DE2633508C2 - Fortimicin C, Verfahren zu seiner Herstellung und Arzneimittel - Google Patents
Fortimicin C, Verfahren zu seiner Herstellung und ArzneimittelInfo
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- DE2633508C2 DE2633508C2 DE2633508A DE2633508A DE2633508C2 DE 2633508 C2 DE2633508 C2 DE 2633508C2 DE 2633508 A DE2633508 A DE 2633508A DE 2633508 A DE2633508 A DE 2633508A DE 2633508 C2 DE2633508 C2 DE 2633508C2
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Description
CH2-NH-CO-NH2
und dessen Salze mit Säuren.
2» 2. Verfahren zur Herstellung der Verbindung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man
Mlcromonospora ollvoasterospora ATCC 21819, Micromonospora olivoasterospora ATCC 31009 oder Mlcromonospora
ollvoasterospora ATCC Nr. 31010 oder eine aus diesen Stammen durch ein übliches Mutationsverfahren
erhaltene Mutante In üblicher Welse in einem Nährmedium, das assimilierbare Kohlenstoff- und
Stickstoffquellen enthält, unter aeroben Bedingungen züchtet und anschließend das entstandene Antibiotics
kum nach üblichen Methoden aus der Gärflüssigkeit abtrennt und gegebenenfalls durch Umsetzen mit einer
Säure In ein Salz überführt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Züchtung bei Temperaturen von 25
bis 40° C während 2 bis 15 Tagen bei etwa neutralem pH-Wert durchführt.
4. Arzneimittel mit antiblotlscher Wirkung, enthaltend Fortimicin C oder dessen Salze mit Säuren.
Die Erfindung betrifft das als Γ >rtimlcln C bezeichnete Antibiotikum der Formel
CH3
CH-NH2 NH2 OH
NH2 HO N-CH3
?! 45 co
I I
ψ
CH2-NH-CO-NH2
U 50 und dessen Salze mit Säuren. Die Salze können sich von anorganischen oder organischen Säuren ableiten.
ft Spezielle Beispiele fur die zur Salzbildung verwendeten Säuren sind Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Jodwasser-
p. stoffsäure, Schwefelsäure, Sulfamlnsäure, Phosphorsäure, Maleinsäure, Essigsäure. Citronensäure, Oxalsäure.
J| Bernsteinsäure, Benzoesäure, Weinsäure, Fumarsäure, Apfelsäure, Mandelsäure und Ascorbinsäure.
^ Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung von Fortimicin C und dessen Salzen mit Säuren.
i:; ^ das dadurch gekennzeichnet Ist, daß man Mlcromonospora olivoasterospora MK-70 (FERM-P Nr. 1560; ATCC
[(; 21819), Mlcromonospora olivoasterospora MK-80 (FERM-P Nr. 2192; ATCC Nr. 31010) oder Mlcromonospora
Ij ollvoasterospora Mm 744 (FERM-P Nr. 2193; ATCC Nr. 31009) oder eine aus diesen Stämmen durch ein ObIl-
'£; ches Mutationsverfahren erhaltene Mutante in üblicher Welse In einem Nährmedium, das assimilierbare
S; Kohlenstoff- und Stickstoffquellen enthält, unter aeroben Bedingungen züchtet und anschließend das ent-
"λ wi siandene Antibiotikum nach üblichen Methoden aus der Gärflüsslgkelt abtrennt und gegebenenfalls durch
; Umsetzen mit einer Säure in ein Salz überführt.
?.■' Diese Stämme wurden bei der American Type Culture Collection, Rockvllle, Maryland, V.St.A. und beim
Fermentation Research Institute, Agency of Industrial Science and Technology, Tokyo, Japan hinterlegt. Die
Hinterlegung bei der American Type Culture Collection erfolgte ohne Beschränkungen. Die Stämme slnii somit
65 der Öffentlichkeit unbeschränkt zugänglich. Die morphologischen Elgsnschaften dieser Stämme sind In der
ι' US-PS 39 31 400 und den DE-OS 24 18 349 und 24 35 160 beschrieben.
Ebenso wie andere Stamme von Actinomyceten können die für das erflndungsgemäße Verfahren eingesetzten
Mikroorganismen durch mutagene Mittel, wie UV-Licht, Bestrahlung mit Cos0. Röntgenstrahlen und den
verschiedensten mutagenen chemischen Verbindungen mutiert werden. Alle Stämme und Mutanten, die die
Fähigkeit zur Bildung von Fortimicin C besitzen, können für das erfindungsgemäße Verfahren verwendet
werden.
Im allgemeinen können im erfindungsgemäßen Verfahren die Qblichen Verfahren zur Züchtung von Actinomyceten
verwendet werden. Für das Nährmedium können die verschiedensten Nährstoffe eingesetzt werden.
Geeignete Kohlenstoffqueüen sind beispielsweise Glucose, Stärke, Mannose, Fructose, Sucrose und Melassen
und deren Gemische. Ferner können z. B. Kohlenwasserstoffe, Alkohole und organische Säuren verwendet
wenden, je nach der VerwertungsfählgkeU des eingesetzten Mikroorganismus. Anorganische und organische
Stickstoffqufcüen, wie Ammoniumchlorid, Ammoniumsulfat, Harnstoff, Ammoniumnitrat und Natriumnitrat,
sowie natürliche StickstoffqueHen, wie Pepton, Fleischextrakt, Hefeextrakt, Trockenhefe, Maisquellwasser, ■«
Sojabohnenmehl, Casaminosäure und lösliche pflanzliche Proteine können entweder allein oder im Gemisch
verwendet wenden. Ferner können anorganische Salze, wie Natriumchlorid, Kaliumchlorid, Calciumcarbonat
und Phosphate, dem Nährmedium zugesetzt werden.
Schließlich können organische oder anorganische Verbindungen dem Nährmedium zugesetzt werden, welche
das Wachstum des Mikroorganismus und. die Bildung von Fortimicin C fördern. '5
Im erfindungsgemäßen Verfahren wird vorzugsweise ein flüssiger Nährboden eingesetzt und das Verfahren als
Submersverfahren und unter Rühren durchgeführt. Vorzugsweise wird die Züchtung bei Temperaturen von 25
bis 400C und bei annähernd neutralem pH-Wert durchgeführt. Nach etwa 2- bis 15tägiger Züchtung hat sich in
der Gärbrühe eine ausreichende Menge des Antibiotikums gebildet. Sobald die Ausbeute an Fortimicin C in der
Gärbrühe ein Maximum erreicht hat, wird die Züchtung abgebrochen, die Zellmasse von der Kulturfiüssigkeit
abgetrennt und das Antibiotikum aus dem Flltrat isoliert und gereinigt. Die isolierung und Reinigvng von Fortimicin
C aus dem Filtrat wird nach übliCiien Methoden zur Isolierung und Reinigung von mlkrobieilen Stoffwechselprodukten
aus Gärfiüssigkeiten durchgeführt. Da Fortimicin C eine Base darstellt und in Wasser löslich,
jedoch in üblichen organischen Lösungsmitteln schlecht löslich Ist, kann das Antibiotikum nach üblichen
Methoden zur Reinigung sogenannter wasserlöslicher basischer Antibiotika gereinigt werden. Die Reinigung von
Fortimicin C kann insbesondere durch eine geeignete Kombination von Adsorption und Desorption an Katlonenharzaustauschern,
Säulenchromatographie an Cellulose, Adsorption und Desorption an Sephadex® LH-20
und Chromatographie an Kieselgel erfolgen.
Beispielsweise wird das zellfreie Kulturfllirat zunächst auf einen pH-Wert von 7,5 eingestellt und hierauf an
einem Kationenharzaustauscher in der Ammoniumform adsorbiert. Nach dem Waschen mit Wasser wird mit w
0,5 η wäßriger Ammoniaklösung eluiert. Die aktiven Fraktionen werden vereinigt und unter vermindertem
Druck eingedampft und hierauf auf eine Säule eines Anionenharzaustauschers in der OH"-Form gegeben. Die
beim Eluleren mit Wasser erhaltenen aktiven Fraktionen werden vereinigt und unter verminderten Druck eingedampft.
Man erhält ein pulverförmiges Rohrprodukt, das In Wasser gelöst und mit 2 η-Schwefelsäure auf einen
pH-Wert von 5,0 eingestellt wird. Die Lösung wird auf eine mit Aktivkohle gefüllte Säule gegeben. Das Fortimicln
C wird an der Aktivkohle adsorbiert. Verunreinigungen werden durch Waschen der Säule mit Wasser
abgetrennt. Sodann wird die Säule mit 0,2 η-Schwefelsäure eluiert. Die aktiven Fraktioner, werden vereinigt und
zur Neutralisation auf eine Säule eines Anionenharzaustauschers in der OH~-Form gegeben. Die ablaufende
Flüssigke't wird gefriergetrocknet. Es wird die freie Base in Form eines Komplexes der aktiven Komponenten
erhalten.
Das erhaltene rohe Pulver wird sodann an Kieselgel Chromatographien. Als Entwicklungslösungsmittel wird
die untere Schicht eines Gemisches von Chloroform, Isopropancl und wäßriger Ammoniaklösung (2:1:1)
verwendet. Das rohe Pulver wird In dem Lösungsmittel suspendiert und auf die Säule gegeben. Die Entwicklung
wird mit dem gleichen Lösungsmittel bei einer Strömungsgeschwindigkeit von etwa 30 ml/.Std. durchgeführt.
Zu Beginn wird eine aktiv*· Fraktion eluiert, die Fortimicin B enthält. Nach dem Eluieren mehrerer in
Spuren vorliegender Komponenten wird In großen aktiven Fraktionen eine Fraktion eluiert, die Fortimicin A
enthält. Danach wird die Eluierung fortgesetzt und in den nächsten großen aktiven Fraktionen das Fortimicin C
eluiert.
Die Fortimicin C enthaltenden aktiven Fraktionen werden vereinigt und unter vermindertem Druck eingedampft.
Das Konzentrat wird gefriergetrocknet. Man erhält ein weißes Pulver, das die freie Base von Forti- 5"
niicin C darstellt. Das erhaltene Präparat von Fortimicin C ist verhältnismäßig rein. Bisweilen ist das Präparat
verunreinigt. In diesem Fall wird das Präparat an Cellulose Chromatographien. A!s Entwicklungslösungsmittel
wird ein Gemisch von n-Butanol, Pyrldin, Essigsäure unc Wusssr (6:4:2:4) verwendet. Die beim Eluieren
erhaltenen aktiven Fraktionen werden vereinigt und unter vermindertem Druck eingedampft. Man erhält ein
gereinigtes Präparat von Fortimicin C. -
Sofern die Verunreinigung eine Substanz ist. die eine positive Nlnhydrln-Reaktlon ergibt, kann die Reinigung
auch an Carboxymethylcellulose erfolgen. In diese Fall wird eine Lösung des rohen Pulvers auf eine mit
Carboxymethylcellulose in der Ammuniumform gefüllte Säule gegeben. DIp aktiven Verbindungen werden an
der Carboxymethylcellulose adsorbiert. Sodann wird die Säule zur Abtrennung des größten Teils der Pigmente
und der anorganischen Salze gründlich mit Wasser gewaschen. Hierauf wird die Säule mit 0,2 η wäßriger W)
Ammoniumbicarbonatlösung eluiert.
Die Fortimicin C enthaltenden Fraktionen werden vereinigt und gefriergetrocknet. Es wird ein gereinigtes
Fortimicin C Präparat erhalten.
Während der vorstehend beschriebenen Reinigungsverfahren werden dir Fraktionen durch aufsteigende
PnpicTchromiitogruphic an Filterpapier Whatman Nr. S untersucht. Als Laufmir.tel wird die untere Schicht eines ('5
Gemisches von Chloroform. Methanol und I7prozentlger wäßriger Ammoniaklösung (1:1:1) verwendet. Die
Entwicklung wird 6 bis 15 Stunden bei Raumtemperatur durchgeführt. Der Rf-Wert für Fortimicin Im Papierehromalogramm
beträgt etwa 0,18.
Fortimicin C 1st als freie Base ein weißes, basisch reagierendes Pulver, das 44,84% Kohlenstoff, 8,19% Wasserstoff,
17,36% Stickstoff und 29.61% Sauerstoff enthält. Die Verbindung hat die Summenformel CHi.N.O,. Das
Molekulargewicht, berechnet durch Massenspektroskopie In hoher Auflösung, beträgt 448. Somit beträgt der
theoretische Gehalt an Kohlenstoff 44,62%, an Wasserstoff 8.32%, an Stickstoff 17,34% und an Sauerstoff
29,72%. Fortimicin C schmilzt bei 160" C unter Zersetzung.
Das UV-Absorptlonsspektrum einer wäßrigen Lösung von Fortimicin C zeigt keine charakteristischen Maxima
Im Spektralbereich von 220 bis 360 ηιμ und lediglich eine Endadsorption.
Die freie Base des Fortimicin C hat folgenden optischen Drehwert: (ar]# = + 84° (c = 0,l, HjO).
In Flg. 1 Ist das Ultrarot-Absorptlonsspektrum von Fortimicin C als Kallumbromld-Preßllng wiedergegeben.
Fortimicin C zeigt Absorptlonsmaxlma bei folgenden Wellenzahlen (cm'1):
,1400, 2900. 1625, 1570, 1450, 1350. 1100 und 1030.
Flg. 2 zeigt das PMR-Spektrum von Fortimicin C-hydrochlorld (DjO-Lösung), wobei die chemischen
!> Verschiebungen In ppm (6) feldabwärts von Tetramethylsllan als äußerem Standard angegeben sind.
Fig. 3 zeigt das CMR-Spcktrum von Fortimicin C-hydrochlorld (DjO-Lösung), wobei die chemischen
Verschiebungen In ppm feldabwärts von Tetramethylsllan angegeben sind, jedoch gemessen wurden vom Inter-
C. A 1 Πι £T Λ M
Aufgrund der Analysen hat Fortimicin C die vorstehend angegebene Formel.
Fortimicin C ergibt eine positive Nlnhydrln-Reaktlon und Kaliumpermanganat-Reaktlon, sowie eine negative
Fortimicin C ergibt eine positive Nlnhydrln-Reaktlon und Kaliumpermanganat-Reaktlon, sowie eine negative
Elson-Morgan- und Bluret-Reaktlon.
Die freie Base des Fortimicin C Ist in Wasser gut löslich, In Methanol löslich. In Äthanol und Aceton mäßig
Die freie Base des Fortimicin C Ist in Wasser gut löslich, In Methanol löslich. In Äthanol und Aceton mäßig
löslich und in organischen Lösungsmitteln, wie Chloroform, Benzol, Äthylacetat, Butylacetat, Dläthyläther,
Butanol, Petrcläther und η-Hexan unlöslich.
Die Rf-Werte von Fortimicin C bei der Papierchromatographie und Dünnschichtchromatographie mit den verschiedensten Entwicklungslösungsmitteln sind In den Tabellen 1, II und III zusammengefaOt. Diese Werte wurden mit den Rf-Werten verschiedener ahnlicher Antibiotika vergehen, die In ähnlicher Welse entwickelt wurden.
Die Rf-Werte von Fortimicin C bei der Papierchromatographie und Dünnschichtchromatographie mit den verschiedensten Entwicklungslösungsmitteln sind In den Tabellen 1, II und III zusammengefaOt. Diese Werte wurden mit den Rf-Werten verschiedener ahnlicher Antibiotika vergehen, die In ähnlicher Welse entwickelt wurden.
W Tabelle I
R/-Werte von Fortimicin C im aufsteigenden
Papierchromatogramm bei 28° C
Papierchromatogramm bei 28° C
Entwicklungslösungsmittel R/^Wert Entwicklungs
dauer, Std.
20gewichtsprozentige 0,96 3
Ammoniumchloridlösung
wassergesättigtes n-Butanol 0,00 15
n-Butanol-Essigsäure-Wasser 0,06 15
(3:1:1)
(3:1:1)
wassergesättigtes Äthylacetat 0,00 4
wassergesättigtes n-Butanol 0,04 15
mit 2 Gew.-% p-Toluolsulfonsäure und 2 Vol-%
-0 Piperidin
mit 2 Gew.-% p-Toluolsulfonsäure und 2 Vol-%
-0 Piperidin
R^-Werte von Fortimicin C, Gentamicinkomplex,
Gentamicin C\a und Sisomicin bei der Dünnschicht
chromatographie an Kieselgel; entwickelt bei
Raumtemperatur während 3 Stunden
Raumtemperatur während 3 Stunden
| Entwickler·) | Antibiotikum | Ry-Wert |
| I | Fortimicin C | 0,74 |
| I | Gentamicin Komplex | 0,71 |
| I | Gentamicin Ci„ | 0,71 |
| I | Sisomicin | 0,71 |
| II | Fortmicin C | 0,40 |
| Π | Gentamicin Komplex | 0,06-0,16 |
Fortsetzung
Il Gentamicin C|„ 0,16
II Sisomicin 0,18
·) Entwickler I: Die obere Schichl eines Gemisches von Chloroform, Methanol und 17pro/enliger wäßriger
Ammoniaklösung (Volumverhältnis 2:1 : U
Entwickler II: lüpro/.entigeAmmoniumacetallösungundMethanol (Volumverhältnis 1:1)
Ry-Werte bekannter Antibiotika bei der aufsteigenden
Papierchromatographie unter Verwendung der unteren Schicht des Gemisches von Chloroform, Methanol
üiiu ι / proZcfiiigcr "vVäungcF /ΛίΤΊΓΓιοΠίάΚιο5*ύΠβ ν vöiüiTiverhältnis
2 : 1 : 1) als Entwicklungslösungsmittel, entwickelt bei Raumtemperatur während 12 Stunden.
Antibiotikum Ry-Wert
Streptomycin A Ü,U2
Streptomycin B 0,00
Bluensomycin 0,01
Ribostamycin 0,00
Lividomycin A 0,00
Lividomycin B . 0,03
Lividomycin D 0,02
Spectinomycin 0,45
Kasugamycin 0,01
uuuiusiii η
Butirosin B 0,01
Hygromycin B 0,02
Gentamicin A 0,00
Gentamicin B 0,00
Gentamicin Ci0 0,18
Gentamicin C, 0,59
Gentamicin C2 0,38
Sisomicin 0,18
Neomycin A 0,00
Neomycin B 0,03
Antibiotikum Nr. 460 0,01
Neomycin C 0,00
Kanamycin A 0,02
Kanamycin B 0,01
Kanamycin C 0,02
Paromomycin 0,00
Mebramycin Komplex 0,01
Tobramycin 0,02
Apramycin 0,02
Mebramycin Faktor 4 0,01
Mebramycin Faktor 5 0,00
Myomycin 0,00
XK-62-2 0,49
Fortsetzung
Antibiotikum
Fortimicin B 0,65
Fortimicin A 0,37
Fortimicin C 0,18
Das antibakterielle Spektrum von Fortimicin C gegenüber verschiedenen Mikroorganismen wird In üblicher
Weise nach der Agar-Verdünnungsmethode beim pH-Wert 8 bestimmt. Die Ergebnisse sind In Tabelle IV
zusammengefaßt.
Mikroorganismus minimale Hemm
konzentration, y/ml
2" Bacillus subtilis Nr. 10707 0,16
Staphylococcus aureus ATCC 6538P 0,33
Klebsiella pneumoniae ATCC 10031 0,66
:5 Escherichia coli ATCC 26 1,3
Escherichia coli KY 8327 1,3
: (Resistent gegenüber Kanamycin,
■ Gentamicin und Tobramycin)
•a l" Pseudomonas aeruginosa BMH Nr. 1 5
% Pseudomonas aeruginosa KY 8510 5
,α (Resistent gegenüber Kanamycin,
[;■ Kanamycin B, Tobramycin, Genta-
'n 35 micin Ci0 und Ribostamycin)
|i Shigella sonnei ATCC 9290 2,6
'f\ Salmonella typhosa ATCC 9992 0,66
ΐ 40 Aus Tabelle IV ist ersichtlich, daß Fortimicin C eine starke antibakterielle Aktivität gegenüber den ver-
Li schiedensten gram-positiven und gram-negativen Keimen sowie auch gegenüber bestimmten Stammen von
rH Escherichia coil besitzt, die gegenüber Kanamycin, Gentamicin und Tobramycin resistent sind.
jsj Fortimicin C ist ein neues Antibiotikum. Als wasserlösliche basische Antibiotika, die durch Mikroorganismen
|ί der Gattung Mlcromonospora erzeugt werden, und die ein breites antibakterielles Wlrkungsspektrurn besitzen.
is 45 sind beispielsweise folgende Verbindungen bekannt:
H Gentamicin-Komplex, M. J. Weinstein u. Mitarb., Antimicrobial
jS Agents and Chemotherapy, 1963. 1; D. J. Cooper u. Mitarb.,
■; J. Infect. DIs., Bd. 119 (1969). S. 342 und J. A. Waltz u. Mitarb., Antlmlcrob. Ag. Chemoth., Bd. 2 (1972).
\\ S. 464.
|j «> Antibiotikum Nr. 460, JP-AS 16 153/71.
H Sisomicin, M. J. Weinstein u. Mitarb., J. Antibiotics, Bd. 23, (1970). S. 551, 555 und 559.
Ü Fortimicin B, US-PS 39 31 400 und DE-OS 24 18 349.
i Fortimicin A. DE-OS 24 35 160.
S Aus Tabelle III Ist ersichtlich, daß die Komponenten des Gentamicin-Komplexes Gentamicin A, Gentamicin
i 55 B, C2 und Ci Rf-Werte bei der Papierchromatographie von 0.00. 0,00. 0,38 bzw. 0,59 zeigen. Im gleichen
Paplerchrornatogramm beträgt der Rf-Wert für Fortimicin C 0,18. Fortimicin C zeigt den gleichen Rf-Wert wie
Gentamicin C1,,, jedoch ist der Rf-Wert bei der Dünnschichtchromatographie an Kieselgel (vgl. Tabelle II) mit
dem Entwickler II verschieden vom Rf-Wert des Gentamicin Ci0. Fortimicin C unterscheidet sich von Antibiotikum
Nr. 460, XK-62-2 und Fortimicin B hinsichtlich seines Rf-Wertes. Sisomicin hat bei der Papler-60
Chromatographie ebenfalls einen Rf-Wert von 0,18, bei der Dünnschichtchromatographie an Kieselgel mit dem
Entwickler II jedoch einen deutlich verschiedenen Rf-Wert.
Fortimicin C als Breitspektrum-Antiblotikum unterscheidet sich von den anderen wasserlöslichen basischen
Breltspektrum-Antiblotika, die durch Actinomyceten gebildet werden, wie Streptomycin, Ribostamycin,
Lividomycin, Spectlnomycin, Kasugamlcin, Neomycin, Kanamycin, Nebramycin und Parcmomycln.
65 Die Beispieie erläutern die Erfindung.
Beispiel I
Mlcromonospora ollvoasterospora MK-70 (ATCC Nr. 21819; FERM-P Nr. 1560) wird als ElnsatzsUimm In
einem ersten VorkuHurmcdlum gezüchtet, das 2 Gewichtsprozent Glucose, 0,5 Gewichtsprozent Pcpton, 0,5
Gewichtsprozent llcfecxtnikt und 0.1 Gewlchtspro/cnt Culclumciirboruii cnthillt. Das Nührmcdlum vurdc vor "■
der Sterilisation auf einen pH-Wert von 7,5 eingestellt. Eine Platinösc des Elnsaaisiammcs v.lrd in IO ml des
Vorkulturmedlums in einem 50 ml fassenden großen Reagensglas übcrlmplt. Die Züchtung wird 5 Tage bei
.10 C unter Schütteln durchgeführt. Sodann werden 10 ml der ersten Vorkultur In 30 ml eines zweiten Vorkulturmedlums
in einem 250 ml fassenden Er'.enmeyerkolben überimpft. Die Zusammensetzung des zweiten
Vorkulturmedlums Ist die gleiche wie die des ersten Vorkulturmedlums, Die Züchtung wird 2 Tage bei 30° C l()
unter Schütteln durchgeführt.
Sodann werden 30 ml des zweiten Vorkulturmedlums In 300 ml eines dritten Vorkulturmedlums In einem
2 Liter fassenden Erlenmeyerkolben Uberlmpft, der mit Prallplatten ausgerüstet ist. Die Zusammensetzung des
dritten Vorkulturmedlums ist die gleiche wie die des ersiin Vorkulturmediums. Die Züchtung wird im dritter.
Vorkulturmedlum 2 Tage unter Schütteln bei 30° C durchgeführt. Hierauf werden 1,5 Liter der dritten Vorkul- '5
turbrühe - entsprechend dem Inhalt von 5 Kolben - In 15 Lliter eines vierten Vorkulturmediums in einem 3t/
Liter fassenden Fermenter überimpft. Die Zusammensetzung des vierten Vorkulturmedlums Ist die gleiche wie
aie des ersten Vorkulturmedlums. Die Züchtung in dem Fermenter wird 2 Tage unter Belüftung und Rühren
(350 U/mln. Belüftung 15 Llter/mln) bei 37° C durchgeführt. Schließlich werden 15 Liter der vierten Vorkulturbrühe
In 150 Liter eines Mediums In einem 300 Liter fassenden Fermenter aus Edelstahl überimpfi. Dieses
Nährmedium enthält 4 Gewichtsprozent lösliche Stärke, 2 Gewichtsprozent Sojabohne η mehl, 1 Gewichtsprozent
Malsquellwasser, 0,05 Gewichtsprozent K2HPO4, 0.05 Gewichtsprozent MgSO4 ■ 7H2O, 0,03 Gewichtsprozent
KCl und 0.1 Gewichtsprozent CaCOj. Vor der Sterilisation wurde das Nährmedium auf einen pH-Wert von 7,5
eingestellt. Die Züchtung In dem Fermenter wird 4 Tage unter Belüftung und Rühren (150 U/min; Belüftung
XO Liter/min) bei 37" C durchgeführt. Die erhaltene Gärmaische wird mit konzentrierter Schwefelsäure auf einen 2<l
p!l-Wert von 2,5 eingestellt und 30 Minuten gerührt. Sodann werden etwa 7 kg einer Filtrierhilfe (Radiolite
Nr. 600) eingetragen und die Zellen abfiltriert. Das Flltrat wird mit 6 η-Natronlauge auf einen pH-Wert von 7,5
eingestellt und auf eine mit etwa 20 Liter eines Kationenharzaustauschers in der Ammoniumform gefüllte Säule
gegeben. Die durch das Ausuiuscherbett abfließende Flüssigkeit wird verworfen. Aktive Verbindungen sind am
Austauscher adsorbiert. Nach dem Waschen des Austauscherbetts mit Wasrer werden die adsorbierten aktiven
Verbindungen mit 0,5 η wäßriger Ammoniaklösung elulert. Die Aktivität des Eluats wird durch ein Antlblogramm
nach der Testplättchenmethode auf einer Agarplatte und mit Bacillus subtllis 10707 bestimmt. Die
aktiven Fraktionen werden vereinigt und unter vermindertem Druck auf etwa 1 Liter eingedampft. Das Konzentral
wird auf eine mit 500 ml eines Anlonenharzaustauschers In der OH~-Form gefüllte Säule gegeben. Sodann
wird das Austauscherbett mit etwa 2 Liter Wasser gewaschen, um Verunreinigungen abzutrennen. Die aktiven -15
Verbindungen werden mit Wasser elulert, die aktiven Fraktionen vereinigt und unter vermindertem Druck auf
etwa i00 mi eingedampft. Sodann wird das Konzentrat auf eine mit etwa 50 mi pulverisierte Aktivkohle gefüiiic
Kolonne gegeben. Die aktiven Verbindungen werden an der Aktivkohle adsorbiert. Die Kolonne wird mit
Wasser gewaschen, und das abfließende Wasser und das Waschwasser werden verworfen. Sodann werden die
adsorbierten aktiven Verbindungen mit 0,2 η-Schwefelsäure elulert. Die Aktivität des Eluats wird nach der Test- 4()
plättchenmethode an Bacillus subtills bestimmt. Die aktiven Fraktionen werden vereinigt und auf eine mit
einem Anlonenharzaustauscher in der OH'-Form gefüllte Säule gegeben. Die aktiven Verbindungen werden
sodann mit Wasser eluiert. Die aktiven Fraktionen werden vereinigt und auf etwa 50 ml eingedampf Das
erhaltene Konzentrat wird gefriergetrocknet. Es wird ein pulveriges Rohprodukt erhalten, das den Fortimicin-Komplex
enthält. Die Ausbeute beträgt 31 g. Das Rohprodukt besitzt eine Aktivität von 570 Einheiten/mg (die
Aktivität von 1 mg reiner Verbindung entspricht 1000 Einheiten).
Zur Isolierung und Reinigung von Fortimicin C werden etwa 500 ml Kieselgel in ein Glasrohr gefüllt. Über
das Kleselge! werden in gleichmäßiger Schicht 10 g des erhaltenen Rohproduktpulvers gefüllt. Die Kieselgelkolonne
wird folgendermaßen hergestellt:
Zunächst wird das Kieselgel In der unteren Schicht eines Gemisches von Chloroform, Isopropanol und
17prozentlger wäßriger Ammoniaklösung (Voiumenverhältnis 2:1:1) suspendiert. Die Suspension wird in die
Kolonne in gleichmäßiger Schicht eingefüllt und sodann mit dem gleichen Lösungsmittel gut gewaschen. Hierauf
wird das Rohproduktpuiver in den Kopf der Kolonne eingefüllt. Sodann wird mit dem gleichen Lösungsmittelgemisch
elulert, das langsam in den Kolonnenkopf eingespeist wird. Danach wird das Eluieren bei einer
Strömungsgeschwindigkeit von etwa 50 ml/Std. fortgesetzt. Das Eluat wird in Fraktionen von jeweils 20 ml
gesammelt. Die Aktivität jeder Fraktion wird nach der TestplSttehenmethode bestimmt. Fortimicin B, gefolgt
von Fortimicin A. wird zuerst eluiert. Die Eluierung wird fortgesetzt, und sodann wird Fortimicin C eluiert. Die
aktiven Fraktionen werden der Papierchroma'ographJe unterworfen, und die Fortimicin C enthaltenden Fraktionen
werden vereinigt und unter vermindertem Druck eingedampft. Der Rückstand wird in wenig Wasser gelöst
und gefriergetrocknet. Ausbeute 0,9 g eines gereinigten Präparats der freien Base von Fortimicin C. Das Produkt ω
hat eine Aktivität von etwa 980 Einheiten/mg.
Der in Beispiel i verwendete Stamm wird ais Einsaizstamm verwendet und der ersten bis vierten Vorkuitur "
gemäß Beispiel 1 unterworfen. Das Nährmedium im 300 Liter fassenden Fermenter aus Edelstahl enthält jedoch
4 Gewichtsprozent lösliche Stärke, 3 Gewichtsprozent Trockenhefepulver, 0,05 Gewichtsprozent K2HPO4, 0,05
Gewichtsprozent MgSO4 ■ 7H2O, 0,03 Gewichtsprozeit KCl und 0,1 Gewichtsprozent CaCO3. Die Züchtung und
Isolierung wird gemäß Beispiel 1 durchgeführt. Es werden etwa 63 g eines Rohpulvers des Fortimlcin-Komplexes mit einer Aktivität von etwa 650 Einheiten/mg erhalten. 50 g des Rohpulvers werden gemäß Beispiel I
gereinigt. Es werden 7 g Fortimicin C mit einer Aktivität von etwa 850 Einheiten/mg erhalten.
Zur weiteren Reinigung wird das Präparat an Cellulose Chromatographien. Zu diesem Zweck werden etwa
500 ml Celluloseoulver in einem Gemisch von n-Butanol, Essigsäure, Pyridin und Wasser (6:2:4:4) suspendiert und in eine Glassäule gleichmäßig eingefüllt. Hierauf wird die Kolonne mit dem gleichen Lösungsmittel
gründlich gewaschen. Danach wird das Präparat in danner Schicht auf die Kolonne gegeben und mit dem gleichen Lösungsmittelgemisch eluiert, das langsam in den Kolonnenkopf eingespeist wird. Danach wird das
Eluieren bei einer Strömungsgeschwindigkeit von etwa 1 ml/mln fortgesetzt. Das Eluat wird in Fraktionen
von jeweils 10 ml gesammelt. Die Aktivität jeder Fraktion wird nach der Testplättchenmethode bestimmt. Die
aktiven Fraktionen werden vereinigt und unter vermindertem Druck eingedampft. Der Rückstand wird in wenig
Wasser gelöst und gefriergetrocknet. Ausbeute 3,5 g gereinigtes Fortimicin C mit einer Aktivität von 950
Einheiten/mg.
'5 Beispiel 3
prozen: CaCÖ3 enthält. Die Züchtung und die Isolierung und Reinigung von Fortimicin werden gemäß Beispiel
1 durchgeführt. Ausbeute 6,5 g gereinigtes Fortimicin C mit einer Aktivität von etwa 980 Elnheiten/mg.
-5 Die Züchtung und Isolierung wird gemäß Beispiel 1 durchgeführt. Ausbeute 3 g Fortimicin C enthaltendes
Rohproduktpulver. Das Rohprodukt wird in 5 ml Wasser gelöst und auf eine mit etwa 200 mg Carboxymethylcellulose in der Ammoniumform gefüllte Säule gegeben. Danach wird die SIuIe mit etwa 1 Liter Wasser gewaschen. Die aktiven Verbindungen werden an der Carboxymethylcellulose adsorbiert, wahrend der größte Teil der
Pigmente und anorganischen Salze eluiert werden. Hierauf wird mit einem 0,2 molaren Cltronensäure-Phosphor-
-W säure-Puffer (pH-Wert 3,0) In einer Strömungsgeschwindigkeit von etwa 50 ml/Stunde eluiert. Das Eluat wird
in Fraktionen von 10 ml aufgefangen. Die Aktivität jeder Fraktion wird nach der Testplättchenmethode
bestimmt. Die aktiven Fraktionen werden der Papierchromatographie unterworfen, und die Fortimicin C enthaltenden Fraktionen werden vereinigt und auf einen Kationenaustauscher in der H*-Form gegeben. Die aktiven
Verbindungen werden am Kationenharzaustauscher adsorbiert. Danach wird der Kationenharzaustauscher mit
Wasser gewaschen und mit 0,5 η-Salzsäure eluiert. Die aktiven Fraktionen werden vereinigt und zur Neutralisation auf eine mit einem Anlonenharzaustauscher in der OH'-Form gefOllte Säule gegeben. Die ablaufenden
aktiven Fraktionen werden vereinigt und gefriergetrocknet. Ausbeute 350 mg Fortimicin C mit einer Aktivität
von etwa 985 Elnhelten/mg.
*» Beispiel 5
Als Einsatzstamm wird Mlcromonospora olivoasterospora Mm 744, KY 11067 (FERM-P Nr. 2193; ATCC
Nr. 31009) verwendet. Als Einsaatmedium für die erste bis vierte Vorkultur wird ein Nährmedium verwendet,
das 2 Gewichtsprozent Glucose, 0,5 Gewichtsprozent Pepton, 0,3 Gewichtsprozent Hefeextrakt und 0.1
4S Gewichtsprozent Calciumcarbonat enthält. Vor der Sterilisation wurde das Nährmedium auf einen pH-Wert von
7,2 eingestellt. Die erste bis vierte Vorkultur wird gemäß Beispiel 1 durchgeführt. Sodann werden 15 Liter der
vierten Vorkulturbrühe In 150 Liter eines Nährrnedlums In einem 300 Liter fassenden Edelstahlfermenter überimpft. Dieses Nährmedium enthält 2 Gewichtsprozent lösliche Stärke, 0,05 Gewichtsprozent Sojabohnenmehl, 2
Gewichtsprozent Glucose, 1 Gewichtsprozent Malsquellwasser, 1 Gewichtsprozent Hefeextrakt, 0,05 Gewichts
prozent K2HPO4, 0,05 Gewichtsprozent MgSO4 · 7H3O, 0,03 Gewichtsprozent KCl und 0,1 Gewichtsprozent
CaCO). Vor der Sterilisation wurde das Nährmedium auf einen pH-Wert von 7,0 eingestellt. Die Züchtung wird
4 Tage unter Belüftung und Rühren (150 U/mln; Belüftungsgeschwindigkeit 80 Llter/mln) bei 300C durchgeführt. Nach beendeter Züchtung wird die Gärmaische gemäß Beispiel 1 aufgearbeitet. Ausbeute 42 g roher Fortimlcln-Komple
>! mit einer Aktivität von etwa 560 Elnhelien/mg. Das Rohproduktpulver wird gemäß Beispiel 1
gereinigt. Ausbeute 2,4 g Fortimicin B mit einer Aktivität von etwa 980 Elnhelten/mg.
das I Gewichtsprozent Glucose. I Gewichtsprozent lösliche Stärke. 0.5 Gewichtsprozent Hefeexlrakt. 0,5
wurde vor der Sterilisation auf 7,0 eingestellt. Die vierte Kulturbrühe wird sodann In ein llauptfcrmcntailons
medlum der In Beispiel 5 angegebenen Zusammensetzung uberlmpft. Aus der erhaltenen Gärbrühc wird gcmill!
(l< Beispiel I der Fortlmlcln-Komplex als Rohpulver Isoliert. Ausbeute 52 g mit einer Aktivität von etwa 515
einer Aktivität von etwa 990 Elnhelten/mg.
Als Einsaatstamm wird Micromonospora olivoasterospora MK-70 (FERM-P Nr. 1560; ATCC Nr. 21819)
verwendet. Der Stamm wird gemäß Beispiel 1 gezüchtet. Nach beendeter Züchtung werden 150 Liter der erhaltenen Gärflüssigkeit mit konzentrierter Schwefelsäure auf einen pH-Wert von 2,5 eingestellt und 30 Minuten s
gerührt. Danach wird die Kulturflüsslgkeli mit 6 η-Natronlauge auf einen pH-Wert von 7,0 eingestellt. Hierauf
werden 15 Liter eines Katlonenharzaustauschers in der Ammoniumform eingetragen, und das Gemisch wird 30
Minuten langsam gerührt. Danach wird der Kationenharzaustauscher auf einem groben Filtertuch abfUtriert,
'gründlich mit Wasser gewaschen und sodann In ein 170cm langes Rohr mit einem Innendurchmesser von
15 cm eingefüllt. Hierauf wird der Kationenharzaustauscher mit 30 Liter 0,5 η wäßriger Ammoniaklösung lü
eluiert. Es werden 7 Liter eines den Fortimlcln-Komplex enthaltenden Konzentrats erhalten. Das Konzentrat
enthält neben Fortimicin C, Fortimicin A und B noch mehrere Komponenten in Spuren. Zur Fraktionierung des
Konzentrats wird es unter vermindertem Druck auf 500 ml eingedampft. Schließlich werden 49 g des rohen
Fortimicin-Komplexes durch Gefriertrocknung als Pulver erhalten. Das Pulver wird in 50 ml der unteren
Schicht eines Gemisches von Chloroform, Methanol und 17prozentlger wäßriger Ammoniaklösung (2:1:1)
suspendiert und auf eine mit Cellulosepulver gefüllte, 100 cm lange Kolonne mit einem Innendurchmesf-r von
5 cm gegeben. Die Entwicklung wird mit dem gleichen Lösungsmittel durchgeführt. Das Eluat wird in Fraktionen aufgefangen, und die Aktivität jeder Fraktion wird nach der Testplättchenmethode bestimmt. Die aktiven
Fraktionen werden der Bioautographle gegen Bacillus subtllls Nr. 10707 unterworfen, um die aktive Komponente in den Fraktionen zu bestimmen. Bei der Chromatographie an Cellulose werden Fortimicin B, A und C in M
dieser Reihenfolge eluiert. Die Fortimicin C enthaltenden Fraktionen werden vereinigt und unter vermindertem
Druck eingedampit. Ausbeute 12,5 g eines amporphen weißen Pulvers, das Fortimicin C als Heuptbesiandteil
enthalt. Das Rohprodukt wird in etwa 50 ml Wasser gelöst und die Lösung mit verdünnter Salzsäure auf einen
pH-Wert von 7,0 eingestellt. Sodann *lrd die Lösung auf eine mit Blo-Rex 70 in der Ammoniumform gefüllte,
80 cm lange Säule mit einem Innendurchmesser von 2 cm gegeben. Der Kationenaustauscher wird gründlich mit
Wasser gewaschen. Der Fortimicin C als Hauptbestandteil enthaltende Fortlmlcln-Komplex wird an dem Kationenharzaustauscher adsorbiert, während die Verunreinigungen mit Wasser eluiert werden. Danach wird mit 0
bis 0,2 η wäßriger Ammoniaklösung mit zunehmender Konzentration eluiert. Das Eluat wird in Fraktionen
aufgefangen, und jede Fraktion wird der Papierchromatographie unterworfen, um die Fortimicin C enthaltenden
Fraktionen zu bestimmen. Die Fortimicin C enthaltenden Fraktionen werden vereinigt und unier vermindertem M
Druck eingedampft und schließlich gefriergetrocknet. Ausbeute 10,2 g reines Fortimicin C als weißes amorphes
Pu? <er mit einer Aktivität von 1000 Elnhelten/mg.
10 g der erhaltenen freien Base des Fortlmlcins werden in einer geringen Menge Wasser gelöst. Die Lösung
wird mit 6 η-Schwefelsäure auf einen pH-Wert von 4.5 eingestellt und gefriergetrocknet. Ausbeute 13,3 g
Fortlmlcin-C-Sulfat als weißes amorphes Pulver mit einer Aktivität von 600 Einhelten/mg. ·15
Claims (1)
1. Fortimicin C der Formel
CH3
CH-NH2 NH2 OH
CH3
CH-NH2 NH2 OH
ίο <^
NH2 HO N-CH3
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