DE60602C - Apparat zum Dämpfen und Fixiren von Geweben, Gespinnsten u. s. w. mit Einrichtung zum gleichzeitigen Kühlen und Trocknen - Google Patents

Apparat zum Dämpfen und Fixiren von Geweben, Gespinnsten u. s. w. mit Einrichtung zum gleichzeitigen Kühlen und Trocknen

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DE60602C
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Germany
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT60602D
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English (en)
Original Assignee
C. A. M. SCHULZE in Crimmitschau
Publication of DE60602C publication Critical patent/DE60602C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C7/00Heating or cooling textile fabrics
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C2700/00Finishing or decoration of textile materials, except for bleaching, dyeing, printing, mercerising, washing or fulling
    • D06C2700/13Steaming or decatising of fabrics or yarns

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
C. A. MORITZ SCHULZE in CRIMMITSCHAU.
gleichzeitigen Kühlen und Trocknen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. März 1891 ab.
Alle bis jetzt zur Anwendung gelangenden Dämpf- und Fixirapparate haben den grofsen Nachtheil, dafs die gedämpften Erzeugnisse nafs aus dem Apparat genommen werden und langsam an der freien Luft trocknen müssen, was aber den Procefs des Fixirens im höchsten Grade nachtheilig beeinflufst.
Dieser Procefs kann sich aber nur günstig vollziehen, wenn die gedämpften Erzeugnisse einem möglichst warmen Luftstrom ausgesetzt werden, so lange die Verdunstung der durch das Dämpfen aufgesaugten Wassertheilchen stattfindet.
Um nun diesen Zweck zu erreichen, ist die nachstehend-beschriebene Einrichtung construirt worden.
Das einfache, einem Kessel ähnliche, aus Eisen- oder Metallblech hergestellte Gefäfs A ist durch eine Thür B geschlossen und dient dazu, die zu dämpfenden und zu fixirenden Gegenstände aufzunehmen und durch Oeffnen des Hahnes bezw. Ventils C und des Wasserablafshahnes D einem Dampfstrom unter beliebigem Druck auszusetzen.
Nachdem das Dämpfverfahren vollzogen ist, wird der Dampfzuleitungshahn C geschlossen und das Ventil E sowohl als auch das am entgegenstehenden Punkte angebrachte Ventil F geöffnet, damit der an irgend einem beliebigen Platz montirte Ventilator G einen Strom frischer Luft einführt, welche sich beim Eintritt in das Gefäfs erwärmt, die zu dämpfenden Objecte bestreicht und eine schnelle Verdunstung des vom Dampf hinterlassenen Wassergehaltes bewirkt.
Der Ventilaior G kann jedoch auch durch einRoot's-Gebläse, Dampfstrahlgebläse, Blasebalg oder sonst geeignete Vorrichtungen ersetzt werden und nach Belieben auch der Luftstrom mittelst Exhaustors, Dampfstrahlgebläses oder Schornsteins aus dem Gefäfse gesaugt werden.
Zur besseren Unterstützung der Verdampfungsfähigkeit kann, wie Fig. 3 und 4 zeigen, das Gefäfs aufserdem noch mit einem Mantel H umhüllt sein, dessen Hohlraum mit Dampf gefüllt wird, um den Luftstrom in höherem Grade zu erwärmen und zur gröfseren Aufnahme der Wasserdünste zu befähigen.
An Stelle des Mantels H können aber zu gleichem Zwecke entweder Dampfheizungsrohre im Innenraum des Gefäfses angebracht oder zwischen Ventilator G und Gefäfs A ein Röhrenkessel eingeschaltet werden, durch welchen der Luftstrom hindurchgeleitet wird.
Die Dampfzuleitung erfolgt entweder mittelst eines Rohres J, wie in Fig. 1 und 2 dargestellt und welches mehrere Ausflüsse nach dem Dämpfraum abzweigt, oder mittelst eines angenieteten Kanals K, wie Fig. 3 und 4 zeigen, welcher durch Löcher in der Gefäfswandung mit dem Dämpfraum in Verbindung steht.
In einiger Entfernung von der Basis des Gefäi'sinnenraumes ist horizontal eine perforirte Metallplatte L eingelegt und an den Rändern gegen die Gefäfswandungen abgedichtet, welche den zuströmenden Dampf zwingt, sich 'gleich-

Claims (1)

  1. mäfsig zu vertheilen und gleichzeitig das mitgerissene Condensationswasser abzusetzen.
    Wird das Zuleitungsrohr J angewendet, so ist zwischen der Basis des Gefäfses und der perforirten Vertheilungsplatte eine gewölbte Blechhaube M über den Ausblaseöffnungen des Dampfrohres befestigt, an welcher sich der Dampf entsprechend vertheilen und das Wasser absetzen kann.
    Je nach dem Zwecke, welchem der Apparat dienen soll, mufs die innere Einrichtung verschieden construirt sein:
    Fig. ι und 2 zeigen denselben, und zwar im Durchschnitt gezeichnet, in seiner Verwendung zum Dämpfen und Fixiren von Webwaaren und zum Verweben bestimmter Webketten. Es stellt N einen Wagen dar, in dessen Achsen in entsprechenden Lagereinschnitten eine aus rostfreien Metallstäben hergestellte Trommel O liegt und welcher mittelst Rollen P auf den Laufschienen q fahrbar ist.
    Diese Trommel O kann aber auch durch eine eiserne, verzinnte, verzinkte, verbleite oder kupferne perforirte hohle Walze ersetzt werden.
    Die zu dämpfende Webwaare oder Webkette wird auf die Trommel O fest aufgewickelt und durch den vorhandenen Hohlraum derselben sowohl von innen als von aufsen vom Dampf berührt und nach dem Dämpfen in gleicher Weise vom Luftstrom bestrichen.
    Ueber der Trommel ist ein halbkreisförmiges, mit Stehbolzen am Gefäfsmantel befestigtes, aus Kupferblech oder aus anderem nicht oxydirenden Material hergestelltes Verdeck R angebracht, welches das vom Mantelscheitel abtropfende Wasser auffängt und aufserhalb der zu dämpfenden Waaren abtropfen läfst.
    Es können selbstredend auch statt nur einer gleichzeitig mehrere neben oder über einander oder bündelweise gruppirte Trommeln eingelegt werden.
    Fig. 3 und 4 stellen den Apparat dar, und zwar ebenfalls im Durchschnitt gezeichnet, in seiner Verwendung zum Dämpfen und Fixiren von Gespinnsten in Strähnen oder Kötzern.
    Diese letzteren werden in einen aus Holzlatten oder aus Drahtstäben von Eisen oder nicht oxydirendem Material hergestellten Kasten S gelegt. Dieser Kasten 5 läuft mittelst der Rollen T auf der perforirten Platte L, um auf diese Weise leicht ein- und ausgefahren werden zu können.
    Auch hier ist auf den Kasten S ein dachähnlicher Deckel U aufgesetzt, welcher das vom Mantelscheitel abtropfende Wasser auffängt und aufserhalb abtropfen läfst. ;
    Nach Bedarf können statt nur eines Kastens deren zwei oder mehrere neben oder über einander liegend angewendet werden.
    Endlich können mehrere Apparate neben oder über einander oder mit den-Stirnflächen an einander liegend gemeinsam angewendet und von einem Gebläse gemeinschaftlich bedient werden.
    Pateντ-Anspruch:
    Dämpf- und Fixirapparat mit oder ohne Heizmantel, bei welchem der Procefs des Fixirens an Webwaaren und Gespinnsten da^ durch vortheilhaft beeinflufst ist, dafs in den Dämpfraum ein Luftstrom eingeführt wird, welcher eine schnelle Verdunstung der rückständigen Wassertheilchen und ein gleichzeitiges Trocknen der gedämpften Gegenstände bewirkt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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