DE286154C - - Google Patents

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DE286154C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G23/00Auxiliary devices for weighing apparatus

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Devices For Checking Fares Or Tickets At Control Points (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 286154 KLASSE 42/. GRUPPE
RUDOLF SCHOENE in HALLE a. S.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. März 1914 ab.
Die bekannten Laufgewichtswagen mit Druckwerk verhindern es nicht, daß bei einer und derselben Wägung mehrere Wiegekarten abgestempelt werden; denn so oft man bei ihnen den sogenannten Arretierhebel nach links um i8o° umlegt und ihn dann wieder nach rechts zurückschwingt, so oft kann man eine Karte in den Führungsspalt der Druckvorrichtung einführen und abstempeln.
ίο Durch die Erfindung aber wird die Entnahme mehrerer Wiegekarten bei einer und derselben Wägung unmöglich gemacht. Soll in besonderen Fällen für eine Last die Wiegekarte ausnahmsweise in mehreren Stücken entnommen werden, so läßt die Einrichtung gemäß der Erfindung dies zwar zu, jedoch nötigt sie hierbei dazu, beim Entnehmen jeder einzelnen Karte die Wage besonders zu ent-
■ lasten. Nach jeder Entlastung kann man dann wiegen und je eine einzige Karte abstempeln. Hierdurch wird der Zweck der Erfindung in einer den praktischen Verhältnissen genügenden Weise erzielt; denn die Möglichkeit, für die gleiche Last mehrere Wiegekarten zu entnehmen, verführte früher die Wiegemeister dazu, überschüssige Karten zu entnehmen, um sich die Arbeit der Entlastung zu sparen, die im Senken der gewogenen und dem Heben der zu wiegenden Last mittels etwa zwanzigmaliger Kurbeldrehung besteht; die im Überschuß entnommenen Karten wurden dann als Belege für ungewogen vorbeigefahrene Lasten gebraucht.
Die Sperrvorrichtung gemäß der Erfindung ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
Fig. ι ist eine Ansicht der Sperrvorrichtung, und
Fig. 2 eine Ansicht derselben in um 90 ° gedrehter Lage.
Fig. ι a und 2 a zeigen entsprechende Oberansichten.
Der Karteneinführungsspalt 11 ist bei der dargestellten Lage der Teile durch den Verschlußkörper 9 geschlossen. Dieser dreht sich um den Bolzen 10, wenn der Hebel y den Stift 7 in dem Kurvenschlitz 8 des Verschlußkörpers 9 verschiebt. Das Ausschwingen des Hebels y um seinen Drehbolzen ζ wird mittels der mit der Achse η drehbaren Knagge 30 durch Umlegen des Handhebels 0 bewirkt, wobei die Feder j> den Hebel y stets in die strichpunktiert angedeutete andere Endlage zu ziehen strebt.
Somit wird, wenn man den Handhebel 0 (zum Arretieren des Wagebalkens) nach links herüberlegt, der Karteneinführungsspalt 11 frei, so daß man die Karte zum Aufdrucken des Gewichtsvermerks hineinstecken kann. Beim Niederdrücken des Druckstempels 12 greift der an 12 befestigte Haken 24 über die Feder des Stiftes 25 am Verschlußkörper 9 und löst dadurch einen zweiten Verschlußkörper, nämlich g", aus, der sich auf die Karte niedersenkt und nach dem Herausziehen der bedruckten Karte unter dem Druck der
Feder gb den Spalt ii wieder verschließt. Man kann also erst dann eine zweite Karte einstecken, wenn man den Hebel y erst nach rechts schiebt (wobei auch der Verschlußkörper 9 den Spalt 11 sperrt) und dann nach links, wobei beide Verschlußkörper 9 und ga hochgehen, so daß der Spalt 11 wieder frei wird.
Die Erfindung verhindert es, daß man in dieser -einfachen Weise bei der vorstehend beschriebenen bekannten Vorrichtung einen zweiten Abdruck nehmen kann, und ermöglicht diesen erst, nachdem die Wage entlastet und wieder in Wiegestellung gebracht ist.
Die Mittel zur Ausführung der Erfindung bestehen aus einer Kerbe 31 in einer mit dem Drehzapfen η verkeilten Scheibe, beispielsweise in der den Knaggen 30 tragenden, und aus einer um den Zapfen 32 drehbaren, zweischenkligen Sperrklinke, deren einer Arm 33 beim Umlegen des Handhebels 0 nach links sich unter der Wirkung der Feder 34 in die Kerbe 31 einlegt. Dazu ist jedoch erforderlich, daß die Klinke über den Sperrkegel der Feder 34 gehoben wird. Dies geschieht durch eine neben der Kerbe 31 vorhergesehene Nase 31". Wird nun der Handhebel 0 zum Arretieren des Wagebalkens nach links in die Lage Z umgelegt, so kann man den Hebel y nicht wieder zurückschwingen, weil die Knagge 30 durch den in die Kerbe 31 greifenden Klinkenarm 33 verhindert ist, an den Hebel y anzuschlagen.
Um den Klinkenarm 33 zu lösen, muß man den mit der Entlastungsvorrichtung gekuppelten Hebel 41 zunächst in der Pfeilrichtung drehen. Dabei schlägt der Finger 35, der durch eine Feder 36 nachgiebig gehalten wird, an den Arm 37 der Sperrklinke, gibt jedoch nach, so daß der Finger unter dem Arm 37 hindurchgeht. Diese Bewegung des Hebels 41 geht bei der Entlastung vor sich. Während die Wage wieder in Wiegestellung gebracht wird, bewegt sich der Hebel 41, entgegen der gezeichneten Pfeilrichtung, zurück, und min hebt sein Finger 35, der sich dabei abstützt, den Klinkenarm 37 und damit den Klinkenarm 33 hoch, so daß letzterer aus der Kerbe ausgehoben wird und die Klinke wieder unter den Sperrkegel der Feder 34 einschnappt. Dann kann man die Nocke 30 wieder mittels des Handhebels 0 drehen und somit den Hebel y zum Ausschwingen bringen.
Der Ansatz 38 des Hebels 41 begrenzt mittels der Anschläge 39 und 40 den Ausschlag des Lenkers 41.
Nach jedesmaliger Kartenentnahme wird der Karteneinführungsspalt auf die gleiche Weise verschlossen und erst wieder zugängig, nachdem die Wage entlastet und wieder in Wiegestellung gebracht worden ist.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Sperrvorrichtung an Laufgewiclitswagen zur Verhinderung der Entnahme mehrerer Wiegekarten bei einer und derselben Wägung, gekennzeichnet durch ein Gesperr (31, 33), das den die Freigabe und das Verschließen des Wiegekartendruckwerks bewirkenden Hebel (y) in seiner Endstellung selbsttätig sperrt und erst nach dem Entlasten bei erneutem Einstellen der Wage in die Wiegebereitschaft wieder ausgelöst wird.
2. Sperrvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gesperr für den Hebel (y) von einer doppelarmigen Sperrklinke (33, 37) gebildet wird, deren einer Arm (33) unter Federdruck in eine Kerbe (31) der den Hebel (y) verstellenden Nockenscheibe (30) eingreift und deren anderer Arm (37) zur Lösung des Hebels (y) durch die Entlastungsvorrichtung ausgehoben wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen-
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