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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Juli 1883 ab.
Eine elektromagnetische Schaltvorrichtung, welche darüber zu wachen hat, dafs in einer
Secundärbatterie eine innerhalb praktischer Grenzen constante elektromotorische Kraft herrsche,
findet Darstellung in Fig. 1. Darin sind C1 C1
... C9 Contactstücke bekannter Art, welche je mit einem Element oder mit mehreren in Verbindung
stehen (s. die Zeichnung). Ein Arm S sitzt drehbar auf einem Zapfen 53 und ist an
seiner Nabe ganz oder theilweise mit Sperrzähnen versehen. Wenn nun der eine Sperrklinke
B tragende Hebel A von den Elektromagneten MM (die so umwickelt sind, als es
der von der Secundärbatterie ausgehende Strom bedingt) angezogen wird, so stöfst seine Klinket?
gegen einen der Sperrzähne .S1 und es erfolgt dadurch ein Weiterschieben des Schaltarmes £
von einem der Contactstücke (z. B. C3) auf das nächstfolgende. In den von der Secundärbatterie
ausgehenden Strom ist noch ein zweiter Magnet NN, der mit einer einen gröfseren
Widerstand bietenden Drahtspule ausgerüstet ist, eingeschaltet. Der Anker K dieses Magnetes
wird so lange angezogen erhalten, als die elektromotorische Kraft constant bleibt.
Wird erwähnte Kraft aber schwächer, so löst sich K los, der Contact bei D D wird unterbrochen
und es durchfliefst den Magnet MM
ein so starker Strom, dafs ein Anziehen des Klinkenhebels A erfolgt und damit das Weiterrücken
des Armes S mit der Wirkung der Heranziehung eines oder mehrerer neuer Elemente. Infolge dessen nimmt das Potential
zu und der Magnet NN schliefst durch Wiederanziehen
seines Ankers K die Contactstücke D D von neuem an einander, woraufhin der Strom
durch den als Brücke dienenden Anker zu dem Punkt P des normalen Stromkreises fliefst, der
Magnet MM wegen des hergestellten kurzen Stromschlusses seinen Anker A wieder freigiebt
und dieser so für den nächsten Fall des Sinkens der elektromotorischen Kraft zur Functionirung
bereit gestellt wird. Der Anker K wird auf irgend eine bekannte Weise (mittelst
Feder, Gewicht oder dergleichen), je nach dem gewünschten Grade des Potentiales, adjustirt.
In Fällen, wo anstatt des Rückdrehens von Hand ein selbstthätiges Rückwärtsdrehen des
Armes 5 bei der Wiederladung der Batterien deshalb, um beim Neuanwachsen des Potentiales
der Elemente doch die Gleichmäfsigkeit des Stromes aufrecht zu erhalten, geboten erscheint,
wird ein aus einer Combination mehrerer Magnete und Sperrradmechanismen bestehendes
Instrument (s. Fig. 2) benutzt. Darin sind alle Theile, deren Analogon in der vorbeschriebenen
Vorrichtung je wiederkehrt, mit gleichen Buchstaben benannt worden wie zuvor; die zusätzlichen
Theile, welche als Duplicate der erwähnten auftreten, sind in diesem Falle mit dem entsprechenden Bezugsbuchstaben, aber
angefügtem Exponenten 2 bezeichnet, wie A" B*
u. s. w. Diese hinzugekommenen Theile bewirken die umgekehrte Bewegung des Armes £
beim Anwachsen des Potentiales über die gewünschte Gröfse hinaus.
P Λ T F. N T - A N S P R U CH:
Zur Contanterhaltung des von einer Secundärbatterie gelieferten Stromes eine entsprechende
Anzahl von Batterie-Elementen selbstthätig ein-
zuschalten bezw. auszuschalten mit Hülfe einer einfachen Schaltvorrichtung, Fig. i, bezw. einer
combinirten desgleichen, Fig. 2, welche gekennzeichnet
ist durch Anordnung zweier in den Ausgangsstrom eingeschalteter Elektromagnetgruppen,
deren eine NN in Fig. 1 bezw. NN
und N2 N* in Fig. 2 einen besonders grofsen
Widerstand bietet und bei Normalstromstärke ihren Anker K bezw. K2 bei D bezw. D2 Contatcschlufs
herstellen läfst, deren zweite MM bezw. M2 M"1 nur bei nicht normalmäfsiger
Stromstärke (in welchem Falle alsdann die Contacte D D bezw. D2 Z>2 der ersten Gruppe
unterbrochen sind) ihren Anker A bezw. Ä* anzieht und hierbei mittelst Schaltwerkes BS'
bezw. B2 S2 einen Schaltarm £ mit der Wir*
kung bewegt, dafs je nach der Abweichung der. elektromotorischen Kraft von der normalmäfsigen
eine Anzahl von Batterie-Elementen in die Leitung eingeschaltet bezw. ausgeschaltet wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.