DE261160C - - Google Patents

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DE261160C
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Germany
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English (en)
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23DPLANING; SLOTTING; SHEARING; BROACHING; SAWING; FILING; SCRAPING; LIKE OPERATIONS FOR WORKING METAL BY REMOVING MATERIAL, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23D3/00Planing or slotting machines cutting by relative movement of the tool and workpiece in a vertical or inclined straight line
    • B23D3/04Planing or slotting machines cutting by relative movement of the tool and workpiece in a vertical or inclined straight line in which the tool or workpiece is fed otherwise than in a straight line

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
— JVl 261160 — KLASSE 49*. GRUPPE
Firma S. LAUTERJUNG SÖHNE in SOLINGEN.
gegeneinandergedrückt werden.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Dezember 1911 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung unrunder Löcher, wobei der eine Teil des halb als Schneide, halb als Führung dienenden Stoßwerkzeugs und der Umfang des Schablonenloches ständig gegeneinandergedrückt werden.
Von den bekannten Vorrichtungen dieser Art unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand dadurch, daß das Werkstück gleichzeitig
ίο in absatzweise drehende Bewegung versetzt und nachgiebig gegen das Werkstück gepreßt wird, und daß das Werkzeug hierbei wie bei einer Stoß- oder Hobelmaschine eine auf und ab bzw. hin und her gehende Bewegung in solchen Grenzen macht, daß sein stärkerer führender Teil beim Zurückgehen nicht aus der Schablone, wohl aber aus dem Werkstück heraustritt und dadurch einen jedesmaligen Vorschub des Werkstücks bis zum Anstoßen an seinen schwächeren Teil ermöglicht.
Infolge dieses Arbeitsvorganges können mit der neuen Vorrichtung unrunde Löcher nicht nur schneller, sondern auch in viel kleineren Dimensionen wie bisher maschinell hergestellt werden.
Auf den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der zur Ausübung des Verfahrens dienenden Vorrichtung dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine Vorderansicht, Fig. 2 eine Seitenansicht und Fig. 3 eine Draufsicht derselben. Fig. 4 stellt einen teilweisen Längsschnitt der Vorrichtung in einer anderen Stellung und Fig. 8 einen Querschnitt nach Linie A-B der Fig. 2 dar. Die Fig. 5 bis 7 zeigen Einzelheiten.
An dem Ständer 1 ist oben ein Führungstisch 12 um eine wagerechte Achse 31 drehbar angeordnet und kann mittels einer Spindel 33, die in einem ebenfalls um eine horizontale Achse drehbaren Querstück 32 geführt ist, sowie einer als Handrad ausgebildeten Mutter in eine beliebige Neigung zur Horizontalen eingestellt werden.
An dem Führungstisch 12 ist ein Schlitten 14 unter der Wirkung eines Gewichtes 34 oder gegebenenfalls einer Feder verschiebbar, und auf diesen ist der eigentliche Werktisch 17 drehbar angeordnet. Alle diese Teile sind mit je einer größeren zentralen Öffnung für den Durchtritt des Werkzeugs 6 versehen, welches mit seinem oberen Teil in einem abnehmbar am Maschinengestell befestigten Bügel 30 geführt ist. In einer vertikalen Schlittenführung 2 des Ständers 1 ist ferner ein Schieber 3 mit einem oberen lappenartig umgebogenen Teil 4 verschiebbar angeordnet, an welch letzterem eine Muffe oder ein Klemmfutter 5 für die Aufnahme des Werkzeugs 6 vorgesehen ist. Der Schieber 3 ist mit einem schwalbenschwanzförmigen Führungsansatz 7 versehen, auf welchem eine einen ebensolchen Ausschnitt besitzende Platte 8 mittels Schlitzloch und Schraube verstellbar befestigt ist. An der Platte 8 ist eine Stange 9 angelenkt, deren anderes Ende mit einem einstellbaren Kurbel-
arm ίο verbunden ist. Der Kurbelarm ίο wird von der Antriebsachse ii unter Vermittlung eines Rädergetriebes 35 in Umdrehung versetzt, so daß das Werkzeug ständig auf und ab bewegt wird. Die Drehung des Werktisches wird durch eine Schneckenspindel 2,ia mit Schnecke 21 und ein unten an ihm befestigtes, ringartig ausgebildetes Schneckenrad 15 erzielt, welches mit seiner Nabe in der zentralen Öffnung des Führungstisches 12 drehbar gelagert und durch einen Gewindering 16 gesichert ist. Auf dem Werktisch 17 sind noch die einstellbaren Spannbacken 20 zum Festhalten des Werkstücks 18 und der Schablone 19 angeordnet. Die Schnecke 21 wird absatzweise durch ein Schaltrad 22 gedreht. Die Drehung des Schaltrades erfolgt von der Antriebsachse 11 aus. Von dieser wird mittels Winkelrädergetriebes eine Achse 23 in Umdrehung versetzt, die oben eine Platte 24 trägt, an welcher eine Nase 25 verstellbar befestigt ist. Auf die Platte 24 und in der Bahn der Nase 25 legt sich eine Stange 26 auf, die durch eine teleskopartig verschiebbar ausgebildete Stange 27 gelenkig mit einer Schaltklinke 28 verbunden ist, welche in das Schaltrad 22 eingreift und durch eine Feder gegen dasselbe gedrückt wird. Die Stange 27 ist mit der durch eine Feder 29 gegen die Platte 25 gehaltenen Stange 26 sowie mit den an der Schaltklinke 28 angreifenden Bolzen oder Hebel 26" durch Universalgelenke verbunden. Bei der Drehung der Platte 24 wird die Stange 26 und die Schaltklinke entgegen der Wirkung der Feder 29 durch die Nase 25 nach oben gedrückt und dadurch das Schaltrad, die Schnecke, das Schneckenrad und der Tisch 17 in teilweise Umdrehung versetzt. Hat die Nase 25 die Stange 26 passiert, so fällt diese und die Schaltklinke wieder nach unten. Infolge der Verstellbarkeit der Nase 25 ist es möglich, die Schaltung des Schaltrades so zu regulieren, daß die Schnecke und das Schneckenrad mehr oder weniger in Umdrehung versetzt werden. Das in dem Klemmfutter befestigte Werkzeug 6, das mit seinem oberen Zylinderteil in dem an dem Ständer 1 befestigten verstellbaren Bügel 30 geführt ist, besitzt an seinem wirksamen Teil dreieckigen bzw. spitzwinkligen oder sonst irgendwelchen für die Herstellung des jeweiligen Loches geeigneten Querschnitt. Der Querschnitt des oberen Teiles 6a ist größer als der Querschnitt des unteren Teiles 6b, wobei beide Teile scharf gegeneinander abgesetzt sind und zwischen ihnen noch eine Ausnehmung 6C gebildet ist, so daß der Teil 6a des Werkzeugs mit seiner scharfen Kante 6d, der Arbeitskante, etwas über die Kante des Teiles 6b hinausragt (s. besonders Fig. 5 bis 7). Bei der Ausführung gemäß Fig. 6 besitzt die Schablone 19 eine sechskantige Lochform 6e und bei der Ausführung gemäß Fig. 7 eine ovale Lochform 6L\ Der Umfang des für die Durchführung des Werkzeugs durch das Werkstück in diesem vorgebohrten Loches 6f entspricht im ersteren Falle dem einbeschriebenen Kreis der sechskantigen Lochform und im zweiten Falle dem mit der kleineren Achse der ovalen Lochform als Durchmesser beschriebenen Kreise.
Das mit einer runden Bohrung versehene Arbeitsstück wird mit der Schablone, welche eine der erwünschten entsprechende Lochform besitzt, nachdem zuvor der Bügel 30 abgenommen wurde, über das Werkzeug 6 gesteckt und dann auf dem Tische 27 mittels der Spannbacken 20 festgestellt, worauf der Führungsbügel 30 wieder aufgesetzt wird. Das Werkzeug wird dann so eingestellt, daß es bei seiner höchsten Stellung mit seiner arbeitenden Kante noch in der Lochform der Schablone verbleibt (s. Fig. 5), so daß das Werkstück 18 in dieser Stellung durch das Gewicht 34 mit der Wandung seines Loches gegen den unteren Teil 6* des Werkzeugs 6 gedrückt wird. Wird nun die Vorrichtung in Gang gesetzt, so wird das Werkzeug 6 nach unten bewegt, und seine Schneidkante 6d nimmt einen Span von der Wandung des in dem Werkstück vorgebohrten Loches 6f fort. Bei dem darauffolgenden Hochgang des Werkzeugs wird durch das Schaltwerk 22, 28 der Tisch 17 mit dem Werkstück ein Stück weitergedreht und sobald das Werkzeug mit seiner Schneidkante über das Werkstück hinaustritt, das Werkstück mit der folgenden Partie seiner Lochwandung an den schwächeren Teil 6b des Werkzeugs angedrückt. Dieses Spiel wiederholt sich so lange, bis jegliches über dem Schablonenloch hervorstehende Fleisch des Werkstückes fortgenommen ist und das Loch des Werkstückes dem Loch der Schablone entspricht. Beim weiteren Betrieb würde dann nur die Seitenkante des oberen Werkzeugteils 6a ohne eine anderweitige Wirkung desselben an den Wandungen der Löcher von Schablone und Werkzeug auf und ab gleiten, da der weitere Transport des Schlittens 17 dann unmöglich ist.
Da das Werkzeug bei seiner Schneidarbeit auf Zug beansprucht wird, so kann es verhältnismäßig sehr schwach gehalten und daher können auch sehr kleine Löcher hergestellt werden. Es steht jedoch auch nichts entgegen, das Werkzeug nur oben einzuspannen und es nach Art des Meißels einer gewöhnlichen Stoßmaschine wirken zu lassen, so daß dann sein unterer Schaft und die zentralen Öffnungen des Werktisches 17, des Schlittens
14, des Tisches 12 und des Schneckenrades 15 ganz fehlen können.
Sollen konisch verlaufende Löcher z. B. für Matrizen hergestellt werden, so braucht man nur den Führungstisch 12 derart schräg einzustellen, daß seine Neigung zu dem Ständer 1 der Neigung der Lochwandungen des Werkstückes und der Schablone zu ihren oberen und unteren Flächen entspricht (s. Fig. 4).
Sollen die Löcher von teilweise gerade verlaufende Begrenzungsflächen hergestellt werden, so wird natürlich die Drehung des Werktisches während der Herstellung des geraden Lochteiles zweckmäßig verhindert, indem man die Schaltklinke 28 von dem Schaltrad 22 abhebt.
Man könnte diesen Zweck gegebenenfalls aber auch selbsttätig durch Einschalten von nur teilweise gezahnten Rädern oder Zahnradsegmenten zwischen den Antrieb und das Schaltwerk 22, 28 bewirken. Beide Maßnahmen können aber auch unterbleiben, denn auch bei der Drehung des Werktisches wird bei entsprechender Gestaltung der Schablonenlochform ein entsprechendes Loch in dem Werkstück entstehen, da das Werkzeug infolge seiner ständigen Führung mit seinem stärkeren Teil in dem Schablonenloch stets nur so viel Fleisch von dem Werkstück fortzunehmen vermag als über die Wandung des Schablonenloches in das letztere hineinragt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zur Herstellung unrunder Löcher, bei welcher das teils als Schneide und teils als Führung dienende Stoßwerkzeug und der Umfang des Schablonenloches ständig gegeneinandergedrückt werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück (18) gleichzeitig in eine absatzweise drehende Bewegung versetzt und nachgiebig gegen das Werkzeug gepreßt wird, während das Werkzeug (6) eine auf und ab gehende Bewegung in solchen Grenzen ausführt, daß sein stärkerer, führender Teil (6a) beim Zurückgehen nicht aus der Schablone, wohl aber aus dem Werkstück heraustritt und dadurch einen jedesmaligen Vorschub des Werkstücks bis zum Anstoßen an seinen schwächeren Teil ermöglicht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Maschinenständer (1) ein Führungstisch (12) horizontal drehbar und auf eine beliebige Neigung einstellbar angeordnet ist, welcher einen in an sich bekannter Weise unter Gewichts- (34) oder Federwirkung gegen das Werkstück (6) verschiebbaren Führungsschlitten (14) mit einem auf ihm drehbaren Werktisch (17) zum Aufspannen des Werktisches (18) und der Schablone trägt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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