmte Visierlinie sich mit Bezug auf die Schußlinie verstellt. Diese Verstellung wird wohl durch die vorhandene Schneckenreibung· verhindert, aber infolge des unvermeidlichen Spiels zwischen Schneckenrad und Schnecke stellt sich in den am häufigsten verwendeten Lagen während des Abfeuerns eine Abnutzung der Berührungspunkte dieser beiden Teile ein.
Ferner sind auch Visiervorrichtungen bekannt, bei denen zwei Zahnscheiben zur Anwendung gelangen, die sich mittels Verzahnungen kuppeln, d. h. sich fallweise zwangläufig verbinden oder lösen, so daß ein Element mit Bezug auf das andere eine Drehung vollführen kann. Eine derartige Vorrichtung ist wohl unter Wirkung der Schußreaktionen keinen Abweichungen ausgesetzt, gestattet aber nicht das genaue Einstellen entsprechend kleiner Winkel, da die hierzu erforderliche Zähnezahl zu groß bzw. die Zähne sehr klein ausfallen würden; so müßte beispielsweise bereits ein Kreis, dessen Durchmesser kleiner
als ι oo mm ist, in 3000 Teile geteilt werden, was praktisch unmöglich ist. In Anbetracht dessen wurden bisher die mittels Verzahnungen in Eingriff gelangenden Scheiben nor für Einteilungen von 100 zu 100 Einheiten verwendet, während die Unterteilung1 der 100 Einheiten mittels einer Schnecke oder einer durch Schub auf einen radialen Hebelarm wirkenden Schraube bewirkt wurde. Gemäß der Erfindung enthält die Vorrichtung mindestens drei Scheiben o. dgl., die sämtlich mit Verzahnungen versehen sind, die sie zwei zu zwei miteinander verbinden, wobei die Zähnezahl einer Verzahnung verschieden von derjenigen der anderen Verzahnung ist. Hierbei unterscheidet sich die Zahl der Zähne einer Verzahnung von derjenigen der anderen Verzahnung um eine kleine Zähnezahl gegenüber dem Produkt der ersten beiden Zähnezahlen.
Die beiliegenden Zeichnungen stellen beispielshalber dar in
Abb. ι einen Visiergoniometer gemäß der Erfindung im Aufriß und
Abb. 2 denselben in diametralem Schnitt nach 2-2 der Abb. 1.
Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Vorrichtung eine kreisförmige Scheibe^ auf, welche in unveränderlicher Lage auf der Waffe festlegbar ist. Zu diesem Behufe kann dieser Teil mit Lappen, Klemmorganen, einem Schwalbenschwanz o. dgl., die nicht dargestellt sind und zu seiner Festlegung dienen, versehen sein. Im Teil A sitzt eine Achse G fest. Auf der Oberseite des Teiles A ist eine Verzahnung iß eingeschnitten, deren Zähnszahl gleich η ist.
Oberhalb des Teiles A ist eine Scheibe B lose auf der Achse G angeordnet und wird auf ihrer Unterseite mit einer Verzahnung i* mit % Zähnen versehen, die mit der Verzahnung ia der Scheibe A in Eingriff steht. Auf ihrer Oberseite ist die Scheibe B mit einer Verzahnung 2b mit m Zähnen versehen. Oberhalb der Scheibe B sitzt eine zweite Scheibe C gleichfalls lose auf der Achse G und weist auf ihrer Unterseite eine Verzahnung 2C mit m Zähnen auf, welche mit der Verzahnung 2b der Scheibe B kämmt. Auf ihrer oberen Seite ist die Scheibe C mit einer Verzahnung 3C mit p Zähnen versehen.
Oberhalb der Scheibe ist eine Scheibe D lose auf der Achse G angeordnet und auf ihrer Unterseite mit einer Verzahnung 3d mit p Zähnen versehen, während auf ihre Oberseite die Visiervorrichtung, welche mit bezug auf die Schußlinie eingestellt werden soll, aufgesetzt wird.
Die Kränze und Scheiben A, B, C, D werden in Berührung mittels Federn, z. B. B, F, gehalten, welche die Möglichkeit der Drehung der Kränze und Scheiben B, C, D mit Bezug aufeinander, unter Überspringen von Zahn zu Zahn, gewährleisten. Die Verriegelung wird durch eine Flügelmutter H1 durch einen Hebel oder durch irgendwelche sonstige Klemmvorrichtung gesichert.
Die Zähne ib, 2* und 3d sind mit fortlaufenden Zahlen versehen. Die Scheibe A trägt den Zeiger K1 vor den Zahlen der Verzahnung i6, während die Scheibe C einen Zeiger K2 aufweist, der zugleich vor den Zahlen der Verzahnung 2& als auch den Zahlen der Verzahnung 3d sich befindet.
Zweckmäßig werden die Kränze B, C, D gerändelt, so daß sie leicht gehandhabt werden können.
Die Wirkungsweise ist wie folgt:
Bei gelöster Mutter H wird die Scheibe D derart gedreht, daß ein Winkel beschrieben
wird, der bis auf — der Umdrehung genau
ist. Ist beispielsweise p gleich 64, so beschreibt die Scheibe D vor dem Zeiger K2
Winkel, die bis auf -4- der Umdrehung, d. h.
auf Hunderter der Milliemes genau sind.
Man dreht hierauf die Scheibe C, welche die Scheibe D mitnimmt, so daß vor den Zeiger K2 eine gewisse ganze Zahl 5" von Zähnen (wobei S kleiner als η ist) aufgetragen wird. Schließlich dreht man die Scheibe bzw. den Kranz D, so daß C und D mitgenommen und die gleiche Zähnezahl 5 vor dem Zeiger K1 aufgetragen wird.
Durch diese doppelte Drehung von C und von D vollführt die Scheibe^ endgültig bei entsprechend gewähltem Sinn der Numerierung sowie bei entsprechenden Zahlen m und η eine Drehung, welche gleich ist:
m-
A_A d.h.s
m It''' m χ η
einer Umdrehung.
Ist beispielsweise η = 56 und m = 57, so vollführt die Scheibe D bei einer Bewegung der Verzahnung 2b um einen Zahn und einer Bewegung der Verzahnung ib um einen Zahn eine Bewegung, die gleich ist:
einer Umdrehung'.
3200
einer
57 X 56 3!9^
Dies ist also sehr nahe gleich Umdrehung, d. h. gleich 2 Milliemes, wobei der bezügliche Fehler — betragen kann.
Die Verzahnungen i6 und 2b werden mit zu 2 Milliemes über 50 Zähne bezeichnet bzw. numeriert, und die Vorrichtung gestattet das Auftragen des doppelten Milliemes. Wird eine andere Einheit bei der Kreisein-
teilung berücksichtigt, so müssen die Zahlen m, n, p entsprechend gewählt werden, um den bezüglichen Meßfehler ohne Beeinträchtigung der Zahnbreite auf das Mindestmaß zu verringern.
Die Erfindung beschränkt sich natürlich keinesfalls auf die dargestellte und beschriebene Ausführungsform, die nur beispielshalber gewählt wurde. So ist es z. B. möglich,
ίο die Verzahnungen statt auf übereinander angeordneten Scheiben o. dgl. auf konzentrischen Scheiben o. dgl. vorzusehen und den ganzen Kreis oder nur einen Teil desselben in Anspruch zu nehmen. Die Vorrichtung kann durch beliebige geeignete Behelfe zur Begrenzung der Drehmöglichkeit auf das Mindestmaß unter Ermöglichung der Verringerung der Zahl der zur Einstellung eines Winkels erforderlichen Handhabungen vervollständigt werden.
Zwei solcher Goniometer können verkuppelt sein, wobei ihre Achsen senkrecht zueinander angeordnet sind und der mit lotrechter Achse versehene Goniometer die Azimute aufzeichnet, während der mit waagerechter Achse versehene Goniometer die Schußwinkel aufträgt.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Winkeleinstellvorrichtung, insbesondere goniometrische Waffenvisiereinrichtung, bei welcher zwei relativ gegeneinander drehbare Organe mit Verzahnungen versehen sind, um sie in der gewünschten gegenseitigen Stellung zu halten, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung mindestens drei Scheiben oder ähnliche Organe enthält, die sämtlich mit Verzahnungen versehen sind, die sie zwei zu zwei miteinander verbinden, wobei die Zähnezahl einer Verzahnung verschieden von derjenigen der anderen Verzahnung ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahl der Zahne einer Verzahnung sich von derjenigen der anderen Verzahnung um eine kleine Zähnezahl gegenüber dem Produkt der ersten beiden Zähnezahlen unterscheidet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930545822D 1929-05-28 1930-01-19 Winkeleinstellvorrichtung Expired DE545822C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR545822X 1929-05-28

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE545822C true DE545822C (de) 1932-03-05

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ID=8933205

Family Applications (1)

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DE1930545822D Expired DE545822C (de) 1929-05-28 1930-01-19 Winkeleinstellvorrichtung

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DE (1) DE545822C (de)

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