DE404333C - Schuhpresse zum Aufkleben von Sohlen - Google Patents

Schuhpresse zum Aufkleben von Sohlen

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DE404333C
DE404333C DEB110206D DEB0110206D DE404333C DE 404333 C DE404333 C DE 404333C DE B110206 D DEB110206 D DE B110206D DE B0110206 D DEB0110206 D DE B0110206D DE 404333 C DE404333 C DE 404333C
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Germany
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shoe
sole
shoe press
pressure
press according
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Expired
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DEB110206D
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THEODOR BRECKLINGHAUS
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THEODOR BRECKLINGHAUS
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D25/00Devices for gluing shoe parts
    • A43D25/06Devices for gluing soles on shoe bottoms
    • A43D25/08Welt hold-down devices

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

  • Schuhpresse zum Aufkleben von Sohlen. Die Erfindung betrifft eine Schuhpresse zum Besohlen von Schuhen aller Art. Es ist bereits vorgeschlagen worden, Schuhe, Stiefel usw. durch Aufkleben mit Leder-, Gummi- oder anderen Sohlen zu versehen. Das Aufkleben hat gegenüber der üblichen Befestigung durch Nähen oder Aufnageln den `orteil, daß neben der Zeitersparnis eine Schwächung der Sohle vermieden werden kann. Die zum Aufkleben benutzten bekannten Vorrichtungen besitzen indessen den Nachteil, daß sie keine zuverlässige Verbindung der neuen Sohle mit dem Schuh ermöglichen.
  • Als Verbindungsmittel wird ein bekannter Klebstoff verwendet, der an sich geeignet ist, eine haltbare Befestigung herzustellen. Die Verbindung zwischen Sohle und Zwischensohle oder Oberleder ist aber erfahrungsgemäß nur dann eine dauerhafte, wenn sie unter Druck erfolgt, d. h. wenn die neue Sohle aufgepreßt wird. Mit den üblichen Pressen konnte man indessen immer nur einen Druck auf die Fläche der Schuhsohle ausüben, während erfahrungsgemäß von größter Wichtigkeit ist, daß der Rand der Sohle mit dem Rand der Schuhunterlage in enge und dichte Verbindung gebracht wird.
  • Es ist zwar schon vorgeschlagen worden, den Rand der aufzuklebenden Sohle durch eine Art Klammern oder ähnliche Mittel mit dem Rand des Schuhes zu verbinden, aber auch diese zum Teil sehr umständlich zu handhabenden Vorrichtungen haben kein zufriedenstellendes Ergebnis geliefert. Wird der Preßdruck nur stellenweise ausgeübt, so erfolgt auch die Verbindung nur an einigen Stellen. Durch das fortwährende Spielen der Sohle, das Eindringen von Fremdkörpern und Wasser in die Lücken wird die Zuverlässigkeit beseitigt. Wenn der Rand der neuen Sohle nicht überall fest auf dem Rand des Schuhes sitzt, so wird die Verbindung keine dauerhafte sein.
  • Die Erfindung betrifft daher," die Schuhpresse so einzurichten, daß der Preßdruck gleichmäßig auf den ganzen Rand des auf Leisten gespannten Schuhes mit gleich gutem Wirkungsgrad ausgeübt werden kann.
  • Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung veranschaulicht, und zeigt Abb. i eine schaubildliche Darstellung der Schuhpresse.
  • Abb.-> ist eine Stirnansicht der Darstellung nach Abb. i mit einem eingesetzten Schuh im Schnitt vor dem Bügel c.
  • Abb.3 zeigt in Einzeldarstellung ein Druckblech zum Aufeinanderpressen der Sohlenränder.
  • Hiernach besteht die neue Schuhpresse aus einem Rahmen a, z. B. aus Holz, dessen Leisten nach der Mitte zu oval vertieft sind, und der an seiner oberen Fläche mit einem Drahtnetz oder Spannetz b versehen ist. Dieser Rahmen a bildet mit dem Drahtnetz b eine sich nach der Mitte etwas senkende, siebartige Fläche aus kräftigem Drahtgewebe, die sich der Form der Schuhsohle anpassen kann. Um die Längsleisten des Rahmens a greift ein Bügel c, der naturgemäß auch in anderer Weise an dem Rahmen befestigt sein kann. Die nach oben stehenden freien Enden des Bügels c sind auf einem Teil ihrer Länge mit Schraubengewinde versehen zum Aufschrauben von Flügelschrauben e, die einen Querriegel d nach unten drücken sollen. Um die Sohle auf den Schuh zu pressen, wird dieser in üblicher Weise auf einen festen Leisten gespannt, mit dem er nach dem Auflegen der Sohle zwischen Querriegel d und Drahtgewebe b eingespannt wird.
  • Bei dieser Handhabung werden sich indessen erfahrungsgemäß die Ränder der neuen Sohle mit der vorhandenen Schuhsohle nicht dichtend verbinden, weil letztere stets die Möglichkeit haben, nach oben auszuweichen.
  • Der Erfindung gemäß werden deshalb zwischen den Riegel d und die Unterlage b Druckbleche f eingesetzt, deren Krümmung und Form den Umrissen der Schuhsohle angepaßt sind und an anderer Stelle umgebördelte Flansche h bilden, welche, in den Spalt zwischen Oberleder und Zwischensohle oder über die Sohlennaht eingreifend, einen kräftigen Druck auf die miteinander zu verbindenden Sohlenränder ausüben können.
  • Die beiden Bleche f können den Umrissen des Schuhes durch Biegung angepaßt werden und sind mit Löchern oder Schlitzen i versehen, durch die eine Strebe g ragt, die sie miteinander verbindet und zusammenhält. Die Verschraubung der Strebe g kann beliebig geändert werden und läßt sich der Abstand der Bleche der Breite des Schuhes anpassen. Wie aus der Darstellung nach Abb. i und 3 ersichtlich ist, sind die Bleche sowohl nahe dem .oberen Rande als auch nahe dem unteren Rande mit solchen Schlitzen oder öffnungen i für die Verbindungsstrebe g versehen. Dadurch ist es ermöglicht, dieselben Bleche sowohl für linke als auch für rechte Schuhe zu verwenden. Man hat die beiden nicht gleich geformten Bleche dann einfach umzukehren und die Strebe in die nunmehr oben liegenden öffnungen i einzusetzen.
  • Die Verbindung der Bleche sowie die Anordnung des Druckbügels d kann naturgemäß beliebig geändert werden. Ebenso können die Bleche auch als gelochte Bleche ausgebildet sein, um das Gewicht auf das notwendige Maß zu beschränken.
  • Im Ausführungsbeispiel sind für beide Seiten getrennte Bleche vorgesehen, die durch die Strebe g zusammengehalten werden. Selbstverständlich können die Bleche auch an der Spitze oder vorn in beliebiger passender Weise miteinander verbunden sein, beispielsweise durch ein Scharnier , oder eine Gliederkette o. dgl. Es ist wesentlich, daß die Druckbleche f so ausgebildet sind, daß sie sich der Form der Sohle etwas anpassen lassen und möglichst dieselben Bleche für Schuhe abweichender Größe Verwendung finden können.
  • Für Damen- oder Kinderschuhe kann man gewünschtenfalls eine kleinere Ausführungsform auf derselben Presse benutzen.
  • Die Handhabung der neuen Presse ergibt sich aus der vorhergehenden Beschreibung. Nach dem Einsetzen des auf Leisten gezogenen Schuhes und der Druckbleche f wird der Querriegel d mit Hilfe der Flügelschrauben e fest auf die Netzunterlage b gedrückt, wobei der Riegel die Ränder des Schuhes fest zusammenpreßt. Gleichzeitig aber verteilt sich der Druck durch die Einzeldrähte des Netzes über die ganze Breite der Schuhsohle. Das Netz wird sich nachgiebig nach unten entsprechend der aufgewendeten Kraft etwas senken und eine Gegenkraft auf die ganze Schuhsohle ausüben, so daß auch über die ganze Fläche hinaus eine ständige Pressung auf die Sohle stattfindet. Nach angemessener Zeit wird der Riegel gelöst, der Schuh wird herausgenommen, die Druckbleche werden umgekehrt, wobei man die Strebe g auswechseln kann, um in gleicher Weise nun auch den anderen Schuh mit einer Sohle zu versehen. Es bedarf kaum der Erwähnung, daß, ohne vom Prinzip abzuweichen, Einzelheiten der Vorrichtung abgeändert werden können. Man kann sowohl die Strebe g als auch den Riegel d der Form des Schuhes anpassen. Gewünschtenfalls kann auch der Rahmen, der im Ausführungsbeispiel aus Holz gedacht ist, aus Eisen hergestellt sein, wobei indessen festzustellen ist, daß sich.ein Holzrahmen und ein Holzhügel d als praktischer erwiesen haben, weil sie geeignet sind, der Druckwirkung eine gewisse Elastizität zu geben, die insoweit erwünscht ist, als sich das Bett der Form der Schuhsohle gut anschmiegen kann.
  • Die gleiche Presse kann auch zur Verbindung beliebiger anderer Gegenstände mit Unterlagen aus Leder, Filz o. dgl. dienen, wenn die Form der Druckbleche entsprechend geändert wird.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schuhpresse zum Aufkleben der Sohle unter gleichzeitiger Anwendung eines starken Druckes, gekennzeichnet durch einen den Umrissen des Schuhes angepaßten starren Rahmen (f-f), welcher den Preßdruck auf den Rand des auf Leisten gespannten Schuhes und eine nachgiebige Flächenunterlage überträgt.
  2. 2. Schuhpresse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der in üblicher Weise auf Leisten gespannte Schuh mit der aufzuklebenden Sohle auf eine Drahtgewebeunterlage gepreßt wird und der Querriegel den Druck nicht unmittelbar auf den Schuh, sondern durch senkrecht stehende, den Umrissen des Schuhes und der Sohle angepaßte Seitenbleche (f) auf die Ränder der zu verbindenden Teile ausübt.
  3. 3. Schuhpresse nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützbleche für beide Schuhseiten, die den Umrissen des Schuhes entsprechend geformt sind, an den oberen und unteren Rändern mit umgebördelten Flanschen versehen und so eingerichtet sind, daß durch Umkehren dieselben Stützbleche für linke und rechte Schuhe verwendet werden.
  4. Schuhpresse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützbleche durch einen Querriegel (g) zusammengehalten werden.
  5. 5. Schuhpresse nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die Bleche durch ein Scharnier o. dgl. an der Spitze miteinander verbunden sind.
DEB110206D Schuhpresse zum Aufkleben von Sohlen Expired DE404333C (de)

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