DE2674C - Apparat zum Zusammenpressen von Sohle und Oberleder bei Anfertigung von gekittetem Schuhwerk - Google Patents
Apparat zum Zusammenpressen von Sohle und Oberleder bei Anfertigung von gekittetem SchuhwerkInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D25/00—Devices for gluing shoe parts
- A43D25/06—Devices for gluing soles on shoe bottoms
Landscapes
- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
PATENTSCHRIFT
Klasse 71/C
TH. J. GIFFORD, TH. H. GIFFORD und N. P. GIFFORD in SALEM
(Massachusetts, V. S. A.).
A^Tparat zum Zusammenpressen von Sohle und Oberleder bei Anfertigung von gekittetem Schuhwerk.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. März 1878 ab.
Diese Erfindung bezieht sich auf die Fabrikation solcher Schuhwaaren, bei welchen die
Sohle mittelst Kitt oder irgend welchem Klebestoff mit dem Oberleder verbunden ist, welches
Verfahren vielfach bei der Fabrikation von Kinderschuhen zur Anwendung kommt. Bei Herstellung
dieser Art Schuhzeug mufs die Sohle unter beträchtlichem Druck gegen das auf dem
Leisten befindliche Oberleder geprefst werden, während der Leim oder sonstige Klebstoff hart
wird.
Bisher wurde eine Maschine angewendet, welche aus einer Anzahl elastischer Unterlagen für die
Sohlen bestand, welche auf einer starken Stütze ruhten, ferner aus einer entsprechenden Anzahl
Druckstangen oder Druckvorrichtungen, welche in der Weise angebracht waren, dafs sie auf die
Leisten mittelst eines vom Arbeiter bewegten Hebels oder Fufstritts herabdrückten. Um die
genügende Druckstärke zu erhalten, hat der Arbeiter seine gröfste Kraft anzuwenden, so dafs
die Maschine schwer zu handhaben ist und zur Bedienung einen kräftigen Arbeiter erforderlich
macht.
Vorliegende Erfindung hat nun den Zweck, zunächst einen Apparat für den oben angegebenen
Zweck zu schaffen, in welchem der Druck vollständig durch Wasser, comprimirte Luft oder
entsprechende andere Kraft, mit Ausschlufs der Muskelkraft, und zwar vorzugsweise aufwärts
gegen die . untere Fläche der Sohle ausgeübt wird.
Ferner hat die Erfindung den Zweck, ein verbessertes Hülfsmittel für den Druck auf die
obere Fläche des Leistens und das auf demselben befindliche Oberleder an die Hand zu
geben, entweder als Gegenhalt gegen den aufwärts gerichteten Druck oder als ein Mittel zur
Anwendung eines abwärts auf den Leisten gerichteten Drucks.
Zu diesem Zweck besteht die Erfindung im ganzen in einem Apparat, welcher aus einer
Unterlage oder Stütze für die Sohle und das aufgezwickte Oberleder; einer elastischen, nachgebenden
Scheidewand, welche diese Unterlage trägt; einem Raum unterhalb der genannten
Scheidewand, welcher eine Flüssigkeit oder com
primirte Luft aufzunehmen vermag, die die Scheidewand hebt und auf diese Weise einen
Druck auf die Sohle nach oben ausübt; und einer Vorrichtung zum Halten des Leistens und
Oberleders gegen den auf die Sohle ausgeübten, aufwärts gerichteten Druck zusammengesetzt ist.
In der beiliegenden Zeichnung, . auf welcher Fig. ι eine perspectivische Ansicht, Fig. 2 einen
Querschnitt und Fig. 3 einen Schnitt des auf auf einem Stift beweglich angebrachten Klobens
an. der Klammer darstellt, ist A die Basis des Apparates, welche mit einem Behälter B zur
Aufnahme von Wasser, comprimirter Luft oder dergleichen versehen ist. Dieser Raum B ist
mit. einem Einlafs- und einem Auslafsrohr C bezw. D versehen und mit einer elastischen
Scheidewand E überdeckt, die aus Gummi oder aus sonstiger zweckmäfsigen und nachgebenden
Masse besteht. Die Scheidewand ist an den Kanten zwischen die Rahmen a, al geklemmt,
welche durch Bolzen mit einander und mit einem Bodenstück a2 verbunden sind, so dafs der Rahmen
a' die Einfassung und α 2 den Boden des
Raumes B bildet. F ist die Unterlage für die Sohle und das auf den Leisten gebrachte Oberleder
eines Schuhs. Diese Unterlage wird hauptsächlich aus Gummi hergestellt und zeigt die
umgekehrte Formbildung der unteren Fläche der Sohle, so dafs letztere in allen Punkten genau
gegen die Unterlage pafst, wie Fig. 2 zeigt.. Die Unterlage F ist auf die Scheidewand befestigt,
welche die einzige Stütze für erstere bildet.
Die Unterlage F ist vorzugsweise auch mit einem nach unten vorspringenden Rand f versehen,
welcher auf der Scheidewand ruht und einen Zwischenraum mit todter Luft ί einschliefst,
welcher den mittleren Theil der Unterlage von der Scheidewand trennt, wie Fig. 2 zeigt.
Hzeigt die Schuhsohle, / den Leisten und_/
das auf demselben gehaltene Oberleder.
Der Leisten mit Sohle und Oberleder wird auf die Unterlage gestellt, nachdem die Sohle
durch Kitt mit dem Oberleder verbunden ist. Eine in senkrechter Richtung stellbare Klammer Z
von beliebiger Construction wird veranlafst, auf die obere Seite des Leistens und Obertheils derartig
zu drücken, dafs der Leisten mit dem
Oberleder gegen den nach oben gerichteten Druck festgehalten wird. Nun wird Wasser,
comprimirte Luft oder jedes sonst geeignete Mittel in die Kammer B getrieben, wodurch
die Scheidewand E gehoben und die Unterlage F
gegen die Sohle gedrückt wird, so dafs letztere fest gegen den Leisten mit Oberleder gehalten
wird und zwar so lange, bis der Kitt hart geworden ist.
Auf diese Weise kann ein sehr starker Druck auf die Sohle ausgeübt werden, ohne wesentliche
Anstrengung seitens des Arbeiters, besonders an Orten, wo Wasser unter höherem Druck vorhanden.
Wo dieser Vortheil nicht geboten ist, erreicht man durch eine Druckpumpe das gewünschte
Resultat besser und leichter, wie es bisher möglich war.
Durch Verdopplung oder Vervielfachung der beschriebenen Theile kann jede gewünschte Zahl
Schuhe zu gleicher Zeit in dem gewünschten Maafse geprefst werden.
Mittelst des Randes/, welcher die Unterlage F trägt, ist man im Stande, einen gröfseren Druck
auf den Rand, als auf die Mitte auszuüben, wodurch der wirksame Druck gegen die Kanten
der Sohle und des Oberleders erreicht wird.
Die Klammer Z, welche den Leisten und Schuh gegen den aufwärts gerichteten Druck
festhält, kann von beliebiger Construction sein. Auf beiliegender Zeichnung hat er die Form
eines Ellenbogens, welcher um die Axe M drehbar ist, die von einem senkrechten Ständer N
getragen wird, und an diesem senkrecht verstellbar ist. Auf diese Weise ist die Klammer
noch besonders in senkrechter Ebene beweglich.
Die beiden Enden der Klammer L sind so eingerichtet, dafs sie gegen den oberen Theil
des Leistens und das vordere Ende des über den'-Leisten gebrachten Oberleders liegen, wie
in Fig. ι :ünd 2 ersichtlich ist, und die zwischen
den beiden-Enden drehbar befestigte Klammer kann-'an/beiden Punkten auf Leisten von verschiedener
Form und G-röfse drücken.
Am besten'wird das vordere Ende der Klammer mit einem Kloben F versehen, welcher an
derselben mittelst eines Oehrs P1 drehbar befestigt
und an der unteren Fläche concav geformt ist. An diesem Kloben ist ein Bügel J?
befestigt, welcher aus einem Streifen Gummi oder anderer nachgiebiger Masse besteht und
an den beiden entgegengesetzten Seiten des Klobens festgeschraubt wird. So bildet die concave
Fläche des Klobens, wie die Zeichnung zeigt, innerhalb des Bügels Ji einen hohlen Raum.
Der Kloben P ist so angebracht, dafs er ein wenig verschoben werden kann, so dafs er sich
der Neigung der Oberfläche, auf welche er drückt, anschliefst; der hohle Raum des Klobens
verhindert eine Beschädigung des Schuh- Obertheils.
Die so construirte Klammer kann auch als ein Mittel zur Anbringung eines abwärts gerichteten
Drucks auf den Leisten angewendet werden.
Durch die Anwendung von Wasser oder sonstigen Mittels zur Ausübung des Drucks in der
beschriebenen Weise kann man eine gröfsere Sorte Schuhe, als bisher durch Kitt hergestellt
wurden, in gleicher Weise behandeln, weil die Druckfläche mit der zunehmenden Gröfse des
Schuhes zunimmt, ohne dafs eine Vermehrung der Kraft von Seite des Arbeiters erforderlich
ist, wogegen bei den alten Maschinen eine Vergröfserung des Schuhes auch eine entsprechende
Vermehrung der Kraft erheischt und hiermit einen complicirteren Mechanismus, um den gewünschten
Druck zu erzielen.
Claims (6)
- Patent-Ansprüche:ι . Ein Apparat, um Schuhsohlen an das Oberleder zu pressen, welcher im wesentlichen aus einer Unterlage oder Stütze für die Sohle, einer elastischen Scheidewand, welche diese Unterlage trägt, einem Wasser- bezw. Luftbehälter unter dieser Scheidewand und einer Vorrichtung zum Gegenhalten des Leistens und Oberleders gegen den aufwärts gerichteten Druck gegen die Sohle besteht, wie oben beschrieben und dargestellt.
- 2. Die elastische Scheidewand E mit der mit Rand / versehenen nachgebenden Unterlage, wie oben beschrieben.
- 3. Die Basis A mit dem Behälter B, der Scheidewand E, der Unterlage F und den Einlafs- und Auslafsröhren, wie oben beschrieben.
- 4. Die Basis A in der oben beschriebenen Construction mit einem senkrechten Ständer N, in Verbindung mit der stellbaren Vorrichtung L, welche gegen einen Leisten drückt, welcher von der Basis A gestützt wird, wie oben beschrieben.
- 5. Die Klammer L mit zwei drückenden Enden; drehbar befestigt an einer senkrecht und horizontal stellbaren Axe M und in einer hauptsächlich senkrechten Ebene beweglich, wie oben beschrieben.
- 6. Die Klammer L in Verbindung mit dem Kloben P mit concaver unterer Fläche und einem elastischen Bügel R, wie oben beschrieben.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2674C true DE2674C (de) |
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ID=281895
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT2674D Active DE2674C (de) | Apparat zum Zusammenpressen von Sohle und Oberleder bei Anfertigung von gekittetem Schuhwerk |
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| Country | Link |
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