AT220885B - Wildverbißmittel - Google Patents

Wildverbißmittel

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AT220885B AT277057A AT277057A AT220885B AT 220885 B AT220885 B AT 220885B AT 277057 A AT277057 A AT 277057A AT 277057 A AT277057 A AT 277057A AT 220885 B AT220885 B AT 220885B
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  Wildverbissmittel 
Zur Verhütung von Wildverbissschäden an Forstkulturen und in der Landwirtschaft sind schon seit lan- gem Mittel bekannt. Neben einfachen, fast alchimistischen Mischungen findet man auch Präparate mit anspruchsvoller Zusammensetzung. Zumeist enthalten diese Produkte Teer, Bitumen oder Kunstharze, die als Dispersionen, Emulsionen oder Lösungen vorliegen. 



   Es ist weiters bekannt, dass auch Abfallprodukte aus der Erdölraffination wie   z. B. Naphtensäure-Rück-   stände   usw. in Wildverbissmittel Verwendung finden. Manchmal   werden diesen Mischungen auch wässerige Lösungen von unangenehm schmeckenden Stoffen oder adstringierenden Mitteln zugesetzt, wie   z. B. Eisen-   vitriol, Bitterstoffe,   Alaun u.   ähnl. Auch mechanische Abwehrstoffe, wie z. B. Quarzsplit oder Glaswolle werden in derartige   Wildverbiss- oder   Schälschutzmittel eingearbeitet, um das Wild vom Äsen oder Schälen abzuhalten. 



   Trotz der Verschiedenartigkeit dieser Mittel genügen nur ganz wenig Präparate den gestellten Ansprüchen : Preiswürdigkeit, einfache Anwendung, die Vermeidung von Pflanzenschäden an Laub- und Nadelholz, Anhalten der wildabweisenden Eigenschaften über den ganzen Winter usw. 



   In mehrjährigen Versuchen wurde das erfindungsgemässe Präparat entwickelt, das den Forderungen vollständig gerecht wird und durch die kombinierte Wirkungsweise einen überraschend dauerhaften wildabweisenden Effekt erreicht. Das erfindungsgemässe Wildverbissmittel besteht aus einer Kombination von drei   Wirkungskomponenten.   



   Der Filmbildner und Träger der andern Komponenten ist die Dispersion von aliphatischen, mineral- ölartigen Kohlenwasserstoffen, Siedebereich etwa   300-4500C,   und Fettsäuren vom Typ C 16   (z. B.   Kokosfettsäure) in Wasser mit Hilfe eines organischen Dispergiermittels. A 15 typische Geruchs-und Geschmackskomponente werden diesem Bindemittel Abfallprodukte aus der Chlorierung von Kohlenwasserstoffen, wie z. B. Hexachlorcyclohexanverbindungen einverleibt, die sehr starke wildabweisende Eigenschaften zeigen. 



  Schliesslich enthält das erfindungsgemässe Wildverbissmittel als dritte, optische Komponente rote oder rotbraune Pigmente wie z. B. Eisenoxydrot, wodurch die behandelten Pflanzen so aussehen, als ob sie abgestorben wären. 



   Die erfindungsgemässe Mischung wird durch Zusatz von Wasser gebrauchsfertig gemacht und auf Pflanzen, Bäume oder Sträucher mit Hilfe von Bürsten oder Spritzen aufgetragen. Nach Verdunsten des Wassers bricht die Dispersion und auf dem behandelten Substrat entsteht ein witterungsbeständiger, fettiger Belag, der durch seinen spezifischen Geruch und Geschmack, ausserdem durch die Farbe das Wild vom Benagen abhält. Die Schutzschicht zeigt eine ungewöhnliche Regenfestigkeit, da nach dem Brechen der Dispersion nur das am wildabweisenden Effekt nicht beteiligte Dispergiermittel vom Regen ausgewaschen wird. Die Wirksamkeit der Schutzschicht blieb in allen Versuchen durch den ganzen Winter, auch nach sechs Monaten noch wirksam. 



   Eine besondere Eigenschaft des Dispergiermittels (Calciumligninsulfonat) verleiht dieser wässerigen Dispersion auch eine Unempfindlichkeit gegenüber Frost. Damit hergestellte Dispersionen können gefrieren und ohne Schädigung wieder aufgetaut werden. Der überraschend hohe wildabweisende Effekt, der in zahlreichen Praxisversuchen gefunden wurde, beweist die überlegene Wirkung der in dem erfmdungsgemässen Wildverbissmittel kombinierten Merkmale. 



   Folgende Beispiele sollen die Herstellung des erfindungsgemässen Wildverbissmittels   erläutern,   ohne es aber einzuschränken :   Beispiel l :   In einer Mischmaschine werden 10-15 kg   Calciumligninsulfonat   in 25-30 Liter Was- 

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 ser gelöst und allmählich mit 30 kg einer Mineralölfraktion mit einem Siedebereich von   300-4500C   in kleinen Partien bis zur Pastenkonsistenz eingearbeitet. Weitere 15 kg Mineralölfraktion werden mit 5 kg Kokosfettsäure und 5 kg technischem Hexachlorcyclohexan aufgeschmolzen und nach dem Erkalten homogen in die Dispersion geknetet, wozu etwa 1-2 Stunden erforderlich sind. Zuletzt fügt man 5 kg Eisenoxydrot hinzu, das vorher mit Wasser angerieben wurde.

   Die gesamte Mischung muss vollkommen homogenisiert werden, weil nur dann eine einwandfreie Verarbeitung des Mittels möglich ist und Pflanzenschäden sicher vermieden werden. 



    Be is pie 1 2 : 5 kg eines Fettsäuregemisches vom Typ C 16 und 2 1/2 kg Gamma-Hexachlorcyclo-    hexan oder analoge chlorierte Kohlenwasserstoffe werden in   40kg   einer Mineralölfraktion mit einem Siedebereich von   300-4500C   unter Erwärmen gelöst und allmählich mit Hilfe eines hochtourigen Rührwerkes in eine wässerige Lösung von 10-15 kg   Calciumligninsulfonat   eingearbeitet. Die gesamte Wassermenge soll 25-30 kg betragen, damit eine homogene, salbenartige Dispersion entsteht. Schliesslich werden 5 kg wässerige Eisenoxydrot-Farbpaste bis zur gleichmässigen Einfärbung zugemischt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verwendung einer Mischung als streichfähiges und spritzbares Wildverbissmittel, welche aus den nachstehenden Komponenten besteht : a) Eine mittels eines organischen Dispergiermittels hergestellte wässerige Dispersion eines Gemisches von mineralölartigen aliphatischen Kohlenwasserstoffen und Fettsäuren vom Typ C 16 wie Kokosfettsäure b) chlorierten Kohlenwasserstoffinsektiziden wie Hexachlorcyclohexan und c) roten Pigmenten wie Eisenoxydrot.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT389033B (de) * 1983-06-17 1989-10-10 Braun Austria Ges M B H B Schael- und verbissschutzmittel fuer baeume

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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AT389033B (de) * 1983-06-17 1989-10-10 Braun Austria Ges M B H B Schael- und verbissschutzmittel fuer baeume

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