DE280780C - - Google Patents

Info

Publication number
DE280780C
DE280780C DENDAT280780D DE280780DC DE280780C DE 280780 C DE280780 C DE 280780C DE NDAT280780 D DENDAT280780 D DE NDAT280780D DE 280780D C DE280780D C DE 280780DC DE 280780 C DE280780 C DE 280780C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rocker
valve
gas pressure
star wheel
pressure remote
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT280780D
Other languages
English (en)
Publication of DE280780C publication Critical patent/DE280780C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23QIGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
    • F23Q21/00Devices for effecting ignition from a remote location

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 4d. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Mai 1913 ab.
Die Erfindung betrifft einen Gasdruckfernzünder mit Schaltwerk und einer Wippe, an deren Enden das oder die Ventile des Fernzünders liegen. Durch die Erfindung wird insbesondere bezweckt, die für die einzelnen Einstellungen der Ventile erforderlichen Arbeitsleistungen einander möglichst gleich zu machen. Dies wird dadurch erreicht, daß die unter dem Ventil oder den Ventilen liegende Wippe mit
ίο ankeraftig gestalteten Armen in ein mit dem Schaltrade verbundenes Sternrad eingreift.
Auf der Zeichnung ist der Gasdruckfernzünder nach der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel im Längsschnitt dargestellt.
Das Gehäuse 1 des Fernzünders, das mit dem Einlaßstutzen 2 für das Gas versehen ist, trägt einen Deckel 3, in dessen Mitte eine durch Gewichte 4 in ihrer Belastung veränderbare Membran 5 befestigt ist. Auf der einen Seite der Mittelachse des Fernzünders liegt das Hauptventil 6, das oben und unten mit Führungsstiften 7 bzw. 8 versehen ist. Der Stift 8 wird durch einen an dem Ventilsitz 9 sitzenden Arm 10 geführt, während der Stift 7 in einer Führung 11 gleitet, die an dem auf den Deckel 3 aufgeschraubten, zu dem Hauptbrenner 12 führenden Rohre 13 sitzt. Auf der anderen Seite der Mittelachse liegt das Nebenventil 14, das ebenfalls mit zwei Führungsstiften 15, 16 versehen ist, von denen der Stift 16 in einem Ansatz 17 des Ventilsitzes 18 gleitet, während der Stift 15 in einem Rohransatz 19 einer auf den Deckel 3 geschraubten Haube 20 mit Spiel untergebracht ist. An den Rohransatz 19 schließt sich die zur Zünd- oder Nebenflamme führende Leitung 21 an.
An einem mit der Membran 5 verbundenen Teller 22 ist eine abwärts gerichtete Schaltklinke 23 angelenkt, die in ein mit einer Sperrklinke 24 zusammenwirkendes Schaltrad 25 eingreift, auf dessen Achse 26 ein Sternrad 27 befestigt ist. Um eine oberhalb der Achse 26 gelagerte Achse 28 ist eine ausgeglichene Wippe 29 drehbar, deren linkes Ende 30 unterhalb des Ventils 6, und deren rechtes Ende 31 unterhalb des Ventils 14 liegen. Die Wippe 29 trägt zwei Ankerarme 32, 33, die mit den Zähnen des Sternrades 27 zusammenwirken. Die Ventile 6, 14 sind mit auswechselbaren Belastungsscheiben 34, 35 versehen. ' "
In der auf der Zeichnung dargestellten Lage ist das Hauptventil 6 geschlossen, Und sein unterer Führungsstift 8 schwebt frei über dem Wippenende 30, während das Nebenventil 14 durch das rechte Wippenende 31 offen gehalten wird. Soll das Ventil 6 unter Schließung des Ventils 14 nun geöffnet werden, so wird der Druck des in Richtung des Pfeiles durch den Stutzen 2 zuströmenden Gases auf den Schaltdruck erhöht, wobei die Schaltklinke 23 durch die Membran 5 nach oben gezogen wird und das Schaltrad mit seiner Achse 26 und dem auf dieser befestigten Sternrade 27 in der ebenfalls durch einen Pfeil bezeichneten Richtung dreht. Hierbei wird der Ankerarm 33 der Wippe 29 durch den gerade an ihm anliegenden Zahn des Sternrades 27 zunächst noch etwas angehoben, so daß das Nebenventil 14 weiter ge-
öffnet wird. Sobald dieser Zahn des Sternrades 27 an dem Arm 33 vorbeigegangen ist, fällt das rechte Ende 31 der Wippe 29 unter der Wirkung des auf ihm ruhenden Nebenventils 14 nach unten, wodurch das linke Ende 30 der Wippe 29 angehoben wird und gegen den Stift 8 des Ventils 6 schlägt. Bei dieser Bewegung der Wippe ist der Arm 33 in die folgende Lücke des Sternrades 27 eingetreten, während der Arm'32 angehoben wurde. Nunmehr wird der Arm 32 durch den jetzt auf ihn treffenden Zahn i des Sternrades 27 weiterbewegt, der bis zur j Beendigung der Aufwärtsbewegung des Wippenendes 30, die bis zur Schließung des Ventils 14 ausschließlich unter der Einwirkung des auf ihm lastenden Gewichtes dieses Ventils und dessen lebendiger Kraft erfolgte, und somit bis zu der für das ordnungsmäßige Brennen der Hauptflamme erforderlichen Öffnung des
ao Ventils 6 mit dem Arm 32 in Berührung bleibt. Auch bei der Beendigung dieser Ventil- und Wippenbewegung liegt die Spitze des Armes 32 noch nicht ganz an dem äußersten Ende des gerade mit ihm in Berührung stehenden Zahnes des Sternrades 27, so daß bei der nächsten Schaltung, bei der das Ventil 14 geöffnet und das Ventil 6 geschlossen werden soll, zunächst ebenfalls eine geringe Weiteröffnung des Ventils 6 erfolgen muß, bei der aber das Ventil 14 mit seinem unteren Führungsstifte 16 das Wippenende 31 nicht berührt.
Während schon allein infolge der ankerartig wirkenden Wippe 29 für hohe Gleichmäßigkeit der bei den einzelnen Einstellungen der Ventile erforderlichen Arbeitsleistungen gesorgt ist, bürgt der soeben hervorgehobene Umstand auch dann für diese Gleichmäßigkeit, wenn das Sternrad 27 so ausgebildet ist, daß nicht bei jeder Drehung des Schaltrades 25 eine Um-
.40 stellung der Ventile erfolgen soll, wie dies bei Abend- und Nachtlaternen der Fall ist, wobei an Stelle des einzelnen Sternrades 27 auf der Achse 26" ein in seiner Zahnanordnung sich ergänzendes Sternradpaar sitzt, in das die entsprechend gekröpften Ankerarme 32, 33 eingreifen. Denn auch in diesem Falle ist für jede Bewegung des Schaltwerkes zunächst die Anhebung des gerade geöffneten Ventils erforderlich, worin, wie ohne weiteres klar ist, der hauptsächliche Teil der von dem Schaltwerk zu leistenden Arbeit besteht.
Der für die einzelnen Schaltungen erforder-
·■ liehe Kraftaufwand ist bei dem beschriebenen Fernzünder wesentlich geringer als bei den bekannten Fernzündern, weil die Ventile einerseits bei der Schaltung nur zeitweise auf der Wippe und damit dem Schaltwerke lasten und außerdem gerade während eines großen Teiles dieser Zeit durch ihr Gewicht selbst Arbeit leisten, nämlich während der Zeitspanne vom Abgleiten des mit dem gerade angehobenen Ankerarm 32 bzw. 33 in Berührung befindlichen Zahnes des Sternrades 27 an diesem Arm bis zum Schließen des zu diesem Arm gehörigen Ventils 6 bzw. 14, und anderseits während eines Teiles der Wippenumlegung sich gegenseitig ausgleichen.
Außer der hohen Gleichmäßigkeit der Arbeitsleistungen bei den einzelnen aufeinander folgenden Schaltungen und der wesentlichen Verringerung der hierbei aufzuwendenden Arbeitsleistungen bietet der· beschriebene Fernzünder noch den weiteren Vorteil der Einstellbarkeit der inneren Schaltdifferenz. Unter diesem Ausdruck soll der Unterschied zwischen dem Gasdrucke, bei dem die Schaltklinke 23 andern Schaltrade 25 die Bereitschaftslage einnimmt, und dem Gasdrucke verstanden werden, der erreicht werden muß, damit nach Umlegen der Wippe 29 die Sperrklinke 24 in die nächste Zahnlücke des Schaltrades 25 einfällt. Diese innere Schaltdifferenz ist bei dem beschriebenen Fernzünder von der Belastung der beiden Wippenenden 30, 31 abhängig; je stärker die Wippenenden belastet sind, um so mehr muß der Gasdruck zur Erreichung des Einfalls der Sperrklinke 24 in das Schaltrad 25 erhöht werden.
Da nun die Höhe dieses Druckes infolgedessen von der Größe der Ventilbelastung 34, 35 und die Höhe des zur Erreichung der Bereitschaftslage der Schaltklinke 23 erforderlichen Gasdruckes in bekannter Weise von der Belastung 4 des Druckgliedes (Membran) 5 abhängt, so ist sowohl die untere als auch die obere Grenze der für eine Schaltung nötigen Druckschwankung einstellbar. Somit kann der beschriebene Fernzünder gegen alle Druckschwankungen im Gasrohrnetze, welche eine der beiden eingestellten Druckgrenzen nicht erreichen, unempfindlich gemacht werden.
Soll der Fernzünder nur mit einem Ventil versehen werden, so tritt an die Stelle des sonst am anderen Ende der Wippe 29 angeordneten Ventils ein Gegengewicht, das in gleicher Weise wie die Ventile bei angehobenem Wippenende auf die Wippe drückt, während es nach einem bestimmten Teile des Abwärtsganges dieses Wippenendes auf einer besonderen, im Gehäuse 1 angebrachten Rast aufgesetzt wird.

Claims (4)

Patent-An Sprüche:
1. Gasdruckfernzünder mit Schaltwerk und über einer Wippe liegenden Ventilen, dadurch gekennzeichnet, daß die Wippe mit ankerartig in ein mit dem Schaltrade verbundenes Sternrad eingreifenden Armen versehen ist.
2. Gasdruckfernzünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ankerarrri der Wippe, der bei der letzten Ventilhebung
mitgewirkt hat, mit einem Zahn des Sternrades so in Berührung bleibt, daß bei der nächsten Schaltung das gerade gehobene Ventil vor dem Abwärtsgange zunächst noch etwas weiter gehoben wird.
3. Gasdruckfernzünder nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Belastung der Ventile verstellbar ist.
4. Gasdruckfernzünder nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ankerarme der Wippe in zwei auf der Schaltradachse nebeneinander sitzende Sternräder eingreifen, deren Zähne sich in der für die Umlegung der Wippe oder Beibehaltung der gleichen Wippenlage erforderlichen Weise ergänzen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT280780D Active DE280780C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE280780C true DE280780C (de)

Family

ID=536573

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT280780D Active DE280780C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE280780C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE280780C (de)
DE3120777C2 (de) Gassteuervorrichtung für einen Gasdurchlauferhitzer
DE674061C (de) Vom Wasserstrom gesteuerte Gasabsperrvorrichtung fuer gasbeheizte Wassererhitzer
DE2510786C3 (de) Wassermangelsicherung
DE547854C (de) Druckminderer
DE206963C (de)
DE2804511A1 (de) Einrichtung zur verhinderung des gasrueckstroms bei schweissvorrichtungen
DE230128C (de)
AT47243B (de) Zweitaktschaltwerk zum Öffnen und Schließen der Gasventile von Druckstoßgasfernzündern.
DE244533C (de)
DE563549C (de) Briefordner, bei welchem der bewegliche Buegel mittels Zapfen in die Aufreihstifte eingreift und beim OEffnen des Ordners vor Beginn der Schwenkbewegung eine senkrechte Hubbewegung vollfuehrt
DE7057C (de) Wasserleitungsventil, welches sich selbstwirkend schliefst
DE684006C (de) Schalter mit Lichtbogenloeschung durch einen selbst erzeugten Loeschmittelstrom
DE198766C (de)
DE693120C (de) Sicherheitseinrichtung fuer Dampfkessel
DE52004C (de) Bewegliches Wehr mit durch Lenkergeführten Klappen
DE885924C (de) Gasabsperrvorrichtung fuer Fluessigkeitserhitzer mit Wassermangelsicherung
DE184021C (de)
DE232083C (de)
DE292354C (de)
DE237114C (de)
DE396831C (de) Flachschieber, insbesondere fuer Heissdampf
DE186166C (de)
DE232217C (de)
DE222502C (de)