DE270156C - - Google Patents

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DE270156C
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peeling
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mill
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Classifications

    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02C—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C11/00—Other auxiliary devices or accessories specially adapted for grain mills
    • B02C11/08—Cooling, heating, ventilating, conditioning with respect to temperature or water content

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Combined Means For Separation Of Solids (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
£270156-KLASSE 50 b. GRUPPE
FRITZ OSSBERGER in TH A L MASSING, Bayern.
Mühle mit angebautem Zentrifugalsichter. Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. März 1913 ab.
Den Gegenstand der Erfindung betrifft eine Schrotmühle mit Backmehlsicht er, welche zum Enthülsen (Abspelzen von Dinkel) und Schälen des Getreides eingerichtet ist. Schrotmühlen mit angebautem Mehlsichter sind bereits bekannt. Sie bezwecken, dem Landwirt die Möglichkeit zu geben, das für seinen Hausbedarf benötigte Mehl selbst zu bereiten. Für weitergehende Ansprüche, insbesondere zur
ίο Herstellung feineren Weizenmehls, sind diese Mühlen wenig geeignet. Will man dieser Aufgabe mit ihnen gerecht werden, so muß das Getreide vorher auf besonderen Maschinen aufbereitet und gereinigt werden. Eine derartige Reinigungseinrichtung würde jedoch die Hausmüllerei wesentlich verteuern und ihren wirtschaftlichen Wert in Frage stellen. Es besteht daher das Bedürfnis, eine Mühle zu schaffen, mit der sich die Vorbereitungsprozesse für die Feinmahlung ohne Zuhilfenahme weiterer Maschinen durchführen lassen. Diesem Bedürfnis entspricht die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Schrotmühle dadurch, daß sie zum Enthülsen von Hülsenfrüchten (Abspelzen von Dinkel), Schälen und Mehlsichten eingerichtet ist. Dies wird auf die folgende Weise erreicht:
Bekanntlich besteht die Zentrifugalsichtmaschine gewöhnlicher Bauart aus einem rotierenden Schlägerwerk und einem dieses umgebenden Hohltrommelrahmen, der mit Seidengaze bespannt ist. Das Mahlgut fällt auf der einen Seite in die Hohltrommel, wird vom Schlägerwerk gefaßt und an den Wänden der Trommel entlanggeführt, wobei das Mehl
' durch die aus Seidengaze gebildete Wand der Trommel hindurchgeblasen wird, während die gröberen Bestandteile an das andere Ende der Sichttrommel geführt und dort zur weiteren Verarbeitung abgenommen werden können.
In ähnlicher Weise kann das Schälen und Spitzen mit Hilfe eines rotierenden Flügels und einer diesen umgebenden Trommel bewirkt werden, wobei aber die Wand der Trommel, um das Getreide zu schälen, spitzen und polieren, mit einem das Getreide bürstenden und reibenden Mantel umgeben und ferner ein Gebläse angeordnet sein muß, um die Körner von gelösten Schalen, Spitzen und Staub zu trennen.
Für den Enthülsungsvorgang kann der rotierende Flügel ebenfalls dienen, indem er die von der Schrotmühle in der Hauptsache vollzogenen Lösung (z. B. der Spelzen von den Körnern bei Dinkel) vollendet und ferner in Verbindung mit einem geeigneten, siebförmigen Trommelmantel die Scheidung der Hülsen von den Körnern vollzieht, wobei die Körner durch die gelochte Trommelwand entweichen, während die Hülsen am Ende der Trommel über einen durch Gebläse erzeugten Windstrom, der die etwa noch mitgeführten, nicht enthülsten Früchte von der Spreu trennt, ins Freie gelangen.
Aus dem Geschilderten ergibt sich als Lösung der Aufgabe, die drei Arbeiten, Enthülsen, Schälen und Sichten, mit einer Maschine zu bewältigen, ein und dasselbe Schlägerwerk für diese drei Arbeiten zu benutzen und den Trommelmantel jeweils zur Enthülsungs-, Schäl- oder Sichtarbeit geeignet zu machen. Letzteres wird dadurch erreicht, daß man die Trommel nicht, wie bei vden bekannten Sicht- oder Schälmaschinen mit der Maschine durch Schrau-
ben fest verbindet, wobei deren Herausnahme erst durch Lösung dieser Schrauben und Zerlegung der Trommel in mehrere Teile möglich ist, sondern daß die Trommel in einem Stück, nach Art eines Schiebers in ihrer Längsrichtung aus der Maschine herausgezogen und durch eine andere ersetzt werden kann.
In den Figuren der Zeichnung ist eine Mühle dieser Art dargestellt.
ίο Fig. ι zeigt einen Längsschnitt durch die Maschine, Fig. 2 einen Schnitt durch das hintere Ende derselben, Fig. 2 a eine besondere Ausführungsform des Verteilbrettes. Fig. 3 stellt die schieberartig ausgebildete Hohltrommel perspektivisch dar. Fig. 4 und 5 zeigen zwei verschiedene Ausführungsarten für die Trommelwandung.
Die Anordnung ist bei dieser Mühle so getroffen, daß der Antrieb des Schlägerwerkes a an der Vorderseite der Mühle durch- Riementrieb b von der Hauptwelle der Schrot-
. , mühle aus erfolgt und die Trommel c nach hinten herausgezogen werden kann. Die Trommel c ist oben bei c1 offen ausgeführt; sie wird in Falzleisten d an der !Decke e des Kastengestells schieberartig geführt. Soll sie ausgetauscht werden, so hat man lediglich den Verschlußdeckel f am Kastenende zu entfernen. Die Auswechselung erfolgt dann durch Herausziehen der einen und Hineinschieben der anderen Trommel. Um das hinten aus der Trommel heraustretende Gut von Staub, Schalen, Hülsen und Kleie usw. zu reinigen, ist ein Gebläse k vorgesehen. Jede Trommel hat an ihrem hinteren Ende auf einem Teil ihrer Länge eine volle Blechwandung w, die auf der dem Gebläse entgegengesetzten Seite einen parallel oder bis 30 ° schräg zu den Mantellinien verlaufenden schmalen Schlitz h
4" besitzt, der auch durch eine entsprechende Lochreihe ersetzt sein kann. Aus diesem Schlitz fällt das Gut, über die gesamte Schlitzbreite verteilt, gegen ein Verteilbrett I, von dem es entgegen dem Gebläsewind in Richtung χ abzieht, wobei die leichteren Teile vom Wind in der Richtung y über den oberen Rand des Verteilbrettes mitgenommen werden. Um nun der verschiedenen Schwere der abzublasenden Teile beim Sichten, Schälen und Enthülsen Rechnung tragen zu können, ist der Rand des Verteilbrettes durch Einführung eines Schiebers m oder Ausbildung als Klappe I1 (Fig. 2a) nach oben und unten verstellbar gemacht. Die verschiedenen Arbeiten kann man dann mit der Maschine wie folgt vollziehen.
Beim Enthülsen bzw. Abspelzen wird die Trennung der Hülse vom Kern schon im Mühlenkörper vollzogen. Der eingesetzte Trommelmantel hat Siebform, etwa nach Fig. 4.
Die von den Hülsen gelösten Kerne werden vom Flügel α durch die Trommelwand s in den Kastenraum r getrieben, wogegen die Hülsen nach dem Trommelschlitz h gefördert und über das Verteilbrett I abgeblasen werden. Unenthülste Körner rollen dabei infolge ihrer Schwere am Verteilbrett / nach unten und können zur nochmaligen Aufgabe abgenommen werden. Zum Schälen wird ein Trommeleinsatz mit raspeiförmiger Wandung, etwa nach Fig. 5, eingeführt. Das Gut wird durch die weitgestellte Mühle gelassen, wobei bereits ein Teil der Schälarbeit vor sich geht. Die vom Mühlenkörper in das Flügelwerk gelangenden Körner werden an der Trommelwandung kräftig gerieben, so daß sich Schalen, Spitzen und Schmutz lösen. Letzterer wird durch die Öffnungen der Raspelwand in den Raum?· geblasen, Schalen, und Körner dagegen nach dem Austrittschlitz h am Trommelende und dem Verteilbrett I gefördert, woselbst die Schalen über den oberen Rand des Verteilbrettes, die gereinigten Körner aber nach unten abziehen und dort aufgefangen werden können.
Beim Mahlen findet der mit Sichtgaze bezogene Trommeleinsatz Verwendung.
Die in vorher beschriebener Weise von Hülsen, Schalen und Schmutz gereinigte Frucht wird bei enggestellter Mühle fein geschrotet. Das Schrotgut gelangt in das Flügelwerk, wobei das Mehl durch die Sichttrommel in den sauber gereinigten Raum r getrieben wird, Grieß und Kleie dagegen ziehen durch den Austrittschlitz nach dem Verteilbrett und von da ersterer nach unten, letztere über den oberen Rand des Verteilbrettes ab.
Mit dieser Maschine sind mithin die drei Arbeiten, Enthülsen, Schälen und Putzen sowie Backmehlbereiten, ohne Zuhilfenahme weiterer Maschinen möglich, wodurch sich eine hohe Wirtschaftlichkeit derselben ergibt. Es gestaltet sich mit ihr z. B. auch die Lohnmüllerei sehr einfach, da die Mühle fahrbar gemacht, leicht von Haus zu Haus gebracht werden kann und so der Transport des Getreides vom Kunden zum Müller erspart wird.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Mühle mit angebautem Zentrifugalsichter, dadurch gekennzeichnet, daß der Sichtflügel (a) durch Auswechselung des ihn umgebenden Trommelmantels (c) zum Schälen und Enthülsen (Abspelzen, Groben) benutzt wird, zum Zwecke, die drei Arbeiten, Enthülsen, Schälen und Mehlbereiten, mit ein und derselben Maschine vollziehen zu können.
2. Mühle nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die das Flügelwerk umgebende Trommel (c) oben offen und als Schieber ausgebildet ist, der an Führungsleisten (d) an der Decke (e) des Kasten-
gestelies der Mühle in seiner Längsrichtung hineingeschoben und herausgezogen werden kann.
3. Mühle nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Trommelrahmen (c) an seinem einen Ende eine volle Wandung (w) besitzt, die einen parallel oder bis zu 30 ° zu den Mantellinien geneigten Austrittschlitz oder eine entsprechende Lochreihe (h) hat, dem gegenüber ein unter dem Einfluß eines Gebläses stehendes Verteilbrett (I) angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE830146C (de) * 1950-06-25 1952-01-31 Mahlkuch Greif Werk Ernst Vorrichtung zum Mahlen, Zerkleinern und Sieben
EP3900833A1 (de) 2020-04-23 2021-10-27 Lehner Maschinenbau GmbH Vorrichtung zur entspelzung von spelzgetreide

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE830146C (de) * 1950-06-25 1952-01-31 Mahlkuch Greif Werk Ernst Vorrichtung zum Mahlen, Zerkleinern und Sieben
EP3900833A1 (de) 2020-04-23 2021-10-27 Lehner Maschinenbau GmbH Vorrichtung zur entspelzung von spelzgetreide
WO2021213915A1 (de) 2020-04-23 2021-10-28 Lehner Maschinenbau Gmbh Vorrichtung zur entspelzung von spelzgetreide

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