DE274283C - - Google Patents

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DE274283C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60LPROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
    • B60L7/00Electrodynamic brake systems for vehicles in general

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 274283 KLASSE 20/. GRUPPE
in BERLIN.
Stromabnehmer bekannter Art ausgestattet ist.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Januar 1913 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Anordnung zur Zuführung des Erregerstromes zu elektromagnetischen Schienennotbremsen von Anhängewagen bei elektrischen Bahnen o. dgl. Es ist bekannt, Anhängewagen, beispielsweise von elektrischen Straßenbahnen, mit elektromagnetischen Schienenbremsen auszustatten, welche im Normalbetriebe mittels Kabelzuleitung von den als Generatoren laufenden
ίο Motoren des Motorwagens gespeist werden. Diese elektromagnetischen Gleisbremsen des Anhänge- oder Beiwagens sind demgemäß stromlos und daher arbeitsunfähig, wenn die Kabelverbindung zwischen Motorwagen und
X5 Anhängewagen unterbrochen ist, beispielsweise beim Reißen der Kupplung mitabgerissen ist, was zu schweren Unfällen, namentlich in bergigem Gelände führen kann. Ebenso sind die elektromagnetischen Gleisbremsen des Anhängewagens stromlos und damit arbeitsunfähig, wenn der Wagenzug beim Bergabfahren ins Rutschen kommt, so daß die Motoren keinen Strom mehr liefern, ohne daß die Kabelverbindung zwischen Haupt- und Anhängewagen unterbrochen zu sein braucht.
Um für derartige Notfälle eine besser arbeitende Notbremsanlage zu schaffen, hat man die Anhängewagen mit Akkumulatorenbatterie ausgerüstet, welche, sei es automatisch, sei es von Hand, auf die elektromagnetischen Gleisbremsen der Anhängewagen im Notfalle geschaltet werden, so daß die Gleisbremsen ι Strom erhalten und die Bremsung des An- ! hängewagens vollführen können. Diese Akku-■ mulatoreneinrichtung hat aber mancherlei 3S Nachteile, die im Wesen des Akkumulators begründet liegen: sie verlangt besondere Pflege, rechtzeitige Ladung, außerdem spielt in vielen Fällen das mitzuführende tote Gewicht eine erhebliche Rolle.
Nach vorliegender Erfindung soll nun die Anordnung derart getroffen werden, daß im Notfalle, d. h. im Falle des Unterbleibens der Stromzuführung vom Motorwagen zur elektromagnetischen Gleisbremse des Anhängewagens, dem Anhängewagen Strom vom Fahrdraht direkt zugeführt werden kann. Es geschieht dies mit Hilfe der bekannten Stromabnehmer, die entweder auch während des Normalbetriebes mit dem Fahrdraht in Berührung stehen, in welchem Falle im Normalbetriebe ein Ausschalter in der Stromleitung zwischen Fahrdraht und elektromagnetischen Gleisbremsen des Anhängewagens vorgesehen ist, oder die — was vorzuziehen ist — während des Normalbetriebes heruntergeklappt sind und nur im Notfalle mit dem Fahrdraht in Berührung gebracht werden. Besonders zweckmäßig ist für diese Notstromabnahme der an sich bekannte Scherenstromabnehmer, der im zusammengeklappten Zustande ohne jede Störung des Betriebes auf dem Dache des Anhängewagens untergebracht und dort keiner Abnutzung unterworfen ist. Im Notfalle,
wenn also das Verbindungskabel mit dem Motorwagen gerissen ist oder der Motorwagen keinen Strom liefert, wird der Bügelabnehmer aufgerichtet, so daß er vom Fahrdraht Strom entnimmt, der die elektromagnetischen Notbremsen des Anhängewagens erregt, so daß der Anhängewagen zum Stehen kommt. Das Aufrichten des Scherenstromabnehmers kann in beliebiger Weise geschehen. Zweckmäßig
to werden Vorrichtungen bekannter Art getroffen, um ihn im Moment des Reißens der Kupplung zwischen Anhängewagen und Motorwagen selbsttätig aufrichten zu lassen, was entweder durch eine einfache Hebelauslösung des dauernd unter Federdruck stehenden Scherenabnehmers oder mit Hilfe eines von Ruhestrom durchflossenen Solenoids und einer Federkraft, die bei Unterbrechung des Ruhestromes wirksam wird, 'geschehen kann; ebenso kann die Auslösung mit Hilfe pneumatischer Vorrichtungen 0. dgl. geschehen. Zweckmäßig wird neben dieser automatischen Auslösung auch noch eine Vorrichtung für Handauslösung angebracht, die in einen einfachen Handgriff im Innern des Wagens auslaufen kann, so daß die Fahrgäste oder der Schaffner die »Notbremse« ziehen und damit den Wagen augenblicklich zum Stehen bringen können.
In der beiliegenden Zeichnung ist die An-Ordnung schematisch dargestellt.
In Fig. ι ist α der Anhängewagen; b sind die elektromagnetischen Gleisbremsen, welche durch die Räder c mit der stromführenden Laufschiene d in leitender Verbindung stehen; e ist das Kabel, welches zum Motorwagen
führt; f ist der zusammengeklappte Scherenstromabnehmer; g ist der Fahrdraht.
In Fig. 2 ist der Scherenbügel f in wirksamer Stellung gezeichnet; er ist hochgeklappt und schließt den Stromkreis zwischen Fahrdraht g und stromführender Laufschiene d durch die Gleisbremsen b hindurch, wodurch diese zur Wirkung gelangen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Anordnung zur Zuführung des Erregerstromes zu elektromagnetischen Schienenbremsen von Anhängewagen bei elektrischen Bahnen, bei denen der Anhängewagen mit einem Stromabnehmer bekannter Art ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Verbindung der Bremsmagnete des Anhängewagens mit der Stromabnahmevorrichtung oder die Verbindung der letzteren mit der Stromzuführungsleitung (Fahrdraht oder Stromschiene) selbsttätig erfolgt, sobald die Stromzuführung zwischen Triebwagen und Anhängewagen unterbrochen ist.
2. Ausführungsform der Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Verbindung zwischen den Bremsmagneten des Anhängewagens und der Stromzuführungsvorrichtung (Fahrdraht bzw. Stromschiene) auch eintritt, wenn die Motoren des Triebwagens bei Bremsstellung des Motorschalters aus irgendeinem Grunde hinsichtlich der Stromzuführung zu den Bremsmagneten des Anhängewagens versagen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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