DE281752C - - Google Patents

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DE281752C
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schweinfurtergrün
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copper arsenic
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water
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N59/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing elements or inorganic compounds
    • A01N59/16Heavy metals; Compounds thereof
    • A01N59/22Arsenic

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 281752 KLASSE 45/. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. August 1913 ab.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren, Schweinfurtergrün oder sonstige Kupferarsenverbindungen wasserlöslich zu machen, insbesondere, um die so erhaltene Lösung zum Bespritzen von Pflanzen zwecks Vertilgung von Pflanzenschädlingen zu benutzen.
Die Anwendung des Schweinfurtergrüns oder sonstiger Kupferarsenverbindungen war bisher aus dem Grunde mit beträchtlichem
ίο Nachteil verbunden, weil die Kupferarsenverbindungen wasserunlöslich sind und sich in den zum Zerstäuben der Flüssigkeiten benutzten Spritzen zu Boden setzten. Die dadurch bedingte ungleichmäßige Verteilung brachte es mit sich, daß die Pflanzen oft mit so beträchtlichen Mengen der Kupferarsenverbindung überdeckt wurden, daß sie zerstört wurden.
Diesem Übelstande des Absetzens der wirksamen Kupferarsenverbindung hat man dadurch zu begegnen versucht, daß man sie in möglichst fein verteilter Form zur Abscheidung brachte; Zu dem Zwecke wurde z. B. Schweinfurtergrün in einem sehr erheblichen Überschuß von Ammoniak gelöst und dieser Lösung ein kolloidaler Körper, wie Dextrin, zugesetzt. Immerhin wurde auch nach diesem Verfahren bei der Verdünnung nur eine Emulsion erhalten, aus der sich die Kupferarsenverbindung wieder absetzte.
Zufolge der Erfindung wird nun die Kupferarsenverbindung nicht in Form einer Emulsion, sondern in Form einer Lösung verwendet, welche mit Wasser verdünnt werden kann, ohne daß dabei die Kupferarsenverbindung wieder ausfällt. Dadurch sind alle die Übelstände beseitigt, welche der Verwendung der Emulsion bisher anhafteten. Zu diesem Zwecke wird das Schweinfurtergrün oder die sonstige Kupferarsenverbindung mit geeigneten stickstoffhaltigen Körpern, z. B. Leim oder sonstigen Eiweißkörpern oder deren Derivaten, einerseits und mit Ätzalkalien oder mit Ätzerdalkalien anderseits gemischt und die Mischung mit Wasser, gegebenenfalls unter Erwärmen, behandelt, bis sie Blaufärbung angenommen hat. Die so erhaltene Lösung der Kupferarsenverbindung enthält nur geringe Spuren, von freiem Ammoniak und kann ohne weiteres zum Bespritzen der Pflanzen benutzt werden.
Auf diese Weise wird die Kupferarsenverbindung nicht nur in einen vollständig gelösten, sondern auch für die Pflanzen unschädlichen Zustand übergeführt. Die Pflanzen werden bei Behandlung mit einer solchen Lösung gleichmäßig davon überzogen, und dieser gleichmäßige Überzug verhindert auch das Verbrennen der Pflanzen, während anderseits die Schädlinge vollständig vernichtet werden.
Beim Vermischen von Schweinfurtergrün oder einer anderen Kupferarsenverbindung mit Leim und mit Ätzkalk tritt unter der Wirkung des letzteren auf den Leim einerseits eine gelinde Ammoniakentwicklung, anderseits schon in der Kälte eine langsame Bildung von Glycin ein, welches sich als ein vorzügliches Lösungsmittel für Schweinfurtergrün oder sonstige
Kupferarsenverbindungen erwiesen hat. Die Verwendung des Glycine in reiner Form kann wegen des außerordentlich hohen Preises nicht in Frage kommen. Es genügt aber, wenn man ■ 5 statt des reinen Glycins Leim oder sonstige stickstoffhaltige organische Körper verwendet, welche diese oder ähnliche Aminoverbindungen zu bilden vermögen. Daher können auch andere stickstoffhaltige Substanzen benutzt werden,
ίο aus denen sich Ammoniak oder Aminoverbindungen durch Einwirkung von Ätzalkalien oder Ätzerdalkalien bilden. Insbesondere eignet sich zur Durchführung des Verfahrens Leim.
Im allgemeinen wird das Verfahren so ausgeführt, daß man das Schweinfurtergrün, Leim und Kalk, und zwar beispielsweise 100 Gewichtsteile Schweinfurtergrün, 200 Gewichtsteile Leim und 100 Gewichtsteile Kalk, in möglichst feiner Form in kaltes Wasser gibt. Der Leim erweicht nach einem gewissen Zeitraum, und es tritt dann die eingangs erwähnte Zersetzung ein. Der Vorgang kann durch Erwärmen beschleunigt werden. Auch kann die Reaktion dadurch gefördert werden, daß man die Zersetzung des Leims in entsprechender Weise vor dem Mischen mit dem Schweinfurtergrün und dem Kalk einleitet. Der Vorgang der Lösung des Schweinfurtergrüns zeigt sich durch die intensive Blaufärbung der Flüssigkeit.
An Stelle des Leims können auch andere stickstoffhaltige Körper verwendet werden, insbesondere solche, welche unter Übergang in Aminoverbindungen freies Ammoniak entwickeln. Man kann daher auch andere Eiweißstoffe oder Derivate derselben verwenden.
An Stelle des Kalks können auch Baryt oder Ätzalkalien benutzt werden.
Das Präparat kann entweder in Form einer konzentrierten Lösung oder eines trockenen Pulvers, welches die Bestandteile Schweinfurtergrün, Kalk und Leim gemischt enthält, in den Handel gebracht werden. Diese Mischung würde dann mit kaltem oder heißem Wasser verdünnt werden, wobei etwa 1 bis 2 1 Wasser genügen, und diese konzentrierte Lösung wird dann je nachdem im Verhältnis von 1 : 100 mit Wasser vermischt und zum Bespritzen.der Pflanzen verwendet.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren, Schweinfurtergrün oder sonstige Kupferarsenverbindungen wasserlöslich zu 'machen, beispielsweise, um die so erhaltene Lösung zur Vertilgung von Pflanzenschädlingen zu benutzen, dadurch, gekennzeichnet, daß man das Schweinfurtergrün oder. eine sonstige Kupferarsenverbindung mit geeigneten stickstoffhaltigen Körpern, ζ. Β. Leim, sonstigen Eiweißkörpern oder deren Derivaten, einerseits und mit Ätzalkalien oder Ätzerdalkalien anderseits mischt und die Mischung mit Wasser, gegebenenfalls unter Erwärmen, behandelt, bis die Lösung Blaufärbung angenommen hat.
2. Abänderung des Verfahrens gemäß Anspruch 1 zur Herstellung eines PflanzenschädlingsVertilgungsmittels in. fester Form, dadurch gekennzeichnet, daß man Schweinfurtergrün oder eine sonstige Kupferarsenverbindung mit Ätzalkalien oder Ätzerdalkalien und mit geeigneten stickstoffhaltigen Körpern, wie Leim, Eiweißkörpern oder deren Derivaten, mischt.
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