AT90225B - Einrichtung zur selbsttätigen Bremsung von Bahnwagen beim Befahren von Gefällen oder sonst gefährlichen Verkehrsstellen. - Google Patents

Einrichtung zur selbsttätigen Bremsung von Bahnwagen beim Befahren von Gefällen oder sonst gefährlichen Verkehrsstellen.

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AT90225B
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AT
Austria
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braking
automatic braking
traffic areas
driving down
railway wagons
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Vinzenz Vedra
Ernst Kramer
Original Assignee
Vinzenz Vedra
Ernst Kramer
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  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Zu den wichtigsten Voraussetzungen der öffentlichen Verkehrssicherheit gehört die ständige Betriebsfähigkeit der Bremseinrichtungen der Bahnwagen, insbesondere derjenigen, die im   Strassenbahnbetrieb   verwendet werden. In Städten, deren   Strassenzüge   vielfach erhebliche Gefälle aufweisen, dann aber auch in Orten besonders starken Verkehrs hat sich der Mangel ausreichender   Sicherungsmassnahmen   oft in katastrophaler Weise   gerächt.   Die Erfahrung lehrt, dass die Betriebsbremse, als welche bei elektrischen Bahnen elektrisch wirkende Bremsen oder auch Luftbremsen in Gebrauch stehen, und die Notbremse, die gewöhnlich als Handbremse ausgebildet ist, im Augenblicke der Gefahr durchaus nicht immer genügen.

   Sei es, dass der   Wagenfiihrer infolge   des Ersehreckens den Kopf verliert oder dass seine durch den schweren Dienst begründete Übermüdung ihn nicht mehr zu weiterer Anspannung an Aufmerksamkeit und Kraft- 
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 bedarf, um alle Gefährdungen der Betriebssicherheit praktisch völlig auszuschliessen. 



   Der Gegenstand vorliegender Erfindung'ist nun eine Einrichtung, die beim Befahren stärkerer
Gefälle, beim Passieren sehr frequenter Verkehisstellen usw. den Wagen in der Art bremst, dass entweder die Betriebsbremse oder eine besondere Reservebremse selbsttätig elektromechanisch angestellt wird, wobei es belanglos ist, um welche Art von Bremse es sich handelt, da die Einrichtung die Steuerung jeder Backen-oder Bandbremse ebenso wie jeder Luftbremse mit dem gleichen Effekte bewirken kann. 



   Die Einrichtung besteht darin, dass der am Wagendach in   üblicher Art   angeordnete StromabnehmerS beiderseits mit   Hilfsbügeln.   E ausgestattet ist, die bei der betreffenden zu sichernden Stelle zur Anlage an in angemessener Länge ortsfest angebrachte   Schleifdrähte   F gelangen, wodurch der Reservebremsstromleitung B, die selbstredend verlässlich isoliert verlegt ist, Strom zugeführt und die automatische Bremsung durch elektromechanische Beeinflussung irgendwelcher Art der in Funktion zu setzenden Bremse A bewirkt wird.

   Ein Durchgehen des Wagens im Gefälle oder einer sonst als   gefährlich   zu erachtenden Fahrtstelle   wird dadurch unmöglich,   was eine Betriebssicherheit gewährleistet, die von einer vom Willen und Können des Führers unmittelbar abhängig gemachten Bremse niemals erreicht werden kann. 



   Die Schleifdrähte   F sind unschwer   anzuordnen. Sie können leicht neben der Oberleitungsführung L montiert werden. Es ist nicht unbedingt erforderlich, sie vom Betriebsstrom abzuzweigen ; es wird sich sogar fallweise empfehlen, sie von einem unabhängigen Stromkreise speisen zu lassen, was natur- 
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 Kraftkabel an vielen Orten ohne weiters dargeboten. 



   Um die Funkenbildung zwischen Schleifdraht   F und flilfsbügel   E bei dessen Abgleiten nach Passieren der Bremsstelle zu vermeiden, wird eine mechanische Ausschaltung vorgeschlagen, die aus einem durch sein Gewicht oder auch federnd nach abwärts gehaltenen einarmigen gebogenen Hebel H besteht, der mit seiner Krümmung ein wenig unter die Höhenlage des Schleifdrahtes F reicht, so dass er beim Vorüberziehen des Hilfsbügels   B   in die Höhe gedrückt wird, wodurch er die Stromzuführung zu dem Schleifdraht F durch Lösen des mit ihm gelenkig verbundenen Abreisskontaktes G unterbricht. 



   Die Hilfsbügel E sind doppelt vorgesehen, je einer zu jeder Seite des   Betriebsstrqmabnehmers jS,   um dadurch dem Umstande Rechnung zu tragen, dass die Bahnwagen bei Umkehrung der Fahrtrichtung nicht umgedreht werden, der Schleifdraht jedoch nur an einer Seite angebracht sein soll. 



   Es ist klar, dass bei durchlaufenden Luftbremsenleitungen auch mehrwagige Züge in der Art automatisch abgebremst werden   können.   wenn die Steuerung der Bremsanstellung durch elektromechanische 

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Einwirkung mit Hilfe der den Gegenstand vorliegender Erfindung bildenden Einrichtung erfolgt, die sohin auch bei Fembahnen in angemessener Art Anwendung finden kann, im übrigen auch bei solchen, die nicht elektrisch angetrieben sind, insofern an den Gefahrstellen lokale Stromkreise zur Verfügung stehen, die zur Betätigung der zeitweisen Bremsanstellung benutzt werden können. 



   Abb. 1 zeigt einen   Strassenbahnwagen   während der Anlage des Hilfsbügels am Schleifdraht, Abb. 2 ist die Ansicht des Wagens mit der   Hilfsbügeleinrichtung   in der Fahrtrichtung, Abb. 3 veranschaulicht die Anordnung des Schleifdrahtes neben den Oberleitungen. Abb. 4 stellt schematsch den Stromunter-   brechungsmechanismus für   die Bremsstromleitung vor. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur selbsttätigen Bremsung von Bahnwagen beim Befahren von Gefällen oder sonstigen gefährlichen Verkehrsstellen, dadurch gekennzeichnet, dass eine für die elektromechanische
Steuerung der betreffenden Bremse vorgesehene besondere Leitung (B) durch vorübergehendes Gleiten eines Hilfsstromabnehmers (E) an einem diesem Zwecke dienenden unter Strom stehenden, ortsfesten
Schleifdraht (F)   Stromschluss   erhält.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der durch den Schleifdraht (F) geleitete Bremsstrom vom Betriebsstrom abgezweigt ist.
    3. Einrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der durch den Sehleifdraht (F) geleitete Bremsstrom einer vom Betriebsstrom unabhängigen örtlichen Stromquelle entnommen wird.
    4. Einrichtung nach den Patentansprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Betriebsstromabnehmer (8) Hilfsbügel (E) trägt, von denen eine besondere Leitung (B) zu dem die selbsttätige Bremsung bewirkenden elektromeehanisehen Steuermechanismus (A) führt.
    5. Einrichtung nach Patentanspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Vermeidung der Funkenbildung zwischen Sehleifdraht (F) und Hilfsbügel (E) bei dessen Abgleiten nach Passieren der Bremsstelle eine mechanische Ausschaltung vorgesehen ist, die aus einem durch sein Gewicht oder auch federnd nach abwärts gehaltenen einarmigen gebogenen Hebel (H) besteht, der mit seiner Krümmung EMI2.1
AT90225D 1920-07-08 1920-07-08 Einrichtung zur selbsttätigen Bremsung von Bahnwagen beim Befahren von Gefällen oder sonst gefährlichen Verkehrsstellen. AT90225B (de)

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