DE260652C - - Google Patents

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DE260652C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B61/00Devices for, or parts of, agricultural machines or implements for preventing overstrain

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Soil Working Implements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Gegenstand der Erfindung ist eine im Bedarfsfalle selbsttätig wirkende, gewöhnlich aber vom Maschinenführer zu bedienende oder zu steuernde Ausrückvorrichtung für die Werkzeuge von motorisch betriebenen Bodenbearbeitungsmaschinen, insbesondere für Kraftpflüge oder -eggen.
Der Bedarfsfall tritt immer dann ein, wenn eines oder mehrere der Bodenbearbeitungswerkzeuge, ζ. Β. eines der Pflugschare gegen oder unter ein fest im Erdreich gebettetes Hindernis, z. B. einen größeren Stein, stößt. Dann besteht die Gefahr, daß entweder die Werkzeuge oder Teile der Antriebsvorrichtung des Pfluges brechen oder sonstwie beschädigt werden, und daß zum mindesten der Pflug stoßweise, also unter außerordentlicher Beanspruchung seiner Festigkeit zum Stillstand gebracht wird, während der Antriebsmotor weiter arbeitet und die Antriebsräder auf dem Erdboden wühlend sich weiter drehen. Solchen auf dem Felde kaum behebbaren, auch des Zeitverlustes wegen sehr unliebsamen Betriebsstörungen wird gemäß der Erfindung dadurch vorgebeugt, daß infolge des Gegendrucks, den das im Erdreich liegende Hindernis auf das Werkzeug ausübt, entgegen dem Druck einer Feder ein zweiarmiger Hebel verdreht wird, dessen unterer Arm unmittelbar mit dem einen Ende des die Werkzeuge tragenden Hilfsrahmens verbunden ist, während der obere Hebelarm das andere Rahmenende durch Vermittlung eines Zugorgans emporzieht, derart, daß der Hilfsrahmen nebst den Werkzeugen, zu sich selbst parallel bleibend, am Hindernis vorbei in einer Bogenbewegung emporgehoben wird.
Fig. ι zeigt die Seitenansicht einer Maschine mit vier Pflugscharen; der Deutlichkeit halber ist auf der Zeichnung die dem Beschauer zugekehrte Wand des Hauptrahmens weggenommen.
Fig. 2 zeigt einen wagerechten Schnitt nach A-A der Fig. 1.
Auf einer im Hauptrahmen y gelagerten Querwelle b sitzt ein zweiarmiger Hebel a, dessen einer Arm für gewöhnlich nach unten hängt, während der andere nach oben reicht. Der untere Arm ist bei j mit dem vorderen Ende des die Pflugschare g tragenden Hilfsrahmens χ gelenkig verbunden. An das freie Ende des oberen Hebelarmes ist ein Zugorgan — Seil oder Kette — e angehängt und über eine an einem Ausleger des Hauptrahmens y gelagerte Rolle f nach dem hinteren Ende des Hilfsrahmens χ geführt. Ferner sitzt auf der Hebelwelle ein Schneckenrad c, in welches von unten her die Schnecke d greift. Die letztere kann mit ihrer im Rahmen y gelagerten Welle h zusammen aus einem einzigen Stück bestehen. Für gewöhnlich wird die Schnecke von einer Druckfeder I, welche sich mit ihrem hinteren Ende gegen den am Rahmen y befestigten Lagerbock η und mit ihrem vorderen Ende gegen eine auf die Schneckenwelle h gesetzte, durch eine vorgeschraubte Mutter k gesicherte Scheibe i stützt, so weit nach vorn geschoben, daß ein Bund -p der Schneckenradwelle sich gegen ein vom Lagerbock η gehaltenes Spurkugellager p1 stützt.
Dreht man bei dieser Lage der Schnecke die Schneckenradwelle von Hand oder mittels einer von Hand zu steuernden motorischen Einrichtung in dem Sinne, daß die Schnecke
in der Richtung des eingetragenen Pfeiles w mitgenommen wird, so hebt das nach hinten emporgehende Ende des unteren Armes des Hebels α das vordere Ende des Werkzeugrahmens χ an, während gleichzeitig das nach vorn und abwärts sich bewegende Ende des oberen Hebelarmes durch Vermittlung des Zugorganes e das hintere Ende des Werkzeugrahmens χ emporzieht. Somit führt der Rahmen χ samt den darin befestigten Werkzeugen, zu sich selbst parallel bleibend, eine Kreisbogenbewegung aus, in der Weise, daß die Werkzeuge sich zuerst ein Stück nach hinten bewegen, wodurch das aufgehaltene Werkzeug vom Hindernis loskommt, und erst dann in die Höhe gehen. Bei Drehung in entgegengesetztem Sinne, nämlich im Sinne des Pfeiles v, senkt sich der Rahmen χ samt den Werkzeugen wieder auf den Boden herab und legt sich zunächst lose auf das Erdreich auf, um erst unter dem die Werkzeuge schräg nach abwärts pressenden Gegendruck des bearbeiteten Erdreiches tiefer einzudringen (vgl. Fig. i, wo u die Oberfläche des noch unbearbeiteten Erdreiches, ζ die untere Grenze der ausgearbeiteten Furche darstellt).
Stößt nun während der Arbeit eines der Werkzeuge z. B. während des Pflügens eines der Schare gegen einen größeren Stein oder gegen ein sonstiges, schwer zu bewältigendes Hindernis s, so ist der damit auftretende Gegendruck bestrebt, das aufgetroffene Schar und mit ihm den Rahmen χ aufzuhalten, d. h. gegenüber dem Hauptrahmen y nach hinten zu drücken. Kommt diese Bewegung wirklich zustande, so wird dabei der Winkelhebel α im Sinne des Pfeiles w gedreht und der Rahmen χ in der bereits erläuterten Weise emporgehoben.
Mit dem Hebel α zugleich wird das Schneckenrad c gedreht und von diesem die Schnecke d -entgegen dem Druck der Feder I nach hinten gezogen. Alle diese Bewegungen finden aber nur dann statt, wenn der vom Hindernis ausgeübte Gegendruck hinreichend groß ist, um den Druck der Feder I zu überwinden. Man hat es also durch geeignete Wahl der Federstärke in der Hand, die Größe des die Ausrückvorrichtung auslösenden Widerstandes willkürlich zu bestimmen.
Bei der Längsverstellung der Schneckenwelle h stößt die Scheibe i gegen einen ringförmigen inneren Anschlag m1 des die Druckfeder umgebenden Schutzgehäuses m, so daß auch dieses Gehäuse nach hinten mitgenommen wird. Mit dem Gehäuse zugleich wird der damit fest verbundene Abschluß deckel 0 nach hinten gezogen, der mittels einer Ringnut q1 eine bei r am Hauptrahmen y gelagerte, mit Gleitstiften q2 versehene Gabel q mitnimmt, an welcher ein nach vorn gehendes Zugorgan t befestigt ist. Dieses Zugorgan schaltet die Antriebsmaschine oder die Kupplung der Antriebsvorrichtung der Maschine aus, so daß zugleich mit dem Emporgehen der Werkzeuge die gesamte Maschine zum Stillstand kommt, ohne daß hierdurch der bedienende Arbeiter in Anspruch genommen wird; auf diese Weise ist vollständige Betriebssicherheit gewährleistet. Vorrichtungen zum Ausschalten der Antriebskupplung beim Aufstoßen eines durch eine Feder gehaltenen Werkzeugs auf einen Stein usw. sind nun zwar schon bekannt. Beim Erfindungsgegenstand ist aber diese Ausrückvorrichtung mit der Aushebvorrichtung verbunden. Nach dem Wegräumen des Hindernisses kann der Führer die Maschine ohne jeden Zeitverlust wieder in Gang setzen.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Aushebvorrichtung für die Werkzeuge motorisch betriebener Bodenbearbeitungsmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegendruck, den ein im Erdreich liegendes Hindernis (s) auf das Werkzeug ausübt, einen zweiarmigen Hebel (a) entgegen der Wirkung einer Feder verdreht, dessen unterer Arm unmittelbar mit dem einen Ende des Werkzeugrahmens (x bei j) gelenkig verbunden ist, während der obere Arm das andere Ende dieses Rahmens (x) durch Vermittlung eines Zugorgans (e) emporzieht.
2. Ausführungsform der Aushebvorrichtung nach Anspruch 1 in Verbindung mit einer Ausrückvorrichtung für den Motor, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Verdrehung des Hebels (a) ein Schneckenrad
(c) und durch Vermittlung der zugehörigen Schnecke (d) entgegen dem Druck einer Feder (I) die Schneckenwelle (h) nach hinten mitgenommen wird, derart, daß die Ausrückung des Antriebes dann erfolgt, wenn der vom Hindernis ausgeübte Gegendruck die Kraft der Feder (I) zu überwinden vermag, während die beabsichtigte Aushebung durch Verdrehen der Schneckenradwelle (h) bewirkt werden kann.
3. Ausführungsform der Ausrückvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die beim Ausrücken erfolgende Längsbewegung der Schneckenradwelle (h) durch Vermittlung einer Ringnut (q1) des mitgenommenen Federgehäuses (m, 0) auf eine Stellgabel (q) und durch ein an diese angehängtes Zugorgan (t) auf die Ausrückvorrichtung für den motorischen Antrieb überträgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
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