DE26170C - Luft-Carborir-Apparat - Google Patents

Luft-Carborir-Apparat

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Publication number
DE26170C
DE26170C DENDAT26170D DE26170DA DE26170C DE 26170 C DE26170 C DE 26170C DE NDAT26170 D DENDAT26170 D DE NDAT26170D DE 26170D A DE26170D A DE 26170DA DE 26170 C DE26170 C DE 26170C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
air
valve
carburator
gasoline
float
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Active
Application number
DENDAT26170D
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English (en)
Original Assignee
H. POLLACK in Hamburg
Publication of DE26170C publication Critical patent/DE26170C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J1/00Production of fuel gases by carburetting air or other gases without pyrolysis
    • C10J1/02Carburetting air
    • C10J1/06Carburetting air with materials which are liquid at ordinary temperatures
    • C10J1/08Carburetting air with materials which are liquid at ordinary temperatures by passage of air through or over the surface of the liquid
    • C10J1/10Carburetting air with materials which are liquid at ordinary temperatures by passage of air through or over the surface of the liquid with the liquid absorbed on carriers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Feeding And Controlling Fuel (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Der Apparat ist auf der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht. Die Neuerungen beziehen sich im wesentlichen auf das mit selbstthätiger Speisevorrichtung eingerichtete Reservoir A, Fig. ι und 3, den mit selbstthätiger Zuflufseinrichtung und durchlöcherten Luftzuführungsröhren und den mit dem siebartig schwebenden Boden η versehenen Carburator B, Fig. 1 und 3, auf den im Reservoir befindlichen Indicator mit Schwimmer, Fig. 3, auf den Luftregulator E1 Fig. 2, und auf den Reiniger C.
Das im Reservoir befindliche Gasolin oder ein anderer flüchtiger Stoff, dessen Stand jederzeit durch den Schwimmer ν w und den Indicator y, Fig. 3, angezeigt wird, tritt in genau abgemessenen Mengen durch die Ventile c und e in den Carburator B bezw. D über. Hier gelangt es in Berührung mit'der durch den Regulator E, das Rohr k und die durchlöcherten Röhren m ankommenden Luft, und es bildet sich ein für viele Fälle schon gebrauchfertiges Gas. Um dasselbe jedoch vollkommen frei zu machen von allen etwa noch anhaftenden, nicht aufgelösten Gasolintheilchen, führt man es nicht direct in die Gasleitung ein, sondern läfst es zuvor den Reiniger C passiren. Das ebenso wie die übrigen Apparatbestandtheile aus Gufseisen bestehende Reservoir A besitzt bei α ein für gewöhnlich gut verschlossenes Einfüllrohr; b ist der Lufthahn mit Ventil zum Entweichenlassen der Luft während der Einfüllung frischen Gasolins. Das Ventil unter dem Hahn b bezweckt erstens, dafs die Oeffnung immer geschlossen, und zweitens das Entweichen der sich entwickelnden Spannung in dem über dem Gasolin bestehenden leeren Raum. Der Zuflufs das Gasolins kann mittelst des Ventils c unter Vermittelung einer Spindel und einer Stellschraubenmutter d beliebig geöffnet und ver: schlossen werden.
Mit dem Reservoir A steht der in Fig. 3 besonders dargestellte Indicator in Verbindung. Dieser setzt sich zusammen aus einem Schwimmer v, der Führung w, einer mit halber Windung aufrecht stehenden Welle x, an deren oberem Ende sich ein Triebrad befindet, welches in am Zeiger ζ befindliche Zähne eingreift. Bei der Spitze des Zeigers ist eine Scala, welche den Stand des Gasolins anzeigt.
Während der Füllung des Reservoirs A steigt der Schwimmer ν, und da derselbe mittelst eines angebrachten Stiftes, welcher zwischen die Führung w geht, sich nicht drehen kann, der Schwimmer selbst eine Führung hat, durch welche die aufrecht stehende Welle geht, so dreht sich diese Welle und mit ihr der sich oben befindende Trieb, welcher den Zeiger ζ nach rechts und links dreht, und zwar so, dafs, wenn der Schwimmer unten, das Reservoir leer ist, der Zeiger nach rechts, und wenn der Schwimmer oben, das Reservoir voll ist, der Zeiger nach links steht. In Fig. 2 ist ein Luftregulator E, um einen vollständigen, gleichmäfsigen Gasdruck ohne jede Differenz zu erzielen. 5" ist ein luftdichter Stoff, welcher an dem Deckel und Boden von E luftdicht befestigt ist. Am Boden ist ein Ventil o, welches an einer Stange und Kette hängt. Am oberen Ende dieser Kette ist ein Knopf q. Auf dem Deckel ist eine Hülse, welche sich über die Röhre, in welcher die Kette ist, auf- und
niederschieben läfst. Auf dieser Hülse ist ein Rohr r, welches die Oeffnung dicht verschliefst. Der Carburator B, Fig. ι und 4, steht mit dem Reservoir A durch das Ventilgehäuse der Ventile c und e, Fig. 1, in Verbindung. Im Carburator, Fig. 1, befindet sich ein Schwimmer/, welcher so angebracht ist, dafs, wenn der Carburator leer, das Ventil e sich liebt bezw. öffnet. Wenn der Gasolinstand im Carburator so hoch ist, wie zum Gebrauch nöthig, . so hebt sich der Schwimmer und das Ventil e schliefst ab. Ji ist eine mit Glas verschlossene, durch eine Kapsel g dicht abzuschliefsende Controlöffnung zur Beobachtung des Gasolinstandes; in dieser Oeffnung ist ein Thermometer i zur Controle der Temperatur im Carburator. Wie der Grundrifs, Fig. 4 und 5, zeigt, sind an den Seitenwänden die Luftröhren m mit siebartigen Löchern. 1 cm vom Boden des Carburators, Fig. ι und 3, ist ein siebartiger Boden η über der ganzen Fläche desselben. Zweck dieses Bodens ist, dafs die Wolle nicht mehr als erforderlich von dem Gasolin aufsaugt. Der Raum oberhalb dieses Bodens und um die Luftröhren m ist mit entfetteter Schafwolle gefüllt. Die Luft wird durch ein sehr zweckentsprechendes Trockengebläse zugeführt, welches mit dem Regulator in Verbindung steht, und zwar durch das Luftrohr k k. Sowie sich der Regulator mit Luft füllt, steigt der Deckel, hebt, wenn er den höchsten Stand erreicht hat, den Knopf q und die daran hängende Kette mit" Ventil, bis das Ventil ο abschliefst. Durch Beschwerung des Deckels wird der Druck des Gases bestimmt. Sowie nun Luft aus dem Regulator nach dem Carburator entweicht, sinkt der Deckel vom Regulator und mit ihm der Knopf/. Das daran hängende Ventil ο öffnet sich wieder und läfst nur so viel Luft hinein, wie entweicht. Sowie von dem Gebläse ein stärkerer Druck eintritt, hebt sich der Deckel und schliefst das Ventil wieder ab. Hierdurch wird ein vollständig gleichmäfsiger Druck von 3/4 Zoll erzielt. Nach jedesmaliger Füllung des Reservoirs wird das Füllrohr α geschlossen und der Lufthahn b geöffnet, das Ventil c geöffnet, und der Carburator B füllt sich so lange mit Gasolin, bis der Schwimmer / so hoch steigt, dafs das Ventil e sich schliefst. Dieses ist gerade abgemessen, wie zum Verbrauch nöthig ist. Das Gasolin tränkt die Schafwolle im Carburator, und ^(zwar so, dafs dieselbe unten mehr und nacfö oben weniger getränkt ist. Die von k durch die Röhre m kommende Luft streicht von allen Seiten durch die Wolle und sättigt sich mit Gasolindämpfen. Wesentlich ist hierbei, dafs die Luft eine gleichmäfsige und möglichst grofse Berührungsfläche mit den Gasolindämpfen bekommt. Hieraus aber folgt, dafs die Luft auf ihrem Wege bis zur Ausströmungsöffnung die erforderliche Sättigung mit Gasolindämpfen hat. Der Uebertritt frischen Gasolins aus A durch die Ventile c und e nach B geschieht nach Mafsgabe des Verbrauchs dieser Flüssigkeit. Sobald nämlich der Flüssigkeitsspiegel in B um den geringsten Betrag sinkt, fällt der Schwimmer /, hebt das Ventil e und veranlafst so das Nachfliefsen einer entsprechenden Menge frischen Gasolins aus A nach B. Dieses Ueberströmen hört selbstthätig auf, sobald der Schwimmer / stsigt und dadurch das Ventil e sich schliefst. Durch diese selbstthätige Speisung des Carburators B mit Gasolin wird ein regelmäfsiger Zuflufs desselben gesichert. Die entfettete Schafwolle in dem Carburator B tränkt sich gleichmäfsig und nicht mehr, als wie zum Gebrauch erforderlich ist, mit Gasolin. Es tritt also stets nur gerade die nöthige Menge Gasolin mit der Luft in Berührung, und das Rückständigbleiben von specifisch zu schwer gewordenem Gasolin ist ausgeschlossen.
Die Form des Carburators ist nicht nothwendig an die in Fig. 1 und 4 dargestellte gebunden. Eine Modification ist z. B. in Fig. 3 und 5 veranschaulicht, in denen der Carburator in runder Form ausgeführt ist. Das bei /, Fig. 1 und 3, den Carburator verlassende Gas ist vollkommen schwefelfrei und zum Gebrauch fertig. Beim Gebrauch vieler Flammen etc., wo ein gröfseres Quantum Gas nöthig ist und also das Durchströmen der Luft stärker, werden unaufgelöste Gasolintheile mitgenommen, welche sich in der Leitung wieder sammeln. Dieses wird verhindert durch den Reiniger C. In demselben ist ein siebartiger Boden f; über diesem ist der Raum mit entfetteter Schafwolle ausgefüllt. Unter diesem Boden ist ein Trichter ti, in welchem das Gasrohr / einen Theil hineinreicht. Dieser Trichter fängt zuerst die mitgerissenen Gasolintheile auf, und sammeln sich dieselben unten im Reiniger, wo sie durch die im Gasrohr angebrachten kleinen Löcher wieder in den Carburator zurückfliefsen. Der siebartige Boden giebt dem durchströmenden Gas eine noch möglichst grofse Berührungsfläche mit der Wolle und wird so ein gutes Gemisch von Kohlenwasserstoffgas. Das so gebildete und behandelte, aus dem Reiniger austretende Gas liefert, wenn für Beleuchtung benutzt, ein intensiv weifses Licht; es eignet sich insbesondere wegen seiner Güte, Gleichmäfsigkeit und Reinheit mit Vortheil auch zum Betriebe von Gasmotoren. In diesem Falle ist es gleichgültig, ob der Reiniger in die Leitung zwischen dem Apparat und der Gaskraftmaschine eingeschaltet oder direct am Apparat selbst angeordnet wird.
Das ganze in der Hauptsache aus Gufseisen construirte Apparatsystem besitzt nach unten zu keinerlei Oeffnung; alle Oeffnungen sind vielmehr in solcher Höhe angebracht, dafs niemals, selbst wenn durch Unvorsichtigkeit das Ventil c einmal offen stehen sollte, ein Ausfliefsen von
Gasolin stattfinden kann, ein Umstand, welcher erheblich zur Vermehrung der Betriebssicherheit und Ungefährlichkeit beiträgt.

Claims (4)

  1. Patent-An sprüche:
    In Anwendung auf Apparate zur Erzeugung von Gas aus leicht flüchtigen Stoffen und Luft zur Beleuchtung und zum Betrieb von Gasmotoren :
    i. Der Carburator B bezw. D mit schwebendem, siebartigem Boden n, durchlöcherten Luftröhren m, Fig. i, 3, 4 und 5, oberhalb des Bodens η mit entfetteter Schafwolle oder dergleichen angefüllten Stoffen, ferner der Schwimmer / in Verbindung mit dem Zufiufsventil e;
  2. 2. In Verbindung mit dem unter 1., 3. und 4. gekennzeichneten Carburator das Reservoir A mit dem Absperrventil c und dem Reducirventil b\
  3. 3. Combinirt mit dem Reservoir A] die aus einem Schwimmer mit gewindeartiger Führung, durch einen Trieb nach dem Indicator y übertragen, bestehende Vorrichtung, dienend zur Anzeige des Flüssigkeitsstandes in A, Fig. 3;
  4. 4. Der zwischen dem Luftgebläse und dem Carbutator B sich befindende Regulator E, Fig. 2, mit selbstthätiger Ventilabsperrung ο p q zur Ausgleichung der Druckdifferenzen vom Luftmotor.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT26170D Luft-Carborir-Apparat Active DE26170C (de)

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