DE274875C - - Google Patents

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DE274875C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/66Arsenic compounds
    • C07F9/68Arsenic compounds without As—C bonds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das vorliegende Verfahren betrifft die Darstellung von harzartigen Kondensationsprodukten aus Phenolen und Formaldehyd, welche außerdem noch Arsen bzw. Quecksilber in fester Bindung enthalten und infolge ihrer stark giftigen Eigenschaften gegenüber Seeorganismen als Lacke oder als Zusatz zu Schiffsanstrichen Verwendung finden sollen. Es ist bereits vorgeschlagen worden, für diesen
ίο Zweck die bekannten Kondensationsprodukte aus Phenolen und Aldehyden als solche zu benutzen, welche der Anstrichmasse hinzugefügt werden, die das Ansetzen von Seeorganismen an den mit der Farbe überzogenen Oberflächen verhindern soll. Diese Kondensationsprodukte haben jedoch nur verhältnismäßig geringe giftige Eigenschaften. Es ist ferner vorgeschlagen worden, die Anstrichmasse mit gewissen stark giftigen Stoffen zu vermischen, wie z. B. den Salzen oder Anhydriden der Oxyquecksilberphenole. In diesem Falle enthält jedoch die Anstrichmasse die üblichen Grundstoffe und die Phenolquecksilberverbindung stellt nur einen giftigen Zusatz dar, der in dem Farbgrundstoff nicht gebunden ist und daher im Laufe der Zeit leicht wieder davon getrennt werden kann.
Bei dem vorliegenden Verfahren besteht der wirkliche Grundstoff der Farbe oder des Lackes aus Kondensationsprodukten der Phenole oder Kresole mit Formaldehyd oder Paraformaldehyd, und in ihm sind giftige, metallische,
, durch.die ganze Farbmasse verteilte Komponenten derart gebunden,'daß sie nicht ausgewaschen werden können. Es hat sich nämlieh herausgestellt, daß die Salze des Quecksilbers oder Arsens mit den erwähnten harzartigen Kondensationsprodukten in solche Verbindung gebracht werden können, daß sie mit diesen Produkte bilden, welche in Seewasser unlöslich sind, aber ihre giftigen Eigenschaften beibehalten. Die Farbe bzw. der Lack besitzt alsdann einen dauernd stark giftigen Charakter, welcher z. B. das Ansetzen von Seeorganismen an den Schiffskörper vollständig verhindert.
Bei den bekannten giftigen Anstrichfarben handelt es sich dagegen nur um eine mechanische Beimischung des giftigen Stoffes, welcher mit dem Grundstoff nicht in fester Verbindung steht und deshalb leicht aus der Anstrichmasse getrennt und im Laufe der Zeit ausgewaschen werden kann. Die Gift wirkung ist daher nur eine verhältnismäßig geringe und nicht lange anhaltende.
Zwecks Herstellung des Grundstoffes werden in bekannter Weise aus Phenolen oder Kresolen harzartige, lösliche Kondensationsprodukte mit Formaldehyd dargestellt. Man kann dem Reaktipnsgeinrsc^npch eine ioprozentige wäß7 rige Lösung von schwefliger Säure zur Beschleunigung der Kondensation bzw. Erzeugung besonders heller oder nur schwach gefärbter Endprodukte, zufügen oder schweflige Säure als Gas in die Mischung eindrücken.
Wesentlich ist, daß das giftige Quecksilberoder Arsensalz während der Kondensation selbst zugesetzt und die Mischung erhitzt'wird,
bis ein in den gewöhnlichen Lösungsmitteln für Harze lösliches Kondensationsprodukt gebildet ist.
Man kann auch die quecksilber- oder arsenhaltigen Verbindungen der Phenole zuerst darstellen und alsdann diese mit Formaldehyd kondensieren. Auch hierbei entstehen einheitliche chemische Verbindungen, welche in Wasser unlöslich, in den für Kondensationsprodukte aus Phenolen und Formaldehyd üblichen Lösungsmitteln leicht löslich sind. Solche Lösungsmittel sind z. B. Aceton, Benzol, Dichloräthylen oder Dichlorbenzol.
Einige Zusatzstoffe, wie sie gewöhnlich bei der Herstellung von Anstrichfarben oder Lacken benutzt werden, können diesen zugesetzt werden, um ein bestimmten Anforderungen genügendes Produkt herzustellen. Soll z. B. eine Anstrichfarbe hergestellt werden, so wird den oben erwähnten Lösungen der Kondensationsprodukte (den Lacken) eine Körperfarbe zugemischt.
Beispiel 1.
100 g kristallisiertes Phenol, 100 ecm 40 prozentige wäßrige Formaldehydlösung, 92g Arsensäure und 25 ecm einer ro prozentigen Lösung von schwefliger Säure werden miteinander vermischt und diese Mischung so lange erhitzt (bei Wasserbadtemperatur), bis ein in den üblichen organischen Lösungsmitteln vollständig lösliches Produkt entstanden ist; alsdann wird das Reaktionsprodukt mit Wasser· ausgekocht, um einen etwaigen Überschuß von Arsensäure zu entfernen.
Beispiel 2.
100 g Phenol, 100 ecm 40 prozentige Formaldehydlösung, 50 ecm einer gesättigten Quecksilberchloridlösung und 15 ecm einer 10 prozentigen Lösung von schwefliger Säure werden miteinander vermischt und, wie im Beispiel 1 angegeben ist, weiterbehandelt. Ein Überschuß an Quecksilberchlorid wird auch hier durch Auskochen mit Wasser entfernt.
In den obigen Beispielen kann die Schwefligsäurelösung auch fortgelassen werden.
Außer Arsensäure und Quecksilberchlorid können auch Arsensalze oder andere Quecksilbersalze Verwendung finden, insbesondere haben sich die Sulfide des Arsens oder Quecksilbers sowie das Aisenit und das Arseniat des Kupfers als geeignet erwiesen.
Die hergestellten Produkte sind mehr oder weniger farblos, schmelzen bei etwa 90 ° C. und sind in Mineralsäuren, Alkalihydroxyden und -carbonaten unlöslich; in den üblichen organischen Lösungsmitteln für Harze und Lacke, z. B. in Monochlor- oder Dichlorbenzol, löslich.
Die Analyse des Arsenprodukts ergibt einen Arsengehalt von 5,25 Prozent As2 O3.
Die Analyse des mit heißer Quecksilberchloridlösung hergestellten Quecksilberprodukts ergibt einen Quecksilbergehalt von 5,47 Prozent Hg.
Die Produkte stellen den festen Grundstoff für die Lacke und Anstrichmassen dar und können z. B. in einen Lack verwandelt werden, indem sie zuerst erhitzt und dann in einem geeigneten Lösungsmittel, z. B. in Dichlorbenzol, gelöst werden. Die Kondensationsprodukte enthalten in der Regel noch einen bestimmten Prozentsatz Wasser. Um diesen vollständig zu entfernen, wird das betreffende Produkt für sich erhitzt, bis es etwa bei 90° schmitzt. Bei weiterem Erhitzen auf ungefähr 120° ist es durchsichtig und harzig und kann in diesem Zustande durch Zufügung der geeigneten Lösungsmittel in einen Lack übergeführt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von harzartigen, Arsen bzw. Quecksilber in fester Bindung enthaltenden Kondensationsprodukten aus Phenolen und Formaldehyd, darin bestehend, daß man Mischungen von Phenolen, Formaldehyd oder Paraformaldehyd und Arsensäure oder Salzen des Arsens bzw. Quecksilbersalzen in wäßriger Lösung, mit oder ohne Zusatz geringer Mengen schwefliger Säure als Katalysator, solange erhitzt, bis ein in den gebräuchlichen organischen Lösungsmitteln für Harze vollständig lösliches Produkt entstanden ist.
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