DE259693C - - Google Patents

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DE259693C
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Germany
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channels
air
chamber
furnace
drying chamber
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B25/00Details of general application not covered by group F26B21/00 or F26B23/00
    • F26B25/06Chambers, containers, or receptacles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
~ χ
. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Ofen, welcher vorzugsweise zum Trocknen von Klaviergehäusen, Wagenkästen und ähnlichen Gegenständen bestimmt ist, welche angestrichen oder lackiert worden sind.
Die Erfindung besteht darin, daß in dem oberen Teile des Trockenofens die Heizdampfrohre und die Luftzufuhr- und Luftabzugrohre angeordnet sind, während im unteren Teil der Kammer die zu trocknenden Waren untergebracht sind. Hierdurch wird in dem oberen Teil des Trockenofens zwar ein wirksamer Kreislauf erzielt, 'im unteren Teil aber, in welchem sich das zu trocknende Gut befindet, ist ein fast toter Luftraum vorhanden. Es hat sich gezeigt, daß bei den älteren Trockenöfen, bei welchen die Heizröhren im oberen Teil des Ofens lagen, und die Luft oben eintrat und unten aus der Kammer ab-2:0g, der Lack besonders beim Trocknen hochpolierter Waren, z. B. von Klavieren, feinen Möbeln usw., leicht platzte. Dieses tritt nicht ein, wenn die durch das Verdampfen des Lacklösungsmittels entstehenden · Gase zwar so schnell als möglich abgeführt werden, aber doch nur ein möglichst geringer Luftwechsel zwischen den und um die zu trocknenden Waren herum erzeugt wird. Dieses wird . durch die Erfindung" erreicht, wobei am zweckmäßigsten, ist, den unteren Teil der Trockenkammer zu schließen und die Luftbewegung nur auf den oberen Teil der Kammer zu beschränken, in welchen die Gase von den lackierten Waren hineinsteigen.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung veranschaulicht.
Fig. ι ist ein senkrechter Querschnitt durch eine Ausführungsform des Ofens, wobei einzelne Teile in Ansicht dargestellt sind.
Fig. 2 ist ein mittlerer senkrechter Längsschnitt.
Fig. 3 ist ein wagerechter Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 1.
Fig. 4 ist ein Schnitt nach der Linie 4-4 der Fig. i. ■
Fig. 5 zeigt eine abgeänderte Form einer Einzelheit in senkrechtem Schnitt.
Die senkrechten Seitenwände des Ofens bestehen aus äußeren Wandflächen 5, inneren Wandflächen 6 und Zwischenwänden 7. Die AVände können aus Holz oder irgendeinem anderen geeigneten Stoff bestehen. Die Wände 5, 6 und 7 ruhen auf einer geeigneten Bodenfläche oder Grundplatte 8. Ein Dach 9 überdeckt den Ofenraum. Die Enden des Ofens werden durch Türen 10 verschlossen, welche doppelwandig sind. Die Teile 11 der Endwände nahe den Türen 10 sind hohl, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, um die Wärme besser im Ofen zusammenzuhalten.
In einem gehörigen Abstande unter dem Dach 9 des Ofens sind zwei Reihen von Querstreifen 13, vorzugsweise aus grobem Baumwollstoff, angebracht, die Zwischenräume zwi-
sehen sich frei lassen und versetzt zueinander angeordnet sind, so daß die Streifen 13 der einen Reihe gegenüber den Zwischenräumen 14 der anderen Reihe liegen. Die Streifen 13 werden mit Asbestfarbe überzogen, um sie gegen die Wirkung der Hitze der über ihnen befindlichen Dampfröhren zu schützen. Die Streifen 13 dienen dazu, die Strahlung der Hitze von den darüber befindlichen Dampf röhren 16, 17 auf die in der Trockenkammer befindlichen Gegenstände zu verhindern. Unter der unteren Reihe von Streifen 13 erstreckt sich eine Reihe von Stangen 15, worauf die Streifen ruhen. Zwischen dem unteren und dem oberen Satz von Streifen 13 befindet sich eine Reihe von Stangen 15", welche den oberen Satz von Streifen 13 tragen und diese von den darunter befindlichen Streifen trennen. Die Enden der Streifen 13 sind an den Streifen 15* befestigt, die ihrerseits an der Seitenwand des Ofens angebracht sind, wie aus Fig. ι ersichtlich ist.
Über den Dampf röhren 16 und 17 befinden sich Blechplatten 18, deren äußere Kanten an den inneren Seitenwänden des Ofens befestigt sind, während die freien inneren Kanten der Platten sich in einem gewissen Abstande von der Ofenmitte halten. Es sind zwei Reihen von Dampfschlangen 16, 17 vorgesehen, von denen jede mit Frischdampf durch besondere Zuführungsröhren τ6α und \ja gespeist wird. Der Zweck der Anwendung getrennter Dampfschlangen 16 und 17, die ineinander geschachtelt sind, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, besteht darin, die Temperatur der Trockenkammer bequemer regeln zu können, zu welchem Zweck jede der Dampfröhren 16, 17 ausgeschaltet werden kann.
Der Raum zwischen den Seitenwänden 5 und 7 ist durch Querplatten 20 geteilt, so daß Luftzuführungskanäle 21 gebildet werden, welche sich vom Boden bis zum oberen Ende der Wände erstrecken. Jeder Luftzuführungskanal 21 ist nahe dem Boden mit einem Lufteinlaß 22 versehen, der zweckmäßig von einem Netz 23 überdeckt ist, um Staub oder Fremdstoffe abzuhalten. An dem oberen Ende der Kanäle 21 befinden sich parallele Platten oder Streifen 24, welche Querkanäle 25 bilden, die mit dem oberen Ende der Kanäle 21 in Verbindung stehen. Diese Querkanäle 25 empfangen Luft aus den senkrechten Kanälen 21 und leiten sie nach der Trockenkammer oberhalb der Blechplatten 18.
An dem inneren Ende jedes Querkanals 25 befindet sich ein Vorhang 30 von geeignetem biegsamen Stoff, welcher als Ventil wirkt. Dieser Vorhang kann ein wenig nach innen bewegt werden, um der Luft zu gestatten, aus den Kanälen 25 in die Trockenkammer überzutreten; derselbe legt sich jedoch dicht gegen die Mündungen der Kanäle 25 und verhindert jeden Rückstrom von Luft aus dem Ofeninnern nach den Kanälen 25.
Die Platten 20, welche den Raum 5 und 7 teilen und die senkrechten Lufteinführungskanäle 21 bilden, erstrecken sich auch in dem Raum zwischen den Wänden 7 und 6 und bilden hier die Luftauslaßkanäle 29, welche zwischen den kurzen Kanälen 25 in die Höhe ragen und mit Auslaßöffnungen 25s durch das Ofendach hindurch in Verbindung stehen. Die Kanäle 29 sind nahe der Decke der Trockenkammer mit Auslaßöffnungen 29° versehen, die zweckmäßig mit Netzen 290 ausgestattet sind. Die Luft, Gase usw. strömen von der Decke des Trockenraumes in die Kanäle 29 und verlassen diese durch die Auslaßöffnungen 29a.
In dem Dach 9 des Ofens sind in passenden Zwischenräumen Auslaßöffnungen 35 vorgesehen, die gewöhnlich durch Deckel 36 geschlossen gehalten werden können. Die Deckel 36 sind in Führungen 37 verschiebbar angeordnet, so daß die öffnungen 35 je nach der Einstellung der Deckel teilweise oder gänzlich geschlossen werden, wodurch eine weitere Regelung der Temperatur im Ofenraum erzielt wird.
Die Dampfröhren 16 und 17 im Trockenraum können mit Röhren 40 versehen sein, um das Kondensationswasser abzuführen, von welchen Röhren 40 nur eine auf der Zeichnung dargestellt ist. Die Kondensationsröhre 40 führt aus der Trockenkammer nach einem Punkt außerhalb des Ofens und ist dort mit einer selbsttätigen Vorrichtung 41 ausgestattet, welche die Abführung von Kondensationswasser gestattet, jedoch den Austritt von Dampf aus den Röhren 16 und 17 verhindert.
Die Dampfröhren 16 und 17 sind durch Querbalken 50 unterstützt (vgl. Fig.3), deren Enden in den Wänden des Ofens gelagert sind.
Die Wirkungsweise des Trockenofens ist wie folgt.
Sobald die zu trocknenden Gegenstände in die Trockenkammer eingeführt worden sind, werden die Türen 10 der Kammer geschlossen und Dampf in die Heizrohren 16 und 17 eingelassen. Wenn dieses geschieht, tritt Luft durch die öffnungen 22 ein und strömt aufwärts durch die Luftzuführungskanäle 21 und die Querkanäle 25 in die Trockenkammer oberhalb der Platten 18. Die erhitzte Luft dehnt sich an der Decke der Kammer aus und strömt abwärts, da die Vorhänge oder Ventile 30 den Rückstrom der Luft nach den Kanälen 25 und 21 verhüten, in die Trockenkammer, iao und verläßt diese durch die Öffnungen 290, die Auslaßkanäle 29 und die öffnungen 29®,
welche nach der Außenluft führen. Wenn die Temperatur auf diese Weise innerhalb der Trockenkammer erhöht worden ist, so geben die bemalten oder lackierten Gegenstände in der Kammer bei der Verdampfung der flüchtigen Bestandteile der Farbe oder des Lackes Dämpfe ab, welche zur Decke der Trockenkammer ansteigen und durch die öffnungen 29° zu entweichen suchen. Auf diese Weise entsteht eine Luftbewegung, wie sie durch die Pfeile in Fig. 1 der Zeichnung angedeutet ist, nämlich aufwärts durch die Luftzuführungskanäle 21 und darauf durch die kurzen Kanäle 25 nach dem oberen Teil der Trockenkammer und von dort abwärts zwischen den Streifen 13 nach dem Innenraum der Kammer und schließlich nach außen durch die Auslaßöffnungen 29°, die Kanäle 29 und die Öffnungen 29°. Die Bleche 18, welche sich über die äußeren Enden der Dampfröhren erstrecken, sichern die Luftabführung nach der Mitte der Trockenkammer und verhindern den unmittelbaren Übertritt nach den Auslaßöffnungen 290 der Kanäle 29.
Die Praxis hat ergeben, daß die Luftmenge innerhalb der Trockenkammer rasch auf die gewünschte Temperatur gebracht wird, und daß nur ein geringer Temperaturunterschied in dem unteren und dem oberen Teil des Raubesteht. In der Tat wird die erhitzte
mes
Luft in der Trockenkammer auf so gleichmäßiger Temperatur gehalten, daß eine gleichmäßige Trocknung der Gegenstände innerhalb der Kammer erzielt wird, während die Dämpfe, die nach der Decke der Kammer steigen, beständig abgeführt werden.
Die Einzelheiten der beschriebenen Anlage können abgeändert werden, ohne daß der wesentliche Erfindungsgedanke verlassen wird; auch können einzelne Merkmale der Erfindung benutzt werden, ohne daß die Erfindung in ihrer Gesamtheit Anwendung findet. So ist es z. B. nicht erforderlich, daß die Auslaßkanäle 29 unterhalb der Öffnungen 29° liegen. Bei der in Fig. 5 dargestellten Abänderung sind beispielsweise die Auslaßkanäle 29 so angeordnet, daß sie mit ihrem unteren Ende nach den Auslässen 29° führen.
Die Bleche 18, welche sich vorzugsweise von jeder Seitenwand nach der Mitte des oberen Teiles der Trockenkammer hin erstrecken, bilden eine Prallvorrichtung, welche verhindert, daß die Luft von den Zulaßkanälen unmittelbar nach den Auslaßkanälen strömt. Die Prallplattenanordnung kann jedoch auch in mannigfacher Weise abgeändert werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Trockenofen, dadurch gekennzeichnet, daß im oberen Teil die Heizdampfrohre und die Luftzufuhr- und Luftabzugrohre angeordnet sind, während im unteren Teil der Kammer die zu trocknenden Waren (lackierte Gegenstände u. dgl.) untergebracht sind.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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