DE260421C - - Google Patents
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Links
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64B—LIGHTER-THAN AIR AIRCRAFT
- B64B1/00—Lighter-than-air aircraft
- B64B1/58—Arrangements or construction of gas-bags; Filling arrangements
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- Tents Or Canopies (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 260421 KLASSE 77h. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19.JuIi 1910 ab.
Der Hauptzweck vorliegender Erfindung
geht darauf, das Gewicht eines im ganzen als starr anzusehenden Luftschiffes wesentlich
gegenüber den bisherigen Konstruktionen dieser Art zu vermindern.
Das Neue ist darin zu sehen, daß der langgestreckte Gastragkörper, der auf seiner unteren
Hälfte von einem starren, zerlegbaren, schalenförmigen Traggerüst umgeben wird, in
ίο dieses auf besondere Art eingelagert wird.
Diese Einlagerung erfolgt mittels zweier Vorrichtungen, und zwar einerseits durch eine
innere Einspannungsvorrichtung und andererseits durch eine um das Traggerüst herum-
gespannte, in etwa halber Höhe an beiden Seiten der Tragkörperhülle befestigte zweite
äußere Hülle.
Beide Vorrichtungen sind leicht so zu handhaben, daß nicht die eine die andere aufhebt,
sondern daß eine unverrückbare Schwebelagerung des Gastragkörpers im Traggerüst erreicht
wird, Die halbe äußere Hülle ist unter normalen Verhältnissen straff angespannt, steht
aber unter geringem Zug. Sie tritt als Sicherheitsumspannung erst dann voll in Kraft,
wenn durch irgendeinen Zufall die innere Spannvorrichtung ganz oder zum Teil versagen
sollte. Die äußere .Hülle wird in diesem nicht unmöglichen Fall das Trennen des Gerüstes
vom Gastragkörper verhindern.
Das schalenartige Traggerüst gewährleistet dem darin eingelagerten Gastragkörper auch
ohne Anwendung von Innendruck eine unveränderliche Form, besonders wenn das Ge rüst vorn pantoffelartig um die Spitze herumgeführt
wird, und gestattet eine leichte Montierung von Gondeln, Propellern, Stabilisationsflächen
usw. an allen in Betracht kommenden Stellen, während die das Traggerüst umspannende
äußere Hülle außer der Aufgabe, die Einspannung des Gasballons sichern zu
helfen, auch dazu dient, sämtliche Luftwiderstände, die sich an einem unverkleideten Traggerüst
bemerkbar machen könnten, auf ein Mindestmaß zu reduzieren.
Die Zeichnung veranschaulicht einen Querschnitt durch das Luftschiff.
Wie die Zeichnung erkennen läßt, ist der Gastragkörper 1 zwecks Gewichtsersparnis nur
auf der unteren Seite durch ein schalenförmig ausgebildetes Traggerüst 2 umgeben.
Dieses zerlegbar gestaltete Traggerüst ist mit Hilfe einer an der Ballonhülle angeordneten
Lasche 3 und einer durch diese hindurchgezogenen Leine 4 mit dem Gastragkörper leicht
lösbar verbunden. Da sich nun das Bedürfnis einer weiteren Sicherung der Verbindung
zwischen Ballon und Gerüst geltend macht, ist eine zu beiden Seiten des Gastragkörpers
befestigte Hülle 5 vorgesehen. Diese aus Segeltuch, Ballonstoff 0. dgl. bestehende Hülle 5
ist zweckmäßig zu beiden Seiten des Gastragkörpers, und zwar am besten in ungefährer
Höhe des oberen Traggerüstrandes befestigt und mit leicht löslichen, nachstellbaren Gurten
o. dgl. versehen, so daß die Hülle straff gespannt werden kann. Man hat nun in der
Hand, je nachdem die äußere Hülle mehr
oder weniger angezogen wird, die innere Spannvorrichtung dementsprechend zu entlasten.
Die Hülle 5 stellt somit eine äußere Sicherheitsumspannung dar und gewährleistet die
dem Gastragkörper im Traggerüst erteilte Stellung.
Es wird aber auf der anderen Seite möglich, Hülle und Gerüst jederzeit an einzelnen
Stellen oder im ganzen voneinander zu trennen, je nachdem das Gerüst Reparaturen,
Konstruktionsverbesserungen oder sonstige Änderungen wünschenswert macht.
Zwischen der inneren äußeren Ballonhaut der unteren Gaskörperhälfte bildet das Traggerüst
aber auch einen Hohlraum 7, der eine willkommene Luftisolierschicht darstellt, welche
auf die Gastemperatur des Gesamtkörpers bei Sonnenbestrahlung eine kühlende Wirkung ausüben
muß, so daß die Gasverluste in bekannter Weise durch Gaserwärmung auf ein Mindestmaß
beschränkt werden. Es kann ferner keinem Bedenken unterliegen, den oberen Teil ohne Gerüstschutz zu lassen, da nach Analogie
des Freiballons gerade der obere Hüllenteil durch den hier am stärksten wirkenden Gasdruck
auch am längsten prall gehalten wird. Der Anwendung von Ballonets steht im übrigen
bei der Konstruktion natürlich nichts im Wege. Der Fortfall des oberen Gerüstschutzes
gewährt im Gegenteil den weiteren Vorteil, daß mit dem Ballon im Notfall ganz nach
Art eines Freiballons durch Ziehen einer Reißleine eine sofortige Entleerung bei oder nach
der Landung bewirkt werden kann.
In diesem Zustand würde der Ballon oder richtiger das allein übrig gebliebene Traggerüst,
in das die aufgerissene Hülle hineingesunken ist, auch vor dem stärksten Sturm nicht gefährdet
werden können, da die Last des auf der Erde ruhenden Ganzen groß ist und das Gerüst auch sehr bald in einzelne Teile zerlegt
werden kann.
Die Zerlegbarkeit des Traggerüstes hat aber den weiteren Vorteil, daß der Ballon
überallhin in demontiertem Zustand transportiert und an jedem gewünschtem Ort, bei
halbwegs günstigem Wetter auch ohne Schutzhalle gebrauchsfertig gemacht werden kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Luftschiff mit einem Traggerüst, dessen Verbindung mit dem Gastragkörper durch Seile oder andere unstarre Elemente bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das den Gastragkörper auf der unteren Hälfte umschließende schalenförmige Traggerüst auf seiner Außenseite von einer nachspannbaren Hülle aus Segeltuch o. dgl. umgeben ist, die ungefähr in der Höhe des oberen Traggerüstrandes an dem Gastragkörper befestigt ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE260421C true DE260421C (de) |
Family
ID=518061
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT260421D Active DE260421C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE260421C (de) |
-
0
- DE DENDAT260421D patent/DE260421C/de active Active
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