DE257619C - - Google Patents

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DE257619C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D33/00Equipment for handling moulds
    • B22D33/06Burdening or relieving moulds

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Casting Devices For Molds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 257619 KLASSE 31 c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. November 1911 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum selbsttätigen Belasten von Gießformen in ihren Fördervorrichtungen mit voneinander unabhängigen Gewichten und besteht im wesentliehen darin, daß eine parallel zur Kastenfördervorrichtung umlaufende zweite, mit ersterer gleichmäßig absatzweise, aber im entgegengesetzten Sinne angetriebene Fördervorrichtung die Gewichte von der Abhebestelle ίο nach der Auflegestelle bringt. Da die letztere Fördervorrichtung unabhängig von der Kastenfördervorrichtung neben. dieser verläuft, so findet einesteils keine übermäßige Belastung, anderenteils keine Beeinträchtigung der Fortbewegung der Kastenfördervorrichtung statt, wie dies leicht eintritt, wenn eine die Gewichte tragende, über den Kästen umlaufende, endlose Kette unmittelbar auf diesen aufliegt.
Auf der Zeichnung stellen dar:
Fig. ι eine Gießmaschine gemäß der Erfindung im Grundriß,
Fig. 2 die dazugehörige Seitenansicht,
Fig. 3 einen Teil der Maschine gemäß Fig. 1 in größerem Maßstabe,
Fig. 4 den Schnitt gemäß a - α der Fig. 3,
Fig. 5 die Endansicht der Fig. 4 in Richtung des Pfeiles und
Fig. 6 die schaubildliche Ansicht eines Formkastenbelastungsgewichtes.
Die Fördervorrichtung ohne Ende 1 besteht aus einer Anzahl von Gliedern 2, die durch Zwischenglieder aneinandergelenkt sind. Jedes Glied 2 besitzt eine Plattform 3 zur Unterstützung des Formkastenbodens. Jedes Glied 2 ist mit in geeigneten Lagern sich drehenden Achsen 4 mit Rädern 5 versehen, die auf Schienen 6 laufen (Fig. 4). Diese Förderkette bewegt sich in einer senkrechten Ebene, und zwar in Richtung der Pfeile b (Fig. 2), und ihre Aufgabe ist, die gefüllten Formkästen während des Gießens zu unterstützen.
Mit 8 ist eine wagerechte Fördervorrichtung bezeichnet, deren eines Trum oberhalb des in senkrechter Ebene umlaufenden Förderwerks 1 läuft. Beide Vorrichtungen werden gleichsinnig gemeinsam angetrieben. Die Fördervorrichtung 8 besteht aus einer Anzahl Ringe 9 zum Aufnehmen der Formkästen, die an der einen Seite durch Glieder 10 aneinandergelenkt sind. Die Glieder 10 haben genügend Spiel, so daß sie sich den Kurven an beiden Enden der Fördervorrichtung anpassen und ebenso auftretende kleine Unebenheiten auf den Tragschienen leicht überwinden können. j Die Formkastentragringe treten erst in Tätigkeit, wenn die Form gefüllt und der Boden noch vor dem Ausstoßen des Sandes und Gusses heruntergeklappt ist; dann erst senken sich die Formkästen und werden nun von den Ringen getragen, bis sie wieder zurück zur Formmaschine gelangen.
Die Förderkette geht um Kettenräder 7 herum, von denen das eine das treibende ist. Die Förderkette 8 dagegen läuft über Kettenräder 11, von denen auch wieder das einedastreibende ist. Beide Antriebsräder sind in geeigneter Weise miteinander verbunden, damit beide Förderketten in derselben Art und Weise angetrieben
werden. Der Formkasten besteht im Ausführungsbeispiele aus dem Oberkasten 16 und j dem Unterkasten 17, an den der Boden 18 lose angelenkt ist. Die Ringe der wagerechten Förderkette sind mit Rollen ausgerüstet, die auf Schienen 12 aus Winkeleisen laufen, wobei die aufrechtstehenden Schenkel als Führungen dienen, um die Ringe seitlich in der richtigen Stellung zu halten.
Mit 13 ist eine Formmaschine beliebiger Bauart bezeichnet, die beim Ausführungsbeispiel innerhalb der Förderkette 8 steht. Die Formkästen werden mit Hilfe der Formmaschine gefüllt und in die Ringe der Förderkette 8 gesetzt, die sie nach der Gießstelle bzw. zur Gießpfanne 14 bringt (Fig. 2 und gestrichelt Fig. 1).
Um den Sand während des Gießens in der Form festzuhalten, sind Gewichte vorgesehen, die unmittelbar auf dem Sande der Form aufliegen. Diese Gewichte haben Öffnungen gerade über den Eingüssen der Formen, so daß, wenn ein Formkasten die Gießpfanne erreicht hat und die Förderkette stillsteht, die Öffnung im Gewicht, der Einguß und die Abstichöffnung der Gießpfanne übereinander liegen, das geschmolzene Gut also in der richtigen Weise eingegossen werden kann; das aufliegende Gewicht verhindert ein Steigen der Form während des Gusses und schafft hierdurch die Möglichkeit, genauen Guß herstellen zu können.
Nach vollendetem Guß wird das Gewicht wieder von der Form abgehoben, und wenn das Metall genügend erstarrt ist, wird der Sand samt dem Guß aus dem Formkasten heraus in einen Siebtrichter 15 gestoßen, während der Kasten zur Formmaschine zurückgeht.
Gemäß der Erfindung sind eine Anzahl voneinander getrennter Formkastengewichte vorgesehen, die durch geeignete Vorrichtungen auf die Formen gebracht werden; diese Gewichte werden, während die Fördervorrichtung an der Gießstelle vorübergeht, von dieser aufgenommen und hinterher durch die Gewichtsfördervorrichtung von den Formen wieder abgehoben und nach dem Anfangspunkt zurückgebracht, wo sie wieder auf die Formen in den Kästen aufgesetzt werden.
Die Kastenfördervorrichtung bewegt sich absatzweise vorwärts, damit das Gut in die Form eingegossen werden kann. Während des Stillstehens wird stets ein Gewicht auf einen Formkasten, und zwar ehe dieser die Gießstelle erreicht, aufgelegt und wieder abgehoben, wenn der Formkasten an eine bestimmte Stelle gelangt ist.
Mit 19 ist eine Fördervorrichtung bezeichnet, die längs der einen Seite des gefüllten Trums der Förderkette 1 verläuft (Fig. 3 und 4), bestehend aus einer Anzahl von mit auf Schienen 22 laufenden Rädern 21 versehenen ■ Gestellen 20, die durch Glieder 23 miteinander verbunden sind. Diese Förderkette geht über Kettenräder 55, von denen das eine das treibende ist und selbst wiederum von der Welle der Fördervorrichtung 1 angetrieben wird (Fig. 2). Die Bewegungsübertragung ist dabei eine solche, daß, während die Formkästen sich in der einen Richtung bewegen, die Gewichtsförderkette in der anderen läuft, und zwar mit einer solchen Geschwindigkeit, daß beim Stillstand stets ein Gewichtsgestell einem Formkasten gegenübersteht.
Die Belastungsgewichte 24 besitzen eine Gießöffnung 25 und Ansätze 26 (Fig. 6), an denen die Versetzvorrichtung angreift. Natürlich kann die Form der Gewichte entsprechend der Versetzvorrichtung auch eine andere sein.
Diese Versetzvorrichtung ist folgendermaßen eingerichtet:
Ein Gestell 29 ruht mit Rollen 30 auf Schienen 27 auf und wird in der richtigen Stellung durch Oberschienen 28 gehalten, gegen die sich die Rollen 30 anlegen. Mit dem rückwärtigen Ende des Gestells 29 ist eine Kolbenstange 32 verbunden, deren Kolben in einem Zylinder 31 hin und her geht. Durch ein Ventil 33 wird der Ein- und Auslaß eines Druckmittels in den Zylinder gesteuert. Dieses Ventil steht mit dem Druckmittelrohr 34 einerseits und dem Zylinder andererseits durch Rohre 35, 36 in Verbindung, die biegsam sind, weil das Ventil auf dem verschiebbaren Gestell 29 angeordnet ist. Das Ventil wird vermittels einer Kurvenscheibe 37 gesteuert, die auf einer im Gestell 29 gelagerten Welle 38 sitzt. Der Hebel 39 ist bei 40 gelagert, trägt eine Rolle, die in die Nut der Kurvenscheibe 37 eingreift, ist am oberen Ende gegabelt und arbeitet mit einem auf der Ventilspindel befestigten Arm 41 derart zusammen, daß durch die Drehung der Kurvenscheibe 37 das Ventil das Druckmittel nach dem einen Zylinderende strömen oder zurückfließen läßt, um so dem Gestell 29 eine hin und her gehende Bewegung zu erteilen.
Die Welle 38 wird beim Ausführungsbei-1 spiele von einer Hauptwelle 42 aus angetrieben, die in äußeren Lagern ruht, und zwar wirkt diese Welle 42 mittels eines Zahnrades 44 unter Vermittlung eines Zwischenzahnrades 45 auf ein Zahnrad 43 auf der Welle 38. Das Zahnrad 45 ist dabei mit Armen 46 zwischen den Wellen 38 und 42 aufgehängt, so daß daß Gestell 29 frei hin und her bewegt werden kann, ohne dadurch den Eingriff zwischen den Zahnrädern aufzuheben.
Der Antrieb der Welle 42 kann derart mit der Gießvorrichtung verbunden sein, daß das Gestell 2.9 gleichzeitig mit dieser in Tätigkeit
tritt, und zu gleicher Zeit kann ein Gewicht auf den Sand im Formkasten gesetzt und ein anderes davon abgehoben werden, bis alles Gut vergossen ist.
Zwei Paare von Armen 47 und 48 sind mit der einen Seite an das Gestell 29 und mit der anderen an einen Rahmen 49 mit zwei Armen 50 angelenkt, mit denen die Gewichte 24 gefaßt und aus der einen in die andere Stellung gebracht werden. Einer der Arme 47 ragt über den Drehpunkt hinaus und ist dort bei 51 gegabelt, um einen an einer Stange 52 vorgesehenen Stift zu umfassen. Diese Stange 52 ruht beweglich in Lagern an dem Gestell 29 und erhält durch den Hebel 54 in Verbindung mit einer Kurvenscheibe 53 eine hin und her gehende Bewegung. Der eine Arm des Hebels 54 trägt zu diesem Zwecke eine Rolle, die mit der Kurvenscheibe zusammen arbeitet, während der andere Hebelarm gegabelt ist und einen Zapfen an der Stange 52 umfaßt, so daß die Wirkungsweise die folgende ist:
In der in Fig. 3 und 4 dargestellten Stellung
ist die Gewichtsversetzungsvorrichtung außer Eingriff mit den Gewichten, und die Fördervorrichtungen können sich frei bewegen. Ist die Stellung in Fig. 3 eingenommen, in der das Gewicht 24 sich dem Formkasten 16 gerade gegenüber befindet, so stehen die Kurvenscheiben so, daß zunächst das Ventil 33 verstellt, das Gestell 29 gegen das Förderband 19 zu verschoben wird und die Arme 50 des Rahmens 49 unter die Ansätze 26 des Gewichtes 24 treten. Hierauf wird die Stange 52 durch die Kurvenscheibe 53 derart verschoben, daß die parallelen Arme 47 und 48 um ihre Drehpunkte verschwenkt werden und den Rahmen 49 vorwärts bewegen, durch welche Bewegung das Gewicht gefaßt, von dem Förderband 19 abgehoben und auf den Sand des Formkastens 16 gesetzt wird. Durch die Bewegung der Arme 47, 48 um ihre Drehpunkte wird der Rahmen 49 zuerst angehoben, worauf er sich wieder senkt, so daß die Arme 50 das Gewicht 24, nachdem sie es auf den Kasten 16 gesetzt haben, wieder freigeben. Hierauf wird das Ventil 33 wieder verstellt und das Gestell 29 zurückgezogen. Sind nun die Arme 50 unter dem Gewicht 24 hervorgezogen, so tritt die Kurvenscheibe 53 in Tätigkeit und bringt auch den Rahmen 49 in seine Anfangslage zurück (Fig. 4). Bewegt sich die Fördervorrichtung weiter, so nimmt der Formkasten das Gewicht mit, und das nächste stellt sich gegenüber der eben beschriebenen Vorrichtung auf.
Diese Vorrichtung ist in Fig. 1 mit A bezeichnet und hat den Zweck, die Gewichte auf die Formkästen zu setzen, ehe das Gut in die Formen gegossen wird. Eine ähnliche Vorrichtung ist bei B (Fig. 1) vorgesehen zum Abheben der Gewichte, nachdem der Guß stattgefunden hat.
Diese letztere Vorrichtung arbeitet so, daß sie bei stillstehenden Förderketten ein Gewicht von dem Formkasten abhebt und auf die Förderkette 19 setzt. Da diese Kette in entgegengesetzter Richtung läuft zu der der Kastentragkette, wie die Pfeile in Fig. 1 zeigen, so werden die Gewichte stets wieder der Vorrichtung A zugeführt, die sie der Reihe nach wiederum auf andere Formkästen setzt.
Hieraus läßt sich erkennen, daß, während die Formkastenkette stillsteht und das Gießen vor sich geht, ein Gewicht von der Gewichtsförderkette abgehoben und auf eine der Formen gesetzt wird, während gleichzeitig auf der anderen Seite ein anderes Gewicht von der gefüllten Form abgehoben und auf die Förderkette gesetzt wird, so daß die Gewichte im Verlaufe des Arbeitsganges immer wieder an die Reihe kommen.

Claims (9)

Patent-Ansprüche: 8s
1. Vorrichtung zum selbsttätigen Belasten von Gießformen in ihren Fördervorrichtungen mit voneinander unabhängigen Gewichten, dadurch gekennzeichnet, daß eine parallel zur Kastenfördervorrichtung umlaufende zweite, mit ersterer gleichmäßig absatzweise aber im entgegengesetzten Sinne angetriebene Fördervorrichtung die Gewichte von der Abhebestelle nach der Auflegestelle bringt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gewichtsförderkette selbsttätig die Gewichte zum Aufsetzen auf die Kästen entnommen und wieder aufgesetzt werden durch Vorrichtungen, die infolge ihres Antriebs bei Stillstand der Förderketten arbeiten und bei deren Bewegung stillstehen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch ein auf Schienen (27) laufendes Gestell (29), das durch Kolben und Zylinder in wagerechter Richtung senkrecht gegen die Förderkette vor und zurückbewegt werden kann und einen Rahmen (49) mit Armen (50) trägt, die mit den Bewegungen des Gestells derart zwangläufig verbunden sind, daß sie die Gewichte entweder von der Förderkette aufheben und auf die Formen setzen oder umgekehrt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die im Gestell (29) gelagerte Welle (38) durch Zahnräder (43, 45, 44) mit der festliegenden Hauptwelle (42) in Eingriff steht, der auch bei Bewegungen des Gestells nicht unter-
brachen wird, und daß mittels Kurvenscheiben der Welle (38) durch Hebelübertragung das Ein- und Auslaßventil (33) für den Zylinder (31) und die Bewegung des Rahmens (49) gesteuert werden.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (49) durch Arme (47, 48) schwingend am Gestell (29) angelenkt ist, so daß er sich mit seinen Greifarmen (50) beim Vorwärtsgehen erst hebt und dann wieder senkt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptwelle (42) mit dem gemeinsamen Antrieb verbunden und die Kurvenscheiben (37, 53) derart gestellt sind, daß die Vorrichtung stets in Tätigkeit tritt, wenn die Fördervorrichtungen stillstehen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei der das Auflegen der Gewichte auf die Formen besorgenden Vorrichtung (A) die Kurvenscheiben (37, 53) derart gegeneinander versetzt sind, daß beim Vor- wie Rückwärts-' gehen die Bewegung des Gestells (29) beginnt, während die des Rahmens (49) nachfolgt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei der das Abheben der Gewichte von den Formen besorgenden Vorrichtung (B) die Kurvenscheiben (37, 53) derart gegeneinander versetzt sind, daß beim Vor- wie Rückgänge die Bewegung des Rahmens (49) beginnt, während die des Gestells (29) nachfolgt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewichte (24) seitliche Ansätze (26) haben, unter die die Arme (50) des Rahmens (49) beim Anheben der Gewichte greifen können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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