DE278403C - - Google Patents

Info

Publication number
DE278403C
DE278403C DENDAT278403D DE278403DA DE278403C DE 278403 C DE278403 C DE 278403C DE NDAT278403 D DENDAT278403 D DE NDAT278403D DE 278403D A DE278403D A DE 278403DA DE 278403 C DE278403 C DE 278403C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
brake
lever
spring
braking
release
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT278403D
Other languages
English (en)
Publication of DE278403C publication Critical patent/DE278403C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04CELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
    • G04C23/00Clocks with attached or built-in means operating any device at preselected times or after preselected time-intervals
    • G04C23/14Mechanisms continuously running to relate the operation(s) to the time of day
    • G04C23/18Mechanisms continuously running to relate the operation(s) to the time of day for operating one device at a number of different times
    • G04C23/22Mechanisms continuously running to relate the operation(s) to the time of day for operating one device at a number of different times with the actuating element carried by a disc
    • G04C23/24Mechanisms continuously running to relate the operation(s) to the time of day for operating one device at a number of different times with the actuating element carried by a disc the actuating element controlling another element mechanically

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 278403 KLASSE 21c. GRUPPE
FR. SAUTER in GRINDELWALD, Schweiz.
Bremsvorrichtung für Laufwerke von Zeitschaltapparaten.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Juni 1913 ab.
Zur selbsttätigen Ein- und Ausschaltung von elektrischen Stromkreisen, z. B. für Straßen- und ähnliche Beleuchtung, werden unter Federwirkung stehende Laufwerke verwendet, die, durch ein Uhrwerk oder einen Magneten beeinflußt, zu bestimmten Zeiten jeweils ein Stück ablaufen, einen elektrischen Schalter betätigen -und dann wieder selbsttätig gesperrt werden.
Da mit Rücksicht auf eine sprungweise Be- \vegung des elektrischen Schalters der Ablauf der Laufwerke mit großer Geschwindigkeit gewünscht wird, so .werden zur Sperrung der Laufwerke Bremsvorrichtungen verwendet. wodurch die Hemmung plötzlich, aber stoßfrei erfolgt.
Vorliegende Erfindung betrifft eine derartige Bremsvorrichtung, die gegenüber bekannten Ausführungen wesentliche, unten näher angegebene Vorteile besitzt.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt.
Fig. ι zeigt die Vorrichtung in Ruhestellung,
Fig. 2 den Vorgang zur Auslösung des Laufwerkes,
Fig. 3 den Vorgang zur Bremsung des Laufwerkes.
In Fig. ι ist mit 1 das Federgehäuse- des Laufwerkes bezeichnet; 2, 3, 4, 5, 6 sind dessen Übersetzungsräder, 7 ist die auf der letzten Welle sitzende Bremsscheibe, während auf der den elektrischen Schalter antreibenden Welle ein Fingerrädchen mit den Fingern 8'. 8", 8"', 8"" sitzt. Auf der gleichen Welle sitzen die Zahnräder 2,3. Der elektrische Schalter selbst ist in der Zeichnung nicht dargestellt, weil nebensächlich.
Um die Bremsscheibe 7 ist das Bremsband 9 geschlungen, welches einerends an dem feststehenden Bolzen 11 gehalten wird und ander ends an dem Bolzen 12 des um Zapfen 14 drehbaren doppelarmigen, winkelförmigen Bremshebels 13 befestigt ist. Durch Linksdrehung dieses Hebels 13 wird das Bremsband auf die Scheibe 7 angezogen, durch Rechtsdrehung von derselben abgehoben. Beim Abheben legt sich das Bremsband gegen den halbkreisförmigen Führungsrand 10. Durch diesen wird ein allseitiges gleichmäßiges Abheben des Bremsbandes bei nur kleinem Bremsweg des Hebels 13 gesichert.
Um den Zapfen 23 drehbar ist der die Bremse steuernde Hebel 22 angeordnet, welcher unter Wirkung der Feder 24 das Bestreben hat, nach links zu schwenken, jedoch durch den doppelarmigen winkelförmigen Sperrhebel 29', 29" in dessen Ruhelage daran verhindert wird, indem der am Hebel 22 sitzende Stift 27 am Schenkel 29' aufliegt. Der Sperrhebel 29', 29" wird durch Feder 31,
gegen den Anschlagstift 32 anliegend, in der Ruhelage gehalten und zu bestimmten Zeiten. z. B. durch eine von einem Uhrwerk in Drehung versetzte Scheibe 34 zur Freigabe des Steuerhebels 22 gezwungen. Von dem Uhrwerk ist nur die pro 24 Stunden eine Umdrehung ausführende sogenannte Stundenscheibe 34 mit den in die Ebene des Hebelarmes 29" greifenden Anschlägen 33', 33" dargestellt.
während die übrigen Teile der Uhr, weil nebensächlich, weggelassen sind. Für jeden innerhalb 24 Stunden stattfindenden Schaltvorgang trägt die Stundenscheibe je einen Anschlag, z. B. der Anschlagstift 33' veranlaßt die Schließung, 33" die Öffnung des elektrischen Stromkreises.
An dem Steuerhebel 22 ist ein Sperrglied 19 angelenkt, welches einen in die Ebene des Fingerrädchens hineingreifenden Daumen 20 trägt. Ein Finger des Fingerrädchens nimmt bei seiner Drehung in der Pfeilrichtung den Hebel 19 an dem Daumen 20 nach unten mit und wirkt mittels Feder 17 auf den Bremshebel 13, d. h. die Bremse wird angezogen.
Am Hebel 19 ist ein Glied 18 angelenkt, welches am oberen Ende mit einem Schlitz versehen und über dem am Bremshebel 13 befestigten Bolzen 15 verschiebbar ist.
An dem Steuerhebel 22 befindet sich ferner ein in die Ebene des Fingerrädchens hineingreifender Daumen 25.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist nun folgende:
In der Darstellung in Fig. 1 ist die Bremse angezogen, somit das Laufwerk in Ruhe. Die Stundenscheibe 34 ist mit dem Anschlag 33' im Begriff, an den Schenkel 29" des Sperrhebels anzustoßen und ihn rechtsschwenkend mitzunehmen. Nach einer gewissen Schwenkung wird der Schenkel 29' des Sperrhebels den an ihm aufliegenden Stift 27 des Steuerhebels 22 verlassen, wonach letzterer nach links schwenkt; aber nach kurzer Be\vegung durch den Schenkel 29' an dem Stift 26 noch aufgehalten wird. Sperrhebel 29', 29" und Steuerhebel 22 haben dann die in Fig. 2 mit gestrichelt gezeichneten Linien veranschaulichte Stellung. Mit dem Steuerhebel 22 rückt das Bremsglied 19 ebenfalls nach links, jedoch wird es noch von dem Finger 8' gehalten, so daß es seine annähernd horizontale Lage beibehält. Da das Glied 19 nur in horizontaler Richtung bewegt wurde, so ist in der Spannung der Feder 17 und damit im Bremszustand noch keine Änderung eingetreten, die Auslösung der Bremse wurde nur vorbereitet. Der Anschlag 33' dreht nun den Hebel 29', 29" noch weiter, bis er von dessen Spitze abgleitet (strichpunktierte Stellung des Hebels 29', 29" in Fig. 2).
Unter Wirkung der Feder 31 wird Hebel 29', 29" zurück in die Ruhelage springen und am Anschlag 32 anliegend, bis zur Rückkehr des Steuerhebels 22 verharren. Der entsprechend geformte Schenkel 29' gleitet zwischen den Stiften 26, 27 des Steuerhebels 22 durch, und dieser wird vollends nach links bis zu dem im Raum festen Anschlag 28 schwenken (mit vollen Linien gezeichnete Stellung in Fig. 2).
j Durch die Linksschwenkung des Steuerhebels 22 wird der Hebel 19 mit dem Daumen 20 aus dem Bereich des Fingerrädchens gerückt, und er schwenkt unter Wirkung der Feder 17 um Zapfen 21 sich drehend nach oben, bis das
j Glied 18 in seinem Schlitz am Zapfen 15 des Bremshebels ansteht. In diesem Moment wird die Feder 17 auf den Bremshebel 13 wirkungslos, und die schwächere Feder 16 zieht den Bremshebel samt dem Hebel 19 und dem Glied 18 weiter nach oben, bis das Bremsband 9 vollständig von der Scheibe 7 abgehoben ist und an dem Führungsrand 10 anliegt. Der Weg des Bremshebels 13 ist noch durch einen Anschlag begrenzt. AVenn das Bremsband aus hartem Stahl besteht, so hat es das Bestreben, sich zu öffnen und von der Bremsscheibe abzulieben, und es kann, die Feder 16 auch wegj gelassen werden.
Das Federgehäuse setzt nun das Laufwerk in Bewegung, und der elektrische Schalter go führt eine Schaltung aus. Nach kurzer Drehung schon wird der Steuerhebel 22 an seinem Daumen 25 durch den Finger 8" erfaßt und nach rechts bewegt, etwas über die Ruhelage hinaus, damit der durch die Rückkehr des Steuerhebels 22 mittels Stift 27 nach unten bewegte Sperrhebel 29', 29" in seine Ruhelage oder Sperrstellung zurückkehren kann. Sobald der Finger 8" den Daumen 25 verläßt, wird der Steuerhebel 22 sich mit dem Stift 27 wieder gegen den Schenkel 29' anlegen und in dieser Lage verbleiben (Fig. 3). Durch die Rückbewegung des Steuerhebels ist die Bremse noch nicht angezogen, sondern die Bremsung nur vorbereitet worden. Wohl hat im Moment, wo der Finger 8" von dem Daumen 25 abgleitet, der Finger 8"" den Daumen 20 bereits erfaßt und der Hebel 19 schon einen Teil seines toten Bremsweges zurückgelegt.
Das Laufwerk wird aber noch frei weiterlaufen, bis das Bremsband auf der Bremsscheibe anliegt und somit die Bremsung be-
j ginnt. Alsdann wirkt der Finger 8"" mittels des Hebels 19 und der Feder 17 auf den Bremshebel 13. Je weiter sich das Fingerrädchen noch dreht, desto stärker wird die Feder 17 gespannt, desto stärker also wird die Bremse angezogen, bis schließlich das Laufwerk stillsteht und die Bremsorgane in der Stellung Fig. 1 verharren.
Da das Fingerrädchen vier Finger hat, so macht dessen Achse pro Schaltung 1/i Umdre-
^iung. Für elektrische Schalter mit anderem Schaltweg muß die Fingerzahl entsprechend anders sein, z. B. für einen Schalter mit V2 Umdrehung pro Schaltung sind zwei Finger nötig, für einen Umschalter mit V3 Umdrehung pro Schaltung drei Finger.
Das Fingerrad 8', 8", 8'", 8"" hat zwei Funktionen:
1. Das Zurückführen des Steuerhebels 22 ίο in seine Ruhelage,
2. das Anziehen der Bremsfeder 17. .
Ein Vorteil liegt darin, daß der Hebel 19
vom Fingerrad zwangsweise mitgenommen und die Bremsfeder progressiv gespannt wird.
so daß die Bremsung erzwungen und ein Versagen unmöglich wird.
Da die Bremse mittels des. Gliedes 19 zwangläufig und durch Vermittlung der Feder 17 nach und nach fester angezogen wird, so ist eine sichere und stoßfreie Bremsung auch bei Laufwerken mit höchsten Geschwindigkeiten und großen Kräften möglich; ein Durchbrennen der Bremse ist gänzlich ausgeschlossen.
Die Bremsvorrichtung gemäß der Erfindung genügt der Anforderung, daß sie auf kurzem Wege gleichmäßig und sicher bremst, auch wenn die abzubremsende Energie abwechselnd größer oder kleiner ist.
Ferner besitzt diese \rorrichtung noch den \^orteil, daß der Steuerhebel zur Auslösung der Bremse nicht die bremsende Kraft, d. i. die in der Feder 17 wirkende Spannung, zu überwinden hat, sondern nur deren Gleitreibung, also die Gleitreibung des Zapfens 20 an den Fingern des Fingerrädchens. Demzufolge ist zur Linksschwenkung des Steuerhebels 22 nur ein verhältnismäßig geringer Federzug (Feder 24) nötig, und zur Bewegung des Sperrhebels 29', 29", auch bei starken Laufwerken, nur eine kleine Kraft erforderlich, die von Uhrwerken gewöhnlicher Größe leicht überwunden \vird.
In Fig. 4 ist eine zweite Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Die Vorrichtung ist ähnlich wie in den Fig. 1 bis 3 gebaut. Das Glied 19' ist aber nicht am Steuerhebel 22 angelenkt, sondern mit seinem Schlitz über dem Bolzen 15 verschiebbar am Bremshebe! 13 gehalten.
Am unteren Ende trägt der Hebel 19' den Daumen 20 und greift mit diesem in die Ebene des Fingerrädchens 8', 8", 8'", 8"".
Mit dem rechtwinkligen Vorsprung stößt der Hebel 19' lose an den Bolzen 21' des Steuerhebels 22.
Die Feder 17 zieht einerseits den Hebel 19' gegen den Bolzen 21', anderseits zieht sie den Bremshebel 13 nach unten und bewirkt, die Bremsung.
Die Wirkungsweise ist gleich wie bei der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Vorrichtung. Das Glied 19' wird von einem Finger des Fingerrädchens am Daumen 20 erfaßt und nach unten geführt, wodurch die Feder 17 gespannt und die Bremse angezogen, wird.
Statt der Feder 17 eine zweifache Wirkung zu übergeben, könnte die Anordnung auch so getroffen werden, daß sie nur zum Anziehen des Hebels 19' dient und zum Anziehen gegen den Bolzen 21' eine besondere Feder verwendet \vird. Auch in dieser baulich abgeänderten Ausführung bleibt die Wirkungsweise gleich. Statt der Bandbremse kann auch eine Backenbremse in Anwendung kommen, ohne daß die Wirkungsweise der übrigen Bremsorgane eine Änderung erfährt.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Bremsvorrichtung für Laufwerke von Zeitschaltapparaten, bei der ein Steuerorgan nach seiner Freigabe durch einen Sperrhebel die Lösung einer Bremse bewirkt und von einem vom Laufwerk in Drehung versetzten Organ in die Ruhelage zurückgeführt, die Bremsung vorbereitet, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Finger (8', 8", 8"', 8"") einer mit den Schaltteilen verbundenen, vom Laufwerk angetriebenen Fingerscheibe (8) in bekannter Weise das Steuerorgan (22) in seine gesperrteRuhestellung zurückgeführt und außerdem die Bremse sanft durch allmähliches, aber zwangsweises Anspannen einer Feder (17), die an dem Bremshebel (13) angreift, angezogen wird.
2. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerorgan (22) die Lösung der Bremse nur durch Entspannung von Federn (der Bremsfeder 17 und der Feder 16) bewirkt, um diese mit einer geringen Kraft ausführen zu können.
3. Bremsvorrichtung nach Patentansprächen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsscheibe (7) auf einem Teil des Umfanges von einem von ihr abstehenden Führungsrand (10) umgeben ist, gegen den sich das Bremsband (9) in geöffnetem Zustande anlegt, wodurch sich dasselbe allseitig gleichmäßig von der Bremsscheibe (7) abhebt und gehalten wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT278403D Active DE278403C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE278403C true DE278403C (de)

Family

ID=534408

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT278403D Active DE278403C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE278403C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3111662A1 (de) Vorrichtung zum drehen eines rades eines spielgeraetes
DE278403C (de)
DE2403174A1 (de) Rastwerk fuer stufendrehschalter
DE672244C (de) Vorrichtung zum schnellen Ein- und Ausruecken eines Stromunterbrechers
DE922780C (de) Motorisch angetriebenes Nocken-Zeitschaltwerk mit Rueckstelleinrichtung
DE2006147B2 (de) Stern-Dreieck-Schalter
DE3004813C2 (de) Betätigungsvorrichtung für einen Kassettenrecorder
DE721654C (de) Zeitstempelvorrichtung, vorzugsweise fuer Arbeitszeitkontrollkarten
AT54328B (de) Treppenschalter.
DE655471C (de) UEberwachungseinrichtung fuer Weichen und Signale
DE154164C (de)
DE901917C (de) Vorrichtung an elektrischen Schaltern zum Festlegen der Kontaktbruecke in der jeweiligen Schaltstellung
DE286247C (de)
DE27104C (de) Neuerungen an Kontrolvorrichtungen für Uhren
DE428630C (de) Schalteinrichtung an Schaltuhren
DE958161C (de) Als Zaehlwerk von Rechenmaschinen od. dgl. verwendbare Kupplungsvorrichtung
AT230733B (de) Photographischer Verschluß
DE890086C (de) Elektrischer Zeitschalter
DE953987C (de) Zeitschalteinrichtung zum selbsttaetigen Ein- und Ausschalten eines elektrischen Stromkreises
DE455096C (de) Elektrisches Blinklicht mit verzoegertem Unterbrecher
AT251409B (de) Photographischer Verschluß mit Durchschwingsektoren
AT135224B (de) Auswählmechanismus für Telegraphen-Empfänger.
DE155035C (de)
DE309889C (de)
AT127618B (de) Sicherungsvorrichtung für dynamoelektrische Zündvorrichtungen mit Federantrieb.