DE27660C - Elastisches Material aus Federkielen oder Spähnen von solchen als Ersatz für Fischbein und als Füllung für Peitschenstiele, Angelruthen und dergl - Google Patents
Elastisches Material aus Federkielen oder Spähnen von solchen als Ersatz für Fischbein und als Füllung für Peitschenstiele, Angelruthen und derglInfo
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- B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
- B29C67/00—Shaping techniques not covered by groups B29C39/00 - B29C65/00, B29C70/00 or B29C73/00
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 39: Horn, Elfenbein und plastische Massen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. October 1883 ab.
Die Federkiele werden gespalten. Dies kann von Hand, besser aber vermittelst einer Maschine
geschehen, durch welche die Kiele in Spähne oder Fasern zerlegt werden.
Die Spähne werden in Bündel gelegt und mit Draht oder Faden umwunden, umflochten oder
umsponnen. Zum Zusammenhalten läfst sich auch Cement oder irgend ein anderes Bindemittel
gebrauchen.
Handelt es sich um eine elastische Fütterung für Kleidungsstücke, so werden die Fasern oder
Spähne in dasselbe mit eingewebt, oder dieselben können auch mit einander verwebt werden, wodurch
ein elastisches, biegsames Gewebe erzeugt wird.
Will man das Material hingegen als elastische Versteifung oder Füllung von Peitschenstielen,
Angelruthen und anderen Gegenständen, welche in der Richtung ihrer Länge verjüngt zulaufen,
benutzen, so lassen sich sowohl die ungespaltenen Kiele als auch die Spähne des Kieles oder
beide zusammen hierzu gebrauchen. Man verbindet die gespaltenen oder ungespaltenen Kiele
oder beide zusammen so mit einander, dafs die Verbindungsstellen überdeckt werden, und kann
auf diese Weise durch Aneinanderbinden und Umwinden vieler solcher Bündel eine verjüngt
zulaufende elastische Stange von beliebiger Länge fabriciren.
Auf der Zeichnung stellt in den Fig. 1 bis 5 b den Spahn eines gespaltenen Kieles dar, aus
welchem das mit A bezeichnete elastische Material, Fig. ι und 2, zusammengesetzt ist. Die
Spähne sind entweder durch äufsere Windungen von Draht oder Faden c zusammengehalten,
wie in Fig. 1 und 4, oder dieselben sind nach aufsen mit einer gewebten Umhüllung c' versehen,
wie in Fig. 2 und 5 dargestellt. Auch kann, wie schon früher erwähnt, die Verbindung
der Spähne auf andere Weise geschehen.
Wenn man die einzelnen von einander getrennten Fasern oder Spähne der Kiele verwendet,
so behalten dieselben ihre eigenthümliche Spannkraft und Elasticität, ohne dafs ein Brechen
oder Biegen zu befürchten ist.
Dagegen würde man bei der Verwendung von ganzen, unzertheilten Federkielen mit der
daran sitzenden Mittelrippe, von welcher nur die Fahnen der Federn abgerissen sind, ein
Brechen oder Ausbiegen des Materials zu gewärtigen haben.
Nichtsdestoweniger läfst sich aus unzertheilten, ganzen Kielen b1, wenn dieselben nach
Fig. 6 zu einem Bündel vereinigt und mit der entsprechenden Umhüllung c versehen sind, eine
recht gute Versteifungsrippe herstellen.
Irgend eine der genannten Constructionen eignet sich sehr gut als Versteifungsrippe für
Corsets.
Was die Fig. 7 bis 11 betrifft, so zeigen dieselben
das Material in seiner Anwendung zu elastischen Füllungen für Peitschenstiele, Angelruthen
u. s. w., überhaupt elastische, verjüngt zulaufende Stäbe oder Stangen. Hierbei können
die Kiele entweder ganz und ungetheilt oder in Spännen, welche durch Spalten oder sonstige
Zerkleinerung aus den Kielen gemacht worden
sind, angewendet werden. Auch können Kiele mit Spähnen zusammen zu den angeführten elastischen
Gegenständen verarbeitet werden.
Je nach der Dicke des Peitschenstieles oder demjenigen Theil desselben, zu welchem das
Material genommen werden soll, richtet sich die Wahl von ganzen Kielen oder von Spähnen.
In dem dicken Theil des Stieles können mehr oder weniger ganze Kiele und für die
spitz zulaufenden Theile am besten Spähne verwendet werden. Die Spähne, Fasern oder Kiele
werden zusammengelegt und in verschiedenen Längen so geordnet, dafs die Peitsche von
dem dicken bis zu dem dünnen Ende die richtige Verjüngung erhält. Diese zusammengelegten
und geordneten Spähne, Fasern oder Kiele werden mit einander verbunden und zusammengehalten,
und zwar entweder durch Cement oder irgend ein äufseres Bindemittel, wie z. B. eine aus gewundenem Draht oder Faden bestehende,
geflochtene oder gesponnene Umhüllung oder auch auf irgend eine andere passende Art und Weise.
Fig. 8 und 9 zeigen als Befestigungs- und Bindemittel eine Schnur, Faden oder Draht c.
Zum Aufbau der durch Fig. 8 und 10 dargestellten elastischen Spitze sind nur Spähne b
verwendet. Diese Spähne sind nach der Spitze hin in abnehmender Anzahl vorhanden und so
angeordnet, dafs die Stofsfuge ί zweier Spähne stets auf die Mitte des nebenliegenden Spahnes
zu liegen kommt, so dafs alle Fugen gedeckt und eine zusammenhängende, aus lauter einzelnen
Spähnen bestehende Füllungsmasse durch die ganze Länge der elastischen Stange gebildet
ist.
Fig. 9 und 11 zeigen die Zusammensetzung
einer elastischen Rippe oder eines Stieles aus Kielen b' und Spähnen b, deren Anordnung ähnlich
wie die der Fig. 8 und 10 ist und wobei die Stofsfugen an den Enden der einzelnen
Spähne und Kiele mit ί bezeichnet sind.
Eine auf die beschriebene Weise aus umwundenen oder durch sonstige Mittel an einander
befestigten und verbundenen Federkielen oder Spähnen von Federkielen bestehende elastische
und sich verjüngende Stange oder Ruthe bildet die Versteifungsrippe oder den elastischen
Kern der Peitsche, welche durch irgend eine der gebräuchlichen Methoden fertig gemacht
wird, z. B. dadurch, dafs die vorgenannte elastische Füllung mit Tuch, Buckskin oder einem
anderen Stoff überzogen und alsdann das geflochtene Ende der Peitsche auf der gewöhnlichen
Peitschenflechtmaschine an diesem Ueberzug angebracht wird, worauf man das Aeufsere
des Peitschenstieles mit einem wasserdichten Firnifs überzieht.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Das aus Federkielen oder Spähnen von Federkielen, welche in der gezeichneten Weise mit einander verbunden sind, bestehende elastische Material und dessen Verwendung als Ersatz für Fischbein und als Füllung für Peitschenstiele, Angelruthen u. dergl.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE27660C true DE27660C (de) |
Family
ID=303960
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT27660D Active DE27660C (de) | Elastisches Material aus Federkielen oder Spähnen von solchen als Ersatz für Fischbein und als Füllung für Peitschenstiele, Angelruthen und dergl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE27660C (de) |
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0
- DE DENDAT27660D patent/DE27660C/de active Active
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