DE258296C - - Google Patents

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DE258296C
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ester
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D233/00Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings
    • C07D233/54Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D233/66Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D233/90Carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 258296 KLASSE Mp. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Februar 1912 ab.
Bei der Oxydation des 5 (4)-Methyl-2-mercaptoimidazol-4(5)-carbonsäureäthylesters
CHn
(-ti
■C-
C2H5OOC-C-NH'
(5) W
(2)
(Gabriel, Posner, Bd. 27 [1894], S. 1141) mit verdünnter Salpetersäure wird ein neuer Körper, der 5(4)-Methylimidazol-4(5)-carbonsäurearylester
CH»-C— N
CH
C-NH'
COOC2H5
gebildet, welcher als Ausgangsstoff zur Herstellung von Verbindungen dienen soll, die wegen ihrer Wirkungen auf den Blutdruck zu medizinischen Zwecken gebraucht werden sollen.
Beispiel.
log 5 (4)-Methyl-2-mercaptoirnidazol-4 (5)-carbonsäureäthylester, die nach Gabriel und Posner aus salzsaurem Aminoacetessigsäureäthylester und Rhodankalium bereitet waren, werden in kleinen Anteilen im Verlauf einer halben Stunde in ioprozentige Salpetersäure, die in gelindem Sieden gehalten ist, eingetragen. Nach 10 Minuten langem Aufkochen der Flüssigkeit engt man im Vakuum ein und saugt das auskristallisierte Nitrat nach kurzem Kühlen möglichst in der Kälte ab. Die Mutterlauge wird im Vakuum eingedampft, der Rückstand mit wenig warmem Wasser aufgenommen und das beim Abkühlen auskristallisierende Salz abgesaugt. Die gesammelten Niederschläge werden im Vakuum über Kalk getrocknet; ihr Gewicht beträgt 9,5 g. Zur Abscheidung des freien Methylimidazolcarbonsäureäthylesters, und um ihn von beigemengter Säure zu befreien, löst man das Nitrat in der etwa sechsfachen Menge Wasser, filtriert und übersättigt mit Ammoniak. Der neue Körper, der sogleich rein ausfällt, wird abgesaugt, mit kaltem Wasser gewaschen und bei 100 ° getrocknet. Die Ausbeute beträgt etwa 80 Prozent der Theorie.
Der Ester ist in kaltem Wasser sehr wenig, in heißem ziemlich gut löslich, aus welchem er beim Erkalten in Form langer Stäbchen mit abgeschrägten Enden auskristallisiert.
Aus kochendem Alkohol, von dem er etwa die zwölffache Menge zur Lösung benötigt, ist er fast ohne Verlust umkristallisierbar. In warmem Essigester ist er gut, in Aceton schwer, in Äther sehr wenig löslich.
Er schmilzt zwischen 205 bis 206 ° zu einer klaren Flüssigkeit, die bei einer Temperatur unter 2000 wieder kristallinisch erstarrt. Im Vakuum läßt er sich unter sehr geringer Zersetzung, aber starker Sublimation destillieren. Er besitzt schwach basische und sehr schwach saure Eigenschaften. Seine wässerigen und alkoholischen Lösungen zeigen auf Lakmuspapier keine Reaktion. In Mineralsäuren und in überschüssiger Natron- oder Kalilauge ist er löslich, von verdünnter Essigsäure oder
durch Ammoniak wird er jedoch nicht aufgenommen.
Durch mehrstündiges Kochen mit konzentrierter Salzsäure wird der Ester verseift.
Das Natriumsalz des Esters wird durch Zusatz von 40 prozentiger Natronlauge zu einer wässerigen Suspension des Esters gewonnen. Nach vorübergehender teilweiser Lösung kristallisiert das Salz (besonders beim Kühlen mit Eis) in Gestalt langer Nadeln aus. Beim Erhitzen im Schmelzpunktsrohr schmilzt es bei 240° nach vorhergehendem Sintern. Verreibt man das Salz mit Wasser, so findet Hydrolyse und Abscheidung des freien Esters statt.
Das Nitrat wird in Form vierseitiger, langgestreckter Platten erhalten, wenn man den Ester in warmer 10 prozentiger Salpetersäure löst und die Lösung abkühlt. Das Salz ist in eiskaltem Wasser wenig, in mäßig warmem ziemlich leicht löslich. Es schmilzt bei 167 ° unter starker Gasentwicklung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Darstellung des 5 (4)-Methylimidazol-4 (5 )-carbonsäurearylester, dadurch gekennzeichnet, daß man 5 ^-Methyl - 2 - mercaptoimidazol-4 (5) - carbonsäurearylester mit verdünnter Salpetersäure in der Wärme behandelt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2541924A (en) * 1948-09-17 1951-02-13 Lilly Co Eli Synthesis of substituted imidazoles

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2541924A (en) * 1948-09-17 1951-02-13 Lilly Co Eli Synthesis of substituted imidazoles

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