DE285231C - - Google Patents

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DE285231C
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valve
steam
piston
line
superheater
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B25/00Regulating, controlling or safety means
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B2250/00Accessories of steam engines; Arrangements or control devices of piston pumps, compressors without crank shafts or condensors for so far as they influence the functioning of the engines
    • F01B2250/004Devices for draining or idling of steam cylinders or for uncoupling piston and connecting rod

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf Ausgleichventile, wie sie bei Lokomotivmaschinen üblich sind, um die beiden Seiten jedes Zylinders während des Leerlaufes der Lokomotiven miteinander zu verbinden und dadurch die Bremswirkung, die durch das Saugen der Kolben entsteht, und das Einsaugen von Rauchgasen in die Zylinder zu verhüten. Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf Ausgleichventile von solchen Lokomotiven, die mit überhitztem Dampf arbeiten. Sie besteht darin, daß das Ausgleichventil in der einen Richtung durch Dampf bewegt wird, der dem Kessel unter Umgehung des Hauptabsperrventils (Reglers) entnommen wird,
und daß dieser Dampf durch den Überhitzer geleitet wird, so daß letzterer bei geschlossenem Regler gekühlt wird.
Zweckmäßig wird dieser Dampf, nachdem er das Ausgleichventil und den Überhitzer clurchströmt hat, durch die Schieberkästen und die Zylinder der Dampfmaschine geleitet, um diese beim Leerlauf zu kühlen und beim Stillstand warm zu halten.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
Fig. ι zeigt die Gesamtanordnung der Erfindung in Anwendung bei einer Lokomotive mit Überhitzer, und zwar ist ein Längsschnitt durch die Rauchkammer und den vorderen Teil des Kessels sowie eine Ansicht eines Zylinders dargestellt.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch das Ausgleichventil im größeren Maßstabe.
α und b bezeichnen Rohre, welche einerseits mit je einer Zylinderseite und andererseits mit dem Ausgleichventil verbunden sind. Sie münden in die Kanäle a1 und b1 des Ventils, welche durch eine Öffnung in der Wandung f miteinander verbunden werden können. Das Ventil g, das mit seiner Fläche d auf dem Sitz e aufliegt, schließt in der gezeichneten Stellung die Kanäle a1 und b1 voneinander ab. Es ist in seinem oberen Teil als Differentialkolben ausgebildet, der mit Dichtungsringen i versehen ist. Der Teil h des Kolbens, der den größeren Durchmesser hat, ist in einer Kammer k verschiebbar angeordnet. Die Kammer k steht oberhalb des Kolbens mit der Rohrleitung, die vom Heißdampfkasten des Überhitzers nach dem Dampfmaschinenzylinder führt, durch eine Leitung I g0 in Verbindung und unterhalb der Ringfläche des Kolbens durch eine Leitung m mit dem Kessel. Das Ventil g ist durch eine kurze Spindel q mit einem Ventil η verbunden, das in der gezeichneten Stellung die Leitung a1 gegen die Atmosphäre abschließt. Die Kupplung zwischen der Spindel q und dem Ventil η zeigt ein kleines Spiel, so daß die Ungleichheiten in der Wärme-

Claims (2)

ausdehnung der Ventilteile und des Gehäuses den dichten Schluß der miteinander verbundenen Ventile d und η nicht stören. Von dem unteren Teil des Raumes k führt eine Leitung ο nach dem Naßdampfkasten f des Überhitzers. Der Dampf, der unter Umgehung des Hauptabsperrventils (Reglers) durch die Leitung m direkt aus dem Kessel entnommen wird, strömt also durch die Leitung ο in den ίο Überhitzer ein. Von dort kann er entweder durch geeignete Ventile ins Freie entweichen oder er wird vermittels der Hauptdampfrohre in die Schieberkästen und die Zylinder der Dampfmaschine geleitet. Dadurch findet auch bei geschlossenem Regler ein Fließen des Dampfes durch den Überhitzer statt, und letzterer wird in wirksamer Weise, gekühlt. Wenn man den Dampf, wie angegeben, in die Zylinder leitet, hat man des weiteren den Vorteil, daß bei Leerfahrten die Zylinder mit etwas Dampf von niedriger Spannung gefüllt werden. Hierdurch wird das Schmieröl an den Kolben und Schieberlaufflächen gut verteilt, so daß die Zylinder nicht heißlaufen. Andererseits werden die Zylinder beim Stillstand der Maschine ständig etwas geheizt, wodurch die Zylinderkondensation und somit beim Anfahren die Gefahr von Wasserschlägen vermindert wird. Ein Angehen der Maschine beim Stillstand ist nicht zu befürchten, da der Dampf ständig durch das Luftventil η entweichen kann. Von der Leitung m ist hinter dem Absperrhahn u die zum Bläser t führende Leitung s abgezweigt, in der sich ein Hahn r befindet. Bei dieser Anordnung kann der Bläser nur angestellt werden, wenn der Hahn u geöffnet ist, also Dampf den Überhitzer durchströmt. Der Hahn u kann durch einen besonderen Antrieb geöffnet und geschlossen werden oder auch mit dem Regler derart verbunden sein, daß beim Schließen des Reglers das Öffnen des Hahnes u zwangläufig erfolgt, und umgekehrt. Das Ausgleichventil selbst wirkt in folgender Weise. Wenn das Hauptabsperrventil (Regler) geöffnet ist, so wirkt auf die Oberseite des Kolbens h durch die Leitung I hindurch der volle Dampfdruck. Durch die Leitung m, in der sich das Absperrorgan u befindet, das während des Betriebes ständig offen sein kann, wirkt auf den ringförmigen Teil des Kolbens h ebenfalls Dampf von Kesselspannung. Da aber die Ringfläche kleiner ist als die obere Fläche, so wird der Kolben nach unten gedrückt und das Ventil g geschlossen gehalten. Sobald der Regler geschlossen wird, sinkt der Druck in der Leitung I, während in der Leitung m der volle Dampfdruck bestehen bleibt. Der Kolben h bewegt sich also nach oben. Die Ventile g und η werden dadurch geöffnet und die beiden Zylinderseiten miteinander bzw. mit der Atmo-Sphäre verbunden. Das Ausgleich ventil ist auf der nach dem Kanal b1 gelegenen Seite (bei der dargestellten Ausführungsform oberhalb des Ventilsitzes e) mit einer Kolbenfläche g2 von größerem Durchmesser als das eigentliche Ventil versehen. Infolgedessen kann das Ventil durch einen Druck von geeigneter Höhe im Kanal b1 geöffnet werden. Auch durch einen entsprechenden Druck im Kanal a1 kann eine öffnung bewirkt werden. Das Ausgleichventil wirkt demnach auch als Sicherheitsventil bei Wasserschlägen u. dgl. Das Wasser kann durch das Luftventil.» entweichen. Um das Rohr 0 zu ersparen, das den Raum unterhalb des Kolbens h mit dem Naßdampfkasten des Überhitzers verbindet, kann man auch das Rohr I an den Naßdampfkasten anschließen. Man muß dann den Raum unterhalb des Kolbens durch eine.kleine, einen Druckabfall bewirkende Bohrung mit dem Raum oberhalb des Kolbens in Verbindung bringen. Noch einfacher ist es, wenn man die Dichtungsringe im Kolben h fortläßt und diesen mit einem kleinen Spiel in seiner Führung laufen läßt. Bei letzterer Anordnung wird die Gefahr des Klemmens durch die Ventilringe erheblich vermindert und gleichzeitig erreicht, daß sich oberhalb des Kolbens h kein Kondenswasser ansammeln kann. Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf Lokomotivmaschinen oder auf die besondere Ausführungsform des dargestellten selbsttätigen Ausgleichventils beschränkt, sondern eignet sich auch für andere Arten ven Kolbendampfmaschinen und andere Bauarten von Ausgleichventilen, die durch Dampf gesteuert werden, der unter Umgehung des Hauptabsperrventils aus dem Kessel entnommen wird. Paten τ-An Sprüche:
1. Ausgleichventil zur Verbindung der beiden Zylinderseiten von Lokomotivmaschinen, die mit überhitztem Dampf arbeiten, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (g) in der einen Richtung durch Dampf bewegt wird, der dem Kessel unter Umgehung des Hauptabsperrventils (Reglers) entnommen und nach Durchströmen des Ausgleichventils durch den Überhitzer geleitet wird, so daß letzterer bei geschlossenem Hauptabsperrventil gekühlt wird.
2. Ausgleichventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dampf, nachdem er das Ausgleichventil und den Überhitzer durchströmt hat, durch die Schieberkästen und die Zylinder der Dampfmaschine geleitet wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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