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Einrichtung für den stossfreien Übergang von Elektromotoren von Teilspannung auf Gesamtspannung bei Dreileitersystemen, insbesondere für Antriebsmotoren von Kalandern und dgl.
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das Drehmoment zuerst niedrig gehalten werden müssen, um dann auf normalen Wert, bei welf. hem das weitere Arbeiten erfolgt, zu steifen, so z. B. ist es bei Kalanderantrieben erforderlich. dass beim Einziehen des Papiers eine sehr niedrige Geschwindigkeit eingestellt werden kann. damit die Bedienung das Papier durch die Walzen führen kann. Das Einziehen geschieht bei gelüfteten Walzen und ist daher das Drehmoment hiebei sehr klein.
Durch Einführung des Papieres steigt das letztere allmählich. bis das Papier durch sämtliche Walzen hindurch ist. worauf die Walzen nut ihrem normalen Gewicht belastet* werden. Durch letztere Manipulation steigt das Dreh- moment dann plötzlich auf seinen normalen Wert. Nach Beendigung dieses Einziehens wird der Kalander dann auf seine normale Geschwindigkeit gebracht. Da die vorgenannte Antriebs-
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dem Nachregulieren erforderlich, da beim Belasten des Kalanders durch die Gewichte das Dreh- moment sehr schnell steigt.
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Im, nachstehenden ist der Erfindungsgedanke durch zwei in der Zeichnung schematisch dargestellte Ausführungsbeispiele erläutert.
In der Zeichnung bedeutet < t den Anker des beispielsweise zum Kalanderantrieb dienenden Motors, b die das Netz speisende Dynamomaschine, d eine kleine, die Hilfaspannung liefernde Dynamomaschine und c einen diese antreibenden Motor.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 wird der im Stromkreis der Hilfsdynamomaschine d liegende Null- bzw. Minimalstromschalter von zwei Erregerspulen gesteuert, deren eine, i, in demselben Stromkreise liegt und die zweite, p, von irgend welcher passenden Spannungsquelle gespeist wird ; diese letztere Erregerspule dient bloss zum Einschalten des Schalters h am Anfang des Arbeitsprozesses und kann nach dem erfolgten Einschalten aberregt werden, indem der Schalter h weiter durch die Spule i, solange wie ihre Stromstärke dazu ausreicht, geschlossen gehalten wird.
Der Schaltvorgang gestaltet sich nun wie folgt :
Kurz bevor oder nachdem der Hebel k auf das Kontaktsegment j des Anlassers 1 aufläuft oder auch gleichzeitig damit wird die Spule p an ihre Spannung vorübergehend angelegt und schliesst den Schalter h. Somit wird der Motor in den Stromkreis der kleinen Hilfsdynamomaschine d
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so dass die Spule p jetzt aberregt werden kann. Zweckmässigerweise erfolgt die Erregung und . \erregung der Spule p in zwangläufiger Abhängigkeit von der Vorwärtsbewegung des Hebels k.
Auf die oben beschriebene Weise ist an dem Arbeitsmotor parallel zu der Hilfsdynamomaschine auch die Netzspannung angelegt, und zwar zunächst über einen Schutzwiderstand f und die eigentlichen Anlasserstufenwiderstände e. Der Schutzwiderstand ist so gross bemessen, dass er den grösseren Teil der Netzspannung abdrosselt, so dass der Strombetrag. den die NetzdynantO- maschine b zuletzt liefert, nur unbedeutend ist. Mit der fortschreitenden Abschaltung der der Netzdynamomaschme vorgeschalteten Widerstände nimmt der Strom. den dIe Netz. dynamo- maschine liefert, zu, der Strom der Hilfsdynamomaschine d nimmt dagegen ab, bis ihr Strom kreis durch den N ull- bzw.
Minimalausschalter h unterbrochen wird. Es ist noch zu bemerken.
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eingeschaltet werden.
Die Anordnung gemäss Fig. 2 unterscheidet sich von der oben beschriebenen dadurch, dass hier der Null- bzw. Minimalausschalter h nur von der Spannungsspule p unmittelbar. von der Stromspule t dagegen mittelbar gesteuert wird. Die Spule p erhält ihre Spannung beispielsweise vom Netz aus. Die Anordnung ist so getroffen, dass die Spule p bei der Vorwärtsbewegang
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wärtsbewegung des Hebels und des Kontaktes s stösst zunächst die Feder r an dem isolierten Teil t auf und überspringt dann den Kontakt s, ohne mit seinem leitenden Teil in Berührung zu kommen.
Der Schaltvurgang verläuft bei dieser Anordnung wie folgt. Beim Einschalten läuft der
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Somit werden einerseits der Motor über den Anla8widerstand e, den grossen Schutzwiderstand f, den Hebel k und die Zuleitung z und andererseits die Spannungsspule p über die Zuleitung u. die Kontakte s, r. Zuleitung y, den Hebel k und die Zuleitung z an die Netzspannung angelegt.
Die erregte Spule p zieht sogleich den Magnetkern des Sehalters h nach oben und schliesst denselben. so dass der Motor jetzt auch an die Hilfsspannung der Dynamomaschine d angelegt ist und anläuft. Die nunmehr vom Strom der Hilfsdynamomaschine durchnossene Spule i hebt ihren Magnetkern hoch und schliesst eine im Stromkreis der Spannungsspule p liegende Kontakt- brucke fM. omit wird im Stromkrt der Spule p ein neuer Anschluss an das Netz parallel zu dem vorher gebildeten hergestellt, und zwar über die Kontaktbrücke m, die Zuleitung x, die Zuleitung y, den Hebel k und die Zuleitung z.
Dieser neue Anschluss besteht auch, nachdem bei Weiterdrehung des Hebels k der Kontak@ s hinter die Kontaktfeder r hindurchgedrückt und der durch diese Kontakte und die Zuleitung v gebildete Anschluss der Spule p an das Netz unterbrochen worden ist. Die Spule p bleibt also solange erregt, wie der zweite Anschluss besteht,
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kreis der Spule p unterbrochen, diese aberregt und der Schalter h schaltet die Dynamomaschine d ab.
Bei der Rückdrehung des Hebels k zwecks Stillsetzens des Antriebes nimmt dieser den Kontakt 8 wieder in die Anfangslage mit, ohne dass dabei die Spule p, wenn auch vorübergehend, erregt wird.
Damit die bei dem Kalander beschäftigten Arbeiter während des Einziehungsprozesses,
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bar kleine Strombetrag, den die Hauptdynamo dabei liefert, kommt. nicht in Betracht), im Falle der eventuellen entstandenen Störungen die Hilfsdynamomaschine von ihren Plätzen auch sofort abstellen können, sind an den diesen Arbeitern leicht zugänglichen Stellen in der Leitung x Druck- knöpfe q, q vorgesehen, die normal geschlossen sind. Beim Eindrücken öffnen sie den zu dieser Zeit des Arbeitsprozesses allein bestehenden Stromanschluss der Spule p über die Brücke m und die Zuleitung x, was das sofortige Abfallen des Schalters h bedingt.
Um nach Beseitigung der Störung an dem Kalander den Antriebsmotor wieder von derselben Stelle aus zum Antrieb zu
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wieder erregt und schliesst die Brücke w, so dass der Arbeitsprozess ungestört weiter vor sich gehen kann.
Zum Schlusse sei bemerkt, dass es bereits bekannt ist. einen Nutzwiderstand von t'mem Netzteil eines Mehrleiternetzes auf den anderen in der Weise umzuschalten, dass* wahren der Umschaltung der Nutzwiderstand den Strom von den Aussenleitern erhält, unter Vorschaltung
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den Nutzwiderstand.