DE255477C - - Google Patents

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DE255477C
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coil
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bridge
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switch
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P1/00Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters
    • H02P1/16Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters for starting dynamo-electric motors or dynamo-electric converters

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Ac Motors In General (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 255477 -KLASSE 21 c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Januar 1912 ab.
Bei vielen Antrieben wickelt sich der Arbeitsprozeß so ab, daß die Geschwindigkeit sowie das Drehmoment zuerst niedrig gehalten werden müssen, um dann auf normalen Wert, bei welchem das weitere Arbeiten erfolgt, zu steigen; so z.B. ist es bei Kalanderantrieben erforderlich, daß beim Einziehen des Papiers eine sehr niedrige Geschwindigkeit eingestellt werden kann, damit die Bedienung das Papier
ίο durch die Walzen führen kann. Das Einziehen geschieht bei gelüfteten Walzen und ist daher das Drehmoment hierbei sehr klein. Durch Einführung des Papieres steigt das letztere allmählich, bis das Papier durch sämtliehe Walzen hindurch ist, worauf die Walzen mit ihrem normalen Gewicht belastet werden. Durch letztere Manipulation steigt das Drehmoment dann plötzlich auf seinen normalen Wert. Nach Beendigung dieses Einziehens wird der Kalander dann auf seine normale Geschwindigkeit gebracht. Da die vorgenannte Antriebsgeschwindigkeit nur vorübergehend gebraucht wird, hat man bisher größtenteils die Herunterregulierung im Hauptstrom vorgenommen. Infolge des wachsenden Drehmomentes wurde aber die abgedrosselte Spannung in dem Hauptstromwiderstand immer größer, so daß, wenn der Widerstand nicht nachreguliert wird, der Motor während des Einziehens stehenbleibt. Durch dieses Nachregulieren ist zur Bedienung des Kalanders noch ein dritter Mann erforderlich, da die Arbeiten an dem Kalander, welche in der Regel von zwei Leuten vorgenommen werden müssen, die letzteren voll in Anspruch nehmen. Außerdem ist eine ziemlich große Aufmerksamkeit bei dem Nachregulieren erforderlich, da beim Belasten des Kalanders durch die Gewichte das Drehmoment sehr schnell steigt.
In dem oben beschriebenen und ähnlichen Fällen ist es vorteilhaft, den Anker des Antriebsmotors zunächst zur Erzielung von niedriger Einziehgeschwindigkeit an eine niedrige, beispielsweise von einer besonderen kleinen Dynamo erzeugten Hüfsspannung zu legen und nach Beendigung des Einziehprozesses von der Hüfsspannung auf die Netzspannung umzuschalten und dann allmählich bis zur Erreichung von erforderlicher Kalandriergeschwindigkeit weiter anzulassen.
Die Umschaltung von der Hilfsspannung auf die Netzspannung ist aber mit großen Schwierigkeiten verbunden, da die Stromstärke, welche der Motor beim Umschalten von der Hilfsdynamo auf die Hauptspannung aufnimmt, nicht festliegt. Dieselbe hängt von der Gewichtsbelastung des Kalanders ab, die sich wiederum nach dem zu bearbeitenden Papier richtet und infolgedessen häufig wechselt. Es ist daher möglich, daß dem Motor beim Umschalten auf die Hauptspannung ein zu großer oder zu kleiner Widerstand vorgeschaltet wird.
Vorliegende Erfindung gestattet nun einen vollkommen stoßfreien Übergang von der niedrigen Hilfsspannung auf die Netzspannung, und zwar dadurch, daß der Anker des Antriebsmotors während des Überganges von dem Be-
triebe mit Hilfsspannung auf den Betrieb mit Netzspannung sowohl von der Hilfsspannung wie auch über einen vorgeschalteten veränderlichen Widerstand von der Netzspannung gespeist wird, wobei infolge der fortschreitenden Abschaltung des oben erwähnten Widerstandes die Netzspannung einen immer größeren und die Hilfsspannung einen immer kleineren Anteil an der Speisung des Arbeitsmotors nimmt,
ίο bis schließlich die Hilfsspannungsquelle durch einen von ihrem Strom abhängigen Null- bzw. Minimalausschalter selbsttätig abgeschaltet wird.
Im nachstehenden ist der Erfindungsgedanke durch zwei in der Zeichnung schematisch dargestellte Ausführungsbeispiele erläutert.
In der Zeichnung bedeutet α den Anker des beispielsweise zum Kalanderantrieb dienenden Motors, b die das Netz speisende Dynamomaschine, d eine kleine die Hilfsspannung liefernde Dynamomaschine und c einen diese antreibenden Motor.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 wird der im Stromkreise der Hilfsdynamomaschine d liegende Null- bzw. Minimalstromschalter von zwei Erregerspulen gesteuert, deren eine, i, in demselben Stromkreise liegt, und die zweite, p, von irgendwelcher passenden Spannungsquelle gespeist wird; diese letztere Erregerspule dient bloß zum Einschalten des Schalters h am Anfang des Arbeitsprozesses und kann nach dem erfolgten Einschalten aberregt werden, indem der Schalter h weiter durch die Spule i, solange wie ihre Stromstärke dazu ausreicht, geschlossen gehalten wird.
Der Schaltvorgang gestaltet sich nun wie folgt:
Kurz bevor oder nachdem der Hebel k auf das Kontaktsegment / des Anlassers I aufläuft oder auch gleichzeitig damit wird die Spule p an ihre Spannung vorübergehend angelegt und schließt den Schalter h. Somit wird der Motor in den Stromkreis der kleinen Hilfsdynamomaschine d eingeschaltet und läuft an; der durch i fließende Strom hält nun den Schalter h geschlossen, so daß die Spule p jetzt aberregt werden kann. Zweckmäßigerweise erfolgt die Erregung und Aberregung der Spule p in zwangläufiger Abhängigkeit von der Vorwärtsbewegung des Hebels k. Auf die oben beschriebene Weise ist an den Arbeitsmotor parallel zu der Hilfsdynamomaschine auch die Netzspannung angelegt, und zwar zunächst über einen Schutzwiderstand f und die eigentlichen Anlasserstufenwiderstände e. Der Schutzwiderstand ist so groß bemessen, daß er den größeren Teil der Netzspannung abdrosselt, so daß der Strombetrag, den die Netzdynamomaschine b zuletzt liefert, nur unbedeutend ist. Mit der fortschreitenden Abschaltung der der Netzdynamomaschine vorgeschalteten Widerstände nimmt der Strom, den die Netzdynamomaschine liefert, zu, der Strom der Hilfsdynamomaschine d nimmt dagegen ab, bis ihr Stromkreis durch den Nullbzw. Minimalausschalter h unterbrochen wird. Es ist noch zu bemerken, daß die Kontakte der Spule p am besten so angeordnet werden, daß sie bei der Rückwärtsbewegung des Hebels k zwecks Abstellung des Antriebsmotors durch diesen Hebel nicht wieder eingeschaltet werden.
Die Anordnung gemäß Fig. 2 unterscheidet sich von der oben beschriebenen dadurch, daß hier der Null- bzw. Minimalausschalter h nur von der Spannungsspule p unmittelbar, von der Stromspule i dagegen mittelbar gesteuert wird. Die Spule p erhält ihre Spannung beispielsweise vom Netz aus. Die Anordnung ist so getroffen, daß die Spule p bei der Vorwärtsbewegung des Anlasserhebels k durch die Kontakte s und r eingeschaltet wird, aber bei Rückwärtsbewegung des Hebels zwecks Abstellung des Arbeitsmotors nicht wieder durch diese Kontakte eingeschaltet wird. Ζμ diesem Zweck ist der Kontakt s, welcher mittels einer Zuleitung ν an die Spannungsspule p angeschlossen ist, drehbar um einen Punkt u angeordnet, so daß er von dem Hebel k eine Zeitlang mitgenommen und an den als Feder ausgebildeten Kontakt r angepreßt werden kann. Beim weiteren Drehen des Hebels k wird der Kontakt s hinter die Feder r hinweggedrückt, so daß die Feder jetzt vor dem isolierten Teil t des Kontaktes s zu stehen kommt. Bei der Rückwärtsbewegung des Hebels und des Kontaktes s stößt zunächst die Feder r an dem isolierten Teil t auf und überspringt dann den Kontakt s, ohne mit seinem leitenden Teil in Berührung zu kommen.
Der Schaltvorgang verläuft bei dieser Anordnung wie folgt:
Beim Einschalten läuft der Hebel k auf dem Anlassersegment / auf und preßt gleichzeitig den Kontakt s an die Feder r an. Somit werden einerseits der Motor über den Anlaßwiderstand e, den großen Schutzwiderstand f, den Hebel k und die Zuleitung ζ und andererseits die Spannungsspule p über die Zuleitung v, die Kontakte s r, Zuleitung y, den Hebel k und die Zuleitung ζ an die Netzspannung angelegt. Die erregte Spule p zieht sogleich den Magnetkern des Schalters h nach oben und schließt denselben, so daß der Motor jetzt auch an die Hilfsspannung der Dynamomaschine d angelegt ist und anläuft. Die nunmehr vom Strom der Hilfsdynamomaschine durchflossene Spule i hebt ihren Magnetkern hoch und schließt eine im Stromkreise der Spannungsspule p liegende Kontaktbrücke m. Somit wird im Stromkreise der Spule p ein

Claims (1)

  1. neuer Anschluß an das Netz parallel zu dem vorher gebildeten hergestellt, und zwar über die Kontaktbrücke m, die Zuleitung x, die Zuleitung y, den Hebel k und die Zuleitung %.
    Dieser neue Anschluß besteht auch, nachdem bei Weiterdrehung des Hebels k der Kontakt s hinter die Kontaktfeder r hindurchgedrückt und der durch diese Kontakte und die Zuleitung ν gebildete Anschluß der Spule φ an
    ίο das Netz unterbrochen worden ist. Die Spule φ bleibt also so lange erregt, wie der zweite Anschluß besteht, d. h. wie die Kontaktbrücke m durch den Strom der Spule i. geschlossen gehalten wird. Wenn nun bei fortschreitender Abschaltung der Anlasserstufenwiderstände e der Strombetrag, welchen die Hilfsdynamomaschihe d an den Motor a liefert, sich so verringert hat, daß die Spule i. die Kontaktbrücke m nicht mehr hochhalten kann, so wird durch Abfallen der Brücke m der Stromkreis der Spule φ unterbrochen, diese aberregt, und der Schalter h schaltet die Dynamomaschine d ab.
    Bei der Rückdrehung des Hebels k zwecks Stillsetzens des Antriebes nimmt dieser den Kontakt s wieder in die Anfangslage mit, ohne daß dabei die Spule φ, wenn auch vorübergehend, erregt wird.
    Damit die bei dem Kalander beschäftigten Arbeiter während des Einziehungsprozesses — d. h. während der Motor nur durch die Hilfsdynamomaschine angetrieben wird (der vernachlässigbar kleine Strombetrag, den die Hauptdynamo dabei liefert, kommt nicht in Betracht) — im Falle der eventuell entstandenen Störungen die Hilfsdynamomaschine von ihren Plätzen aus sofort abstellen können, sind an den diesen Arbeitern leicht zugänglichen Stellen in der Leitung χ Druckknöpfe q q vorgesehen, die normal geschlossen sind. Beim Eindrücken öffnen sie den zu dieser Zeit des Arbeitsprozesses allein bestehenden Stromanschluß der Spule φ über die Brücke m und die Zuleitung X1 was das sofortige Abfallen des Schalters h bedingt. Um nach Beseitigung der Störung an dem Kalander den Antriebsmotor wieder von derselben Stelle aus zum Antrieb zu bringen, ohne zu dem Anlasser zurückkommen zu müssen, ist parallel zu den Kontakten der Brücke m ein normal geöffneter Einschaltdruckknopf 11 vorgesehen, bei dessen Eindrücken die Spule φ über die Zuleitung x, y und ζ erregt wird, so daß der Schalter h wieder hochgehoben wird. Dadurch wird der Motor α wieder an die Hilfsdynamomaschine angeschlossen, die Spule * wird wieder erregt und schließt die Brücke m, so daß der Arbeitsprozeß ungestört weiter vor sich gehen kann.
    Paten τ-An SPRU c η :
    Verfahren zum stoßfreien Übergang von Teilspannung auf Gesamtspannung bei Dreileitersystemen, insbesondere für die Arbeitsmotoren von Kalandern u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß beim Übergang die Gesamtspannung über einen größeren Widerstand parallel zur Teilspannung angeschlossen und dieser so lange verringert wird, bis ein vom Strom des Mittelleiters beeinflußter selbsttätiger Minimalschalter die Teilspannung abschaltet.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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