DE284491C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE284491C DE284491C DENDAT284491D DE284491DC DE284491C DE 284491 C DE284491 C DE 284491C DE NDAT284491 D DENDAT284491 D DE NDAT284491D DE 284491D C DE284491D C DE 284491DC DE 284491 C DE284491 C DE 284491C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- display
- rails
- flag
- adjusting
- adjustment
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G06—COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
- G06C—DIGITAL COMPUTERS IN WHICH ALL THE COMPUTATION IS EFFECTED MECHANICALLY
- G06C11/00—Output mechanisms
- G06C11/02—Output mechanisms with visual indication, e.g. counter drum
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Computer Hardware Design (AREA)
- Computing Systems (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Theoretical Computer Science (AREA)
- Devices For Indicating Variable Information By Combining Individual Elements (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Anzeigewerk für Kontrollkassen, Registrierapparate,
Stempel, Meldeapparate mit einer oder mehreren Gruppen von einander in der Ruhestellung
überdeckenden schilderartigen Platten, welche um eine gemeinsame Drehachse aus der Ruhelage in die Anzeigestellung ausschwingbar
angeordnet sind. Den Gegenstand der Erfindung bildet eine derartige Ausbildung eines solchen Anzeigewerkes, daß es insbesondere
zur Verwendung bei solchen Kontrollkassen geeignet ist, die eine Einstelltafel mit
mehreren Reihen von den einzustellenden Werten entsprechenden Tasten oder Knöpfen besitzen
und bei denen das kennzeichnende Merkmal darin liegt, daß eine geringe, stets gleiche
Bewegung jeder Einstelltaste oder jedes Einstellknopfes genügt, um den gewünschten, der
bewegten Taste oder dem bewegten Knopf entsprechenden Wert einzustellen.
Das. wesentlichste Merkmal des vorliegenden Anzeigewerkes liegt in der Anordnung
von im Apparat quer zu den Drehachsen der Anzeigeschildergruppen verschiebbar angeordneten
Gruppen von übereinanderliegenden plattenförmigen Verstellschienen, die im Apparat
seitlich verschiebbar angeordnet sind und bei ihrer Verschiebung die radialen Tragarme j
der Anzeigeschilder mitnehmen und hierdurch j die Anzeigeschilder aus der Ruhestellung in
die Anzeigestellung schwenken. Zur Verschiebung dieser Verstellschienen dienen fahnenartige Verstellglieder, die beim Betriebe des
Apparates in Schlitze der Verstellschienengruppen so tief hinabgehen, als es den anzuzeigenden
Werten entspricht, und alsdann bei ihrer Drehung innerhalb der Schlitze je eine dem anzuzeigenden Wert entsprechende Anzahl
von Verstellschienen jeder Gruppe gleichzeitig seitlich verschieben. Die Drehung sämtlicher
fahnenartiger Verstellglieder erfolgt gleichzeitig von einer im Apparat parallel zu den Verstellschienen
verschiebbar angeordneten Antriebsschiene aus, die nach der Beendigung der Abwärtsbewegung der Verstellglieder innerhalb
der Schlitze seitlich verschoben wird und durch geeignete Übertragungsglieder mit
den drehbaren Verstellgliedern in Verbindung steht.
Eine Einstellung des Anzeigewerkes erfolgt also stets erst nach vollendeter Einstellung
des Einstellwerkes des Apparates, so daß nachträglich Verbesserungen der eingestellten
Werte vorgenommen werden können, ohne daß hierdurch das Anzeigewerk in Mitleidenschaft
gezogen wird.
Auf den Zeichnungen ist eine Ausführungsform eines Anzeigewerkes entsprechend der
Erfindung für die Werte von Mark 00,00 bis Mark 99,99 dargestellt, und es ist bei dem
gezeichneten Ausführungsbeispiel ferner angenommen, daß es sich um eine Kontrollkasse
mit einer Einstelltafel, wie eingangs erwähnt, handelt.
Die Fig. ι und 2 zeigen je eine Ansicht auf . . das in der Ruhelage befindliche Anzeigewerk
von den beiden Seiten her, während Fig. 3 einen der Fig. 2 entsprechenden Schnitt nach
III-III der Fig. 5 mit eingestelltem Anzeige-. werk widergibt. Fig. 4 stellt eine Vorderansicht
auf das Anzeigewerk mit dem eingestellten Werte 95 dar. Die Fig. 5 und 6 zeigen je eine Aufsicht auf das Anzeigewerk in
der Ruhestellung und bei derjenigen Lage der Teile, bei der die Zahl 95 eingestellt ist.
Die Fig. 7 zeigt das Anzeigewerk in Rückansicht, und die Fig. 8 und 9 stellen in Seitenansicht
und Vorderansicht die Rückholvorrichtung für die ausgeschwenkten Anzeigeschilder
dar.
Das bei dem gezeichneten Ausführungsbeibeispiele zum Anzeigen von vier Wertgruppen
dienende Anzeigewerk besteht aus vier Gruppen von als Anzeigeschilder dienenden Rohrsegmentstücken
if bis i'i bzw. i? bis i'„ usw.,
welche je mit den Werten 1 bis 9 versehen (Fig. 6) und durch radiale Verbindungsarme 2 C
bis 2; bzw. 2? bis 2', usw. um Achsen ^1 bis 34,
welche in dem nach unten verschiebbaren Gestell 4 des Apparates senkrecht gelagert sind,
aus der in Fig. 5 gezeichneten Ruhestellung herausschwenkbar sind.
Die vier Gruppen von Rohrsegmentstücken 1 sind in der Ruhestellung vorn durch das nicht
mitgezeichnete äußere Gehäuse des Apparates abgedeckt, das vier Fensteröffnungen (Fig. 4)
für die anzuzeigenden Werte besitzt.
Hinter diesen Fensteröffnungen sind die Anzeigeschilder i8j bis 1S4 für die Werte ο
(Fig. 4 und 5), starr mit dem Gestell 4 des Apparates verbunden, angebracht. Für die
Begrenzung der Bewegung der Anzeigeschilder ι nach beiden Richtungen hin dienen
zweckentsprechend ausgebildete, mit dem Gestell 4 des Apparates starr verbundene Anschlagflächen
Xj1 bis i74 und Ig1 bis i94. Um
eine gleichmäßige und sanfte Bewegung der einzelnen Anzeigeschilder 1 bei ihrer Drehung
um die Achsen 3 sicherzustellen, sind in je einem Ansatz des Gestelles 4 vier Platten 2O1
bis 2O4 senkrecht geführt, die an die unteren
Endflächen der Anzeigeschilder durch Federn 2I1 bis 2i4 dauernd angepreßt werden.
Zu jeder Gruppe von Rohrsegmentschildern gehört eine Gruppe von neun, quer zu den
Achsen 3 in zwei Ansätzen des Gestelles 4 verschiebbar gelagerten Verstellschienen 5f bis 5,',
5f bis 5!2 usw., deren Zusammenwirken mit den
Anzeigeschildern 1 weiter unten näher erläutert werden soll. · .
Innerhalb jeder Gruppe von Verstellschienen 5 ist ein senkrecht verlaufender Schlitz
61} 62, 63, 64 angeordnet, innerhalb welcher
Schlitze je zwei an ihren Enden fahnenartig ausgebildete Verstellglieder J1, J2, J3, J1 und
Sicherungsglieder S1 bis 84 verschiebbar sind,
die mit ihren unteren bzw. oberen Enden einander derart gegenüberstehen, daß bei der
Ruhestellung des Apparates (Fig. 1 und 2) die Glieder 7 gänzlich außerhalb der Schlitze 6
stehen, während die Sicherungsglieder 8 durch die Schlitze 6 vollkommen hindurchreichen.
Sowohl die Glieder 7 als auch die Glieder 8 sind mit den zu dem Abdruck- und Registrierwerk
des Apparates gehörenden, bei Inbetriebsetzung des Apparates durch den Antriebsmechanismus
25, 26, 27 innerhalb des Gestelles 4 abwärts bewegten Zahnstangen glt g2,
g3, 94 verbunden, und zwar sind die Glieder 8
starr an diesen Zahnstangen 9 befestigt, während die Verstellglieder 7 um diese Zahnstangen
drehbar sind (Fig. 3).
Bei einer Inbetriebsetzung des Apparates werden also die einzelnen Verstellglieder J1
bis 74 um ein gewisses, der Abwärtsbewegung
der zugehörigen Zahnstangen gx bis 94 im Gestell
4 genau entsprechendes Maß in die zugehörigen Schlitze O1 bis 64 hineingeführt, und
da das Maß der Abwärtsbewegung der Zahnstangen g1 bis 94 dem in jeder Zahlenkolonne
eingestellten Wert proportional ist, so ist. auch das Maß der Abwärtsbewegung der einzelnen
Verstellglieder 7 den eingestellten Werten proportional. Die Dicke der einzelnen Verstellschienen
5 ist nun so gewählt, daß sie dem Maß entspricht, um welches , sich die Verstellglieder 7 senken, wenn von einem eingestellten
Wert zum nächsthöheren übergegangen wird. In Fig. 3 ist beispielsweise angenommen,
daß der Wert 5 im Apparate eingestellt ist, und es hat sich alsdann das Ver^
stellglied J1 um fünf Schienendicken in den Schlitz O1 hineingesenkt, so daß es nunmehr
innerhalb der fünf oberen Schienen 5f bis 5f
zu stehen kommt, während das Sicherungsglied S1 nunmehr nur noch bis einschließlich
der Schiene 5/ in den Schlitz O1 von unten
her hineinragt.
Ihre Drehbewegung erhalten die um die Zahnstangen gx bis 94 drehbaren Verstellglieder
J1 bis 74 von einer gemeinsamen Antriebsschiene 10 aus (Fig. ι und 3), die im Gestell 4
des Apparates ebenfalls quer zu den Achsen 3 verschiebbar gelagert ist.
Von der Unterfläche dieser Antriebsschiene 10 aus reichen gabelartige Ansätze H1 bis H4
abwärts, die derart an der Schiene 10 bzw. an seitlichen Ansätzen 221; 223 dieser Schiene
angeordnet sind, daß sie die Verstellglieder 7 abwechselnd diesseits oder jenseits ihrer Drehachsen,
d. i. der Zahnstangen 9 (von den Anzeigeschildern aus gerechnet) mit ihren Enden
umfassen (Fig. 1 bis 4 und 7).
Bei einer seitlichen Verschiebung der Antriebsschiene
10 nach links in Richtung des Pfeiles 50 (Fig. 5) werden infolgedessen die
Verstellglieder J1 und J3 um ihre Drehachsen
links herum und die Verstellglieder J2 und 74
rechts herum gedreht, was zur Folge hat, daß bei abwärts bewegten Verstellgliedern J1 und J3
diejenigen Verstellschienen der Gruppen ^1
und 53, innerhalb welcher die Verstellglieder J1
und J3 jetzt stehen, nach rechts und die -betreffenden
Schienen der Gruppen 52 und 54 nach
links verschoben werden.
Gegen die Enden der Schienen ^1 und 54
stoßen Verlängerungen 2^1, 234 der Arme 1Z1
und 24 (Fig. 5), welche Verlängerungen so flach sind, daß ihre Dicke geringer ist als die
Dicke der Schienen 5 (Fig. 1 und 2), während sich die entsprechend ausgebildeten radialen
Verlängerungen 232, 233 der Arme 22, 23 gegen
je eine Seitenbegrenzung von Aussparungen 242, 243 legen, die in den Schienengruppen 52
und 53 vorgesehen sind. Bei einer Verschiebung
von Verstellschienen 5 werden also die gegen die verschobenen Schienen stoßenden
Arme 2 gedreht, wie dies beispielsweise bei einer Lage der Teile entsprechend Fig. 6 der
Fall ist, nach welcher Figur die Schienen '5-J bis 5f nach rechts und die Schienen 5? bis 5J
• nach links verschoben sind. Infolgedessen sind auch bei der Fig. 6 die Arme 2f bis 2f und
somit die Anzeigeschilder If bis if nach rechts herum in die Anzeigestellung und die Arme 2?
bis 2\ nach links herum in die Anzeigestellung
geschwenkt.
Die Verwendung der Verstellschienen 5j
bis 54 zur Schwenkung der Arme ^1 bis 24
mit ihren Anzeigeschildern löst in sehr einfächer Weise die Aufgabe, daß die auf der
Einstelltafel im Apparat eingestellten Werte in umgekehrter Folge auf der Anzeigeseite des
Apparates, die der Einstellseite gegenüberliegt, erscheinen, wie dies für den Beschauer des
Apparates. erforderlich ist. Während also beispielsweise die Einer an der äußersten linken
Querwand des Apparates (von den Anzeigeschildern aus gesehen) eingestellt werden, werden
die dort eingestellten Werte durch die Zahnstange gx und die Verstellschienen 5X derart
auf die Anzeigevorrichtung übertragen, daß sie im Apparat an der rechten Querwand
zu liegen kommen (vgl. die Schilder I1). Es findet also im Innern des Apparates ein Überkreuzen
der zu den einzelnen Zahlengruppen gehörigen Verstellorgane statt.
Zur seitlichen Verschiebung der Antriebsschiene 10 nach links (von den Anzeigeschildern
aus gesehen) dient ein im Gestell 4 des Apparates drehbar gelagerter Winkelhebel
(Fig. 2 und 7), dessen einer Schenkel 13 sich unter Zwischenschaltung einer'Feder 28 gegen
eine mit der Schiene 10 verbundene Scheibe 29 stützt. Der andere Schenkel 47 dieses Winkelhebeis
ist mit einem Stift 48 ausgerüstet, der bei der Abwärtsbewegung des Gestelles 4 gegen
einen feststehenden Anschlag 49 trifft, wodurch der Winkelhebel so zum Ausschwenken
um seinen Drehpunkt gebracht wird, daß der Schenkel 13 die Antriebsschiene 10, von den
Schildern aus gesehen, nach links zieht.
Die Rückholung von eingestellten Schildern aus der Anzeigestellung (Fig. 4 und 6) in die
Ruhestellung, in welcher sämtliche Teile des Anzeigewerkes die zur Ausführung von neuen
Anzeigebewegungen geeignete Lage einnehmen, erfolgt bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel
mittels vier entsprechend ausgebildeter Rückholungsvorrichtungen, von denen der Einfachheit
der Zeichnung wegen nur zwei auf den Zeichnungen wiedergegeben sind. Diese Rückholungsvorrichtungen werden bei der Inbetriebsetzung
des Apparates zunächst in Tätigkeit gesetzt, um die von der vorhergehenden Einstellung des Apparates herrührenden
Werte zunächst wieder auf Null zurückzubewegen.
Jede Rückholungsvorrichtung (Fig. 8 und 9) besteht im wesentlichen aus einem im Gestell
4 des Apparates um Zapfen 31 drehbar gelagerten Hebel 3O1 bis 3O4, der bei seiner
Drehung nach rechts bzw. nach links herum die nach innen liegenden Arme 2f und 2 J bzw.
2-J und 2j an mit diesen Armen starr verbundenen
Stiften 32j bis 324 in die Anfangsstellung
zurückdreht. Dadurch, daß, wie aus Fig. ι und 6 ersichtlich, die Arme 2 derart an
den Anzeigeschildern i angebracht sind, daß beispielsweise der zu dem am weitesten nach
außen liegenden Anzeigeschild i1' führende
Arm 2) seitlich . an sämtlichen anderen Anzeigeschildern dieser Gruppe vorbeigeht, wird
auch das Anzeigeschild i'j mit sämtlichen darunter
liegenden Anzeigeschildern 1* bis ij!, falls
es in die Anzeigestellung ausgeschwenkt ist, in die Anfangsstellung wieder zurückgeschwenkt
werden, wenn das zu unterst liegende Anzeigeschild if in die Anfangsstellung zurückgedreht
wird.
An seinem äußeren Ende trägt der Hebel
30 jeder Rückholungsvorrichtung einen kleinen Arm 33, der in einer zu der Drehebene des
Hebels 30 senkrechten Ebene um einen Zapfen 34 bei der in Fig. 1 dargestellten Rückholungsvorrichtung
link's herum ausschwenkbar ist und selbsttätig unter dem Einfluß einer Feder 35 in die Normalstellung zurückkehrt. Ein
Drehen des Armes 33 rechts herum (Fig. 1) wird durch einen mit dem Hebel 30 verbundenen
Anschlag 36 verhindert. Die Steuerung jeder Rückholungsvorrichtung erfolgt je durch
einen mit dem Antriebsmechanismus der Vorrichtung 25, 26 und 27 verbundenen Stift 37,
der sogleich nach Beginn der Abwärtsbewegung des Hebels 25 auf den Arm 33 jeder Rückholungsvorrichtung trifft und hierdurch
den Hebel 30 in die in Fig. 8 punktiert ein-
gezeichnete Stellung dreht, wodurch die Rückholung der vorher eingestellten Anzeigeschilder
bewirkt wird. Beim ■ weiteren Abwärtsgange der Stifte 37 rutschen diese alsdann von den
entsprechend ausgebildeten Armen 23 ab, die oben breiter als unten sind (Fig. 8), worauf
der Hebel 30 in seine in Fig. 8 gezeichnete Ruhelage zurückkehren kann, wenn ein Verstellen
der mit ihm zusammenwirkenden Arme 2 in die Anzeigestellung stattfindet.
Nach Beendigung der Abwärtsbewegung der Stifte 37 kehren diese wieder in ihre obere
Stellung zurück, und sobald sie hierbei von unten her gegen die Arme 33 der Drehhebel
30 stoßen (Fig. 9), drehen sich diese Arme um ihre Zapfen 34 in Richtung des in Fig. 1 eingezeichneten
Pfeiles 38, so daß eine Drehung der Drehhebel 30 um ihre Achse 31 nicht
stattfindet und somit auch nicht ein Zurückholen der eingestellten Arme, was zur Folge
hat, daß die in die Anzeigelage ausgeschwenkten Schilder bis zu Beginn der nächsten Betätigung
des Apparates in der Anzeigestellung verbleiben, was für die Benutzung des Apparates
durchaus vorteilhaft ist.
Die Arbeitsweise eines entsprechend der Erfindung ausgebildeten Anzeigewerkes sei im
folgenden noch an Hand der Figuren erläutert, wobei angenommen werden soll, daß der
Wert 95 Pfg. angezeigt werden soll.
Nachdem dieser Wert in bekannter Weise in dem nicht mitgezeichneten Einstellwerk
des dargestellten Registrierapparates eingestellt worden ist, werden die beiden Werte 5 und 9
dadurch in bekannter Weise" auf die Typendruckräder 43 des Apparates übertragen, daß
beim Abwärtsdrücken des Antriebshebels 25 die Zahnstangen gx bis gi durch die Druckplatte
40 unter Vermittelmig der Federn 4I1 bis 4I4 unabhängig voneinander so tief abwärts
bewegt werden, bis die einzelnen Fühler 42X bis 424, im gewählten Beispiel die Fühler
42j, 422, an den eingestellten Werten entsprechend
eingerückten Anschlägen des nicht mitgezeichneten Einstellwerkes Anlage finden.
Die Zahnstangen gv g2 nehmen hierbei die
Glieder Jx und J2 und 8V 82 innerhalb des j
Gestelles 4 um dasselbe Maß mit, und die vorderen Enden der fahnenartig ausgebildeten
Glieder Jx und J2 treten also um ein entsprechendes
Maß in die Schlitze 6X bzw. 62 der
Verstellschienengruppen $x und 52 ein, während
die oberen Enden der Glieder 8X und S2
um ein entsprechendes Maß ebenfalls innerhalb der Schlitze 6X und 62 abwärts gehen
(Fig. 3).
Bei der weiteren Abwärtsdrehung des Antriebshebels 26 nach der Feststellung der Zahnstangen
gx und 92 durch die Fühler 42^ 422
wird nun das ganze innere Gestell 4 des Apparates, welches in dem feststehenden Gestell 44
des Apparates abwärts verschiebbar gelagert ist und sowohl das Abdruckwerk als auch
das gesamte Anzeigewerk trägt, abwärts mitgenommen, so daß bei dem weiteren Abwärtsgange
der Zugstangen 27 nunmehr keine relative Verschiebung der Glieder J1 und 72 gegenüber
den Verstellschienengruppen ^11 und '52
mehr eintritt. Kurz vor Beendigung der Abwärtsbewegung des Gestelles 4 trifft ein an
dem kurzen Ende des Doppelhebels 13 angebrachter Stift 48 gegen einen mit dem festen
Gestell 44 starr verbundenen Anschlag 49, wodurch ein Ausschwenken des Doppelhebels
13 hervorgerufen wird, was eine seitliche Ver-Schiebung der Antriebsschiene 10 in Richtung
des Pfeiles.50 der Fig. 5 zur Folge hat. Hierdurch werden sämtliche drehbar gelagerten
Verstellglieder 7 entsprechend Fig. 6 zum Ausschwingen um die Zahnstangen 9 gebracht,
und es nimmt hierbei das Glied J1 die fünf
obersten Verstellschienen 5' bis 5f nach rechts mit, während das Verstellglied 72 sämtliche
neun Verstellschienen 5? bis 5!, nach links hin verschiebt. Die Drehung der Glieder J3 und 74
bewirkt in dem angenommenen Falle keine Verschiebung von Verstellschienen, da sie in
die Schlitze 63 und 64 der zugehörigen Schienengruppen
53 und 54 überhaupt nicht eingetreten
sind.
Eine Mitnahme der vier untersten Schienen der Schienengruppe 5f bis 5\ wird übrigens
durch das Glied 8 verhindert, das bei der angenommenen Stellung noch um vier Schienendicken
nach oben in den Schlitz 62 der Verstellschienen ζχ hineinreicht (Fig. 3).
Die seitliche Verschiebung der Verstellschienen 5f bis 5ί" nach rechts bewirkt eine Drehung
der fünf Arme 2* bis 2;' der Schilder 1}
bis if derart, daß nunmehr die fünf am meisten nach dem Innern des Apparates zu
liegenden Schilder if bis if in die in Fig. 6
gezeichnete Lage gelangen, bei welcher entsprechend Fig. 4 das mit der Zahl 5 versehene
Schild if am weitesten nach vorn zu liegen kommt. In entsprechender Weise werden
sämtliche neun Schilder ij bis i{ aus der Lage
nach Fig. 5 in die Lage nach Fig. 6 gedreht, so daß nunriiehr das die Zahl 9 enthaltende
Schild i{ entsprechend Fig. 4 sichtbar wird, no
Bei dem die Markwerte anzeigenden Schildern I3 und I4 hat sich nichts geändert, so
daß bei diesen nach wie vor die am weitesten nach innen liegenden, mit den Zahlen 0 versehenen,
fest mit dem Gestell 4 verbundenen Schilder i83 und i84 sichtbar bleiben.
Claims (8)
- Patent-Ansprüche:i. Anzeigewerk für Kontrollkassen, Registrierapparate, Stempel, Meldeapparate mit einander in der Ruhelage überdeckenden Gruppen von schilderartigen Platten,welche um eine gemeinsame Drehachse aus der Ruhelage in die Anzeigestellung ausschwingbar angeordnet sind, gekennzeichnet durch im Apparate quer zu den Drehachsen (3) der Anzeigeschildergruppen (1) verschiebbar angeordnete Gruppen von übereinanderliegenden Schienen (5), von denen jede Schiene bei ihrer seitlichen Verschiebung den radialen Tragarm (2) des zugehörigen Anzeigeschildes (1) und somit dieses Anzeigeschild selbst in die Anzeigestellung schwingt.
- 2. Anzeigewerk nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch fahnenartige Verstellglieder (7), welche mit bei der Inbetriebsetzung des Apparates abwärts gehenden Teilen (9) des Registrier- oder Druckwerkes verbunden sind, und von welchen jedes Glied bei der Inbetriebsetzung des Apparates in den in der zugehörigen Gruppe der Verstellschienen (5) vorgesehenen Schlitzen (6) um ein dem eingestellten Wert entsprechendes Maß hinabgeht, wobei die Dicke der einzelnen Verstellschienen (5) dem Maß entspricht, um welches die fahnenartigen Verstellglieder (7) sich bei Änderung eines eingestellten Wertes in den .nächsthöheren senken.(
- 3. Anzeigewerk nach Anspruch 1 und 2,dadurch gekennzeichnet, daß die fahnenartig ausgebildeten Verstellglieder (7), nachdem sie sich um ein dem eingestellten Wert entsprechendes Maß gesenkt haben, um ihre Drehachsen (9) geschwenkt werden und hierdurch je so viel Verstellschienen (5) der zugehörigen Verstellschienengruppe seitlich verschieben, als dem Maß ihres Hinabgehens in den Schlitzen (6) jeder Schienengruppe entspricht.
- 4. Anzeigewerk nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß den unteren Enden der fahnenartig ausgebildeten Verstellglieder (7) ebenfalls fahnenartig ausgebildete, mit bei der Inbetriebsetzung des Apparates abwärts gehenden Teilen (9) des Registrier- oder Druckwerkes starr verbundene Sicherungsglieder (8) gegenüberstehen, die in der Ruhestellung des Apparates durch sämtliche Schlitze (6) der Verstellschienen (5) hindurchragen und bei der Inbetriebsetzung des Apparates sich um dasselbe Maß wie die Verstellglieder (7) innerhalb der Schlitze (6) abwärts bewegen, derart, daß sie beim Verschieben der oberen Verstellschienen (5) durch die abwärts bewegten Verstellglieder (7) die nicht mitzunehmenden unteren Verstellschienen (5) in ihrer unverschobenen Ruhelage sichern.
- 5. Anzeigewerk nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die fahnenartig ausgebildeten Verstellglieder (7) ihre Drehung von einer im Apparate parallel . zu den Verstellschienen (5) verschiebbar angeordneten Antriebsschiene (10) aus erhalten, die nach Beendigung der Abwärtsbewegung der Verstell- und Sicherungsglieder (7 bzw. 8) innerhalb der Schlitze (6) der Verstellschienen (5) vermittels eines alsdann mit dem einen Schenkel gegen einen feststehenden Anschlag (49) stoßenden Winkelhebels (13) seitlich verschoben wird.
- 6. Anzeigewerk nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsschiene (10) mittels geeigneter ■ Übertragungsorgane, wie beispielsweise gabelartiger Stifte (11), die fahnenartigen Verstellglieder (7) abwechselnd diesseits oder jenseits ihrer Drehachsen (9) angreift, wodurch bei der Verschiebung der Antriebsschiene (10) erzielt wird, daß die Verstellschienen (5) zweier benachbarter Anzeigegruppen in entgegengesetzten Richtungen verschoben werden und somit auch die Anzeigeschilder (1) dieser beiden Gruppen eine gegenläufige Drehbewegung erhalten.
- 7. Anzeigewerk nach Anspruch 1 bis 6, gekennzeichnet durch die ausgeschwenkten Anzeigeschilder in ihre Ruhelage zurückdrehende Rückholungsvorrichtungen, die aus je einem drehbar gelagerten Hebel (30) bestehen, der bei seiner Drehung aus der Ruhelage den Tragarm (2) des am meisten nach dem Innern des Apparates zu liegenden Anzeigeschildes (1) in die Anfangslage zurückschwenkt, durch welches Anzeigeschild sämtliche etwa noch ausgeschwenkten Anzeigeschilder in die Anfangslage mitgenommen werden.
- 8. ■ Anzeigewerk nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der drehbar gelagerte Hebel (30) jeder Rückholungsvorrichtung unmittelbar nach der Inbetriebsetzung des Apparates zwecks Rückholung der bei der vorhergehenden Benutzung des Apparates eingestellten Anzeigeschilder in die Anfangsstellung dadurch aus seiner Normallage herausgedreht wird, daß er von einem abwärts gehen den. Stift (37) getroffen wird, der beim darauffolgenden Aufwärtsgange gegen einen Teil (33) des Hebels (30) stößt, welcher gegenüber dem Hauptteil dieses Hebels derart drehbar iss, daß beim Aufwärtsgange des Antriebsstiftes (37) keine Drehung des in der Zwischenzeit in die Normallage zurückgekehrten Rückholhebels erfolgt.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE284491C true DE284491C (de) |
Family
ID=539967
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT284491D Active DE284491C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE284491C (de) |
-
0
- DE DENDAT284491D patent/DE284491C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE697401C (de) | Druckende Kartenlochmaschine | |
| DE284491C (de) | ||
| DE528189C (de) | Kartenlochmaschine mit einer angebauten Vorrichtung zum Abfuehlen der Kartenlochung und zum Steuern eines Registrierwerks | |
| DE234701C (de) | ||
| DE133882C (de) | ||
| DE666599C (de) | Von einem Motor angetriebene Rechen- oder Buchungsmaschine | |
| DE919784C (de) | Rechenmaschine mit einem mechanisch schaltbaren Schlitten | |
| DE935938C (de) | Buchungsmaschine, insbesondere fuer Lochkartensteuerung | |
| DE184318C (de) | Kurbelregistrierkasse mit tasten o. dgl. und anzeigegescheiben | |
| DE731877C (de) | Geldausgeber | |
| DE685624C (de) | Druckvorrichtung fuer Registrierkassen | |
| DE692376C (de) | el | |
| DE200109C (de) | ||
| DE622887C (de) | Zeilenmessvorrichtung fuer Registerstreifenlochmaschinen zum Steuern von Matrizensetz- und Zeilengiessmaschinen, bei der aufeinander zu bewegte Zeiger die Ausschliessbarkeit der Zeile erkennbar machen | |
| DE687160C (de) | Schreibrechenmaschine | |
| DE754200C (de) | Rechenmaschine od. dgl. mit zweiteiliger Schreibwalze | |
| AT64071B (de) | Zahlmaschine. | |
| DE378077C (de) | Rechenmaschine mit Vorrichtung zur Aufspeicherung von Zahlenwerten | |
| DE528026C (de) | Registrierkasse fuer die Ausgabe eines oder mehrerer Duplikate eines Originalbeleges | |
| DE535635C (de) | Vorrichtung zum Pruefen gelochter Zaehlkarten | |
| DE746862C (de) | Zehnerschaltvorrichtung für Rechenmaschinen, Registrierkassen u. dgl. | |
| DE580287C (de) | Maschine zum Drucken von Geldbetraegen auf Schecks u. dgl. | |
| DE739191C (de) | Druckende Lochkartentabelliermaschine | |
| DE429008C (de) | Tastenhebel-Registrierkasse | |
| DE210036C (de) |