DE33549C - Vorrichtung zum Schliefsen des Stromkreises für selbstthätige elektrische Bremsvorrichtungen an Eisenbahnwagen - Google Patents
Vorrichtung zum Schliefsen des Stromkreises für selbstthätige elektrische Bremsvorrichtungen an EisenbahnwagenInfo
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- DE33549C DE33549C DENDAT33549D DE33549DA DE33549C DE 33549 C DE33549 C DE 33549C DE NDAT33549 D DENDAT33549 D DE NDAT33549D DE 33549D A DE33549D A DE 33549DA DE 33549 C DE33549 C DE 33549C
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
- B60T7/00—Brake-action initiating means
- B60T7/12—Brake-action initiating means for automatic initiation; for initiation not subject to will of driver or passenger
- B60T7/124—Brakes for railway vehicles coming into operation in case of accident, derailment or damage of rolling stock or superstructure
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Regulating Braking Force (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
H. KUERTS in NEUHALDENSLEBEN.
an Eisenbahnwagen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 10. Januar 1885 ab.
Die vorliegende Vorrichtung soll bei selbstthä'tigen elektrischen Bremsen an Eisenbahnwagen
bewirken, dafs im Augenblicke der Entgleisung eines Wagens, oder wenn nur ein Wagen, ζ. B. bei einem Radreifenbruch, sich
zur Seite neigt, sofort sämmtliche Wagen des Zuges gebremst, auch der Maschinist augenblicklich
durch ein elektrisches Signal auf den stattgehabten Unfall aufmerksam gemacht wird,
so dafs er die Maschine zum Stillstand bringen kann.
Mittelst dieser selbsttätigen Bremsung, welche im Moment des Unfalls in Wirkung tritt, können
fast alle Eisenbahnunglücke, welche nicht auf Zusammenstofs beruhen, wirksam verhütet werden.
Auch läfst sich die seibstthätige Bremsvorrichtung gleichzeitig für willkürliche Handhabung
einrichten, derart, dafs z. B. bei drohendem Zusammenstofs eine augenblickliche Bremsung
sämmtlicher Wagen des Zuges durch einen' vom Maschinisten hergestellten Contact
bewirkt wird.
Fig. ι ist ein Längenschnitt eines Eisenbahnwagens
mit der Vorrichtung, Fig. 2 ein Querschnitt durch denselben, Fig. 3 eine schematische
Darstellung eines Bahnzuges mit der elektrischen Leitung.
Auf der Lokomotive oder in einem der angehängten Wagen befindet sich eine elektrische
Batterie, ein Elektromotor oder ein Accumulator; bei Einrichtung hinlänglicher elektrischer
Kraft kann dieselbe auch noch zur Erzeugung elektrischen Lichtes für die Reflectorlaternen
der Lokomotive dienen*
Von der Batterie aus führen zwei Poldrähte a und b (positiv und negativ) unter allen Wagen
des Zuges entlang, die Drähte der einzelnen Wagen sind unter sich durch Einhaken, Verschraubung,
Klemmen oder dergleichen verbunden, und zwischen je zwei Wagen sind die
Verbindungsdrähte zu Federn a1 und b] aufgerollt,
um ein Zerreifsen der Drähte zu vermeiden. Ein dritter Draht c, mit dem Draht b verbunden
oder dessen directe Fortsetzung nach oben bildend, verbindet sämmtliche Elektromagnete
des Zuges unter einander. Vom mittleren Draht α aus führen nach rechts und links Abzweigungen,
welche dazu dienen, durch Contact mit den Dähten b im gegebenen Falle den
Stromkreis zu schliefsen, die in diesen Stromkreis durch den Draht c eingeschlossenen
Elektromagnete in Wirkung zu setzen, dadurch die Gewichte auszulösen und durch, deren
Herabgleiten die Bremshebel so zu bewegen, dafs die Bremsklötze gegen die Räder angeprefst
werden.
Dieser Contact wird selbstthätig bewirkt durch die in Führungen seitlich am Wagen
an geeigneter Stelle angebrachten Stäbe oder Bolzen d, welche sich in ihren Führungen
nach oben, aber nicht nach unten verschieben lassen. Auf diesen Bolzen d ruht, unter Zwischenlegung
einer Isolirung/, der negative Poldraht b; die seitlichen Abzweigungen vom
Draht α sind über jeden dieser. Stäbe d geführt.
Sobald ein Rad irgend eines Wagens im Zuge von der Schiene abgleitet, oder wenn
ζ. B. infolge eines Radreifensprunges der Wagen sich auf der betreffenden Stelle auch nur senkt,
stöfst der Stab d auf den Boden oder auf die Schiene auf, wird emporgeschoben und drückt
den auf ihm liegenden Draht b gegen die Abzweigung des positiven Drahtes a an, wodurch
augenblicklich der Stromkreis, in welchen sämmtliche Wagenbremsen des Zuges eingeschlossen
sind, geschlossen wird, sämmtliche Bremshebelgewichte k selbstthätig ausgelöst und
folglich alle Bremsen angezogen werden.
Die Bremshebelgewichte k sind zweckmäfsig am Sitz des Bremsers angebracht und in einer
Hülse geführt, um das Hin- und Herschleudern zu vermeiden. Die Auslösung der Haltevorrichtungen g i für die Schnurscheibe h mittelst
Elektromagnete, die durch den elektrischen Draht c in Wirkung gesetzt werden, ist
bekannter Art. Das Seil oder die Kette s, an welcher das Gewicht b befestigt ist, führt über
die Rollen hh'h" und ist an einem Hebel / befestigt, der einen Doppelarm m trägt; von
diesem führen Gelenkstangen nach den Bremsklötzen der Räder. -Das Gewicht k, dessen
Schwere je nach der Länge des Hebels / mehr oder weniger als 25 kg betragen kann, gleitet
herab, sobald die Rolle h von der mit der Platte g verbundenen Hemmung freigelassen
wird, was, wie erwähnt, bei jeder Stromschliefsung augenblicklich erfolgt. Um die
Bremsung wieder aufzuheben, müssen die Gewichte k wieder emporgezogen, die Rollen h
durch die Hemmung der Platten g wieder festgelegt werden.
Die Einschaltung eines Alarmsignals in den auf die beschriebene Weise eingerichteten Stromkreis
abc geschieht auf bekannte Weise, ebenso bedarf es keiner besonderen Erläuterung, dafs
eine willkürliche Stromschliefsung von irgend welchem oder von mehreren Punkten aus, z. B.
vom Stand des Maschinisten, vom Dienstcoupe des Zugführers ti. s. w., bewirkt werden kann,
um auch ohne die Mitwirkung der Stäbe oder Bolzen d, bei drohendem Zusammenstofs oder
dergleichen, eine augenblickliche Bremsung sämmtlicher Wagen herbeizuführen.
An Stelle der gewöhnlichen, mechanisch bewegten Bremsklötze können Luftdruckbremsen
oder ähnliche -Systeme Anwendung finden, deren Ventile durch Hebel beherrscht und durch
Herabfallen des mit diesem verbundenen. Gewichtes k im kritischen Augenblicke geöffnet
werden. y
Die gewöhnliche Bremsung des Zuges!, bei abschüssiger Bahn, zum Langsamfahren i und
Stillhalten, erfolgt vom Bremsersitz aus durch eine zweite Verbindung mit dem Hebel /, sie
kann aber auch durch ein besonderes, Bremsr system bewirkt werden.
,Die selbsttätige Herbeiführung des Contacts
zwischen den Drähten α und b, bei Unglücksfällen zum Zweck der Stromschliefsung, kann
auch noch auf andere Weise bewirkt, werden, als durch die Stäbe d. Beispielsweise kann die
Anordnung der Drähte α b halbkreisförmig um die Räder so eingerichtet sein, dafs beim Radreifenbruch
das radial abfliegende Stück den Contact bewirkt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Zur selbstthätigen Herstellung des Contactes zwischen den Poldrähten α und b bei eintretendem Unglücksfall die Anbringung, von Stäben d, welche gehoben werden, sobald der Wagen sich an einer Stelle senkt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE33549C true DE33549C (de) |
Family
ID=309510
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT33549D Expired - Lifetime DE33549C (de) | Vorrichtung zum Schliefsen des Stromkreises für selbstthätige elektrische Bremsvorrichtungen an Eisenbahnwagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE33549C (de) |
-
0
- DE DENDAT33549D patent/DE33549C/de not_active Expired - Lifetime
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