DE2814747C2 - Verfahren zur Herstellung von Androsta-4,9(11)-dien-3,17-dionen durch saure Dehydratisierung von 9α-Hydroxyandrostendionen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Androsta-4,9(11)-dien-3,17-dionen durch saure Dehydratisierung von 9α-Hydroxyandrostendionen

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DE2814747C2 DE2814747A DE2814747A DE2814747C2 DE 2814747 C2 DE2814747 C2 DE 2814747C2 DE 2814747 A DE2814747 A DE 2814747A DE 2814747 A DE2814747 A DE 2814747A DE 2814747 C2 DE2814747 C2 DE 2814747C2
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
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    • C07J1/0003Androstane derivatives
    • C07J1/0011Androstane derivatives substituted in position 17 by a keto group

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Description

worin Rh, Rn, und ~ die in Patentanspruch 1 angegebene Bedeutung besitzen.
Die Androsta^t,9(ll)-dien-3,17-dion-ariigen Verbindungen (II) sind zur Herstellung von Pharmazeutika, insbesondere Testosteron-Derivaten, brauchbar. Beispielsweise wird Androsta-4,9(ll)-dien-3,17-dion (II) zum Schütze des C?-Ketons durch das Verfanren, offenbart von F. W. Heyl und M. E. Herr in J. Am. Chem. Soc. 77, 488 (1955t, in 3-(N-Pyrrolidiny!)-androsta-3,5,9(1 !Hrien-!7-on übergeführt. Dieses geschützte Steroid wird durch eine Grignard-Reaktion mit Methylmagnesiumbromid und anschließender alkalischer Hydrolyse in 17jS-Hydroxy-17a-methylandrosta-4,9(l I)-dien-3-on übergeführt. Siehe M. E. Herr et al., J. Am. Chem. Soc. 78, 500 (1956). Dieses Methyltestosteron-Derivat wird dann durch das Verfahren gemäß US-PS 31 18 880, Beispiel 2 in 9ff-Fluor-l \ß, 17>dihydroxy-17-methylandrost-4-en-3-on (Fluoxymesteron, Halotestin*) übergeführt, welches ein kommerziell verkauftes Steroid ist.
Die J''"1'-Steroide, d.h. solche mit einer Doppelbindung zwischen C-9 und C-11, wurden aus 1 Lö-Hydroxysteroiden und 9a-Hydroxysteroiden hergestellt. George G Hazen und D. W. Rosenburg, J. Org. Chem. 29,1930 (1964) und US-PS 30 94 543: D. Taub et al.. J. Am. Chem. Soc. 82,4102 (1970); E. M. Chamberlain, J. Org. Chem. 25, 295 (1960); US-PS 24 09 798; US-PS 30 05 834; und GB-PS 1198 749 offenbaren alle die Synthese von j"'" '-Steroiden aus 1 ljS-Hydroxysteroiden Die genannten Literaturstellen offenbaren alle die Verwendung von 1 Lö-Hydroxycorticoiden zur Bildung von entsprechenden <dg": '-Corticoiden. US-PS 24 09 798 (Beispiel 3), US-PS 30 05 834 (Beispiel 35) und GB-PS 11 98 749 (Beispiel 1) offenbaren die Verwendung von 1 ljff-Hydroxyandrostenen zur Herstellung von Jg'"'-Androstenen.
Die Jg'!' '-Steroide wurden ebenfalls aus den entsprechenden 9ff-tlydroxysteroiden hergerli:llt.
Aus der DD-PS 20 528 ist die Verwendung von p-Toluolsulfonsaure 'p-TSA) in trockenem Benzol zur Dehydration von 9ff-Hydroxysteroiden der Pregnanserie zu entsprechenden Δ"' '-Pregnanen bekannt C. G. Berestrom und R. B. Dodson.Chem. and Ind. (London) 1530 (1961). behandelten 9a-Hydroxyandrostendion mit p-TSA in Benzol. Beim Aufarbeiten wurden 1J-K)-Secoandrost-4-en-3,9,17-trion und 9a-Hydro.\y-4-methylester-4-en-l,17-dion identifiziert; es wurde kein Androsta-4,9( 11 )-dien-3,P-dion (II) gefunden.
C. G. Bergstrom et al beschrieben in J. Org. Chem. 28,2633 (1963) auf Seite 2638 die Umsetzung von 2,0 g 9ur-Hydroxyandrostendion mit Fluorwasserstoff-Pyridin-Reagens zur Herstellung von 9a-Fluorandrostendion sowie Androsta-4,9(ll)-dien-3,17-dion.
Die Dehydration von Alkoholen mit Säuren ist Fachleuten wohlbekannt. Die Dehydration von tertiären Alkoholen mit Säure ist so gut bekannt, daß der Mechanismus herausgearbeitet worden ist. Die Säure proto-
niert die Hydroxylgruppe. Beim Weggang der protonierten Hydroxylgruppe als Wasser bleibt als Reaktionsteilnehmer ein Carboniumion zurück. Der Verlust eines Protons vom Carboniumion findet in der Weise statt, daß das thermodynamisch stabilste Olefin gebildet wird. Die Dehydration von tertiären Alkoholen mit Säure fuhrt normalerweise zum stärker substituierten Alken und sie ist als eine E ,-artige Reaktion bekannt, siehe »Basis Priciples of Organic Chemistry«, J. D. Roberts und M. C. Caserio, W. A. Benjamin, Inc., New York, 1964, S. 313 und 396; und »Mechanismus und Struktur in Organic Chemistry«, E. S. Gould, Hold, Reinhart and Winston, New York, 1964, S. 475 und 4S0. Es ist nun klar, daß wenn zwei verschiedene Olefine aus dem tertiären Alkohol durch eine E,-Eliminationsreaktion resultieren können, das Olefin mit der größeren Anzahl Alkylsubstituenten bei Abwesenheit von komplizierenden Effekten vorherrschen wird. Diese Regel der organischen Chemie ist so gut bekannt, daß sie mit dem Begriff Sayir-effschen bezeichnet wird, sieh Gould, oben, Seite 481.
Wenn man die SaytzefTsche Regel befolgt, sollte die saure Dehydration von 9o-Hydroxysteroiden vorwiegend das entsprechende ^-Steroid und nicht das entsprechende A9'' "-Steroid ergeben. Die saure Dehydration von 9o-Hydroxyandrostendion (I) sollte insbesondere vorwiegend Androsta-4,8-dien-3,17-dion und nicht Androsta-4,9(ll)-dien-3,17-dion (II) erzeugen.
Das erfindungsgemäße Verfahren dehydratisiert 9 a-Hydroxyandrostendion-artige Verbindungen (I) zu entsprechenden Androsta-4,9( 1 l)-dien-3,17-dion-artigen Verbindungen (11; in sehr hohen Ausbeuten mit einem Verhältnis von Androsta-4.,9( 11)-Q ^n-3,17-dion(ll) zu Androsta-4,8-dien-3,17-dion größer al;; 98 zu 2. Diese hohe Ausbeute und das sehr hohe ' 'erhältnis ist ganz "ö überraschend und unerwartet im Hinblick auf die Verfahren nach dem Stand der Technik und den Beschreibungen in der Literatur bezüglich des Verfahrens der sauren Dehydration von tertiären Alkoholen; die hohe Ausbeute und das äußerst hohe Verhältnis ist auch vom kommerziellen Standpunkt aus höchst vorteilhaft.
Der Gegenstand der Erfindung ist in den Patentansprüchen erläutert.
Erfindungsgemäß erfolgt die Herstellung einer androsta-4,9(ll)-dien-3,17-dion-artigen Verbindung der Formel (II) durch die Dehydratisierung eines 9a-Hydroxysteroides der Formel
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(I)
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worin R,,, R!6 und —die angegebene Bedeutung besitzen mit einer Säure aus der Gruppe Chlorsulfonsäure, Schwefelsäure, ivlethansulfonsäure, Perchlorsäure oder Trifluoressigsäure.
Chlorsulfonsäure muß in einem nicht-wäßrigen organischen Verdünnungsmittel verwendet werden. Zweckmäßige organische Verdünnungsmittel sind z.B. Methylenchlorid, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, SSB, Hexan, Ethylacetat, Dichlorethan oder Mischungen davon. Das organische Verdünnungsmittel ist von Vorteil, weil bei der Kristallisation die meisten Verunreinigungen durch das organische Verdünnungsmittel zurückgehalten werden, was das gewünschte Androsta-4,9(1 l)-dien-3,17-dion in sehr reiner Form ergibt. Chlorsulfonsäure ist vorzugsweise in einer Menge von 0,8-5 Equivalenten vorhanden. Besonders bevorzugt beträgt die Menge 2-3 Äquivalente.
Chlorsulfonsäure reagiert sofort mit Wasser. Deshalb wird etwas der vorhandenen Chlorsulfonsäure zur Dehydratisierung des organischen Verdünnungsmittels verwendet werden. Während der Dehydratisierungsreaktion werden die 9o-Hydroxygruppe und ein Wasserstoffatom aus dem Cn abgespalten. Es muß deshalb genügend Chlorsulfonsäure eingesetzt werden, um das organische Verdünnungsmittel zu dehydratisieren, um mit dem durch die Dehydrationsreaktion erzeugten Wasser zu reagieren und um die Dehydrationsreaktion zu katalysieren.
Die Reaktion wird mit einer geringen Menge von 0,8 Äquivalenten Chlorsulfonsäure stattfinden Wie bereits oben erwähnt, sind 2-3 Äquivalente Chlorsulfonsäure bevorzugt. Die Reaktion geht sogar in genügender Weise vor sich, wenn 5 Äquivalente Chlorsulfonsäure verwendet werden. Es ist Fachleuten bekannt, daß wenn kleinere Mengen an Säure (0,8-2 Äquivalente) eingesetzt werden, die Temperatur erhöht werden muß und/oder man die fraktion während einer längeren Zeit erfolgen läßt. Wenn größere Mengen an Säure (3-5 Äquivalente) eingesetzt werden, kann die Temperatur gesenkt werden (-500C bis O0C), um die Zerstörung des 9ff-Hydroxyandrostendions (I) und/oder Androst?.-4,9(1 l)-dien-3,17-dions (II) zu verhindern. Mit 3-5 Äquivalenten ChlorsuCbnsaure wird die Reaktionszeit ganz kurz sein, d.h. in der Größenordnung von 10 Minuten oder weniger.
Wenn das Verfahren gemäß der Erfindung in einem organischen Verdünnungsmittel ausgelührt, wird das 9ff-Hydroxysteroid (I) mit dem organischen Verdünnungsmittel vermischt. Chlorsulfon^ure wird dann entweder in reiner Form oder in einem organischen Verdünnungsmittel gelöst unter kontinuierlichem Rühren, Mischen oder Bewegen zur Steroidmischung zugegeben. Die Temperatur wird im Bereich von -5O0C bis 200C. vorzugsweise von etwa -20° bis O0C gehalten. Die Reaktionszeit fur die Erzielung einer vollständigen Umsetzung ist sehr kurz und sie variiert von einigen Minuten bis ?u etwa einer Stunde; sie wird durch Dünnschichtchromatographie, wie unten beschrieben, verfolgt. Die Reaktion verläuft normalerweise vollständig in 5 - 10 Minuten. Beim Abschluß der Reaktion, wie mit DC gemessen, wird langsam unter Kühlen Wasser zugegeben. Das Zweiphasen-System wird nach bekannten Verfahren aufgearbeitet. Die organische Phase kann mit einer verdünnten Phase, wie wäßrigem Natriumcarbonat (10%), Kaliumcarbonat (20%) oder Natrium- oder Kalium-hydroxid (2%), und dann mit Wasser gewaschen werden. Die wäßrigen Waschflüssigkeiten werden mit einem organischen Verdünnungsmittel zurückextrahiert, welches dann zur organischen Phase zugegeben wird. Die organische Phase wird getrocknet und unter Vakuum eingeengt. Ein organisches Verdünnungsmittel, wie z. B. Ethylacetat, Methanol, Heptan, Hexan oder Cyklohexan wird zugegeben und die Mischung wird abgekühlt. Die resultierenden Kristalle werden abfiltriert, mit dem organischen Verdünnungsmittel gewaschen und getrocknet.
Die oben beschriebene Reaktion wird mit Dünnschichtchromatographie verfolgt. Wenn die Reaktion
ihrem Ende entgegengeht, verschwindet das polare 9 a-Hydroxysteroid (I), was einen weniger polaren Fleck (DC) ergibt, welcher dem Λ"1"-Steroid (H) entspricht. Bei der Dehydration eines 9a^Hydroxysteroid (I) sind sowohl das 4s- als auch ./""-Steroid Produkte, welche einzeln oder in einer Mischung resultieren können. Sowohl die Λ8- als auch die A'1 "-Steroide haben ähnliche oder identische R,-Werte in den meisten Lösungsmittelsystemen. Wenn man deshalb bestimmen will, ob das resultierende weniger polare Produkt Androsta-4,9(1 l)-dien-3,17-dion, Androsta^,8-dien-3,l 7-dion oder eine Mischung dieser Verbindung ist, sollte eine Probe der Reaktionsmischung durch Gaschromatographie (GC) analysiert werden. Es wurde gefunden, daß die Λ1"1"- und ^-Steroide leicht getrennt werden können und sich die Menge der ^""-Isomeren mittels GC leicht bestimmen läßt.
Der GC-Versuch verwendet eine 3 % OV-17-Kolonne, welche die Masse 180 cm x3 mm aufweist. Die Kolonnentemperatur ist 250°. Unter diesen Bedingungen werden Androsta-4,8-dien-3,17-dion und Androsta-4,9( 11)-dien-3,17-dion leicht voneinander getrenn*; die Zurückhaltezeit von Androsta-4,8-dien-3,l 7-dion ist weniger groß als diejenige von Androsta-4,9( 1 l)-dien-3,17-dion. Dieses Versuchsverfahren ergibt eine qualitative Auswertung, gemäß welcher isomere, olefinische Steroide zugegen sind und eine quantitative Auswertung der relativen Mengen von jedem der Isomeren, wenn beide enthalten sind.
Die anderen genannten Säuren bewirken ebenfalls ohne Schwierigkeiten eine Dehydratisierung von 9a-Hydroxyandrostendion (I) zu Androsta-4,9( 11 )-di°n-3,17-dion (II) in sehr hoher Ausbeute mit einem Verhältnis Androsta-4,9( 11 )-dien-3,17-dion/Androsta-4,8-dien-3,17-dion größer als 98 zu 2. Diese Säuren werden üblicherweise mit einer kleinen Menge an vorliegendem Wasser (i-30%) verwendet. Sie können jeiiuch auch ohne irgendwelches Wasser (100% Säure) verwendet werden.
Die bevorzugte Konzentration der erfindungsgemäß eingesetzten Säuren ist Tür Schwefelsäure 60-100%; für Methansulfonsäure 70-100%; für Perchlorsäure 5-70%; und für Trifluoressigsäure 70-100%. Ein stärker bevorzugter Bereich für die Konzentration dieser Säuren beträgt für Schwefelsäure 70-96%; für Methansulfons/;ure 80-90%; Perchlorsäure 20-40% und Tür Trifluoressigsäure 75-95%.
Die obigen Konzentrationen der Säuren werden in Prozenten (%) angegeben, wobei sie bestimmt werden als Gewicht der verendeten Säure/Gewicht der verwendeten Säure plus Gewicht des vorhandenen Wassers (G/G).
Verschiedene Kombinationen der Säuren der vorliegenden Erfindung können verwendet werden
Es können von Wasser verschiedene Verdunnungsmittel verwendet werden. Zum Beispiel können Ameisensäure oder Essigsäure als Verdünnungsmittel für die erfindungsgemäß angesetzten Säuren verwendet werden.
Alternativ kann das Verfahren der vorliegenden Erfindung mit Ausnahme von Chlorsulfonsäure in einem wäßrig-organischen Zweiphasen-System ausgeführt werden. Die organischen Verdünnungsmittel sind die gleichen, wie sie vorher für Chlorsulfonsäure beschrieben worden sind. Die Säure/Wasser-Phase des Zweiphasen-Systems kann 10-99% des Zweiphasen-Systems umfassen.
Wenn die Konzentration der bevorzugten Säuren kleiner als der bevorzugte Bereich ist, können immer noch hohe Ausbeuten erhalten werden.
Wichtiger ist, daß sogar wenn die Ausbeute rtwas sinkt, das Verhältnis von Androsta-4,9( 1 l)-dien-3,17-dion zu Androsta^4,8-dien-3,l 7-dion größer als 98 zu 2 bleibt, was von großer kommerzieller Wichtigkeit und ganz unerwartet ist. Wenn die Konzentrationen der wäßrigen Säuren weniger groß als die bevorzugten Bereiche sind, werden die Reaktionstemperatur und Reaktionszeit erhöht, wie dies Fachleuten bekannt ist. Die Konzentrationsbereiche der wäßrigen Säure sind bevorzugt, weil sie die Verwendung von niedrigeren Reaktionstemperaturen (-50°-50°, vorzugsweise 0-25°) und kürzeren Reaktionszeiten, üblicherweise I-10 Stunden erlauben. Die Reaktion wird mit Dünnschichtchromatographie verfolgt, wie dies oben beschrieben ist. Die Beispiele 10-13 offenbaren die Verwendung von Methansulfonsäure. Die Beispiele 10 und 11 offenbaren die Verwendung von Methansulfonsäure im bevorzugten Bereicli, wobei Ausbeuten von 94,2 beziehungsweise 95,6% erhalten werden. Die Be:., iele 12 und 13 offenbaren die Verwendung von Methinsulfonsaure bei einer Konzentration, welche niedriger als der bevorzugte Bereich ist. Niedrigere Temperaturen und längere Reaktionszeiten würden die Ausbeuten erhöhen. Ob :hon sogar die Ausbeuten auf 55,7% beziehungsweise 75,9% herabgesetzt wurden, ist es überraschend und unerwartet, daß das Verhältnis von Androsta-4,9(1 l)-dien-3,l7-dion zu Androsta-4,8-dien-3,l7-dion größer als 99 zu 1 ist. Das durch den Dehydratisierungsprozeß der vorliegenden Erfindung erzeugte Wasser verdünnt die Säurekonzentration; es ist ein weiterer Grund dafür, warum man vorzugsweise die bevorzugten Säurekonzentrationen verwendet.
Nach aufgrund einer DC-Analyse als beendet anzusehender Reaktion wird die Reaktionsmischung in bckallfitci Weise Hut Wassei augcSi.hici.ki üfid aufgearbeitet.
Beispiel 1
Dehydratisierung von 9a-Hydroxyandrostendion (I)
zu Androsta-4,9(ll)-dien-3.17-dion (II)
mit Chlorsulfonsäure
(Formeln I und II:
R;, und R,,, bedeuten Wasserstoff)
9a-Hydroxyandrostendion( US-Patent 30 65 146, Beispiel 6, 5,00 g) wird in Methylenchlorid (50 ml) aufgelöst und auf 0-5° abgekühlt. Eine Lösung von Chlorsulfonsäure (1,3 ml) in Methylenchlorid (10 ml) wird langsam zur Steroidmischung zugesetzt. Die Mischung wird bei 0-5° nne Stunde lang gerührt. Eine zweite Lösung von Chlorsulfonsäure (1,3 ml) in Methylenchlorid (10 ml) wird zur Steroidmischung zugegeben. Nach e.nem 3minütigen Rühren ist die Reaktion vollständig abgelaufen, wie dies mittels DC gemessen wurde (Ethylacetat: benzol, 1:1).
Wasser (70 ml) wird über eine Zeit von 5 Minuten zugegeben, während die Temperatur bei 3- 18° gehalten wird. Das Zwiphasen-System wird getrennt und die wäßrige Phase mit Methylenchlorid (25 ml) zurückextrahiert, welches mit der Steroidmischung vereinigt und mit Wasser (50 ml) gewaschen wird. Eine gesättigte Natriumchlorid-Lösung (5 ml) wird zwecks Aufspaltung der Emulsion zugegeben. Die organische Phase wird auf etwa 30 jnl eingeengt. Man gibt Heptan (70 ml) zu; die Mischung wird auf etwa 30 ml konzentriert. Es wird Hexan (70 ml) zugegeben und man konzentriert die Mischung unter Erwärmung (87°). Nachdem die
Feststoffe auszufallen beginnen, wird die Mischung auf 0-5°abgekühlt. Die Feststoffe werden durch Filtration gesammelt, mit einer minimalen Menge Heptan gewaschen und über Nacht 70°getrocknet. Man erhält somit 4,00 g (80,0% Gewichtsausbeute, 85,0% chemische Ausbeute) eines Materials, bei welchem mittels GC (3% OV-17, 180 cm x 3 mm bei 250°) gefunden wurde, daß es zu 100% Androsta-4,9(Il)-dien-3,17-dion ist; Smp. 194-201 ° Ia]1, + 221° (Chloroform); UV (Methanol) l„ay = 240 nm (r = 16,800).
Beispiel 2
Dehydratisierung von 9a-Hydroxyandrostendion (I)
zu Androsta-4,9(ll)-dien-3,17-dion (II)
mit Chlorsulfonsäure
(Formeln I und II:
R„ und R,,, bedeuten Wasserstoff)
9a-Kyutoxyaiidtusienuiuii (10,00 g) wird in Meihylenchlorid (100 ml) aufgelöst und auf 0-5° abgekühlt. Chlorsulfonsäure (5 ml) wird tropfenweise dazugesetzt und man rührt die Mischung eine halbe Stunde lang bei 0-5°. Wasser (50 ml) wird tropfenweise zugegeben, während die Temperatur auf 23°ansteigt. Die Mischung wird während 5 Minuten gerührt und man trennt die Phasen. Die organische Phase wird mit einer wäßrigen Natriumbicarbonat-Lösung (10%, 25 ml) und Wasser (50 ml), welches 10 ml einer gesättigten Natriumchlorid-Lösung enthält, gewaschen. Jede der wäßrigen Waschflüssigkeiten wird mit dem gleichen Methylenchlorid (25 ml) zurückextrahiert, welches dann zur organischen Phase dazugegeben wird. Die organische Phase wird auf ungefähr 50 ml konzentriert. Man gibt Heptan (100 ml) zu und engt die Mischung auf ungefähr 50 ml ein, wobei die Temperatur ein Maximum von etwa 35° erreicht. Die Mischung wird auf 0-5° abgekühlt, eine halbe Stunde lang gerührt; die Feststoffe werden durch Filtration gesammelt, mit einer minimalen Menge Heptnn gewaschen und unter Vakuum bei 55° getrocknet, sodaß 8,95 g AndrostaA9(ll)-dien-3,17-dion anfallen (89,5% Gewichtsausbeute, 95,0% chemische Ausbeute). Das GC (Beispiel 1) zeigt 99% Androsta-4,9(11)-dien-3,17-dion.
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Beispiel 3
Dehydratisierung von 9ff-Hydroxyandrostendion (I)
zu Androsta-4,9(ll)-dien-3,I7-dion (II)
mit Chlorsulfonsäure
(Formeln I und II:
R„ und R16 bedeuten Wasserstoff)
9ff-Hydroxyandrostendion (5,00 g) wird in Methylenchlorid (50 ml) aufgelöst und auf 0-5° abgekühlt. Eine Lösung von Chlorsulfonsäure (2,5 ml) in Methylenchlorid (10 ml) wird langsam über eine Zeit von 4 Minuten zugesetzt. Am Ende der Zugabe zeigt das Dünnschichtchromatogramm, daß die Reaktion vollständig abgelaufen ist. Wasser (60 ml) wird zur Reaktionsmischung zugegeben, wobei die Temperatur 3 -15° gehalten wird. Die Mischung wird während 2 Minuten gerührt und man gibt Heptan (135 ml) zu. Die organische Phase wird abgetrennt und zweimal mit Wasser (30 ml jedesmal) gewaschen. Die organische Phase wird unter Erwärmung auf etwa 30 ml konzentriert, wobei sich beim Abkühlen der Lösung Kristalle bi'den. Die Mischung wird auf 0-5° abgekühlt, filtriert, mit einer minimalen Menge Heptan gewaschen und bei 70° getrocknet, sodaß 4,45 g Androsta-4,9(ll)-dien-3,17-dion erzeugt werden (89,0% Gewichtsausbeute, 94,7% chemische Ausbeute), Smp. 195,5-202°; [α]υ + 220° (Chloroform); UV (Methanol) ληιη. = 240 nm (c = 16,300).
Beispiel 4
Dehydratisierung von 9<r-Hydroxyandrostendion (I)
zu Androsta-4,9(ll)-dien-3,17-dion (II)
mit Chlorsulfonsäure
(Formeln I und II:
R„ und R|h bedeuten Wasserstoff)
Wenn man nach dem Verfahren von Beispiel 2 arbeitet, jedoch nicht-kritische Variationen vornimmt, wird 9a-Hydroxyandrostendion (10,00 g) mit Chlorsulfonsäure umgesetzt, um 9,01 g Androsta-4,9( 1 l)-dien-3,17-dion zu erzeugen (90,1 % Gewichtsausbeute, 95,7 % chemische Ausbeute).
Beispiel 5
Dehydratisierung von 9a-Hydroxyandrostendion (I)
zu Androsta-4,9(ll)-dien-3,17-dion (II)
mit Chlorsulfonsäure
(Formeln I und II:
R und R|6 bedeuten Wasserstoff)
9ar-Hydroxyandrostendion (192,00 g) wird in Methylenchlorid (1440 ml) aufgelöst und auf -20°abgekühlt, bei welcher Temperatur das Steroid nicht langer in Lösung bleibt. Chlorsulfonsäure (115,6 ml) wird über eine Zeit von einer Stunde zugegeben.
Die Mischung wird während 1,5 Stunden bei -15 bis -20°gerührt. Wasser (480 mi) wird zugegeben, während die Temperatur von -15 auf 27° ansteigt. Die Mischung wjrd während un°eiahr 5 Minuten °erührt und die- Phasen werden voneinander getrennt. Die wäßrige Phase wird mit Methylenchlorid (250 ml) extrahiert, wobei eine Emulsion resultiert. Eine gesättigte Natriumchlorid-Lösung (150 ml) wird zugegeben, um die Emulsion aufzutrennen. Die wäßrige Phase wird abgetrennt und der Methylenchlorid-Extrakt zurückgehalten.
Die ursprüngliche organische Phase (1440 ml) wird mit einer wäßrigen Natriumbicarbonat-Lösung (10%, 480 ml) neutralisiert. Eine zweite Portion der wäßrigen Natriumbicarbonat-Lösung (10%, 480 ml) wird ebenfalls zugegeben; der pH-Wert am Schluß beträgt etwa 8,2. Daß Zweiphasen-System läßt man über Nacht stehen, um eine bessere Trennung der Phasen zu erzielen. Die wäßrige Phase wird mit dem Methylenchlono-Extrakt extrahiert, welcher aus der Extraktion der ursprünglichen wäßrigen Phase resultiert. Nach dieser Extraktion der 960 ml Natriumbicarbonat-Waschflüssigkeit wird der Methylenchlorid-Extrakt mit der ursprünglichen organischen Phase vereinigt.
Die vereinigten organischen Phasen werden mit wäßrigem Natriumbicarbonat extrahiert. Dieser wäßrige Natriumbicarbonat-Extrakt wird mit Methylenchlorid extrahiert, welcher beim Konzentrieren 1,85 g Androsta-4,9(ll)-dien-3,17-dion ergibt.
Die vereinigten organischen Phasen werden unter Vakuum mit einer Badtemperatur von 58° und einer Topftemperatur von 23° auf 770 ml eingeengt. Heptan (960 rn!) wird rügegeben und die Mischung wird wieder auf ein Endvolumen von etwa 700 ml eingeengt. Die Mischung wird auf etwa 10° abgekühlt und die Feststoffe werden durch Filtration gesammelt Das kristal-
line Material wird zweimal mit Heptan (100 ml jedesmal) gewaschen. Die Feststoffe werden unter Vakuum bei 55° getrocknet, sodaß 170,85 g Androsta-4,j(ll)-dien-3,17-dion anfallen, (89,0% Gewichtsausbeute, 94,5% chemische Ausbeute). Bei der Analyse durch Gaschromatographie (Beispiel 1) wird ein Material gefunden, welches zu etwa 99% aus Androsta-4,9(11)- £en-3,17-dion besteht.
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Beispiel 6
Dehydratisierung von 9fl^Hydroxyandrostendion (I) zu Androsta-4,9(ll)-dien-3,17-dion (II)
mit Chlorsulfonsäure
(Formeln I und II:
R„ und R|6 bedeuten Wasserstoff)
Beispiel 8
Dehydratisierung von 9cr-Hydroxyandrostendion (I) zu Androsta-4,9(ll)-dien-3,17-dion (II)
mit Chlorsulfonsäure
(Formeln 1 und II:
R6 und R|(, bedeuten Wasserstoff)
Wenn man nach dem allgemeinen Verfahren von Beispiel 6 arbeitet, jedoch nicht-kritische Variationen vornimmt, wird 9<r-Hydroxyandrostendion (20,00 g) mit Chlorsulfonsäure (10 ml) bei einer Temperatur von 20-27° während 17 Minuten umgesetzt. Beim Aufarbeiten der Reaktion ergeben sich 15,9 g Androsta-4,9(1 l)-dien-3,17-dion, (79,5% Gewichtsausbeute, 84,4% chemische Ausbeute); Smp. 200,5-204°; [a]D + 218° (Chloroform); UV (Methanol) λ,,,α, = 240 nm (f = 15,200).
9/>Hydrnxyandrostendion (20 00 g) wird in Methylenchlorid (150 ml) aufgelöst und auf -19° abgekühlt. Chlorsulfonsäure (10 ml) wird zugegeben, während die Temperatur bei weniger oder bei -9° gehalten wird. Nach lediglich einigen Minuten zeigte sich, daß die Reaktion nahezu vollständig abgelaufen ist, wie dies durch DC gemessen wurde. Es wird zusätzliche Chlorsulfonsäure (1 ml) zugegeben. Wasser (50 ml) wird zur Reaktionsmischung zugesetzt, während die Temperatur von -18° auf -1° ansteigt. Die Phasen werden voneinander getrennt und die wäßrige Phase wird mit Methylenchlorid (150 ml) extrahiert. Die organische Phase wird mit wäßriger Natriumbicarbonat-Lösung (10%, 50 ml) gewaschen. Die wäßrigen Phasen werden vereinigt und mit Methylenchlorid zurückextrahiert. Die organischen Phasen werden vereinigt und unter Vakuum bei einer Temperatur von etwa 20-23° auf ein Volumen von etwa 80 ml eingeengt. Es wird Heptan (100 ml) zugegeben und man rührt die Mischung während etwa 4 Minuten bei etwa 19°. Die Mischung wird unter Vakuum bei einer Temperatur von etwa 25-30° auf etwa 100 ml eingeengt. Es wird wieder Heptan (50 ml) zugegeben und die Mischung wird wieder auf etwa 100 ml eingeengt. Die Mischung wird auf 25°abgekühlt und während 15 Minuten gerührt; es wird filtriert und das kristalline Material wird mit Heptan (25 ml) gewaschen und unter Vakuum bei 50° getrocknet, sodaß 17,96 g Androsta-4,9(ll)-dien-3,17-dion erzeugt werden. (89,8% Gewichtsausbeute, 95,3% chemische Ausbeute); Smp. 197,5-203,5°; [a]D + 220° (Chloroform); UV (Methanol) Xmax = 240 nm (ε = 16,200).
50
Beispiel 7
Dehydratisierung von 9o<-Hydroxyandrostendion (I) zu Androsta-4,9(ll)-dien-3,17-dion (II)
mit Chlorsulfonsäure
(Formeln I und II:
R6 und R16 bedeuten Wasserstoff)
Wenn man nach allgemeinen Verfahren von Beispiel 6 arbeitet, jedoch nicht-kritische Variationen vornimmt, wird 9ff-Hydroxyandrostendion (20,00 g) mit Chlorsulfonsäure (10 ml) bei einer Reaktionstemperatur von 1-11° umgesetzt. Beim Aufarbeiten der Reaktionsmischung entstehen 17,94 g Androsta-4,9(11)-dien-3,17-dion, (89,7% Gewichtsausbeute, 95,2% chemische Ausbeute); Smp. 201 -204,5°; [a]D + 217° (Chloroform); UV (Methanol) A773x = 240 nm (ε = 16,300).
Beispiel 9
Dehydratisierung v->n 9a-Hydroxyandrostendion (I) zu Androsta-4,9(ll)-dien-3,17-dion (II)
mit Schwefelsäure
(Formeln I und II:
R6 und R|6 bedeuten Wasserstoff)
9ff-Hydroxyandrostendion (9,07 g) wird zu wäßriger Schwefelsäure (22,5 ml) 70%ige Säure; 3 Teile Wasser und 7 Teile Schwefelsäure) zugegeben. Der resultierende Brei wird bei 23-25° gerührt, bis die Reaktion vollständig abgelaufen ist, wie dies durch DC gemessen wurde (Ethylacetat: Hexan, 60:40). Beim Ende der Reaktion wird die Reaktionsmischung abgekühlt (10°) und sie wird tropfenweise unter raschem Rühren zu Eiswasser (800 ml) zugegeben. Der resultierende Brei wird über Nacht gerührt, filtriert und die Feststoffe werden mit Wasser (500 ml), Natriumbicarbonat-Lösung (10%, 500 ml) und Wasser (500 ml) gewaschen. Die Feststoffe werden ain Luft getrocknet, sodaß 8,3 i g Androsta-4,9(1 l)-dien-3,17-dion anfallen (97,4% chemische Ausbeute); Smp. 196-201°; [a]D + 219° (Chloroform); UV (Methanol) kmax = 240 nm (f = 16,500). Das GC vßeispiel 1) zeigt ein Verhältnis Androsta-4,9(1 l)-dien-3,17-dion/Androsta-4,8-dien-3,17-dion größer als 99 zu 1.
Beispiel 10
Dehydratisierung von 9a-Hydroxyandrostendion (I) zu Androsta-4,9(ll)-dien-3,17-dion (II)
mit Methansulfonsäure
(Formeln I und II: R6 und Ri6 bedeuten Wasserstoff)
9ff-Hydroxyandrostendion (0,302 g) wird mit Wasser (0,60 ml) und Methansulfonsäure (2,40 ml) bei 35° unter Rühren unter Stickstoff vermischt. Nach 5 Stunden bei 31-39° wird die Reaktion durch Zugabe von Wasser (20 ml) beendet. Die Temperatur wird auf 80° erhöht und anschließend langsam auf 5° erniedrigt; nach 45 Minuten wird der Brei filtriert, um die Feststoffe zu gewinnen. Die Feststoffe werden durch und durch mit Wasser gewaschen und luftgetrocknet, sodaß 0,268 g Androsta-4,9(ll)-dien-3,17-dion erzeugt werden (94,2% chemische Ausbeute), Smp. 193-198°.
Die obigen Feststoffe werden in einer Mischung von Methanol: Methylenchlorid, 8:1 (9 ml) aufgelöst. Die Mischung wird filtriert und das Filtrat bei gewöhnlichem Druck auf etwa 5 mi konzentriert. Wasser (4 rnl) wird bei 60° hinzugegeben und man rührt die Mischung während etwa 1 Stunde, während auf etwa 30° abgekühlt
Ii
10
15
25
wird. Die Mischung wird auf 0°abgekühlt und man läßt während einer Stunde stehen; anschließend wird filtriert; die Feststoffe werden mit Methanol: Wasser, 1:1 (2 ml) gewaschen und luftgetrocknet, sodaß 0,248 g Androsta-4,9( 1! )-dien-3,17-dion erzeugt werden (87,2% chemische Ausbeute); Smp. 198,5-201°.
Beispiel Il
Dehydratisierung von 9a-Hydroxyandrostendion (I) zu Androsta-4,9(ll)-dien~3v17-dion (II)
mit Methansulfonsäure
(Formeln I und II: Rh und R|„ bedeuten Wasserstoff)
9a-Hydroxyandrostendion (0,302) wird in Methansulfonsäure (3,0 ml) bei 25°gerührt. Nach 80 Minuten wird die Reaktion durch Zugabe von Wasser (15 ml) beendet. Die Feststoffe werden wahrend 2 Stunden bei 35° gerührt, gesammelt, über Nacht !uft°etrocknet um 0,272 g Androsta-4,9(ll)-dien-3,l7-dion zu erzeugen (95,6% chemische Ausbeute).
Beispiel 12
Dehydratisierung von 9cr-Hydroxyandrostendion (I) zu Androsta-4,9(ll)-dien-3,l 7-dion (II)
mit Methansulfonsäure
(Formeln I und II: R6 und R|6 bedeuten Wasserstoff)
9<r-Hydroxyandrostendion (280 mg; 3Q2 mg von 92,7%iger Reinheit) wird zu einer Lösung von Wasser (3 ml) und Methansulfonsäure (1 ml) zugegeben und es wird während 2 Stunden bei 22°gerührt, es wird zusätzliche Methansulfonsäure (1 ml) zugesetzt und unter Erwärmen auf 68° während 6 Stunden gerührt. Die Reaktionsmischung wird durch Zugabe von Wasser (20 ml) und Benzol (20 ml) ausgelöscht. Das Aufarbeiten entstehen 147 mg Androsta-4,9( I l)-dien-3,l 7-dion (55,7% chemische Ausbeute); Smp. 186-195°. Das GC (Beispiel 1) zeigt ein Verhältnis Androsta-4,9( 11 )-dien-3,17-dion/Androsta-4,8-dien-3,l 7-dion größerals99 zu 1.
Beispiel 13
Dehydratisierung von 9a-Hydroxyandrostendion (I) zu Androsta-4,9(ll)-dien-3,l 7-dion (II)
mit Methansulfonsäure
(Formeln I und II: R6 und Rj6 bedeuten Wasserstoff)
9ar-Hydroxyandrostendion (302 mg) wird zu einer Losung von Wasser (2,5 ml) in Methansulfonsäure (2,5 ml) zugegeben und es wird auf 100° erwärmt. Die Mischung wird langsam über eine Zeit von 2 Stunden auf 60° abgekühlt. Wasser (3 ml) wird zugegeben und die Reaktionsmischung geimpft. Das Aufarbeiten ergibt 216 mg An- drosta-4,9(ll)-dien-3,l 7-dion (75,9% chemische Ausbeute - rohes Material), Smp. 170-175°. Beim Umkristallisieren wird ein Schmelzpunkt von 190-194° erhalten.
Beispiel 14
Dehydratisierung von 9c-Hydroxyandrostendion (I) zu Androsta-4,9(ll)-dien-3,17-dion (II)
mit Perchlorsäure
(Formeln I und II:
R6 und R16 bedeuten Wasserstoff)
9ff-Hydroxyandrostendion (302 mg) wird unter Rühren bei 33° zu Wasser (5 ml) gegeben. Perchlorsäure (1,5 ml 70%ige Säure) wird zugesetzt und die Temperatur wird langsam aui'78° erhöht. Die Mischung wird auf 54° abgekühlt und man gibt Perchlorsäure (0,50 ml, 70 %ige Säure) zu. Nach 28 Stunden zeigt das DC (Ethylacetat: Hexan, 60:40) 90-95% Androsta-4,9(ll)-dien-3,17-dion und etwa 5 % Ausgangsmaterial. Die Reaktion wird während weiteren 38 Stunden fortgesetzt, was 198 mg Androsta-4,9(ll)-dien-3,17-dion ergibt (69,6% chemische Ausbeute).
Die nachfolgenden angegebenen Definitionen und Erklärungen dienen für die. Bezeichnungen, wie sie über die ganze Patentanmeldung hindurch verwendet werden, einschließlich der Beschreibung und den Ansprüchen.
Alle Temperaturen werden in Grad Celsius angegeben.
DC betrifft Dünnschichtchromatographie.
GC betrifTt GsschrGmsto^n^hi?.
UV bedeutet Ultraviolett-Spektroskopie.
SSB steht für eine Mischung aus isomeren Hexanen.
p-TSA betrifft p-Toluolsulfonsäure (p-Methylphenylsulfonsäure).
Chlorsulfonsäure hat die Formel ClSO3H.
Methansulfonsäure hat die Formel CH3SO3H.
45
60
65

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung eines Steroides der Formel
IO
(Π)
15
worin R6 Wasserstoff oder ein Fluoratom oder eine Methylgruppe bedeutet; worin R,b für ein Wasserstofiatom oder eine Methylgruppe steht und worin ~ angibt, daß die Anknüpfung der R0- und RI6-Grup-
dadurch gekennzeichnet, daß man ein 9 a-Hydroxysteroid der Formel
25
(I)
35
worin R;,, R.. und ~ wie oben definiert sind, mit einer Säure aus der Gruppe Chlorsulfonsäure, Schwefelsäure, Methansulfonsäure, Perchlorsäure und Trifluoressigsäure umsetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man 2-3 Äquivalente Chlorsulfonsäure, Schwefelsäure in einer Konzentration von 70-96 Gew.-%, Methansulfonsäure in einer Konzentration von 80-90 Gew.-%, Perchlorsäure in einer Konzentration von 20-40 Gew.-% und Trifluoressigsäure in einer Konzentration von 75-95 Gew.-% einsetzt.
Androstendion ist ein C^-Steroid der Formel: O
50
55
60
Androsta-4,9(ll)-dien-3,17-dion betrifft Androstendion mit einer zusätzlichen Doppelbindung zwischen den Kohlenstoffatomen 9 und 11. Androsta-4,9(11)-dien-3,17-dion-artige Verbindungen bezieht sich auf Steroide innerhalb des Bereiches der Formel II:
(H)
DE2814747A 1977-04-11 1978-04-05 Verfahren zur Herstellung von Androsta-4,9(11)-dien-3,17-dionen durch saure Dehydratisierung von 9&alpha;-Hydroxyandrostendionen Expired DE2814747C2 (de)

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